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Kanti beginnt stark und verliert dennoch

Im NLA-Spitzenspiel unterliegt der VC Kanti beim Leader Neuenburg UC 1:3. Damit ziehen die Schaffhauserinnen in Meisterschaft und Cup die dritte Niederlage in Folge ein.

Die Kanti-Angreiferinnen, hier Korina Perkovac (l.), hatten es zum Schluss schwer gegen Neuenburg UC. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Vor einer Woche hatte Kanti-Coach Nicki Neubauer den Auftritt des Teams bei der 0:3-Niederlage im Cup in Lugano (dem Tabellennachbarn in der Liga) in Teilen kritisiert. Am Sonntag zeigte der VC Kanti (2.) im Topspiel der Liga bei Neuenburg von Beginn an eine Reaktion. Die Schaffhauserinnen gingen mit dem vollständigen Kader vor der gewaltigen Kulisse von 1525 Zuschauern kämpferisch und selbstbewusst in die Partie und zeigten dies auch in der Körpersprache. Zwar gelang Neuenburg UC der erste Punkt in der Begegnung, Kanti machte jedoch mit dem Aufschlag genügend Druck und konnte auch das Angriffsspiel erfolgreich aufziehen, ohne Punkte in Serie zu kassieren. In der Folge lagen die Munotstädterinnen bis zum Satzende immer und mit bis zu vier Punkten in Führung, 25:22 lautete der vielversprechende Einstieg.

Auch im zweiten Satz ging dies zunächst so weiter. Kanti agierte überlegen und baute die Führung mit einer Aufschlagserie von Holaskova auf 8:3 und dann 13:7 aus. Dann kam bei NUC-Captain de Micheli auf das Feld und servierte gleich bis zum 12:13. Anschliessend sollte das Momentum im Angriff kehren, nun punkteten beim Gegner Scambray, Branca und Dvoracek, aufseiten der Schaffhauserinnen kamen Lockwood, Holaskova, Botkin und Perkovac nicht mehr so zum Erfolg wie zuvor. Nach dem 18:18 ging der Satz mit 19:25 verloren. Anschliessend blieben die Schaffhauserinnen im Side-out-Spiel zunächst dran, fielen dann auf 12:17 zurück, schienen Mut und Kampf zu verlieren. Nach einer weiteren Serviceserie des Gegners ging das Spiel mit 13:25 zu Ende. «Die ersten eineinhalb Sätze war ich sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Kanti-Coach Nicki Neubauer. «Und danach dann nicht mehr.» Der Aufschlag beim Gegner habe dann besser funktioniert, bei Kanti, trotz nur drei Annahmefehlern, jedoch das erste Tempo und der Angriff mit hohen Bällen nicht mehr. «Uns fehlt nachher auch etwas die Disziplin, wir fallen im Kollektiv aus», erklärt Neubauer weiter. Nach den Niederlagen von Cheseaux (in Genf) und Aesch-Pfeffingen (daheim gegen Volley Toggenburg) steht fest, dass Kanti die Qualifikation in den Top 3 beenden wird und somit Anfang März mit einem Heimspiel in die Playoff-Viertelfinals startet. Zunächst steht jedoch am Mittwoch (20 Uhr, BBC-Arena) das Heimspiel der 19. Runde gegen Aesch-Pfeffingen an.

NLA, Frauen: Neuenburg UC - VC Kanti 3:1 (22:25, 25:19, 25:13, 25:20). - Riveraine. - 1525 Zuschauer. - SR: Enkerli/Pedrazzini. - Spieldauer: 24, 24, 19, 23 = 90 Minuten. Neuenburg UC: Pierret (Pass), Branca, Dvoracek, Meuth, Chase, Scambrey, Mottis (Libera); eingewechselt: Mico, De Micheli, Milz; nicht eingesetzt: Scrucca, A. Lengweiler. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Ambrosius, Botkin, Holaskova, Lockwood, Perkovac, Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic.; nicht eingesetzt: Cavka, Loffreda, Capraro.

Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen - Volley Toggenburg 1:3. Volleyball Academy - Volley Lugano 1:3. Genève Volley - VBC Cheseaux 3:1. VBC Glaronia - Franches-Montagnes 1:3. – Rangliste: 1. Neuenburg UC 16 47:12 44. 2. VC Kanti 16 43:18 38. 3. Volley Lugano 16 40:20 35. 4. VBC Cheseaux 16 31:29 25. 5. Aesch Pfeffingen 16 31:29 24. 6. Genève Volley 16 29:30 22. 7. Franches Montagnes 17 29:37 22. 8. Volley Düdingen 16 25:30 20. 9. Volley Glaronia 17 25:43 17. 10. Volley Toggenburg 17 19:39 14. 11. Volleyball Academy 17 14:46 9.

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VC Kanti will in Neuenburg eine Reaktion zeigen

Nach zwei Niederlagen in Cup und NLA reist der VC Kanti morgen zum Tabellenführer nach Neuenburg.

Fight am Netz: Lea Ambrosius (18) und Brooke Botkin (7) mit erfolgreichem Block . Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Nach den beiden Niederlagen an den vergangenen Wochenenden stand beim VC Kanti zunächst die Analyse des NLA-Spiels vom Sonntag in Lugano im Vordergrund. Wo lagen die Probleme? «Im Angriff lassen wir ein bisschen zu viel liegen. Natürlich hatten wir auch ein paar Probleme in der Annahme, aber over all ist das nicht das das riesen Problem», fasst der Trainer der Schaffhauser Volleyballerinnen, Nicki Neubauer, zusammen.

Man habe zu wenig «Kill» bei mittelhohen und sehr hohen Bällen gehabt. «Wenn wir eine schlechte Annahme haben und kein erstes Tempo möglich ist und der Block auf der anderen Seite gut ist, haben wir zu wenige Lösungen gefunden», erläutert Neubauer weiter. Entweder sei dann das Zuspiel oder das Hilfszuspiel zu schlecht bzw. teilweise unpräzise gewesen. «Oder wir haben mit zu wenig Mut, zu wenig Höhe gespielt und geradeaus in den Block angegriffen. Oder wir wir stören zu wenig und machen einfach auch zu viele Fehler», sagt der Coach der Munotstädterinnen.

Fehler bei hohen Bällen

«Lugano hat sehr gut gespielt bei hohen Bällen, gut in der Abwehr, gut am Block. Es ist gar nicht so leicht, da eine Lösung zu finden», sagt Neubauer. «Den Hauptteil der Fehler haben wir dort gefunden. Das haben wir sonst erheblich besser gelöst, wir haben eigentlich gute ‹Highball-Angreifer› im Team.» Insgesamt spricht Neubauer von 11 Angriffsfehlern, davon seien drei Fehlentscheidungen, habe die nachträgliche Videoanalyse bei Kanti ergeben. Die drei Entscheidungen seien in den Sätzen 1 und 3 gefallen, die beide mit zwei Punkten Unterschied knapp verloren wurden. Klar sei aber, dass sich Kanti in den Highballsituationen steigern müsse, genau wie in der Abwehr. «Mit der Abwehrleistung war ich nicht zufrieden. Wir blocken zwar sehr gut, da muss auch unsere Abwehrleistung einfach nach oben gehen.»

Und nun gegen den Leader

Eine Woche nach dem Topspiel im Volleycup steht nun morgen das nächste Spitzenspiel beim Tabellenführer Neuenburg UC an (18.00 Uhr, Riveraine-Halle). «Es wird nicht einfacher, es ist auswärts, aber unabhängig vom Resultat wollen wir eine Reaktion sehen auf unserer Seite, was die Einsatzbereitschaft in der Abwehr betrifft», erwartet Neubauer mehr kämpferischen Einsatz von seinem Team. «Es ist noch deutlich Luft nach oben, in unserer Körpersprache, in unserem Willen, in unser Einsatzbereitschaft.»

Neuzugang bei NUC

Beim morgigen Gegner, Kanti hatte das Heimspiel Anfang November mit 3:2 für sich entschieden, spielt inzwischen die neuverpflichtete Diagonalspielerin Maia Dvoracek. Als weitere Änderung ist Topskorerin Tia Scambray nicht mehr direkt neben der Zuspielerin positioniert. «Das ändert die Ballverteilung, was es uns nicht leichter macht», so der Kantitrainer.

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Zwei weitere Siege für das zweite Team des VC Kanti

Die Mannschaft von Trainer Claudio Kriech setzt ihren Lauf auf dem zweiten Tabellenrang fort.

Zwei Games , 6 Punkte für das Team von Claudio Kriech

Nach dem 3:0-Erfolg bei Volley Rüschlikon doppelte das zweite Team des VC am Sonntag mit einem Sieg über Volley Pizol nach. VC Kanti 2 startete gegen Volley Pizol etwas mühsam in den ersten Satz: Die Gegnerinnen spielten ausgezeichnet in der Verteidigung. Kanti kam zwar besser ins Spiel, konnte den grossen Vorsprung nicht mehr aufholen und verlor den Satz mit 19:25. Der zweite Satz begann vielversprechend, aber dennoch schafften es die Spielerinnen von Volley Pizol, bis 10:10 auszugleichen. Danach wurde es richtig spannend, keine Mannschaft konnte davonziehen. Beim Stand von 24:25 spielte Vivian Guyer eine lange Finte auf die hinterste Linie, dieser Punkt war die Wende in diesem Satz. Der zweite Satz gehörte dem VC Kanti 2 mit 28:26. Der dritte Durchgang ähnelte dem zweiten Satz. Kanti 2 war zwar voraus, aber Volley Pizol schaffte es, bis 10:10 auszugleichen. Bei 24:24 schaffte es Jeanne Neuhaus mit einem super Smash und in der Folge einer Finte, den Satz mit 26:24 für Kanti 2 zu entscheiden. Im vierten Satz liessen die Munotstädterinnen nach einem zähen Start nichts mehr anbrennen, alle Spielerinnen spielten nahezu fehlerfrei und gewannen dann diesen Satz mit 25:15. Der Sieg gehörte dem VC Kanti 2 mit 3:1. Der nächste Einsatz ist das Heimspiel gegen den VC Smash Winterthur am Sonntag, 26. Januar, um 16.00 Uhr (BBC Arena). (mrä)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D. Sonntag: VC Kanti Schaffhausen 2 - Volley Pizol 3:1 (19:25, 28:26, 26:24, 25:15) – VC Kanti 2: Kunz (Pass), Nussbaumer, Neuhaus, Schaber, N. Pazin, Schmid, Saipi/Rubli (Libera); eingewechselt: Ceçen, Guyer, Pensini, Bukovac, Fuchs. – Samstag: Volley Rüschlikon - VC Kanti 2 0:3 (20:25, 27:29, 20:25).

Weitere Spiele: VC Smash Winterthur - Volley Aadorf 0:3. TSV Jona Volleyball - Volleyball Academy 3:0. Pallavolo Kreuzlingen - STV St. Gallen Volleyball 2:3. VBC Voléro Zürich - BTV Aarau 3:1. VC Smash Winterthur - VBC Kanti Baden 2:3.

Rangliste: 1. VBC Voléro Zürich 13/38 (39:6). 2. VC Kanti Schaffhausen 14/33 (37:16). 3. Volley Aadorf 13/28 (31:14). 4. STV St. Gallen Volleyball 13/27 (32:18). 5. VC Smash Winterthur 14/20 (26:30). 6. Volley Rüschlikon 11/18 (24:22). 7. Pallavolo Kreuzlingen 12/17 (22:24). 8. BTV Aarau 13/16 (23:30). 9. VBC Kanti Baden 13/13 (18:31). 10. TSV Jona Volleyball 12/12 (21:29). 11. Pizol Volley 11/5 (10:30). 12. Volleyball Academy 13/1 (6:39).

Bilder     Infos: Volley Rüschlikon - VC Kanti            VC Kanti - Pizol Volley

Chancen in Lugano nicht genutzt

Nach der Niederlage in der NLA verliert der VC Kanti auch im Cup-Achtelfinal bei Volley Lugano.

Im Angriff lief es beim VC Kanti (hier Jordan Lockwood) nicht gut genug. Bild: Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. In Lugano kann der VC Kanti in der Saison 2024/25 (bislang) nicht gewinnen. Nachdem die Schaffhauserinnen in der Meisterschaft nach neun verlustfreien Runden Anfang Dezember im Tessin mit 1:3 die erste Niederlage einzogen, gelang im Cup-Achtelfinal vom Sonntag kein Satzgewinn. Nach zwei sehr knappen und einem deutlichen Satzverlust schied Schaffhausen in der ersten für NLA-Teams möglichen Runde aus.

Wieder kein Losglück

Bereits in den beiden Vorjahren war für die Munotstädterinnen in den Achtelfinals Schluss gewesen. Auch hier hatten sie auswärts gegen NLA-Spitzenteams antreten müssen. 2023 unterlag das Team von Nicki Neubauer 1:3 bei Aesch-Pfeffingen, im vergangenen Jahr 2:3 bei Neuenburg.

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Angreiferin Korina Perkovac vor einer Woche gegen Genève Volley konnte das Team von Nicki Neubauer gestern im Tessin wieder in der üblichen Stammformation auflaufen. Wie schon bei der Partie von Anfang Dezember in Cadempino benötigten die Schaffhauserinnen zum Start Zeit, um den Spielrhythmus zu finden. Nach dem 5:8-Rückstand gelang dies mit Brooke Botkin sowie Katerina Holaskova am Service (13:9). Im Gegensatz zur Partie gegen Genf kamen am gestrigen Sonntag die beiden Mittelblockerinnen Holaskova und Lea Ambrosius nicht nur zum Blocken, sondern auch vermehrt zum Angriffsspiel.

In der Folge verwalteten die Munotstädterinnen den Vorsprung zunächst und bauten ihn dann auf 22:16 aus. Doch nun meldete sich plötzlich Lugano zurück, mit hartem Service, guten Blocks glichen sie nicht nur aus, sondern kamen nach einer umstrittenen Entscheidung zu Matchbällen (24:22). Kanti vermochte nur einen knappen Punkt heranzukommen (23:25). Im zweiten Durchgang sollten die Schaffhauserinnen ab Satzmitte das Feld den Gegnerinnen überlassen, der Satz ging mit 25:16 klar an Volley Lugano. Im dritten Satz konnte das Team von Nicki Neubauer bis in die Moneytime einen kleinen Vorsprung verwalten, vergab beim 24:23 einen Satzball und musste anschliessend die Schlussphase mit einem knappen 25:27 wiederum dem Gegner überlassen.

Die Probleme im Angriff

In den 78 Spielminuten hatten die Gastgeberinnen mit ihren harten Aufschlägen die Annahme des VC Kanti immer wieder auf die Probe gestellt, dazu lief das Angriffsspiel bei den Schaffhauserinnen nicht immer wie gewollt. Trainer Neubauer analysierte die Niederlage so: «Ende des ersten Satzes hatten wir in der Annahme keine guten Werte, dann ging auch das Skoring runter. Das zieht sich auch im zweiten Satz durch», erläuterte der Coach. «Am Ende ist die Annahme genau gleich, im Aufschlag machen wir drei Fehler mehr als sie bei gleich vielen Punkten. Der grosse Unterschied ist der Angriff: Aus der Annahme heraus machen wir 11 Fehler und sie einen. Gesamthaft sind wir bei 14 Angriffsfehlern und sie bei sechs.»

Nächstes Spitzenspiel

Am kommenden Sonntag ist der VC Kanti nach zuletzt zwei Niederlagen erneut gefordert: Im Spitzenspiel der 18. und fünftletzten Runde der NLA-Qualifikation reisen die Schaffhauserinnen zum Leader Neuenburg, den sie im Heimspiel Anfang November mit 3:2 bezwingen konnten.

Volleycup, Achtelfinals: Volley Lugano - VC Kanti 3:0 (25:23, 25:16, 27:25). - Palamondo Cadempini. - 300 Zuschauer. - SR: Zindel/Schemeth. - Spieldauer: 28, 22, 28 = 78 Minuten. – Volley Lugano: Zanetti (Pass), Solvik (8), Cveticanin (9), Armer (8), Hayward (10), Leban (14), Mortati (Libera); nicht eingesetzt: Paya, Garovi, Sordo, Sacher, Re. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 3), Ambrosius (11), Botkin (13), Holaskova (9), Lockwood (12), Perkovac (3), Habegger (Libera); eingewechselt: Lieb, A. Pazin, Popic, Cavka; nicht eingesetzt: Capraro, Loffreda.

Weitere Spiele: Voléro Zürich (1.) - BTV Aarau (NLB) 1:3. VBC Epalinges (1.) - Neuenburg UC 0:3. Volley Glaronia - Aesch-Pfeffingen 1:3. Volley Düdingen - Volley Toggenburg 3:0. VBC Cheseaux - Franches-Montagnes 3.2. Genève Volley - Volleyball Academy 3:1. Frispike La Brillaz FR (1.) - Kanti Baden (NLB) 0:3.

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