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Gegen Volley Lugano ist im Cup eine Topleistung gefordert
In den Achtelfinals des Volley Cup kommt es morgen zum Spitzenspiel zwischen Volley Lugano (3.) und VC Kanti (2.).

Der VC Kanti (hier Brooke Botkin und Perkovac) ist in der Annahme gefordert. Bild: w. sch.
Reinhard Standke
Kein Losglück im Volleycup war dem VC Kanti Mitte Dezember beschert: In den Achtelfinals lautete der Gegner Volley Lugano, das in der Meisterschaft hinter den Schaffhauserinnen nächstbeste Team. Der Cup-Titelverteidiger Neuenburg blieb dem Team von Nicki Neubauer zwar erspart, dieser sollte sich jedoch angesichts des Gegners, dem 1.-Ligisten VBC Epalinges, keine allzu grosse Sorgen über den Einzug in die Viertelfinals vom 2. Februar machen müssen.
Rechtzeitig vor der Partie im Tessin scheint die Grippewelle beim VC Kanti abzuebben. Während Angreiferin Korina Perkovac seit Mittwoch wieder im Training steht, konnte Zuspielerin Brigitta Petrenko erst gestern wieder beginnen. Im K.-o.-Spiel in der Halle Pallamondo in Cadempino muss das Team von Trainer Neubauer versuchen, die Lehren aus der ersten NLA-Saisonniederlage von Anfang Dezember gegen Lugano zu ziehen, und dies eine Woche nach dem zweiten verlorenen Spiel daheim gegen Genève Volley.
«Wir müssen schneller auf unseren Rhythmus kommen, vor allem im Aufschlag», betont Nicki Neubauer rückblickend auf das Dezemberspiel. «Da haben wir uns in den ersten beiden Sätzen schwergetan.» Weiter habe sein Team lange im Skoring Mühe gehabt. «Sie machen es gut gegen unser erstes Tempo mit der Aussenangreiferin, wir müssen taktisch die Momente finden, in denen wir über die Mittelblockerinnen spielen können und aussen aggressiver auftreten», so der Coach des VC Kanti weiter. «Es wird sicher ein enges Spiel werden, dies ist auch Lugano klar, sie hätten sicher gerne ein anderes Los gehabt als uns.»
Mit Spielfreude die Lösungen finden
Nach der Niederlage vom vergangenen Samstag wurden dem Kanti-Team noch einmal die Ziele für die laufende Saison veranschaulicht und wie man diese erreichen wolle, berichtet der Trainer. «Es steht jetzt auch im Vordergrund, dass wir das können, wir müssen mit viel Spielfreude und Spass im Spiel auftreten», meint Nicki Neubauer. «Das ist der Key zum Gewinnen. Lugano ist ein guter Gegner, eine Herausforderung, an der können wir nur wachsen.» Gegen Genf hätten ein paar Dinge nicht so funktioniert, die eigene Erwartungshaltung sei natürlicherweise sehr hoch, dann komme schnell Unzufriedenheit auf. «Dagegen müssen wir ankämpfen, es akzeptieren für den Moment und eine Lösung finden, fordert der Coach des VC Kanti.
In der 17. NLA-Runde vom Mittwoch/Donnerstag war der VC Kanti spielfrei. Leader Neuenburg gab beim 3:2 auswärts bei Franches-Montagnes einen Punkt ab und liegt nun drei Punkte vor dem VC Kanti. Die Schaffhauserinnen weisen fünf Runden vor Ende der Qualifikation einen 14-Punkte-Abstand zum fünften Platz auf. Somit fehlen rechnerisch noch zwei Punkte, um definitiv in den Top 4 zu bleiben und mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals zu starten. Im nächsten Meisterschaftsspiel müssen die Munotstädterinnen am Sonntag in einer Woche beim Tabellenführer Neuenburg UC antreten.
Geschwächter VC Kanti 2 unterliegt in Baden.
Die Krankheitswelle ist nach dem Fanionteam (die SN berichteten) mittlerweile auch in der zweiten Equipe des VC Kanti Schaffhausen angekommen. Ohne die Angreiferinnen Nina Cavka und Vivienne Guyer, die am Samstag ins NLA-Kader berufen wurden, sowie Nina Brugger (erkrankt) und Melis Ceçen (abwesend) hatte das Team von Claudio Kriech bei Kanti Baden einen schweren Stand. Zwar standen vom dritten Team mit Mia Schmid, Jana Fuchs und Hanna Bukovac am Samstag drei Spielerinnen zur Verfügung, der physisch starke Gegner aus Baden blockte zu Beginn jedoch einige Bälle der Schaffhauserinnen weg. Kanti 2 konnte erst zu spät darauf reagieren und verlor den ersten Satz mit 15:25. Die Gäste starteten dann sehr gut in den zweiten Satz, waren in der Annahme und Verteidigung sehr gut und konnten schnell einen grossen Vorsprung erspielen, sodass ein sicherer 25:9-Satzerfolg resultierte. Im dritten Satz gelang es den Schaffhauserinnen nicht, eine Aufschlagsserie der Gastgeberinnen zu durchbrechen. «Das hat uns das Genick für den weiteren Verlauf gebrochen», erklärte Trainer Kriech, dessen Team zwei Sätze (17:25, 11:25) und folglich das Spiel (1:3 in Sätzen) abgeben musste. «Neben Melanie Kunz und Alexandra Schaber fehlten uns weitere Stabilisatoren, die die Punkte auch gemacht hätten», lautete Kriechs abschliessender Kommentar. Am kommenden Wochenende stehen für Kanti 2 gleich zwei Partien auf dem Programm. Nach dem Auswärtsspiel vom Samstag bei Volley Rüschlikon (6.) tritt der VC Kanti 2 am Sonntag (13 Uhr, BBC-Arena) gegen Pizol Volley (11.) an. (R.Sta.)
Kanti bezieht die zweite Saisonniederlage
Beim VC Kanti gerät der Spielfluss gegen Genève Volley ins Stocken. Die Gäste setzen den Schaffhauserinnen mit einer 2:3-Niederlage zu.

Zusammenstehen in der Niederlage: das Team des VC Kanti nach dem 2:3 gegen Genève Volley. Bild: Reinhard Standke
Reinhard Standke
Ganze drei Punkte sollten die Teams von Nicki Neubauer und dem Büsinger Andi Vollmer (die 2009 bis 2011 zusammen als Chef- und Co-Trainer in Schaffhausen gearbeitet hatten) am Samstag nach 122 langen Spielminuten trennen. Von den fünf Sätzen hätten die Gäste aus Genf davon drei für sich entscheiden und total 109 zu 106 Punkte erzielt. Der VC Kanti konnte sich jedoch nur einen statt der erhofften drei Tabellenpunkte gutschreiben lassen und musste so am Sonntagabend die Tabellenführung an Neuenburg UC abgeben.
Kranke und Verletzte auf beiden Seiten
Beide Teams waren mit Verletzungs- beziehungsweise Krankheitssorgen in die Partie gegangen. Andi Vollmer beklagte neben einer erkrankten Aussenangreiferin den Ausfall der frisch verpflichteten Diagonalspielerin McBride. An ihrer Stelle stand einmal mehr die 18-jährige Mittelblockerin Sally Biermann auf dem Feld. Aus dem Kader von Nicki Neubauer war Angreiferin Korina Perkovac so stark erkrankt, dass sie daheimbleiben musste. Zwar stand Vivian Guyer (1. Liga-Team) im Aufgebot, sollte aber nicht eingesetzt werden. Für Perkovac spielte zunächst Lina Lieb. Für die Mitte der Woche an Grippe erkrankte erste Zuspielerin begann Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin, die sich lange gut schlug.
Nach einer Side-out-Phase konnten sich die Schaffhauserinnen im ersten Satz auf 14:9 absetzen, mussten aber die Gegnerinnen, die sich mit harten Aufschlägen, Kampf in der Verteidigung und zum Teil unkonventionellen Angriffen immer wieder gefährlich zeigten, wieder herankommen lassen. Mit der in diesem Durchgang insgesamt besseren Leistung in Angriff, Annahme und Block erspielte sich Kanti eine 24:18-Führung, benötigte dann aber vier Satzbälle.
Anschliessend waren die Munotstädterinnen bis zum 15:10 auf Kurs, nach dem zweiten Time-out von Andi Vollmer spielten die Gäste aggressiver und drückten Kanti wieder das Side-out-Spiel auf. Das Heimteam vergab zwei Satzbälle, Genf, nun mit den besseren Angriffen, glich mit 26:24 aus. Kämpferischer und mit mehr Druck machte das Team aus der Romandie nach den zehn Minuten Pause im dritten Satz weiter. Beim 3:6 brachte Nicki Neubauer für Lina Lieb das junge Eigengewächs Nina Cavka, die ihre Aufgabe besonders in der Annahme gut lösen sollte. Ab dem 5:9 stand die erste Zuspielerin Brigitta Petrenkó auf dem Feld. In der «Money-Time» vermochten sich die Gastgeberinnen nach dem 21:21 erfolgreich abzusetzen (25:22).
Einem Rückstand liefen die Schaffhauserinnen auch im vierten Durchgang lange hinterher (4:7, 11:14). Kanti kam zurück (17:15, 21:18), gab die Schlussphase aber ab (23:25). Im Tiebreak hatte Kanti bezüglich Kampf und Angriff zu wenig entgegenzusetzen und unterlag klar (9:15). So konnte der Genfer Coach Andi Vollmer von «einem herausragenden Sieg gegen den Tabellenführer» sprechen. «Schade, es war ein Spiel, aus dem wir lernen müssen», so Kanti-Trainer Neubauer, der die Niederlage nicht auf die Krankheitswelle schob, sondern auf genügende Qualitäten auf der Bank verwies. «Wir verlieren die Konzentration, uns fehlten im Angriff Lösungen, Varianten, die Geduld.»
In der 17. Runde der NLA vom Mittwoch und Donnerstag sind die Schaffhauserinnen spielfrei. Titelverteidiger Neuenburg und wieder Tabellenführer kann den Vorsprung in der Tabelle auf bis zu vier Punkte ausbauen. Am kommenden Sonntag muss der VC Kanti im Spitzenspiel der Cup-Achtelfinals bei Volley Lugano (3.) antreten. Die Tessinerinnen hatten Anfang Dezember für die erste der nun zwei NLA-Saisonniederlagen der Munotstädterinnen gesorgt.
Mitfahrgelegenheit zum Cupspiel in Cadempino:Abfahrt mit dem Teambus ist um 11 Uhr an der BBC-Arena, Fahrpreis 40 Fr. Spielbeginn ist 17 Uhr, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch.
NLA, Frauen: VC Kanti - Genève Volley 2:3 (25:21, 24:26, 25:22, 23:25, 9:15). - BBC-Arena. - 538 Zuschauende. - SR: Zindel/Känel. - Spieldauer: 26, 27, 27, 29, 13 = 122 Minuten. – VC Kanti: A. Pazin (Pass, 1), Lieb (4), Botkin (20), Lockwood (25), Holásková (19), Ambrosius (5), Habegger (Libera); eingewechselt: Petrenkó (1), Cavka (1), Popic; nicht eingesetzt: Capraro, Guyer, Loffreda (Libera); ohne Perkovac (erkrankt). – Volley Genève: Shields (Pass, 7), De Jesus (24), Biermann (16), Koch (7), Nowak (10), Clayton (15), Knutti (Libera); eingewechselt: Matul, Boonstra; nicht eingesetzt: Sager.
Weitere Spiele: VBC Glaronia - Volley Toggenburg 0:3 (7:25, 20:25, 23:25). Aesch-Pfeffingen - Volley Düdingen 0:3 (28:30 23:25, 22:25). Franches-Montagnes - VBC Cheseaux 3:1 (25:18, 25:19, 23:25, 25:23). Neuenburg UC Volleyball Academy 3:0 (25:18, 25:20, 25:15).
Geht Leader VC Kanti angeschlagen ins Heimspiel gegen Genf?
Trotz der Fragezeichen bei drei zuletzt erkrankten Spielerinnen geht Kanticoach Nicki Neubauer davon aus, dass am Samstag gegen Genève Volley ein starkes Team auf dem Feld steht.

Jordan Lockwood (hinten) lanciert beim 3:1-Sieg im Hinspiel in Genf eine Finte. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Vier Siege in Folge erzielte der VC Kanti im Anschluss an die erste Saisonniederlage in der Meisterschaft Anfang Dezember in Lugano, der eine Serie von neun Erfolgen vorausgegangen war. Heute soll gegen Genève Volley (8.) mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer der nächste Sieg folgen. Holen die Schaffhauserinnen drei Punkte, können sie Titelverteidiger Neuenburg, der bis zum Donnerstag nächster Woche ein Spiel weniger aufweist, zumindest bis dahin um mindestens einen Punkt distanzieren.
Eine Krankheitswelle bei Kanti
Ging bei Kanti vor einer Woche Lina Lieb mit den Nachwehen einer Erkrankung über die Feiertage in die Partie gegen Franches-Montagnes, erwischte es im Laufe der letzten Tage gleich drei Spielerinnen. Zum einen Aussenangreiferin Korina Perkovac, auf sie folgten Zuspielerin Brigitta Petrenkó und Mittelblockerin Astrid Popic. «Die Krankheitswelle rollt durch die Mannschaft», so Trainer Nicki Neubauer. Deswegen sei die Kaderzusammensetzung für heute noch etwas unsicher. Ein Antrag auf Spielverschiebung könnte jedoch gemäss Volleyballreglement (Artikel 161) erst gestellt werden bei «nachweisbarer Absenz von mindestens fünf Spielern einer Mannschaft, die die gleiche epidemische Krankheit (unter anderem Grippe, d. Red.) haben».
Genf kann auf Neuverpflichtung bauen
Zum Gegner sagt Neubauer: «Genf ist sehr ernst zu nehmen, vom Leistungsvermögen gehören sie weiter nach vorne, obwohl sie im Herbst viele Probleme mit Verletzungen hatten.» Beim Team von Andi Vollmer wurde mit Francesca McBride auf Anfang Jahr eine neue Diagonalspielerin verpflichtet, nachdem während sechs Partien eine Mittelblockerin auf dieser Position gespielt hatte. Die neue amerikanische Linkshänderin hatte einen gehörigen Anteil am 3:2-Sieg vom letzten Sonntag gegen Aesch-Pfeffingen (4.). «Hätte 3:0 oder 3:1 sein müssen», kommentierte Vollmer den Jahresauftakt seines Teams. «Für uns ist es ein Entwicklungsjahr, wir haben grosse Veränderungen im Team vorgenommen.»
«Genf ist ein Team, das spielen kann. Mit Zuspielerin Shannon Shields passiert oft etwas Überraschendes», stellt Neubauer sein Team entsprechend ein. «Wir müssen so druckvoll sein wie ab Mitte des zweiten Satzes gegen Franches-Montagnes. Wenn wir viel Druck am Aufschlag machen und unser Spiel gut aufziehen, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns.»
Vollmer erwartet Finalqualifikationen für Kanti
«Kanti ist sehr stark, wie die aktuelle Tabellenposition zeigt», attestiert der Trainer des heutigen Gegners den Schaffhauserinnen eine gute Saison, in der andere Mannschaften im Umbruch seien, wie NUC, Düdingen oder Aesch-Pfeffingen. «Das könnte ein Jahr für Kanti werden, in dem sie Finals in Wettbewerben erreichen und wieder Medaillen gewinnen können.»
Späterer Spielbeginn Aufgrund der hohen Belegung der BBC-Arena startet das Spiel heute um 16 Uhr – eine halbe Stunde früher als sonst.



