Der VC Kanti feiert die Silbermedaille und blickt voraus
Das Team des VC Kanti lässt sich im Quartier Klub feiern. Bild: Werner Schläpfer
Zwölf Tage nach Ende der Playoff-Finals gegen Neuenburg UC begeht der VC Kanti ein Fest zur Feier des Vizemeistertitels.
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Reinhard Standke
Zum siebten Mal seit dem Aufstieg in die Nationalliga A, der der Verein seit 1991 ununterbrochen angehört, und zum zweiten Mal in Folge schloss der VC Kanti die Meisterschaftssaison auf dem zweiten Platz ab. Aus diesem Anlass waren am Mittwochabend Spielerinnen, Staff, Gönner und Sponsoren sowie Fans zu einer weiteren Medaillenfeier in den Quartier Klub geladen.
Nach swe Begrüssung von Moderator Alexander Blunschi richteten Regierungsrat Patrick Strasser und Stadtrat Marco Planas für Kanton beziehungsweise Stadt Schaffhausen Grussworte an die Anwesenden und Glückwünsche an Team und Verein. Beide Redner stellten die Saisonleistung des Teams, aber auch die langjährige Arbeit des Vereins bezüglich stabiler Strukturen und Nachwuchs heraus. Als Auszeichnung erhielt der Klub von Kanton und Stadt jeweils Schecks über namhafte Beträge.
Rückblick und Ausblick
Mit der Medaillenfeier ging die Volleyballsaison 2025/2026 für das Fanionteam des VC Kanti nach 32 Pflichtspielen definitiv zu Ende. Die ausländischen Spielerinnen werden Schaffhausen nach achtmonatiger Tätigkeit verlassen, die Karriere der langjährigen Captain Katerina Holásková, der erfolgreichsten NLA-Mittelblockerin der letzten Jahre, ist nach elf Saisons in den Farben der Munotstädterinnen beendet. Die 35-Jährige wird dem Verein als U20-Trainerin erhalten bleiben.
«Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem Vizemeistertitel», blickt Kanti-Sandro Poles auf die vergangene Spielzeit zurück. «Klar sind wir auch ein bisschen traurig, dass wir den Meistertitel nicht geschafft haben, aber Vizemeister zweimal in Folge ist sicher ein Top-Ergebnis.» Grundsätzlich zufrieden fällt auch der Saisonrückblick von Chefcoach Nicki Neubauer aus. «Wir haben eine sehr gute Saison gespielt. Wir haben das Level nach wichtigen Abgängen und Umstellungen gehalten.»
Herausforderungen im Januar
Als schlecht in Erinnerung hat Sandro Poles nur den Monat Januar, in dem drei Spielerinnen ersetzt werden mussten. «Es war sehr zeitintensiv, die Ersatzspielerinnen haben aber eingeschlagen und dazu beigetragen, dass wir so weit gekommen sind», erinnert sich Sandro Poles. «Die Verletztenmisere hat es uns nicht einfach gemacht, auch im Hinblick auf den Start in die Playoffs», stellt Nicki Neubauer fest. Trotz einer grundsätzlich sehr guten Saison blickt der Kanti-Trainer auf die Finalspiele mit etwas Wehmut zurück: «Wir müssen anerkennen, dass wir leistungsmässig nicht ganz an das herangekommen sind, was wir unter dem Jahr gezeigt haben. Ein, zwei Spielerinnen haben ihre Leistung nicht ganz abrufen können, am Ende des Tages hat es nicht ganz gereicht, NUC noch mehr zu fordern», meint Nicki Neubauer. Auch die lange Pause zwischen Halbfinals und Finals habe seinem Team nicht gutgetan.
13 oder 14 Spielerinnen
Bezüglich der Zusammensetzung des neuen Teams strebt der VC Kanti einen 13-köpfigen Kader an, dazu könnte, je nach Heilungsverlauf der operierten Schulter, die rekonvaleszente Martina Koch als vierte Mittelblockerin und 14. Spielerin kommen. Im Kern setzt der Verein auf vier verbleibende«lokal ausgebildete Schweizer Spielerinnen» sowie auf die bisherige Passeuse Sydney Cole. Sandro Poles sagt: «Der Fokus ist, wieder um die Medaillen zu spielen. Vielleicht gelingt ja doch noch der Schweizer-Meister-Titel.» Nicki Neubauer drückte es an der Medaillenfeier so aus: «Wir greifen nächstes Jahr wieder an. Wir machen so lange weiter, bis wir den Kübel hier haben.»
Liebe Kanti-Fans
Als wichtiger und sehr geschätzter Teil unserer Kanti-Familie möchten wir Euch alle gerne zur NLA Meister- oder Medaillenfeier des VC Kanti Schaffhausen, sponsored by @mtf.solutions am Mittwoch, 29.04.2026, im @quartierklub Schaffhausen (ehemals Orient) einladen!
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An diesem Abend lassen wir in lockerer Atmosphäre die tolle Saison 2025 / 2026 nochmals Revue passieren, feiern alle zusammen den allfälligen ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte oder die gewonnene Medaille und verabschieden aber gleichzeitig auch diejenigen Spielerinnen die in der kommenden Saison nicht mehr Teil des NLA-Teams sein werden.
Es erwartet Euch ein gratis Willkommensgetränk (Falkenbier / Prosecco / Mineral / etc.), aber auch für den Hunger wird durch eine Pasta mit zweierlei Saucen von Leu Event Catering gesorgt sein.
Ab 18.30 Uhr sind die Türen offen, ab 19.00 Uhr beginnt dann der rund halbstündige Festakt, sodass wir anschliessend dann zu den Beats der stadt- und hallenbekannten DJ Floorfillers festen und tanzen können.
Der Anlass ist offen für alle Kanti-Begeisterten, eine Anmeldung ist nicht notwendig! Wir freuen uns auf einen tollen Saisonabschluss mit Euch!
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Orient) einladen!
An diesem Abend lassen wir in lockerer Atmosphäre die tolle Saison 2025 / 2026 nochmals Revue passieren, feiern alle zusammen den allfälligen ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte oder die gewonnene Medaille und verabschieden aber gleichzeitig auch diejenigen Spielerinnen die in der kommenden Saison nicht mehr Teil des NLA-Teams sein werden.
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Der VC Kanti ist wieder Vizemeister
Zum Ende der Saison 2025/26 darf sich der VC Kanti mit der Silbermedaille feiern lassen. Bild: Werner Schläpfer
Nach der dritten Niederlage des VC Kanti in der Playoff-Finalserie nehmen die Schaffhauserinnen die Silbermedaillen mit nach Hause.
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Reinhard Standke
Wie vor einem Jahr beendet der VC Kanti die NLA-Meisterschaft auf dem zweiten Platz. Erneut konnte der Gegner in den Playoff-Finalspielen, Neuenburg UC, drei Spiele gewinnen und damit zum fünften Mal in Folge den Titel sichern. Im Gegensatz zu 2025 gelang den Schaffhauserinnen kein Satzgewinn. Während die beiden Teams in Bestbesetzung und in der Stammformation aufliefen, kam es im Staff der Munotstädterinnen zu einer Änderung. Für den erkrankten Assistenten von Nicki Neubauer, Xaver Kitzmüller, standen Ludwig Horvath und Claudio Kriech (Trainer 1. Liga) im Einsatz.
Einen starken Auftritt zeigte das Kanti-Team lange im ersten Satz. Das Angriffsspiel funktionierte, die Blockabwehr auch. Bis zum Stand von 17:18 blieben die Schaffhauserinnen dran, dann zog Neuenburg mit einer Serviceserie von Milz auf 23:17 davon und legte mit 25:21 vor. NUC startete mit vielen Fehlern in den zweiten Satz (1:4), das Kanti-Angriffsspiel war jedoch weniger stark als zuvor. Beim Stand von 8:10 nahm Kanti-Coach ein Timeout, wechselte Leana Zuvic (für Josipa Marković) ein, im ersten Satz war sie für Lina Lieb gekommen. Doch dank den Angriffen von Topscorerin Scambray sowie von Dvoracek und Attieh kam das Heimteam zum nächsten Satzgewinn (25:17).
Neuenburg startete mit einer 6:1-Führung in den dritten Satz, wiederum kam Zuvic für Lieb. Der Kanti-Angriff lief wie im ersten Satz vorwiegend über Marković. Die Gastgeberinnen brachten mit dem Service am Ende mehr Druck auf das Feld und punkteten mit ihren Spitzenspielerinnen, die den Verein jedoch verlassen. Kanti lag bald 7:14, 13:22 zurück. Maia Dvoracek nutzte den dritten Matchball zum 25:17.
«Schade, es hört sich zwar doof an, aber es wäre mehr drin gewesen heute», bilanzierte Kanti-Trainer Nicki Neubauer nach den 68 Spielminuten, in denen sich 1552 Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Tribünen gedrängt hatten. Es seien Kleinigkeiten gewesen, blickt Neubauer zurück. «Die können sie besser als wir.» Insbesondere führte er die 1:1-Duelle am Netz an. «Wir kriegen die Sätze einfach nicht zu», sprach der Kanti-Headcoach ein Problem an, das auch in den ersten beiden Spielen aufgetreten war. «Je länger, desto mehr schwindet bei uns das Selbstvertrauen und das der Gegner wächst über sich hinaus.»
Mit dem Saisonschluss geht auch die Karriere von Captain Katerina Holásková zu Ende. Die heutige 35-Jährige kam 2015 nach Schaffhausen, blieb sportlich, privat und beruflich in der Schweiz hängen und avancierte bald zur erfolgreichsten Mittelblockerin der Nationalliga A. In den elf Spielzeiten erzielte die Tschechin über 1100 Blockpunkte und führt die Statistik seit Jahren an.
Medaillenfeier
Ein letzter Saisontermin steht für den VC Kanti und seine Fans am Mittwoch, 29. April, an: die Medaillenfeier im Quartier-Club (ehemals Orient) in der Stadthausgasse. Türöffnung ist um 18:30 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Während Headcoach Nicki Neubauer, Assistent Xaver Kitzmüller und fünf Spielerinnen auch in der Spielzeit 2026/27 bei den Schaffhauserinnen verbleiben, werden im Anschluss an die Feier acht Spielerinnen das Team endgültig verlassen.
NLA, Frauen. Playoff-Finals (Best of 5), 3. Runde. Neuenburg UC - VC Kanti 3:0 (25:21, 25:17, 25:17), Endstand: 3:0. - Riveraine. - 1552 Zuschauer. - SR: Grellier/Siegrist. - Spieldauer: = 25, 21, 22 = 68 Minuten. – Neuenburg UC: Hayword (Pass), Attieh, Branca, Dvoracek, Scambray, de Micheli, Delley (Libera); eingewechselt: Milz (Pass), Payá; nicht eingesetzt: Scrucca, Lengweiler, Schneider, Bovet, Marzochella (Libera). – VC Kanti: Herzog, Cole (Pass), Holásková, Lieb, Lockwood, Marković, Loffreda/Schnegg (Libera); eingewechselt: Zuvic, Pazin (Pass), Vermaas; nicht eingesetzt: Corbach, Cavka; rekonvaleszent: Koch.
NLA, Frauen 2025/26. Schlussrangliste: 1. Neuenburg UC. 2. VC Kanti. 3. Sm’Aesch-Pfeffingen. 4. Volley Düdingen. 5. Volley Lugano. 6. Franches-Montagnes. 7. VBC Cheseaux. 8. Genève Volley. 9. NLZ Volleyball Academy. 10. Volley Toggenburg. – Bemerkungen: Kein Absteiger. NLZ Volleyball Academy zieht sich aus der NLA zurück. – Aufsteiger: BTV Aarau.
Um in der Serie zu bleiben, muss ein Sieg her
In einem ihrer letzten Spiele der Karriere: Kanti-Captain Katerina Holásková. Bild: Werner Schläpfer
Ohne einen Erfolg des VC Kanti geht der NLA-Titel heute an Neuenburg UC und die Silbermedaillen gehen an die Schaffhauserinnen.
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Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Was den Kampf um den Meisterschaftstitel angeht, steht der VC Kanti vor der dritten Partie in der Best-of-5-Serie der NLA-Playoff-Finals mit dem Rücken an der Wand. Gelingt nach den beiden Niederlagen vom Ostermontag und dem vergangenen Freitag nun in der Halle Riveraine kein Erfolg, gehen die Goldmedaillen in der Schweizer Meisterschaft wie in den letzten vier Jahren an Neuenburg UC. Wie im Vorjahr dürfte in diesem Fall beim VC Kanti die Enttäuschung über die verpassten Chancen bald der Freude über die erreichte Vizemeisterschaft weichen. Doch einen weiteren Sieg von NUC wollen die Schaffhauserinnen mit einem Break verhindern und so zumindest ein weiteres Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, BBC-Arena) erkämpfen.
Die Stärken aus zwei Spielen kombinieren
Zwei Sätze knapp verloren, einen Durchgang dagegen deutlich: Vom Ergebnis her weisen die beiden bisherigen Finalniederlagen des VC Kanti gegen Neuenburg UC ein ähnliches Muster auf. Das Spiel des VC Kanti war in den beiden Begegnungen jedoch sehr unterschiedlich, wie Chefcoach Nicki Neubauer aufzeigt. «Wir müssen versuchen, unsere Stärken aus beiden Spielen zu kombinieren», nennt Neubauer die Aufgabenstellung an sein Team. «Ich glaube, dann sind wir richtig gut dabei», zeigt sich der Headcoach des VC Kanti optimistisch. «Im ersten Spiel haben wir wirklich gut Blockabwehr gespielt, da haben wir sie ganz gut kontrolliert. Vor allem Maia Dvoracek. Aber wir hatten keinen Angriff. Im zweiten Spiel waren wir im Angriff deutlich stabiler, haben aber nicht so gut Blockabwehr gespielt, vor allem gegen Dvoracek.»
So konnte die US-Diagonalspielerin nach «nur» 13 Punkten am Ostermontag vor einer Woche 25 Punkte für ihr Team erzielen. «Ich war sehr unzufrieden mit der Ausführung von unserem Gameplan, den haben wir zu 60 Prozent nicht erfüllt», so Neubauer. Bei vielen Angriffen der Gegnerinnen hätten seine Spielerinnen nicht an der richtigen Position gestanden, erläutert der Trainer weiter. Trainiert wurden in dieser Woche auch viele Wettkampfsituationen am Satzende. In den vier knapp verlorenen Sätzen war es den Schaffhauserinnen nicht gelungen, diese noch zu kehren. Neben der Kombination der eigenen Stärken werden auch mentale Dinge eine grosse Rolle spielen. «Sie werden sich sicherlich zerreissen, um zu Hause Meister zu werden. Wenn wir lockerer werden, versuchen, unser bestes Spiel aufs Parkett zu kriegen, dann können wir den Party-Crasher spielen», hofft Nicki Neubauer.
Rochade nach der Saison auch bei NUC
Nachdem der VC Kanti schon vor gut zwei Wochen bekannt gab, welche acht Spielerinnen (darunter Topscorerin Jordan Lockwood und Captain Katerina Holásková) nach Ende der Saison 2025/2026 nicht mehr zum Kader gehören, sind nun auch beim Gegner weitere Abgänge klar. Neben der starken Diagonalangreiferin Maia Dvoracek verlassen auch die Aussenangreiferinnen Gabrielle Attieh und Tia Scambray (Topscorerin) den Erfolgsklub. Zu keinem Wechsel kommt es jedoch auf beiden Seiten bei den Trainern: Wie Nicki Neubauer beim VC Kanti verbleibt Laura Girolami auch in der nächsten Spielzeit Chefcoach.
Kanti steht mit dem Rücken an der Wand
Jordan Lockwood smasht am Block von Neuenburg UC, mit Branca Fabian (15) und Maia Dvoracek, vorbei. Bild: Werner Schläpfer
Neuenburg UC gewinnt auch das zweite Spiel der Playoff-Finals mit 3:0 und kann sich am nächsten Freitag daheim den Titel sichern.
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Reinhard Standke
Grossaufmarsch in der BBC-Arena: Nach dem bisherigen Saisonrekord von 956 Zuschauerinnen und Zuschauern im dritten Playoff-Halbfinalspiel gegen Sm’Aesch-Pfeffingen strömten rund 1500 Fans des VC Kanti und Neuenburg UC zur zweiten Partie in der Playoff-Finalserie der Saison 2025/26. Würde es dem VC Kanti gelingen, mit einer besseren Angriffsleistung die am Montag auswärts erlittene 0:3-Niederlage wettzumachen? Die Trainer beider Seiten, Laura Girolami und Nicki Neubauer, konnten jeweils die Stammformation zu Spielbeginn auf das Feld schicken.
Die ersten Spielminuten sollten dem VC Kanti gehören, der Druck machen musste, um seine Chancen in der Serie zu wahren. Bis zur Satzmitte gelang es insbesondere Lina Lieb, mit dem Aufschlag Druck zu machen. Kanti zeigte sich stärker im Angriff als am Ostermontag und zog auf 6:2 und 13:11 davon. Dazwischen und nachfolgend kamen die Gäste heran, einerseits, da Kanti einige Fehler unterliefen, andererseits, da die Schaffhauserinnen die wuchtigen Angriffe der Diagonalspielerin Maia Dvoracek nicht genügend kontrollieren konnten. Nach dem Stand von 16:16 konnte sich Neuenburg UC etwas absetzen, Nicki Neubauer versuchte mit der Einwechslung von Leana Zuvic (für Lieb) neue Impulse zu bringen. Die Gegnerinnen kamen jedoch zum Satzgewinn (25:21).
Zwar ging es mit einer 2:0-Führung zu Beginn des zweiten Durchganges weiter (Service Lieb), dann jedoch setzte sich die Klasse von Neuenburg UC durch. Wie in der Begegnung in Neuenburg vermochte der VC Kanti nun nicht mehr, ein erfolgreiches Angriffsspiel aufzuziehen. Mit aggressiven Aufschlägen liessen die Gäste die Munotstädterinnen nicht zu ihrem «Kantispiel» kommen, die kaum zu Punkten der Angreiferinnen kamen. NUC setzte sich schnell auf 14:6, dann 21:11 ab und sicherte sich nach nur 20 Minuten den zweiten Satzgewinn mit einem klaren Verdikt (25:16).
Mit der bereits während des zweiten Satzes erneut für Lieb eingewechselten Zuvic sowie neu mit Mittelblockerin Laura Vermaas (für Herzog) startete Kanti besser spielend in den dritten Satz. Die neue Formation funktionierte besser, den Gästen unterliefen nun mehr Fehler, Kanti konnte nun mit Lockwood (gesamt 12 Punkte) und Marković (11) wie im ersten Satz punkten. Ihr Team ging mit 9:3 in Führung. Dann kämpften sich die Gäste wieder heran und kamen mit der besseren Schlussphase zum dritten Satzgewinn (25:23).
«Wir waren im Angriff deutlich besser als am Montag», stellte Kanti-Trainer Neubauer fest und sprach von einer guten Angriffsleistung im ersten und dritten Satz. «Wir haben jedoch zwei, drei Fehler zu viel gemacht.» Unzufrieden zeigte sich Nicki Neubauer jedoch mit der Blockabwehr, die Angriffe von Dvoracek (25 Punkte) hatte sein Team nicht unterbinden können.
Mit dem 0:2-Rückstand in der Serie ist der VC Kanti am nächsten Freitag auswärts gefordert: Gelingt ab 19 Uhr in Neuenburg nicht der erste Sieg in der Finalserie, geht der Titel zum fünften Mal in Serie an die Westschweizerinnen, während die Schaffhauserinnen wie vor zwölf Monaten mit der Silbermedaille nach Hause fahren können. Im Falle eines Sieges käme es am Sonntag, 19. April, zu einer vierten Runde in der BBC-Arena (14 Uhr).
Ehrungen beim VC Kanti
Der Youngster of the Year, Leana Zuvic (r.), und Aïda Shouk (Swiss Volley). Bilder:W. Schläpfer
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Katerina Holásková bedankt sich bei den Kanti-Fans.
Gleich zwei Ehrungen wurden im Anschluss an die zweite Partie der Playoff-Finals durchgeführt. Zunächst überreichte die Chefin Leistungssport von Swiss Volley, Aïda Shouk (ehemals Zuspielerin bei Kanti), die Auszeichnung «Youngster of the Year» an Leana Zuvic, die im Januar zum Klub kam. Der VC Kanti ehrte Captain Katerina Holásková, die nach elf Saisons ihre Karriere beendet, mit einer speziellen Blache. Holásková verabschiedete sich mit Tränen in den Augen nach ihrem möglicherweise letzten Heimspiel von den Kanti-Fans. (R.Sta.)
Die Leistung im Angriff muss besser sein
Starkes Angreifen ist ein Muss: hier Katerina Holásková im ersten Spiel in Neuenburg. Bild: Reinhard Standke
Nach der Auftaktniederlage in die Finalserie ist der VC Kanti nun daheim spielerisch stark gefordert.
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Reinhard Standke
Mit Optimismus war der VC Kanti am Ostermontag zum Auftakt der Playoff-Finals bei Neuenburg UC angetreten. Nach dem relativ schnell beendeten Spiel fuhren die Schaffhauserinnen mit einer 0:3-Niederlage heim: zwei Sätze nur mit drei beziehungsweise zwei Punkten abgegeben, im dritten Durchgang deutlich deklassiert. Cheftrainer Nicki Neubauer hatte das Hauptproblem gleich nach Spielschluss angesprochen: die mangelnde Leistung im Angriff. «Wir waren inexistent im Angriff», formulierte es Neubauer drei Tage nach dem nicht geglückten Start in die Finalserie: «Wir machen 26 Punkte bei 22 Fehlern, da ist deutlich zu wenig, im Angriff. NUC macht alleine im ersten Satz 16 Punkte», stellt der Trainer der Munotstädterinnen fest. Gut 60 Prozent der Punkte, die der VC Kanti im gesamten Spiel erzielte, machten die Gegnerinnen in einem Satz.
Während es bei den Schaffhauserinnen im Angriff harzte, gelang dem Team in einem anderen Spielelement dagegen eine gute Leistung. «Das ‹Aufschlag-Annahme›-Battle gewinnen wir, unsere Annahme war gut» , stellte Neubauer fest. Allerdings sei dies der einzige Gewinn im Vergleich gewesen. «Wir verlieren in dem, wo wir gut sein wollen, am Hochball gut angreifen, am Hochball gut blocken. In dem, was unsere Stärke in der ganzen Saison war, da verlieren wir das Battle.»
Im Angriff müsse sein Team nun ansetzen. «Wir brauchen Leute, die Druck machen, die mutig sind, die durchgehen. Wir müssen unser Offensivspiel von der Verteidigung her anpassen und da schlauere Lösungen finden», setzt Nicki Neubauer als Ziele. «Wir müssen mehr Ruhe reinbringen, und dann wird dies sofort ein anderes Spiel.» Denn trotz der schlechten Angriffsleistung hatten die Munotstädterinnen die ersten beiden Sätze nur zu 22 beziehungsweise 23 abgegeben.
Rückblickend stuft der Trainer die Leistung im Angriff als die schlechteste in der bisherigen Saison ein. «Wir hatten versucht, Lockerheit und unsere Stärken einzubringen, wir wussten, wohin wir angreifen mussten, aber die Spielerinnen haben es nicht umgesetzt.»
Neuenburg habe einige Male in Feldmitte gut gegen die schnellen Angriffe der Mittelblockerinnen verteidigt. «Da müssen wir mit der richtigen Idee angreifen. Wir müssen vor allem im Angriff zulegen. Wir waren ganz im Keller, jetzt kann es nur noch nach oben gehen», hofft Nicki Neubauer.
Am Ostermontag hatten mit 1200 Zuschauern für Neuenburger Verhältnisse eher wenige Fans den Weg in die Halle gefunden. An diesem Freitag ist zu hoffen, dass der Saisonzuschauerrekord von 956 übertroffen wird und die Schaffhauser Fans ab 19.00 Uhr in der BBC Arena ihr Team auf Weg zu einem Erfolg lautstark unterstützen.
0:3 – Kanti bleibt unter den Möglichkeiten
Tausend begeisterte NUC-Supporter unterstützen ihr Team lautstark. Bild: Werner Schläpfer
Im ersten Playoff-Finalspiel überlässt der VC Kanti nach zwei knappen Sätzen im dritten Durchgang Neuenburg UC das Spiel.
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Reinhard Standke
Mit grossen Hoffnungen waren Team, Staff und Fans des VC Kanti am Ostermontag nach Neuenburg zum Auftaktspiel in die Playoff-Finalserie gereist, in der sich wie vor zwölf Monaten der Titelverteidiger und frischgebackene Pokalsieger Neuenburg UC und die Schaffhauserinnen gegenüberstehen. Die Gastgeberinnen gingen mit der stärksten Stammformation in die Partie. Der VC Kanti, der zuletzt am 22. März in der 5. Halbfinalrunde gegen Aesch im Einsatz gestanden hatte, begann wieder mit Lina Lieb (während damals Leana Zuvic in die Startformation berufen wurde).
Von der Ergebnisseite her lässt sich die Begegnung in zwei Teilen beschreiben. Zunächst zeigten die beiden Teams packende, enge Sätze, in denen mal die eine, dann die andere Mannschaft vorne lag. Am Ende sollten nur drei beziehungsweise zwei Punkte den Ausschlag geben. Im ersten Satz machte Kanti weniger Fehler als der Gegner, hatte die besseren Werte in der Verteidigung, war erfolgreicher am Block. NUC machte insgesamt mehr Druck mit dem Service und war stärker im Angriff, dies besonders in der Schlussphase, in der das Heimteam vom 19:20 zum 25:22 kam.
Im zweiten Satz gingen die Werte für beide Teams in Angriff und Verteidigung zurück. Bezüglich Spielstand lag mal Kanti vorne (12:9), dann wieder Neuenburg (18:15). Kanti spielte sich zurück (21:20, 23:23). Trainer Neubauer hat mit Pazin für Cole beziehungsweise Zuvic/Corbach für Lockwood (Lieb) neue Impulse im Zuspiel und Angriff gebracht. Ein Servicefehler brachte den Satzball (23:25).
Keine Aggressivität im Angriff
Der dritte Durchgang verlief vom Spielfluss für den VC Kanti her wie die Rückfahrt in die Heimat: zeitweise stockend. Bis zum 7:9 blieb Kanti dran, mit einer Serviceserie von Branca (7:15) zog Neuenburg davon, Kanti gelang im Angriff wenig (Lockwood punktete nicht, Markovic weniger als zuletzt). NUC dagegen gelang viel im Angriff mit De Micheli, Scambray, Dvoracek und kam mit 25:12 zum klaren Satzgewinn.
Kanti-Trainer Nicki Neubauer zeigte sich mit dem Auftritt seines Teams gar nicht zufrieden: «Wir haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben, wir haben nicht das Kanti-Spiel gezeigt. Wir hatten keine Aggressivität im Angriff, machten zu viele Fehler.»
Für die zweite Runde am Freitag (19.00 Uhr) stehen die Schaffhauserinnen nach Auftaktniederlage daheim nun unter einem gewissen Druck, will man die Titelchancen nicht aus einem 0:2-Rückstand heraus zurückerobern. Zwar gelang es in der Serie der Playoff-Halbfinals, den 1:2-Rückstand gegen Sm’Aesch-Pfeffingen noch zu drehen. Ob zwei Spiele gegen den aktuellen Serienmeister aufzuholen sind, ist aber wohl noch eine andere mentale und spielerische Herausforderung.
NLA, Frauen. Playoff-Finals (Best of 5), 1. Runde. Neuenburg UC - VC Kanti 3:0 (25:22, 25:23, 25:12); Stand: 1:0. - Riveraine. - 1250 Zuschauer. - SR: Troyon/Milos. - Spieldauer: 23, 25, 19 = 67 Minuten. – Neuenburg UC: Hayword (Pass,4), Attieh (11), Branca (6), Dvoracek (13), Scambray (15), de Micheli (7), Delley (Libera); eingewechselt: Milz (Pass, 1); nicht eingesetzt: Lengweiler, Schneider, Bovet, Scrucca, Payá, Fréchelin (Libera). – VC Kanti: VC Herzog (4), Cole (Pass, 2), Holásková (), Lieb (6), Lockwood (5), Marković (10), Loffreda/Schnegg (Libera); eingewechselt: Zuvic, Pazin (Pass), Corbach (1), Cavka; nicht eingesetzt: Vermaas; rekonvaleszent: Koch. - 2. Runde: Freitag, 10. April, 19.00 (BBC-Arena)
Spiele um Rang 3-4 (Best of 3), 1. Runde: Sm’Aesch Pfeffingen - Volley Düdingen 1:3 (25:21, 21:25, 24:26, 17:25); Stand 0:1.
Weitere Platzierungsserien: Platz 5-6: Volley Lugano - Franches-Montagnes, Endstand 2:1.
Platz 7-8: VBC Cheseaux - Genève Volley, Endstand 2:0.
Kanti-Splitter: Auswärts viele Fans, eine Ehrung und eine Prognose
Grosser Rückhalt für den VC Kanti: Zahlreiche Fans machten die Reise mit Richtung Neuenburg. Bild: Reinhard Standke
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Reinhard Standke
Die Finalqualifikation zog beim VC Kanti auch die Sponsoren und Fans in den Bann. So war mit über 30 Anmeldungen das Interesse deutlich grösser als zu sonstigen Auswärtsspielen der Schaffhauser Volleyballerinnen. Daher fuhr in Richtung Westschweiz nicht nur ein Bus, sondern gleich deren zwei.
Was beim langjährigen Fan und häufigen Livestream-Moderator Peter Baumer für leichte Verunsicherung sorgte. Er meinte schon, er habe den Fanbus, pilotiert von Rattin-Chef Erich Schlatter, knapp verpasst und versuchte noch, den Bus beim Fussgängerüberweg bei der BBC-Arena zu erwischen. Dabei handelte es sich jedoch um den Teambus mit Daniel Graf am Steuer.
Zuvor hatte der Teambus noch auf Caterer Urs Leu gewartet, der einerseits die gewärmte Bord-Mittagsverpflegung für Team und Staff mitbrachte. Und andererseits auch die Passagiere der Fanbusse mit einem feinen Apéro versorgte.
Vor der Abfahrt der Busse hatte Heinz Looser den Umstehenden einige seiner Messergebnisse präsentiert. Sorgt der Präsident Leistungssport des VC Kanti beruflich ansonsten mit steinernen Pflästerungen für Furore, kann er sein Know-how nun beim Verlegen des Volleyball-Bodens, der für die 2. Runde der Finalspiele am Freitag erforderlich ist, in die Waagschale werfen. Einer der Knackpunkte bei der Verlegung, bei der der VC Kanti traditionellerweise Unterstützung von der 1. Mannschaft der VBG Klettgau (Kanti-Präsident Sandro Poles agiert dort als einer der Libero-Spieler) erhält, sind die Positionen der Löcher der Netzpfosten, die mit den Löchern im Hallenboden übereinstimmen müssen. Dies war vor einem Jahr nicht ganz gelungen, sodass der Volleyballboden, der ähnlich einem Laminatboden nach dem Klicksystem funktioniert, noch mal zurückgebaut werden musste. Um dies Malheur zu vermeiden, führte Looser genaue Messungen durch. Der Boden, im Eigentum des VC Kanti, lagert übrigens in einem früheren Kühlraum des ehemaligen Schlachthofes auf dem Ebnat.
Mit Artikeln anderer Art ausgerüstet platzierten sich die gesamthaft gut 50 Kanti-Fans nach der reibungslosen Fahrt nach Neuenburg im Gäste-Fanblock der Sporthalle Riveraine. Mit Kanti-Schals und Kanti-Klatschen unterstützten sie lautstark ihr Team.
Einen Auftritt in Neuenburg hatte mit Aïda Shouk auch eine ehemalige Kanti-Spielerin. Die inzwischen 43-Jährige stand von 2004 bis 2008 sowie von 2010 bis 2013 als Zuspielerin in der Mannschaft der Munotstädterinnen. Nach verschiedenen Stationen als Co- und Cheftrainerin amtiert Shouk inzwischen als Chefin Leistungssport bei Swiss Volley und übergab in dieser Eigenschaft die Auszeichnung für MVP-Spielerin der NLA in der Saison an Maia Dvoracek.
«Wir setzen auf fünf» – da waren sich TV-Moderator Adrian Wicky und SRF-Expertin Laura Caluori einig. Gemeint waren dabei fünf Spiele der Playoff-Finals und nicht fünf Sätze in der gestrigen Begegnung. Die zweite Etappe der Finalserie folgt am Freitag (19 Uhr). Das SFR-Duo wird wieder vor Ort dabei sein und diesmal aus der BBC-Arena die Partie live kommentieren.
Ist Kanti in Topform, dann hat es jeder Gegner schwer
«Kanti ist physisch stark und hat uns mit ihrem Block schon oft Probleme bereitet», äussert sich Alix de Micheli, Captain von Neuenburg UC, gegenüber Swiss Volley respektvoll über den Playoff-Gegner. «NUC ist ein selbstbewusstes Team und mental stark. Sie spielen schnell und haben viel Power im Angriff und Service», sagt Kanti-Captain Katerina Holásková gegenüber dem Verband über NUC.
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Reinhard Standke
Mental sei die Situation für den VC Kanti vor einem Jahr mit dem kurzfristigen Ausfall der ersten Zuspielerin Brigitta Petrenko schwieriger gewesen als jetzt, vergleicht Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer das zweite Final-Aufeinandertreffen in Folge von Neuenburg UC und seinem Team. Wie gegen Halbfinalgegner Sm’Aesch-Pfeffingen sind nun auch gegen NUC enge Spiele zu erwarten. «Wir haben eine Analyse der drei bisherigen Spiele der Saison gemacht. Da ist alles sehr eng beieinander», sagt Nicki Neubauer. «Was den Angriff betrifft, sind sie ein bisschen besser im Side-out-Spiel. Wir sind dagegen besser auf hohe Bälle, ein bisschen besser im Block, wir sind ein bisschen besser im Angriff aus der Abwehr heraus», berichtet der Kanti-Trainer. «Sie machen deutlich mehr Asse als wir, dies müssen wir vermeiden.» Kanti könne aber die Angriffslast breiter verteilen. «Wir sind auf mehr Positionen gefährlich als sie. NUC spielt weniger mit den Mittelblockern, dies verlangsamt ihr Spiel», beschreibt Neubauer. «Wenn sie aber ‹in system› sind, spielen sie noch aggressiver als Aesch, gerade an den Antennen. Da haben sie auch die besseren Angreiferinnen als Aesch. Am Ende wird es ein ‹Aufschlag-Annahme-Spiel› werden.»
Im Gegensatz zum Gegner bringt der VC Kanti aus den Halbfinals die Erfahrung mit, sich mit dem Rücken an der Wand stehend dennoch in die Finalserie zu kämpfen. Dies kann ein grosser Vorteil für die Schaffhauserinnen sein. «Wenn wir unseren Level erreichen, hat es jede Mannschaft schwer gegen uns», meint Neubauer. Dies ist den Schaffhauserinnen zu gönnen, die nach den Silbermedaillen von 2022 und 2025 schon auf der Medaillenfeier im April des letzten Jahres ein höheres Ziel gesetzt hatten: «Ich will Meister werden. Unser Anspruch muss es sein, sich nicht mit Rang zwei zufriedenzugeben», sagte damals Nicki Neubauer. «Nach Bronze und Silber fehlt halt noch Gold», benannte auch Vereinspräsident Sandro Poles euphorisch die Steigerungsmöglichkeit als nächste Zielsetzung. Nachdem das Team des VC Kanti wiederum die Finalserie erreicht hat, gilt es nun, diese Mission mit Kampfgeist abzuschliessen.
Sydney Cole: Zuspielen und nichts anderes
Eine wichtige Spielerin für den VC Kanti: Passeuse Sydney Cole lanciert ein punktgenaues Zuspiel. Bild:Werner Schläpfer
Sydney Cole, die erste Passeuse des VC Kanti, geht zuversichtlich in die Playoff-Finals gegen Neuenburg UC, die am Ostermontag starten.
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Reinhard Standke
Seit September ist die US-Amerikanerin Sydney Cole die erste Zuspielerin beim VC Kanti. Und wird dies auch eine weitere Saison bleiben. Zwischen den Spielzeiten wird «Syd» Cole mindestens mit einer Silbermedaille in der Meisterschaft in die viermonatige Sommerpause nach Colorado reisen. Ihr Heimatort Parker liegt rund 35 km südlich von Denver sowie östlich von bekannten Skigebieten wie Aspen oder Vail. «Es ist verrückt, aber ich war nie Skifahren. Meine Eltern haben mir immer gesagt, du wirst dich verletzen.»
In Parker verbringt sie also den Sommer, dort wo alles begann bezüglich Volleyballspielen. «Meine Mutter spielte Volleyball, sie spielte auf derselben Position wie ich jetzt und war meine erste Trainerin», berichtet Sydney Cole darüber, wie sie im Alter von sieben Jahren mit Volleyball in Kontakt kam. «Daneben habe ich Fussball gespielt, bis ich 18 Jahre alt war. Als ich mich für ein College entscheiden musste, musste ich mich auch für eine der Sportarten entscheiden.» Als Volleyball-Zuspielerin verbrachte Cole dreieinhalb Spielzeiten an der Northern Colorado University. Was macht die Faszination für ihre Sportart für sie aus? «Ich liebe es sehr, dass es ein echter Mannschaftssport ist. Vor allem in meiner Position ist es so, dass ich jedem im Team helfe», sagt die Spiel-Regisseurin. Sie möge die Verantwortung, die sie trage, bekräftigt Cole.
Von Las Vegas ging es nach Schaffhausen
Nach dem Abschluss des Studiums (mit Abschluss als Lehrerin für Fünf- bis Elfjährige) Ende Dezember 2024 verpflichtete sie sich für eine halbe Saison als Profi bei den «Vegas Thrills». Ende August 2025 reiste sie dann in Richtung Schaffhausen. Pläne, die Karriere im Ausland fortzusetzen, hatte sie zwar nicht. «Während der Zeit am College war ich in Italien und Griechenland. Ich wollte Europa weiter erkunden, dann erhielt ich die Möglichkeit, etwas anderes zu sehen, und dachte, es ist cool», sagt Sydney Cole. «Ich freue mich darauf, den Sommer in der Heimat zu verbringen. Noch aufregender ist es, die nächste Saison wieder hier zu spielen.» Viel dazu beigetragen haben die Personen bei Kanti. «Die Spielerinnen sind fantastisch. Auch die Trainer, die Vereinsführung und alle, mit denen wir zu tun haben, sind fantastisch.» Wie fällt der Vergleich mit ihrem letzten Team aus? «Die Kontakte sind hier enger, mein alter Verein war riesig.»
In die Saison 2025/2026 war der VC Kanti im Supercup gegen Neuenburg UC gestartet (man unterlag im Tiebreak nur um zwei Punkte). «Wir waren traurig über das Resultat», erinnert sich Sydney Cole. «Wir hatten die ersten beiden Sätze gewonnen, dann machten sie einige Wechsel. Diese hatten wir zwar erwartet, konnten uns aber nicht anpassen.» In der NLA hatte das energische Neuenburg das Spiel in der heimischen Halle gewonnen Das Rückspiel entschied Kanti klar für sich.
Und nun geht es für den Klub ab Montag (14.00 Uhr, Hallo Riveraine) wie vor einem Jahr um Gold und Silber in der Meisterschaft, im Jahr 2026 mit Cole. «Ich denke, wir werden gewinnen», erhofft sie sich vom Start in die Serie. «Wir wollen dies unbedingt. Wir müssen ihnen unseren Kampfgeist zeigen. Wenn wir auf unserem Level spielen, können wir sie schlagen.»
Kanti-Angreiferin Leana Zuvic im erweiterten Nationalkader
Angriff ist die Passion von Leana Zuvic. Bild: Reinhard Standke
Aufgrund der guten Leistungen beim VC Kanti ist Leana Zuvic der Nationaltrainerin Lauren Bertolacci aufgefallen.
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Reinhard Standke
In unregelmässigen Abständen werden Spielerinnen des VC Kanti in das (erweiterte) Nationalteam berufen. So hatte Angreiferin Julia Künzler den Sprung in das Kader für die Europameisterschaft 2023 in Italien geschafft. Zuletzt wurde Zuspielerin Alessia Pazin Anfang Mai 2025 als Reservespielerin für die Vorbereitung auf den zweiten Teil der EM-Qualifikation 2026 benannt.
Nun hat die 20-jährige Aussenangreiferin Leana Zuvic, die Mitte Januar vom NLZ Volleyball Academy zum VC Kanti gewechselt hatte, die Aufmerksamkeit der Nationaltrainer Lauren Bertolacci geweckt. Bertolacci, die nach dem Meistertitel 2025 mit Neuenburg UC über einen Umweg in Frankreich nun in die Indianapolis mit Indy Igneite in der Major League Volleyball tätig ist, sind auch in den USA die Qualitäten von Zuvic in Angriff, Annahme und Aufschlag aufgefallen. Die 185 Zentimeter grosse Zuvic, die neben dem Volleyballspiel noch eine Ausbildung als (Bank-)Kauffrau mit Berufsmatur absolviert, war in den letzten Spielen immer häufiger bei den Spielen des VC Kanti auf dem Feld zu sehen.
Gestern benannte Swiss Volley das Aufgebot für die im Juni anstehenden Spiele der European League des Nationalteams. Da aufgrund der unterschiedlich endenden Meisterschaften in ausländischen Ligen einige Leistungsträgerinnen erst später den Trainingsbetrieb aufnehmen werden, nutzt Nationalcoach Bertolacci insbesondere auf der Aussenposition die Gelegenheit, mehrere junge Spielerinnen im erweiterten Kader auf Elite-Niveau zu beobachten und ihnen eine Chance für eine mögliche definitive Selektion zu geben. Neben Zuvic sind dies unter anderem Spielerinnen wie Meret Aarden (2008) und Noelle Schenker (2004, beide Sm’Aesch-Pfeffingen) oder Amélie Lengweiler (2004, Neuenburg UC).
Von ihrem Heimatort Chur wechselte Leana Zuvic im Alter von 15 Jahren nach Zürich zum NNV der Volleyball Academy. Anschließend spielte sie beim VBC Züri Unterland (NLB) sowie beim BTV Aarau (NLB). Danach erfolgte der Wechsel ins NLZ-Team, bevor sie im Januar 2026 vom VC Kanti verpflichtet wurde.
Kanti gelingt der Finaleinzug doch noch
Die Topskorerin des Tages, Josipa Marković (hinten), . Bild:Werner Schläpfer
Nach dem dritten Sieg in den Halbfinals über Sm’Aesch-Pfeffingen spielt der VC Kanti gegen Neuenburg um den Schweizer Meistertitel.
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Reinhard Standke
SCHAFFHAUSEN. Was war das für eine packende Halbfinalserie 2025/26, die sich der VC Kanti und Sm’Aesch-Pfeffingen lieferten! Vor zwei Wochen hatte der VC Kanti mit einem 3:0-Heimsieg vorgelegt, die beiden folgenden Spiele aber mit 2:3 und 1:3 verloren. Mit dem Break vom Freitag, dem ersten Auswärtssieg (3:1) in Aesch der Saison, glichen die mit dem Rücken zur Wand stehenden Schaffhauserinnen in der Serie wieder aus. Nach 381 Spielminuten musste also die fünfte und letzte Runde über den Einzug in die Finals entscheiden.
Sm’Aesch-Coach Gkotsis hatte nach dem Kreuzbandriss von Aussenangreiferin Jill Gillen im Spiel vom Freitag die Startformation ändern müssen, er schickte Noelle Schenker zu Beginn auf Feld. Eine Änderung gab es auch beim VC Kanti: Nach den guten Leistungen vom Freitag überraschte Coach Nicki Neubauer die 20-jährige Leana Zuvic kurz vor Spielbeginn mit der Nomination in die «Starting six» (anstelle von Lina Lieb).
Vor dem Anpfiff brachte die Rekordkulisse von 956 Zuschauern mit «Hopp Kanti» bzw. «Hopp Sm’Aesch» sich und ihre Teams in Stimmung. Grund zum Jubel hatten im ersten Satz vor allem die Kanti-Fans: Ihr Team legte mit 4:0 vor, auch nach dem ersten Timeout von Sm’Aesch liess der Druck der Schaffhauserinnen in Aufschlag und Angriff nicht nach, die Gäste machten mehr Fehler. Kanti trat entschlossen und fokussiert auf, kämpfte in der Verteidigung, liess dem Gegner mit 25:11 keine Chance. Auch im zweiten Durchgang konnten die Munotstädterinnen ihr druckvolles Spiel, besser in Annahme und Angriff, fortsetzen bis zum 20:10. Dann steckte Kanti zurück, machte dem Gegner die Tür auf, der noch auf 25:18 herankam. Nach den zehn Minuten Pause kehrten die Gäste aggressiver zurück, das Angriffsspiel lief plötzlich, vor allem über Topskorerin Ellis. Sm’Aesch zog vom 10:9 auf 16:11 davon. Bei Kanti sank die Effizienz im Angriff, Trainer Neubauer versuchte es mit der Einwechselung von Vermaas (für Herzog), sowie Lieb und Pazin für Lockwood und Cole. Doch der dritte Satz ging an die Gäste (25:18).
Anschliessend setzte Sm’Aesch-Pfeffingen seine harten und cleveren Angriffe fort (Ellis, Green). Nach und nach sollten bei den Schaffhauserinnen (weiter mit Vermaas) der Druck im Service (Holáskova vom 3:5 bis 5:5) und Zuvic (8:8 bis 13:8) und die Punkte im Angriff zurückkommen. Dann dominierte Kanti wieder wie zu Beginn der Partie. Im Hexenkessel der BBC-Arena erkämpfte sich das Heimteam im Rest des Satzes (wie unter dem Strich für die gesamte Partie) die bessere Statistikwerte in Angriff und Annahmen. Kanti baute die Führung aus, Josipa Marković, mit 29 Punkten die Topskorerin des Tages vor Lockwood und Zuvic (beide 13), nutzte den ersten Satzball zum 25:17. Nach 466 Halbfinalspielminuten stand der Finaleinzug des VC Kanti endlich fest. «Fantastisch, wir haben hart gearbeitet», sagte Diagonalspielerin Jordan Lockwood. «Ich bin megaglücklich und stolz, dass wir es geschafft haben», freute sich Captain Holásková. «Knapp, aber verdient», so kommentierte Kanti-Präsident Sandro Poles das Erreichen der Endspiele um die Meisterschaft. «Finale, da wollten wir hin», erinnerte Chef-Coach Nicki Neubauer an die Worte vor Saisonbeginn.
Wie im April 2025 stehen sich also Meisterschaftstitelverteidiger Neuenburg UC und der VC Kanti im Kampf um Gold und Silber gegenüber. In der laufenden Spielzeit waren die beiden Teams bisher dreimal aufeinandergetroffen. Im Supercup Mitte Oktober trieb der VC Kanti den Gegner in den Tiebreak und unterlag hier nur knapp mit 13:15. Im Heimspiel dominierten die Schaffhauserinnen (3:1), im Auswärtsspiel NUC (3:0). Die Best-of-5-Finalserie beginnt am Ostermontag in Neuenburg (14.00), die zweite Runde wird am Freitag, 10. April, in der BBC-Arena (19.00) ausgetragen.
NLA, Frauen. Playoff-Halbfinals (best of 5), 5. Runde: VC Kanti (2.) - Sm’Aesch-Pfeffingen (3.) 3:1 (25:11, 25:18, 19:25, 25:17); Endstand 3:2. - BBC Arena. - 956 Zuschauer. - SR: Zindel/Jungen.- Spieldauer: 20, 20, 21, 24 = 85 Minuten. – VC Kanti: Herzog (2), Cole (Pass, 3), Zuvic (13), Holásková (7), Lockwood (13), Marković (29), Loffreda/Schnegg (Libera); eingewechselt: Vermaas (1), Lieb (1), Pazin (Pass); nicht eingesetzt: Corbach, Cavka; rekonvaleszent: Koch. – Sm’Aesch-Pfeffingen: Matter (6), Uiato (Pass, 4), Schenker (3), Green (7), Ellis (14), Larson (8), Saladin/ Schnyder (Libera): eingewechselt: Aarden (4), Kneubühler, Lüthi (Pass); nicht eingesetzt: Locher; ohne Gillen (verletzt).
Spieltermine der Playoff-Finals (best of 5): Montag, 7. April: Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine, 14.00). Freitag, 10. April: VC Kanti - Neuenburg UC (BBC Arena, 19.00). Freitag, 17. April: Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine, 19.00). Eventuell: Sonntag, 19. April: VC Kanti - Neuenburg UC (BBC Arena, 14.00). Eventuell: Sonntag, 26. April: Neuenburg UC - VC Kanti (Riveraine, 16.00).
Spiele um Rang 3 (best of 3): Sm’Aesch-Pfeffingen - Volley Düdingen (ab 5. April). – Spiele um Rang 5 (best of 3), 1. Runde: Volley Lugano - Franches-Montagnes 3:0 (25:17, 26:24, 25:18), Stand 1:0. – Spiele um Rang 7 (best of 3), 1. Runde: VBC Cheseaux - Genève Volley 3:0 (25:15, 25:19, 25:14), Stand 1:0.
Der VC Kanti meldet sich zurück
Josipa Marković mit 24 Punkten die treibende Kraft im Kantiteam Bild: Werner Schläpfer
Mit einem 3:1-Sieg in Aesch erkämpft sich der VC Kanti die Chance, die Playoff-Finals doch noch zu erreichen.
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Reinhard Standke, Aesch BL
Auch nach vier engen Spielen zwischen dem VC Kanti (2. nach der NLA-Qualifikation) und Aesch-Pfeffingen (3.) steht immer noch nicht fest, welches der beiden Teams ab Ostermontag gegen Neuenburg UC die Playoff-Finals der Schweizermeisterschaft bestreiten wird. Nach dem Auftaktsieg des VC Kanti und den beiden Niederlagen (in denen Kanti einen Matchbatch bzw. Satzbälle nicht zu nutzen vermochte) gegen Sm’Aesch-Pfeffingen standen sich die beiden Teams am Freitagabend im Baselbiet erneut gegenüber.
Druckvoller Start
Mit rund 15 Schaffhauser Fans waren weniger Anhänger des Gastteams dabei als Mittwoch in der BBC-Arena. Keine Überraschungen boten die Startaufstellungen, beide Teams schickten die Stammformation zu Beginn, Aesch wie schon am Mittwoch auch Aussenangreiferin Jody Larson, die in den ersten beiden Begegnungen nach Rückenproblemen nur zu Teileinsätzen gekommen war. Mit einem entschlossenen Start, druckvollen Aufschlägen von Cole und schnellen Angriffen erspielte sich Kanti rasch einen 6:2-Vorsprung. Das Heimteam kam nach einem Timeout nach und nach heran. Kanti-Coach wechselte zunächst Zuvic für Lieb ein, dann Mittelblockerin Vermaas für Herzog, in der engen Affiche entwickelte sich ein Sideout-Spiel bis 20:20. Dann fiel das Momentum zugunsten des VC Kanti, der den zweiten Satzball zum 25:23 verwandelte.
Die Schaffhauserinnen begannen auch im zweiten Satz (weiter mit Zuvic und Vermaas) stark, beim 5:1 nahm Sm’Aesch Coach Gkotsis bereits ein Timeout. Kanti hielt die vier Punkte Vorsprung bis zum 12:8. Dann führte der Heim-Captain Matter sein Team mit einer Service-Serie zum 13:12. Der Spielstand wechselte hin und her, mal lagen die Baselbieterinnen mit ein, zwei Punkten vorne, dann wieder die Schaffhauserinnen. Kanti brachte ein 22:21 nicht ins Trockene, Sm’Aesch konnte mit 25:23 ausgleichen.
Verletzungspech
Beim Spielstand von 3:3 im dritten Durchgang musste das Heimteam den Ausfall von Aussenangreiferin Jull Gillen, die in den bisherigen Spielen und auch gestern wieder den Score mitbestimmt hatte. Bei der Landung nach einem Angriff verletzte sich Gillen am Fuss und musste mit einer Bahre vom Feld getragen werden. In der Folge ging Kanti mit einer Aufschlagsserie von Markovic mit 8:3 in Führung und gab den Satz nicht mehr aus der Hand.
Im Laufe des dritten Satzes waren Lieb und Herzog zurückgekehrt, Trainer Neubauer setzte im vierten Durchgang auf Zuvic und Herzog. Bis zum Stand von 9:7 blieb das Heimteam in Reichweite, dann zog Kanti (Aufschlag Zuvic) davon und sicherte sich nach nur 17 Minuten Satz und Match – der Jubel von Team und Staff war entsprechend gross.
«Lassen viel liegen»
«Wir haben nicht unser bestes Volleyball gezeigt, wir lassen so viel liegen und halten sie am Leben», meinte Kanti-Trainer Nicki Neubauer, nach dem sich der erste Jubel über den Sieg gelegt hatte. «Der Ausfall von Gillen es für uns doch nicht leicht, auch das muss man zu Ende spielen.»
«Belle» am Sonntag
Die Entscheidung über den Einzug in die Playoff-Finalserie fällt nun am Sonntag in der «Belle», die um 16.30 Uhr in der BBC-Arena angepfiffen wird. Die Entscheidung über den Einzug in die Playoff-Finalserie fällt nun am Sonntag in der «Belle», die um 16.30 Uhr in der BBC-Arena angepfiffen wird.
Service
Volleyball
NLA, Frauen. Playoff-Halbfinals (best of 5), 4. Runde: Sm’Aesch-Pfeffingen (3.) - VC Kanti (2.) 1:3 (23:25, 25:23, 18:25. 12:25); Stand 2:2. – Löhrenacker. - 520 Zuschauer. - SR: Kälin/Nguyen. - Spieldauer: 25, 24, 26, 17 = 92 Minuten. – Sm’Aesch-Pfeffingen: Matter, Uiato (Pass), Gillen, Green, Ellis, Larson, Saladin/ Schnyder (Libera): eingewechselt: Schenker, Lüthi (Pass), Aarden; nicht eingesetzt: Locher, Kneubühler. – VC Kanti: Herzog, Cole (Pass), Lieb, Holásková, Lockwood, Marković, Loffreda (Libera); eingewechselt: Zuvic, Corbach, Schnegg (Libera), Vermaas; nicht eingesetzt: Pazin (Pass), Cavka. - Bemerkung: Verletzung von Gillen im 3. Satz (3:3). - 5. Runde: Sonntag, 22. März, 16.30 Uhr, BBC Arena.
Angriff und Block: Hier kann der VC Kanti noch zulegen
Kanti-Chefcoach Nicki Neubauer (Dritter von rechts) coacht sein Team in einem Timeout. Bild: Reinhard Standke
Um das fünfte Spiel in der Halbfinalserie zu erreichen, muss der VC Kanti am Freitag bei Sm’Aesch-Pfeffingen gewinnen.
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Reinhard Standke
Drei enge Spiele auf Augenhöhe haben Sm’Aesch-Pfeffingen und der VC Kanti hinter sich. Nach dem Auftaktsieg folgen für die Schaffhauserinnen zwei knappe Niederlagen, bei denen sie aber zu einem Matchball beziehungsweise Satzbällen gekommen waren und drei Sätze mit nur zwei Punkten Unterschied verloren hatten. Dennoch stehen die Munotstädterinnen mit dem Zwischenstand von 1:2 in der Best-of-5-Serie mit dem Rücke zur Wand. Nur mit einem Break im Baselbiet kann sich das Team die Chance auf ein fünftes Spiel am Sonntag erarbeiten und die Serie noch drehen. Ohne zwei Siege am Wochenende ginge es allerdings für den VC Kanti ab dem Ostersamstag in den Spielen um die Bronzemedaille in der Meisterschaft weiter.
Trainer Neubauer: «Es ist schwer, aber möglich»
«Es ist schwer, aber möglich», stufte Kanti-Trainer Nicki Neubauer nur Minuten nach der zweiten Niederlage die Aussichten auf einen Auswärtserfolg ein. «Es wird aber eine Challenge.» Dabei bieten sich für beide Teams Verbesserungsmöglichkeiten an, und die Chance, den Spielstand deutliche auf ihre Seite zu holen, führt Neubauer an. Sein Team schlug 17 Mal in den gegnerischen Block, Sm’Aesch-Pfeffingen unterliefen 17 Aufschlagfehler. «Wir suchen auch ein bisschen nach Stabilität und Aggressivität in Angriff und Block, da können wir noch deutlich zulegen», analysiert Neubauer. «Im Angriff müssen wir auf mehr ‹Kill› kommen, weniger in den Block spielen und weniger Fehler machen.»
Am Mittwoch habe man die gegnerischen Aussenangreiferinnen sehr gut kontrollieren können, während man am vergangenen Samstag noch mehr zugelassen habe. Die Baselbieterinnen machten Kanti aber das Leben über die Mitte schwer, wenn die Annahme gut ist. «Das gilt es aber zu akzeptieren, Brianne Green kann man nicht immer stoppen.» Green hatte am Mittwoch die meisten Punkte für ihr Team erzielt (22). «Das können wir verschmerzen, wenn wir nicht selber im Angriff so viel liegenlassen.» Aufseiten der Schaffhauserinnen war am Mittwoch Josipa Marković (18) die beste Scorerin, gefolgt von Jordan Lockwood (15) und Kateřina Holásková (14).
In der Statistik lagen die beiden Mannschaften am Mittwoch am Ende eng beieinander, Nicki Neubauer analysiert es so: «Sm’Aesch-Pfeffingen macht mehr Fehler im Aufschlag, wir machen mehr Fehler im Angriff, das nivelliert sich dann aber aus, alle anderen Werte sind innerhalb einer Toleranz von zwei bis drei Prozent», sagt der Chefcoach des VC Kanti. «Wir haben ein bisschen mehr Kill, sogar ein bisschen mehr Annahme, sie haben ein bisschen mehr Wirkung im Aufschlag als wir. Gefühlt sind wir nicht ganz in dem Flow, in dem Sm’Aesch-Pfeffingen ist.» Das Team des VC Kanti ist also spielerisch und mental weiterhin gefordert, will es die Chancen für die Finalteilnahme aufrechterhalten.
Kanti gerät in der Serie mit 1:2 in Rücklage
Josipa Marković wiederum der Leader im Kantidress. Bild: Werner schläpfer
Nach der 1:3 gegen Sm’Aesch-Pfeffingen muss der VC Kanti nun am Freitag gewinnen, um die Chancen auf den Finaleinzug zu wahren.
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Reinhard Standke
Zweimal hatte der VC Kanti gegen Sm’Aesch-Pfeffingen nicht die besten Leistungen geboten und in der Affiche des Zweiten gegen den Dritten der NLA-Qualifikation einmal knapp drei Sätze gewonnen und einmal knapp (2:3 mit 14:16 im Tiebreak) verloren. Würde es den Schaffhauser Volleyballerinnen in der dritten Runde der Playoff-Halbfinals gelingen, die Leistung konstanter auf das Feld zu bringen? Die meisten der 586 Zuschauer wollten das Heimteam in der BBC-Arena dabei unterstützen.
Und sie sahen einen VC Kanti, der im Laufe des ersten Satzes den Rhythmus fand. Nach dem 7:7 kam der Servicedruck mit Wanda Herzog, Kanti griff effizienter an, verteidigte kämpferisch, blockt gut, die Gäste machten mehr Fehler. Das Heimteam lag zunächst zwei, drei Punkte vorne, mit einer weiteren Serviceserie von Herzog fiel der Vorentscheid (22:15) zum 25:16-Satzerfolg. Ganz anders verlief dann der zweite Durchgang. Aesch trat entschlossener auf, Kanti brachte den Druck nicht mehr auf das Feld, lief von Beginn an einem 0:3 hinterher. Nach dem 13:16 fehlte die Entschlossenheit, Aesch-Passeuse Mita Uiato servierte bis zum ersten Satzball (24:14).
Mit einer anderen Körpersprache kam das Heimteam nach den 10 Minuten Pause zurück und spielte sein Spiel bis zum 7:4. Dann kämpfte sich Sm’Aesch-Pfeffingen zurück und sicherte sich die Führung (19:16). Nachdem Kanti wieder herangekommen war, lieferten sich beide Teams eine spannende «Overtime». Kanti kam zu fünf Satzbällen, die die Gäste abwehrten und schlussendlich den dritten eigenen nutzen konnten (32:30). Auch der vierte Durchgang verlief eng, die Gäste zeigten das bessere Angriffsspiel, machten aber mehr Fehler. Wieder ging es in die «Overtime», Kanti wehrte drei Satzbälle ab, Sm’Aesch-Pfeffingen einen des Heimteams und verwandelte dann seinen vierten zum 29:27.
«Wir machen im entscheidenden Moment die Punkte nicht», fasste Kanti-Präsident Sandro Poles die 100 Spielminuten und 97:103 Gesamtpunkte zusammen. Topscorerin Jordan Lockwood war ein besseres Spiel als am Samstag gelungen. Wieder zum Teileinsatz kam im dritten und vierten Satz Aussenangreiferin Leana Zuvic (diesmal für Lina Lieb, Mittelblockerin Wanda Herzog wurde zeitweise von Laura Vermaas ersetzt). «Es fehlte nicht viel», so Nicki Neubauer am Ende, der auf die erreichten Satzbälle verwies. «Wir machen einige Servicefehler, nehmen viel Block. Wir müssen besser angreifen.»
Nach der zweiten Niederlage steht der VC Kanti mit dem Rücken zur Wand. Um die Finalserie gegen Neuenburg UC (das sich am Mittwoch zum dritten Mal mit 3:0 gegen Düdingen durchsetzte) dennoch zu erreichen, müssen die Munotstädterinnen zunächst am Freitag in Aesch BL (19.30 Uhr) den ersten Auswärtssieg der Saison gegen Sm’Aesch-Pfeffingen erreichen. «Dies ist eine schwere Aufgabe, ist aber möglich», so die Einschätzung von Kanti-Trainer Nicki Neubauer. Im Erfolgsfall käme es am Sonntag in der BBC-Arena (16.30 Uhr) zur «Belle». Ansonsten geht die Saison für den VC Kanti mit den Spielen um Rang drei gegen Volley Düdingen weiter (ab Ostersamstag).
NLA, Frauen. Playoff-Halbfinals (best of 5), 3. Runde: VC Kanti (2.) - Sm’Aesch-Pfeffingen (3.) 1:3 (25:17, 15:25, 30:32, 27:29), Stand 1:2. - BBC Arena. - 586 Zuschauer. - SR: Droguett/Schmeth.- Spieldauer: 21, 18, 28, 33 = 100 Minuten. – VC Kanti: Herzog, Cole (Pass), Lieb, Holásková, Lockwood, Marković, Loffreda (Libera); eingewechselt: Zuvic, Corbach, Schnegg (Libera), Vermaas; nicht eingesetzt: Pazin (Pass), Cavka. – Sm’Aesch-Pfeffingen: Matter, Uiato (Pass), Gillen, Green, Ellis, Larson, Saladin (Libera): eingewechselt: Schnyder (Libera), Schenker, Lüthi (Pass), Aarden; nicht eingesetzt: Locher, Kneubühler. – Nächstes Spiel: Freitag, 20. März, 19.30, Löhrenacker in Aesch Bl. Eventuell Sonntag, 22. März, 16.30 Uhr, BBC-Arena.
Weiterer Halbfinal: Neuenburg UC (1.) - Volley Düdingen (4.) 3:0 (28:26, 25:21, 25:20), Stand 3:0. - Finalspiele ab Ostermontag, 6. April, 14.00 (Riveraine).
Kanti muss gegen Aesch die Leistung aufs Feld bringen
Lina Lieb, die im Laufe des Spieles in Aesch die Rolle der Diagonalspielerin übernahm, war auch in der Annahme gefragt. Bild: W. Schläpfer
Nach der knappen Auswärtsniederlage will der VC Kanti in der eigenen Halle den zweiten Sieg holen.
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Reinhard Standke
«Es war nicht ganz das Spiel, das wir machen wollten», blickt der Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, auf die zweite Runde der Best-of-5-Playoff-Halbfinalserie zurück, in der am Samstag Sm’Aesch-Pfeffingen die Niederlage der Vorwoche in Schaffhausen wettmachte und in der Serie den Ausgleich schaffte. «Es ist uns in Teilen nicht gelungen, mit dem ersten Tempo zu arbeiten. Am Anfang war ein bisschen Nervosität drin, ab Mitte des ersten Satzes haben wir den Gameplan mehr umgesetzt», erinnert Neubauer. Zwar stand die Satzentscheidung (24:26) auf des Messers Schneide, mitentscheidend für das Vermögen des VC Kanti war jedoch, das Diagonalspielerin Jordan Lockwood an diesem Tag gar nicht in das Spiel finden sollte. Später hatte Lina Lieb diese Position eingenommen, deren normale Aufgabe dann Leana Zuvic übernahm.
Viele Kleinigkeiten
«Sie hat es sehr ordentlich gemacht, vor allem in der Annahme», so Neubauer. «Uns fehlen aber massiv Punkte über die Diagonale.» Dazu seien viele Kleinigkeiten vor allem bei einem engen Spielstand gekommen. Dabei erinnert der Kanti-Trainer zum Beispiel an den Ballwechsel beim Stand vom 13:12, als die Gegnerinnen den Ball noch vom Boden «kratzen» konnten, und die folgende hektische Situation seines Teams am Netz oder den unglücklich ins Aus geschlagenen Matchball. Da hätten die Schaffhauserinnen die Partie für sich entscheiden können, auch wenn es zuvor nicht gelungen war, eine klarere Ausgangslage zu schaffen. Auf der einen Seite herrschte zunächst Wehmut, nun aber Hoffnung.
«Wir können deutlich besser spielen, es braucht gar nicht viel, aber wir müssen es auf das Feld kriegen», fordert Nicki Neubauer. «Wir brauchen einen konstant besseren Aufschlag, nicht nur phasenweise. Wir brauchen etwas mehr Ruhe, mehr Geduld. Wir müssen versuchen, einen Gang hochzuschalten, gerade zu Hause: Wir werden das Publikum brauchen», meint der Trainer der Munotstädterinnen. In Aesch waren weniger Zuschauer dabei als noch Anfang Januar, als den Gastgeberinnen ein klarer 3:0-Sieg gelungen war. «Das Publikum hat sein Team aber richtig gepusht.» Kanti habe dann zu viele Punkte von der Aesch-Diagonalspielerin Emma Ellis kassiert. «Da haben wir teilweise in Block und Abwehr die Ordnung verloren.»
Egal, wie die Partie vom Mittwoch in der BBC-Arena (20 Uhr) ausgeht, stehen sich die beiden Teams am Freitag in Aesch (19.30 Uhr) erneut gegenüber. Sollte dann noch kein Halbfinalsieger feststehen, wird dieser am Sonntag, 22. März, ab 16.30 Uhr in Schaffhausen ermittelt.
VC Kanti kassiert den Ausgleich in der Serie
Jody Larson (vorne) will Wanda Herzog (5) und Lina Lieb (8) mit einer Finte bezwingen – Kanti verliert das zweite Halbfinalspiel. Bild: W. Schläpfer
Das zweite enge Playoff-Halbfinalspiel zwischen Sm’Aesch-Pfeffingen und den Schaffhauser Volleyballerinnen gewinnen die Baselbieterinnen.
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Reinhard Standke
Es sollte einfach nicht sein: In der zweiten Runde der Playoff-Halbfinals kann der VC Kanti in vielen Phasen sein Potenzial zwar nicht abrufen, erspielt sich aber dennoch einen Matchball, den er allerdings nicht verwerten kann und daher nachfolgend dem Gegner den Spielgewinn überlassen muss. So sprach Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer im Anschluss an die 117 Spielminuten denn auch von einer «bitteren Niederlage».
Die Schaffhauserinnen starteten nicht gut, sondern nervös. Sie fanden insbesondere im Aufschlag schwer in das Spiel und lagen bald 11:17 zurück. Auch zog die Saison-Topscorerin Jordan Lockwood einen «rabenschwarzen Tag» – so Neubauer – ein. Dafür sprang allerdings insbesondere in den ersten beiden Sätzen Josipa Marković in die Bresche. Kanti kam auf 17:18 heran, wehrte einen Satzball ab, das Heimteam nutzte dann jedoch den zweiten zum 26:24.
Nach Satzführung für Kanti wird es zu einem Kampfspiel
Den zweiten Durchgang konnten die Munotstädterinnen enger gestalten, beim Stand von 8:10 schickte Trainer Neubauer Leana Zuvic für Lockwood auf das Feld und stellte später Lina Lieb auf die Diagonalposition. Bis zum Satzende hatte Kanti dann den Druck im Aufschlag gefunden und verwandelte den zweiten Satzball zum 26:24. Anschliessend wechselte die Führung hin und her, nach dem 12:12 servierten die Schaffhauserinnen wiederum stärker und gingen nach dem 25:17 mit 2:1 Sätzen in Führung. Ab dem vierten Satz entwickelte sich ein «Kampfspiel», so Kanti-Trainer Neubauer, zunächst mit Vorteil für Sm’Aesch-Pfeffingen, dann für Kanti und zum Ende hin wieder für die Gastgeberinnen (25:22). Auch im Tiebreak wechselte der Spielstand hin und her. «Am Ende entscheiden Kleinigkeiten», sagte Neubauer, der in seiner Analyse unter anderem auf starke Verteidigungsaktionen der Gastgeberinnen verwies. «Wir lassen Killerinstinkt und Cleverness ein bisschen liegen.»
So kam es zu einer dramatischen Schlussphase im Löhrenacker: Zunächst verwertete Lockwood einen ersten Tempo-Angriff zum Matchball (14:13) für die Schaffhauserinnen. Captain Holáskova servierte, doch das Heimteam konnte mit seiner Topscorerin Ellis wieder ausgleichen und durch einen Blockpunkt von Aarden gegen Lockwood sich seinerseits einen Matchball erspielen. Kanti-Trainer Neubauer nahm sein zweites Time-out, sein Team glich danach durch einen Lockwood-Angriff wieder aus. Sm’Aesch-Pfeffingen kam durch einen Punkt von Madlaina Matter zum zweiten Matchball, den die Schaffhauser Hauptangreiferin Marković (29 Punkte) durch einen Angriff ins Aus unglücklich für den Gegner entschied.
«Am Ende war es fehlendes Spielglück und mangelnde Entschlossenheit in der einen oder anderen Situation. Es ist eine Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre», bilanzierte Neubauer nach dem Spiel. «Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen, was den Aufschlag betrifft, und unser Angriffsspiel wieder auf mehrere Schultern verteilen.»
Am Mittwoch die nächste Chance auf den Matchball
Nachdem Sm’Aesch-Pfeffingen in der Serie ausgleichen konnte, werden sich der VC Kanti und die Baselbieterinnen noch mindestens zwei Mal gegenüberstehen. In der 3. Runde treffen die beiden Mannschaften am nächsten Mittwoch, 18. März, um 20 Uhr in der BBC-Arena aufeinander. Die vierte Begegnung wird nur zwei Tage später in Aesch um 19.30 Uhr angepfiffen. In der zweiten Halbfinalpaarung liegt Titelverteidiger Neuenburg UC nach einem 3:0-Sieg in Düdingen mit 2:0 Siegen vorne und kann somit am Mittwoch bereits den Finaleinzug sicherstellen.
Gibts den ersten Matchball?
Hart angreifen: Kanti-Topscorerin Jordan Lockwood (rechts) will wie im ersten Spiel auch heute Abend auswärts punkten. Bild: Werner Schläpfer
Der VC Kanti tritt heute zum zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie bei Aesch-Pfeffingen an. Mit einem Sieg haben die Schaffhauserinnen am Mittwoch die erste Chance auf den Finaleinzug.
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Reinhard Standke
Es war nicht das beste Spiel, es gab ein Auf und Ab: Aber am Ende der 70 Spielminuten des ersten Halbfinals gingen in der Best-of-5-Serie zwischen dem VC Kanti und Sm’Aesch-Pfeffingen die Schaffhauserinnen am vergangenen Samstag in der BBC-Arena mit einem 3:0-Erfolg vom Feld.
Für den heutigen Samstag ist in der zweiten Runde erneut ein enges Spiel zu erwarten. Die Schaffhauserinnen wollen versuchen, in Kleinigkeiten die Hausaufgaben zu machen, das Team aus dem Baselbiet wird den Druck erhöhen müssen, um in der Serie ausgleichen zu können. Mit Kleinigkeiten meint Kanti-Trainer Nicki Neubauer einerseits die Ballkontrolle, andererseits lange Ballwechsel, in denen sein Team noch öfter den Punkt holen kann. «Im Satz eins und zwei hatten wir im Spielaufbau relativ viele Bälle dabei, bei denen wir im ersten Kontakt unsauber sind», erklärt Neubauer.
Zusätzlicher Fokus auf mehr Punkte über die Mitte
Mit dem Team habe man auch besprochen, wie man den Gegner mehr stören könne, wenn ein eigener Angriff nicht möglich sei. «Viel haben wir auch am eigenen Spiel gearbeitet, wir möchten mit den Mittelblockern zumindest als Option anders antreten.» In der ersten Runde hatte Kanti über die Mitte weniger Punkte geholt als sonst. «Ansonsten müssen wir noch einmal so gut aufschlagen wie in der ersten Runde, ich denke aber nicht, dass wir noch einmal zwölf Asse holen», meint Neubauer.
Aesch-Pfeffingen habe eine gute Zuspielerin und Qualität in den Aussenpositionen. «Wenn wir sie aber ‹out of system› kriegen, haben wir die deutlich höhere Quote. Ohne die Asse wird es aber eng. Vier Asse und drei Blocks pro Satz macht 7:0, das gibt Sicherheit», so der Kanti-Trainer weiter. «Wir können aber auch im Feld besser spielen, es gibt zwei, drei, vier Möglichkeiten für Aktionen pro Satz, in denen wir ihnen die Chance nehmen können, einen Punkt zu machen. Wenn wir eine gute Balance finden, weiter gut aufschlagen, die anderen Sache gut machen, dann sind wir gut dran», so Neubauer.
Aesch-Pfeffingen wird aber in der eigenen Halle anders auftreten. «Sie werden probieren, besser im Feld zu sein und stabiler anzunehmen, dann können sie mehr erstes Tempo spielen mit den Mittelblockern. Am Ende geht das Spiel aber über Diagonal oder Aussen, dies haben wir beides gut kontrollieren können», erinnert Neubauer an die erste Partie vom letzten Samstag.
Gelingt dem VC Kanti am heutigen Samstag im Baselbiet der zweite Sieg, haben die Munotstädterinnen die Chance, am Mittwoch, 18. März (20 Uhr), in der heimischen BBC-Arena den Sack zuzumachen und in den Playoff-Final einzuziehen. Gleicht Aesch-Pfeffingen aus, kommt es zu einer vierten Runde in Aesch am Freitag, 20. März (19.30 Uhr).
Der VC Kanti legt in der Playoff-Halbfinalserie vor
Matchball mit dem Winner von Wanda Herzog Bild: W. Schläpfer
Obwohl die Schaffhauser Volleyballerinnen gegen Sm’Aesch-Pfeffingen nicht die beste Leistung abrufen, gelingt zum Auftakt in die Playoff-Halbfinals ein 3:0-Sieg. Am Samstag könnte es den ersten Matchball für den Finaleinzug geben.
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Reinhard Standke
Es sollte das enge Spiel werden, auf das Kanti-Trainer Nicki Neubauer sein Team eingestellt hatte. Während die Schaffhauserinnen mit der aktuellen Stammformation auf das Feld kamen, musste der Gegner aus dem Baselbiet auf Aussenangreiferin Jody Larson verzichten, für die zu Beginn Noelle Schenker und später die Neuverpflichtung von NNV Aarau, Meret Aarden, eingesetzt wurde.
Zu Beginn der nur 70 Spielminuten, denen 436 Zuschauerinnen und Zuschauer (darunter Stadtpräsident und Volleyballer Peter Neukomm) beiwohnten, lagen die Gastgeberinnen kurz zurück (1:2). Anschliessend setzte Lina Lieb das um, was Trainer Neubauer gefordert hatte: den Gegner mit dem Aufschlag unter Druck zu setzen. Dies gelang (darunter mit zwei Assen) bis zum 6:2. Die Gäste hatten zunächst Mühe, ihr Angriffsspiel aufzuziehen, Kanti zog auf 11:5 davon. Dann schlichen sich beim Heimteam zwei, drei Fehler ein. Sm’Aesch nutzte die Möglichkeiten und kam auf 12:10 heran. Mit Wanda Herzog am Service konnte Kanti jedoch den Vorsprung prompt wieder herstellen. Nach und nach punktete sich Sm’Aesch erneut heran (21:19). Die Schaffhauserinnen behielten jedoch zum Schluss Nerven und Geduld und holten sich den ersten Satz (25:20). Angriff, Annahme, Service – in der Statistik sprachen die Werte für den VC Kanti.
Darauf, dass es bei der engen Affiche auch zu einem grösseren Rückstand kommen könnte, hatte Kanti-Trainer Neubauer vor dem Spiel hingewiesen. Und dazu sollte es im zweiten und dritten Satz dann auch kommen. Mit mehr Druck im Service und Angriff waren die Baselbieterinnen nach dem ersten Satzverlust zurückgekommen. Beim 5:7 nahm Neubauer ein Time-out, in der Folge kämpfte sich sein Team zurück (12:9). Dann fiel das Momentum wieder zum Gegner, Sm’Aesch etwas effizienter im Angriff, Kanti etwas verhaltener im Angriff. Ab dem 12:12 schickte der Kanti-Coach Leana Zuvic für Lina Lieb auf das Feld. Die Gäste gingen mehrfach in Führung (14:16, 19:21), in der Schlussphase sorgte wieder der VC Kanti für starke Aufschläge (Cole) und holte auch Durchgang zwei (25:22).
Fokussierter und mit mehr Druck kehrte Sm’Aesch-Pfeffingen nach der Zehn-Minuten-Pause zurück, punktete mit Gillen und Ellis und ging mit 10:5 in Führung. Mit Herzog am Aufschlag kam Kanti heran (10:10), fand auch zum Angriffsspiel zurück, während beim Gegner die Fehlerquote stieg. Die zweite Satzhälfte gehörte dann den Schaffhauserinnen (25:17), die insgesamt weniger über die Mitte gepunktet hatten als der Gegner, dafür über Diagonal (Lockwood 15) und Aussen (Markovic 10, Lieb/Zuvic total 14) erfolgreich waren. «Es war nicht unsere beste Leistung, aber eine gute», bilanzierte Lockwood am Ende. «Kämpferisch waren wir gut, aber in vielen Phasen haben wir nicht unser Spiel gezeigt», sah Kanti-Coach Neubauer noch Verbesserungspotenzial.
Weiter in der Halbfinalserie geht es am Samstag in Aesch (17.30 Uhr). Gelingt dem VC Kanti ein weiterer Erfolg, haben die Munotstädterinnen den ersten Serie-Matchpunkt und könnten am Mittwoch, 18. März, daheim den Einzug in die Finalserie sicherstellen. Gleichen die Baselbieterinnen in der Halbfinalserie aus, kommt es am Freitag, 20. März, auswärts zu einer vierten Partie.
NLA, Frauen. Playoff-Halbfinals (Best of 5), 1. Runde: VC Kanti (2.) - Sm’Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:20, 25:22, 25:17), Stand 1:0. - BBC-Arena. - 436 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Rüegg. – Spieldauer: 25, 26, 19 = 70 Minuten. – VC Kanti: Herzog (6), Cole (Pass, 4), Lieb (9), Holásková (8), Lockwood (15), Marković (10), Loffreda (Libera); eingewechselt: Zuvic (5), Vermaas, Schnegg (Liber); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach, Pazin (Pass); rekonvaleszent: Koch. – Sm’Aesch-Pfeffingen: Matter (3), Uiato (Pass, 2), Gillen (9), Green (12), Ellis (9), Schenker, Schnyder/Saladin (Libera); eingewechselt: Aarden (6), Lüthi (Pass); nicht eingesetzt: Larson, Kneubühler.
2. Halbfinal: Neuenburg UC (1.) - Volley Düdingen (4.) 3:0 (25:21, 25:14, 25:20), Stand 2:0.
Zwischenrunde um Platz 5. - 8 (Best of 3): Volley Lugano (5.) - Genève Volley (8.) 3:0, Stand 1:0. VBC Cheseaux (6.) - Franches-Montagnes (7.) 1:3, Stand 0:1.
Playouts (Best of 5): Volley Toggenburg (9.) - NLZ Volleyball Academy (10.) 0:3, Endstand 0:3. - Kein Absteiger, NLZ Volleyball Academy zieht sich zum Saisonende aus der NLA zurück.
Angreifen und Punkten ist ihre Leidenschaft
Ob hart geschlagen oder als Finte: Jordan Lockwood greift – wie hier in den Viertelfinals gegen Franches-Montagnes – gerne an. Bild:W. Schläpfer
Die Amerikanerin Jordan Lockwood trägt schon in der zweiten Saison das Topscorer-Trikot beim VC Kanti. Heute starten die Playoff-Halbfinals.
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Reinhard Standke
Freudestrahlend und überpünktlich erscheint Jordan Lockwood zum Interviewtermin in der BBC-Arena, in der der VC Kanti am heutigen Samstag (15 Uhr) mit dem ersten Spiel der Best-of-5-Serie in die Playoff-Halbfinals gegen Aesch-Pfeffingen startet. Sie sei immer gut organisiert, erklärt die 25-jährige Diagonalangreiferin, die einen Masterabschluss in «Organizational Leadership» vorweisen und in knapp einem Monat zum zweiten Mal einen Geburtstag in Schaffhausen feiern kann.
Aufgewachsen ist die heute 1.89 m grosse Spielerin in Friendswood, im US-Bundesstaat Texas, einer Stadt mit knapp 40’000 Einwohnern rund 30 Autominuten vom Strand und 30 Minuten von Houston gelegen. Nein, sehen kann sie es von daheim aus nicht, das dortige Nasa Space Center sei aber regelmässig das Ziel von Schulausflügen gewesen. Zu hohen Sprüngen anderer Art kam Jordan Lockwood, als sie 12 Jahre alt war. Nach einigen erfolgreichen Jahren im Karatesport eiferte sie ihrer sechs Jahre älteren Schwester nach und begann mit Volleyball. Was fasziniert Lockwood noch heute an ihrem Sport? «Ein aggressiver Angriff, der direkt auf die andere Seite geht, ist ein unglaubliches Gefühl», erklärt sie zu ihrer Leidenschaft, die sie inzwischen zu ihrem Beruf machen konnte.
Körpergrösse als Vorteil: Angreifen, Punkte erzielen
Als das grösste Mädchen im Team nutzte sie bald ihren Vorteil im Angriffsspiel, machte bald Fortschritte auf ihrer ersten Position, der Mitte. Nach der Highschool wechselte sie jährlich nach Abschlüssen die Universität bzw. das College für die nächsten Ausbildungsschritte. Von Houston über Navarro und Pittsburgh ging es nach Denver. Sportlich sollten sich ihre Einsätze auf der Aussen- und Diagonalposition abwechseln. Heute ist sie glücklich als Diagonalspielerin: «Die Diagonalposition bietet alle Vorteile einer Angreiferin und dass man sich auf nichts anderes als auf den Angriff fokussieren kann», erklärt Jordan Lockwood. «Angreifen, um Punkte zu erzielen, ist meine Hauptpriorität.»
Noch vor dem letzten Master-Abschluss wurde sie für zwei verbleibende Saisonmonate für eine verletzte Spielerin ins finnische Salo berufen. Zu LP Viesti, dem VC Kanti noch bestens bekannt von den Europacupbegegnungen von 2011 mit Cheftrainer Andi Vollmer und 2013 mit Dirk Gross. Für die Saison 2023/2024 zog es Jordan Lockwood in die Bretagne zu Quimper Volley. «Ich wollte die Erfahrung einer ganzen Saison als Profi-Spielerin machen. Ich habe dort viel gelernt.» In einem College kümmere man sich mit vielen Ressourcen um Aspekte im Studium und im Sport, dies ist in einem Klub im Ausland anders, da müsse man lernen, sich um vieles selbst zu kümmern.
Ihrem aktuellen Trainer aufgefallen war die erfolgreiche Angreiferin schon zu ihren Zeiten in Pittsburgh. «Nicki hat mich angerufen, als ich mit Freunden in Paris in einem Restaurant war», erinnert sich Lockwood, die nun seit September 2024 das Trikot des VC Kanti trägt. In ihrer ersten Saison, in der auch Brooke Botkin, die sie aus ihrer Heimat kannte, in Schaffhausen spielte, holte sie mit dem Team die Silbermedaille in der NLA-Meisterschaft und trägt in der laufenden Spielzeit wiederum das Trikot als «Mobiliar Topscorer». «Ich wusste zunächst nicht, was dieses bedeutet, ich bin aber sehr stolz, auch weil es Geld für den Nachwuchs auslöst», erklärt Jordan Lockwood.
Mit viel Selbstbewusstsein in die Playoff-Halbfinalserie
Der bisherige Saisonverlauf sei gut, mit Höhen und Tiefen. «Wir haben mehr Jugend im Team, aber auch mit den jüngeren Spielerinnen sind wir an derselben Position wie vergangene Saison.» Und nun geht es gegen Aesch-Pfeffingen: «Im Heimspiel waren wir sehr dominant, auswärts waren wir in einer eher schwierigen Position. In die Halbfinal-Serie gehe ich nun dennoch mit viel Selbstbewusstsein.»
Noch weiss Jordan Lockwood nicht, wie es für sie nach den Playoff-Spielen mit dem VC Kanti weitergeht. Berufliche Pläne für die Karriere nach dem Volleyball hegt sie jedoch schon seit Längerem: Dank dem Master in «Organizational Leadership» (sowie Volleyballtrainerkursen) will sie als Coach tätig sein, es Menschen ausserhalb vom Sport oder Spielern ermöglichen, ihre Ziele zu erreichen. In der Saisonpause im Sommer engagiert sich Lockwood schon seit ein paar Jahren als Coach in Volleyball-Nachwuchs-Camps.
Eine ausgeglichene Serie steht bevor
Gegen Franches-Montagnes konnte das Team des VC Kanti in die Playoff-Halbfinals einziehen, in denen es nun in drei bis fünf Spielen gegen Sm’Aesch-Pfeffingen geht. «Die gegnerische Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt, das Herzstück ist ganz klar die Zuspielerin Mita Uiato», stellt Kanti-Trainer Nicki Neubauer fest. Sie gestaltet das Spiel vor allem bei guter Annahme sehr ausgeglichen, dann sind sie schwer auszurechnen. So wird es noch mehr um das ‹Aufschlag-Annahme-Battle› gehen», so Neubauer weiter. «Es wird um viele Kleinigkeiten gehen. Ihre Spielanlage ist ähnlich wie bei uns, ich denke, dass wir in der Mitte ein Plus haben.» Damit meint der Chefcoach der Schaffhauserinnen natürlich die auch in dieser Saison beste Blockerin der Liga, Katerina Holáskovà. Ein «ganz leichtes Plus» sieht Neubauer auch auf den Aussen- und der Diagonalpositionen.
Aus dem Heimspiel der Qualifikation war Kanti als klarer Sieger hervorgegangen. «Da haben wir die Diagonale Emma Ellis gut kontrollieren können, was ihnen etwas das Genick gebrochen hat», erinnert Nicki Neubauer. «Im Rückspiel hatten wir dafür extrem Mühe mit der Aussenangreiferin Jillian Gillen.» In den beiden Viertelfinals gegen Cheseaux nicht zum Einsatz gekommen war wegen Rückenproblemen Aussenangreiferin Jody Larson. Für sie stand unter anderem der 18-jährige Neuzugang vom NNV Aarau, Meret Aarden, auf dem Feld, die im zweiten Spiel die meisten Punkte erzielte. «Es wird eine ausgeglichene Serie werden, wir müssen gut aufschlagen und im Flow bleiben», gibt Nicki Neubauer vor. (R.Sta.)
VC Kanti stürmt in die Halbfinals
Siegesjubel im Jura nach dem Halbfinaleinzug beim VC Kanti Bild: Werner Schläpfer
Die Schaffhauserinnen treffen in den Playoff-Halbfinals ab Samstag auf Aesch-Pfeffingen.
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Reinhard Standke, Saignelégier
Auf den klaren Sieg gegen Franches-Montagnes vor einer Woche setzte der VC Kanti in der zweiten von drei möglichen Runden der Playoff-Viertelfinals noch einen deutlichen Erfolg drauf. Nach den ersten 60 Spielminuten benötigten die Schaffhauser Volleyballerinnen am Sonntag in Saignelégier für den erneuten 3:0-Sieg nochmals drei Minuten weniger. Und dies, obwohl das Heimteam diesmal wieder mit der zweitstärksten (Aussen-)Angreiferin Karen Renteria antreten konnte. Somit stand für das Team von Coach Nicki Neubauer schnell der Einzug in die Playoff-Halbfinals fest. Nach ebenfalls zwei Runden gelang dies auch dem Sieger der Qualifikation und Titelverteidiger Neuenburg UC, Aesch-Pfeffingen (3.) und Volley Düdingen (4.). Damit blieben Überraschungen in den Viertelfinals aus, keines der Top-4-klassierten Teams muss den Gang in die Spiele um die Ränge fünf bis acht antreten.
Der Weg für eine mögliche erneute Finalqualifikation führt den VC Kanti nun über Aesch-Pfeffingen. Gegen die Baselbieterinnen kann die Neubauer-Mannschaft auf zwei unterschiedliche Spiele in dieser Saison zurückblicken. Ende Oktober gelang daheim gegen den vorherigen Tabellenführer in den drei NLA-Runden ein klarer Sieg. Im Rückspiel, dem ersten Spiel des Jahres 2026, bezog Kanti auswärts eine 0:3-Niederlage, allerdings mit einer geänderten Startformation aufgrund der Verletzung von Stamm-Mittelblockerin Martina Koch. Die Schaffhauserinnen benötigten dann einige Wochen, um die Abgänge von Aussenangreiferin Erin Shomaker (Vertragsauflösung) und Mittelblockerin Netta Rekola (Entzündung) zu verdauen und die Neuzugänge Wanda Herzog, Leana Zuvic und Laura Vermaas zu integrieren. Aesch-Pfeffingen setzte sich in zwei Viertelfinalspielen gegen VBC Cheseaux durch.
In seiner zweiten Playoff-Partie konnte der VC Kanti in Saignelégier, dem Hauptort des Distrikts Franches-Montagnes im Kanton Jura, wie acht Tage zuvor daheim eine starke Leistung abrufen und damit die mental durchaus schwierige Aufgabe mit Bravour meistern. Franches-Montagnes leistete zunächst mehr Gegenwehr als vor einer Woche. Kanti konnte im ersten Satz zunächst zwei Punkte vorlegen, dann kam das Heimteam mit Zuspielerin Zielinska am Aufschlag heran. Im Anschluss an den 11:11-Zwischenstand brachte Kanti-Captain Holásková ihr Team mit 16:11 in Führung. Die Munotstädterinnen holten sich den ersten Durchgang mit 25:20. Anschliessend demoralisierten die Schaffhauserinnen den Gegner mit einer Aufschlagsserie von Cole (8:0), mit 25:9 ging der Satz überdeutlich an das Gastteam. Auch im dritten Satz setzte Cole mit starken Aufschlägen zu Beginn (6:0) das Heimteam erneut unter Druck, nach einer 12:4-Führung kam Franches-Montagnes auf 12:7 heran, der Kanti-Trainer fokussierte sein Team in einem Time-out. Mit 25:15 gelang am Ende ein klarer Satz- und Matchgewinn. Kanti hatte sich erneut deutlich stärker in Aufschlag (11:5 Asse), Angriff und Verteidigung gezeigt und machte weniger Fehler (10:18). Die meisten Punkte holten diesmal Captain Holásková (17) und Lina Lieb (14), die sonst stärksten Scorerinnen Lockwood (8) und Marković (6) brauchte es diesmal etwas weniger. «Es war eine starke Teamleistung», fasste Saisontopscorerin Jordan Lockwood die Partie zusammen. «Ab dem zweiten Satz haben wir sehr stark aufgeschlagen, da kamen sie nicht heran», sagte Kanti-Trainer Nicki Neubauer. «Zuspielerin Sydney Cole hat den Gameplan sehr gut umgesetzt.»
Mit Aesch-Pfeffingen (der letztjährige Fünfte der Meisterschaft) wartet nun ein wohl schwererer Gegner auf den VC Kanti. Die erste Runde am Samstag, 7. März, beginnt zur ungewöhnlich frühen Anspielzeit um 15 Uhr.
Playoff-Viertelfinal (Best of 3). 2. Runde: Franches-Montagnes (7.) - VC Kanti (2.) 0:3 (20:25, 9:25, 15:25), Endstand 0:2. - Maurice-Lacroix-Arena, Saignelégier. - 293 Zuschauer. - SR: Nguyen. - Spieldauer: 21, 17, 19 = 57 Minuten. – Franches-Montagnes: Membrez (2), Zielinska (Pass, 5), Renteria (10), Gilomen (4), Bonardi (8), Varé (2), K. Chapatte (Libera); eingewechselt: Tschanz (2), Em. Faivet (1), Morandi (Pass), Z. Chapatte; nicht eingesetzt: Burri, El. Faivet. - VC Kanti: Cole (Pass, 6), Lieb (14), Holásková (17), Lockwood (8), Marković (6), Herzog (4), Loffreda (Libera); eingewechselt: Zuvic, Vermaas (2), Schnegg (Libera); nicht eingesetzt: Pazin, Cavka, Corbach; verletzt: Koch.
Kanti steht einen Schritt vor dem Einzug in die Halbfinals
Stark am Block von Wanda Herzog (5) gegen Abigaël Gilomen (Franches-Montagnes): . Bild: Werner Schläpfer
Noch einmal wird es Franches-Montagnes dem VC Kanti nicht so leicht machen.
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Reinhard Standke
Von einem «Sturmlauf des VC Kanti» schrieb «Le Quotidien Jurassien» nach dem klaren Sieg der Schaffhauserinnen über Franches-Montagnes im ersten Spiel der Best-of-3-Serie der Playoff-Viertelfinals vom vergangenen Sonntag. Probleme in der Annahme, mangelnde Effizienz im Angriff, viele Eigenfehler bestimmten das Spiel des Teams aus dem Jura, das zudem auf die zweitstärkste Angreiferin, Karen Renteria, wegen einer «kleinen» Verletzung am Sprunggelenk verzichten musste. Ob die Kolumbianerin am Sonntag wieder eingesetzt werden kann, von Beginn an oder als Einwechselspielerin, wird das Team von Franches-Montagnes nicht vorab durchsickern lassen.
Mahungen vor Gegenwehr
So oder so müssen sich die Munotstädterinnen auf mehr Gegenwehr in der eher dunklen Halle in Saignelégier einstellen. «Auswärts wird es schwieriger, wir müssen Vollgas geben», mahnte Kanti-Captain Katerina Holáskovà bereits nach den ersten 60 Spielminuten in der Viertelfinalserie.
Präsent sein
«Es ist auch der Job des Trainers zu mahnen und nicht in Höhenflüge zu verfallen», mahnt auch Kanti-Trainer Nicki Neubauer. «Wir müssen mindestens noch einmal so ein Spiel machen, es gibt zwei, drei Sachen, die wir anpassen wollen.» Damit meint Neubauer einerseits die individuelle Blockstabilität sowie die Optimierung der Ballkontrolle in der Abwehr. «Diese Nuancen werden auch im weiteren Verlauf der Playoffs wichtig werden», so Neubauer. Im Training gebe es eine hohe Intensität und Qualität. «Im Spiel müssen wir die Pace halten. Sie werden im Aufschlag anders agieren. Wenn wir unsere Leistung auf das Feld kriegen, wird es sehr schwer für Franches-Montagnes», führt der Kanti-Trainer weiter aus. «Wichtig ist, dass wir von Anfang an präsent sind und im ersten Satz richtig Druck machen.»
Da die Partien VBC Cheseaux (6.) gegen Aesch-Pfeffingen (3.) und Volley Düdingen (5.) gegen Volley Lugano (4.) bereits am Samstag ausgetragen werden, steht der mögliche Gegner des VC Kanti im Erfolgsfall im Jura bereits am Vorabend fest.
In der ersten Runde aller Viertelfinalpaarungen konnte sich jeweils das höher klassierte Team der Qualifikation durchsetzen, so könnten die Schaffhauserinnen ab dem 7. April auf Aesch-Pfeffingen treffen. Stünde es in einer der Viertelfinals nach der zweiten Runde jedoch unentschieden, fällt im dritten Spiel am Mittwoch, 4. März, die Entscheidung über den Halbfinaleinzug. Die Verliererteams spielen in zwei Etappen die Ränge 5 bis 8 aus.
Trainerzukunft
Beim Gegner vom Sonntag (Spielbeginn 16.30 Uhr), Franches-Montagnes, steht unabhängig vom Abschneiden in der Saison 2025/26 fest, dass der Vertrag mit Trainerin Melanie Cina nach Saisonende nicht weitergeführt wird. Neuer Cheftrainer und Sportdirektor wird Romeu Beltramelli Filho, der im Jura bereits von 2006 bis 2008 sowie von 2012 bis 2018 unter Vertrag stand. Der VC Kanti hat bislang noch keine Personalentscheide kommuniziert. Der Vertrag mit Cheftrainer Nicki Neubauer (seit 2017) läuft noch bis Saisonende, Gespräche über eine weitere Verlängerung würden jedoch geführt, heisst es im Umkreis des Vereins.
Der VC Kanti fegt Franches-Montagnes vom Feld
Mit voller Schlagkraft zum nächsten Punkt: Auch gegen Franches-Montagnes gelangen Josipa Marković (r.) wieder viele erfolgreiche Angriffe. Bild:Werner schläpfer
In nur 60 Minuten gewinnen gut aufgelegte Schaffhauserinnen klar und deutlich mit 3:0 gegen Franches-Montagnes.
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Reinhard Standke
VOLLEYBALL. In der ersten Runde der Playoff-Viertelfinals setzten sich die höherklassierten Teams ausnahmslos durch. So schickte auch der VC Kanti das Team von Franches-Montagnes, das den Schaffhauserinnen im ersten Saisonspiel eine unerquickliche Niederlage zugefügt hatte, mit einer klaren 0:3-Niederlage nach Hause. Allerdings mussten das Team von Melanie Cina auf ihre zweitstärkste Angreiferin, Karen Renteria, verzichten. «Sie zeigte auf das Knie», berichtete Kanti-Captain Katerina Holàsková von ihrer Nachfrage bei der Kolumbianerin. Aber auch mit der kolumbianischen Aussenangreiferin wäre die Mannschaft aus dem Jura wohl auf verlorenem Posten gestanden.
Der VC Kanti ist in allen Statistiken besser
Klar besser in Angriff, Verteidigung, Service (7:3 Asse), Block (7:3) und mit weniger Fehlern (12:18), so fasst die Statistik die nur 60 Spielminuten zusammen. Im ersten Satz brachte Captain Holásková ihr Team mit einer Aufschlagsserie vom 5:2 zum 11:2-Zwischenstand. Diesen Vorsprung verwaltete ihr Team, mit «klare Kiste» kommentierte ein Kanti-Fan den ersten Satzgewinn.
Franches-Montagnes hatte kurz vor dem Satzwechselwechsel dann noch die Zuspielerin gewechselt, doch auch im zweiten Durchgang konnte dies den VC nicht aufhalten (10:4, 18:11, 25:17). Nach der 10-Minuten-Pause standen die Schaffhauserinnen früh wieder parat, machten mit dem Aufschlag viel Druck (Cole, Lieb) und führten schnell mit 11:2. Schon nach 17 Minuten (25:8) war der erfolgreiche Start in die Viertelfinals gesichert. So gab Trainer Neubauer den weiteren Spielerinnen (bis auf Corbach) Einsatzzeit. Die meisten Punkte steuerten Lockwood (16) und Marković (15) bei, beim Gegner kamen Bonardi und Membrez nur auf 8 beziehungsweise 6. «Es war ein gutes Spiel, wir haben unser Soll erfüllt», fasste Katerina Holásková den Auftakt zusammen. «Auswärts wird es schwieriger, wir müssen Vollgas geben.»
Den Matchplan konsequent umgesetzt
Auf einen sehr fokussierten Auftritt seines Teams blickte auf Kanti-Trainer Neubauer zurück. «Wir haben den Gameplan sehr gut umgesetzt, es war ein sehr guter Start in die Playoffs.» Der Ausfall der gegnerischen Aussenangreiferin habe nicht unbedingt ein Vorteil sein müssen. «Man weiss nie, was passiert, sie hätten gefährlich sein können.»
Mit einem weiteren Sieg könnte der VC Kanti bereits in der zweiten Runde am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, Saignelégier) den Einzug in die Halbfinals sicherstellen. Dazu muss das Team wieder die Leistung von Samstag beziehungsweise vom Auswärtsspiel in der Qualifikation von Mitte Dezember abrufen. Fans können die Mannschaft begleiten, Abfahrt des Cars ist um 12.30 Uhr an der BBC-Arena (Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch).
Den ersten Schritt in Richtung Halbfinals machen
Kanti-Neuzugang Leana Zuvic greift im Spiel bei VBC Cheseaux an. Bild:Werner Schläpfer
Im Playoff-Viertelfinal gegen Franches-Montagnes gilt es für den VC Kanti, zwei Angriffsspielerinnen auszuschalten.
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Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Nach der Gruppen- steht nun die Playoff-Phase in der Volleyball-NLA an, die jedoch, anders als im Europacup nicht als K.-o.-Phase durchgeführt wird. Wie im März 2025 stehen sich im Viertelfinal der zweite der Qualifikation, der VC Kanti, und der Siebte, Franches-Montagnes, in der Best-of-3-Serie gegenüber. Im März vor zwölf Monaten zogen die Schaffhauserinnen mit 3:1 und 3:0 in zwei Spielen in die Halbfinals ein. In der Qualifikation dieser Spielzeit nutzte das Team aus dem Jura die Aussenseiterrolle im ersten Saisonspiel in der BBC-Arena zu einem 3:1-Erfolg, während sich die Munotstädterinnen auswärts klar mit 3:0 durchsetzen konnten.
Nach der definitiven Sicherung des zweiten Platzes mit dem Sieg vom Samstag in Cheseaux hatte Kanti-Chefcoach Neubauer seinem Team zwei Tage Pause gegönnt. Am Dienstag begann die Vorbereitung für den Start in die Playoffs. «Alle sind fit, gesund, auch Lina Lieb ist wieder voll im Training», berichtet Nicki Neubauer, dessen Aussenangreiferin in der Romandie nach Rückenproblemen noch geschont worden war. Nun ist zu hoffen, dass die Zeit mit Verletzungssorgen beim VC Kanti abgeschlossen ist.
Das Spiel des Gegners vom Samstag ist vor allem auf zwei Angreiferinnen abgestellt. Die Videoauswertung von zwölf Saisonspielen von Franches-Montagnes zeigt, dass bei 1290 Angriffen über 500 Mal Topscorerin Leticia Bonardi angreift. «Das ist irre», so Nicki Neubauer zu dieser Quote der Diagonalangreiferin. Wenn nicht über Bonardi, dann greift das Team aus dem Jura mit der Kolumbianerin Karen Renteria an. «Mit der Aussenangreiferin hatten wir im ersten Spiel grosse Probleme, in den letzten Spielen wirkte sie nicht mehr so stabil. Der Key wird sein, eine der beiden zu kontrollieren», gibt Neubauer als Marschroute vor. «Da können wir viel mit dem Aufschlag regeln, dazu mit Disziplin gegen die anderen Angreifer auftreten.»
Sein Team müsse aber auch auf die eigenen Stärken setzen. «Wir haben in Cheseaux sehr gut angegriffen, sehr gut mit den Mittelblockern gearbeitet, gut gescored, da können wir viel Druck machen», erklärt der Kanti-Trainer weiter. Im Vergleich zum Cheseaux-Spiel gelte es jedoch, mehr den Druck im Aufschlag zu finden. Das Ziel des VC Kanti ist es zunächst, die Halbfinals zu erreichen. «Das ist kein Selbstläufer, gegen Franches-Montagnes sind wir nach dem ersten Saisonspiel gewarnt.» Die Mannschaft gefalle sich in der Aussenseiterrolle. «Daher warne ich davor, die Paarung auf die leichte Schulter zu nehmen», so Neubauer vor dem Start der Serie: «Wir wollen nach vorne, wir wollen wieder ins Finale. Ab dem Spiel gegen NUC hat man gemerkt, dass der Fokus wieder da ist.»
Kanti trifft auf Franches-Montagnes
Leana Zuvic (MVP) mit dem erfolgreichen Block und starken Werten 67% (Anahme) und 56% (Angriff). Bild: Werner Schläpfer
Wie im vergangenen Jahr beendet der VC Kanti die NLA-Qualifikation auf Rang zwei.
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Reinhard Standke, Cheseaux-sur-Lausanne
Keine Änderungen in der Tabelle sollte es in der 18. und letzten Runde in der NLA-Qualifikation geben. Da sowohl der VC Kanti (3:1 bei VBC Cheseaux) als auch Aesch-Pfeffingen (3:1 daheim gegen NLZ Volleyball Academy) ihre Spiele mit einem Erfolg abschlossen, beenden die Schaffhauser Volleyballerinnen die erste Phase der Volleyballsaison 2025/2026 als erster Verfolger von Leader und Titelverteidiger Neuenburg UC und mit zwei Punkten Vorsprung auf Aesch-Pfeffingen.
In den Viertelfinals der Playoffs geht es somit gegen den «Wunschgegner» Franches-Montagnes weiter, den Siebten in der Rangliste. Wobei sich Wunschgegner auf die Auswahl zwischen dem Team aus dem Jura und VBC Cheseaux bezieht. Das Spiel gegen die Romands sollte sich als tatsächlich so «unangenehm» herausstellen, wie es Kanti-Trainer Neubauer im Vorfeld geahnt hatte. Nachdem die Fahrt nach Cheseaux-sur-Lausanne aufgrund von zwei ungewöhnlich grossen Staus länger gedauert hatte als erhofft, wurden die zehn mitgereisten Kanti-Fans nach dem Einspielen von einer Änderung in der Startaufstellung überrascht.
Zuvic anstelle von Lieb
Anstelle von Stammspielerin Lina Lieb schickte Trainer Neubauer die Neuverpflichtung Leana Zuvic aufs Feld. Aussenangreiferin Lieb klagt seit Dienstag über Beschwerden im Kreuz («Hexenschuss») und sollte für die 86 Spielminuten vom Samstag geschont werden. Das Verletzungspech verfolgt die Munotstädterinnen also weiterhin. Die 20-jährige Zuvic gestand nach ihrem ersten Kompletteinsatz für ihre neue Mannschaft, sie sei nervös gewesen. Zuvic lieferte eine gute Leistung ab und erhielt vom Statistiker zehn erzielte Punkte gutgeschrieben.
Viel Power und Fehler
In der eigentlich zu kleinen und zu dunklen Halle «Derrière la ville» forderten die Gastgeberinnen den VC Kanti immer wie erwartet mit viel Power im Angriff und im Service, «halfen» den Gästen aber auch mit ungewöhnlich hoher Fehlerzahl (allein 12:6 im dritten Satz, gesamt 35:19). Bis zum 11:11 schenkten sich die Teams im ersten Satz nichts. Erst dann kamen die Schaffhauserinnen zu kurzen Serviceserien (25:17). Der zweite Durchgang endete nach dem 14:14 mit der besseren Angriffsleistung von Cheseaux (25:21). Nach dem 4:5 und einem frühen Time-out von Nicki Neubauer übernahm Kanti das Momentum in Angriff und Annahme im dritten Satz (25:18). Zum Side-out-Spiel bis zum erfolgreichen Ende mit dem vierten Matchball (27:25) war es im vierten Satz gekommen.
«Wir haben eigentlich gut im Angriff gestanden», so Trainer Neubauer, aus dessen Team Makrović (18), Lockwood (16) und Holásková (12) die meisten Punkte beisteuerten. «Wir konnten jedoch Morgan Geddes (18 Punkte, d. Red.) und Aschley Ekes (16) durch den Aufschlag nicht genügend rausnehmen.» Insgesamt bescheinigte Nicki Neubauer seinem Team eine «reife Auswärtsleistung».
Nach dem Spiel in Cheseaux zeigte man sich beim VC Kanti froh, ab dem kommenden Samstag nicht schon wieder auf den gleichen Gegner zu treffen. Nun geht es für die Schaffhauserinnen in den Viertelfinals wieder gegen Franches-Montagnes und damit gegen die Mannschaft, die dem VC Kanti gleich zu Saisonbeginn der Spielzeit 2025/2026 eine erste Niederlage zugefügt hatte.
Mit druckvollem Spiel auftrumpfen
Josipa Marković (l.) greift am Netz im Heimspiel gegen Cheseaux an. Bild:Werner Schläpfer
Mit einem Sieg in Cheseaux-sur-Lausanne bleibt der VC Kanti sicher auf Rang zwei.
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Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Blicken wir ein Jahr zurück: Nach dem letzten Spieltag der NLA-Qualifikation 2024/25 liegt der VC Kanti auf dem zweiten Rang und trifft in den Playoff-Viertelfinals auf Franches-Montagnes. Genau die gleiche Konstellation könnte sich zwölf Monate später erneut ergeben. Vor der 18. und letzten Runde der Qualifikation liegen die Schaffhauser Volleyballerinnen wiederum auf Rang zwei und dies mit zwei Punkten Vorsprung auf Aesch-Pfeffingen.
Da mit einem Erfolg der Baselbieterinnen über das Schlusslicht NLZ Volleyball Academy zu rechnen ist, muss das Team von Nicki Neubauer in Cheseaux-sur-Lausanne mindestens zwei Punkte holen, um den zweiten Platz verteidigen zu können. Dazu muss also ein Sieg her – mit einer 2:3-Niederlage gäbe es nur einen Punkt für die Munotstädterinnen und bei Punktegleichheit würde das bessere Satzverhältnis (bei gleicher Anzahl von Siegen) den Ausschlag für Aesch-Pfeffingen geben. Und als Tabellendritter würde Kanti ab dem 21. Februar statt auf Franches-Montagnes in der Best-of-3-Serie der Playoff-Viertelfinals wieder gegen VBC Cheseaux antreten müssen.
Angriffsstarker Gegner
«In Cheseaux ist es eine maximal unangenehme Aufgabe», weiss Nicki Neubauer aus Erfahrung. «Kleine Halle, abwehrstarke Mannschaft, auf den Aussenpositionen haben sie zwei wirklich angriffsstarke Amerikanerinnen, mit viel Power, mit viel Höhe. Diese Spielerinnen gilt es mit dem Aufschlag aus dem Spiel zu nehmen», erläutert Kanti-Trainer weiter. «Sie spielen schnell. Wenn man sie nicht unter Druck setzen kann, spielen sie extrem schnell, fast schneller als Neuenburg.»
Im Hinspiel von Anfang Dezember in der BBC-Arena hatte Kanti zweieinhalb Sätze sehr gut gegen die angriffsstarken Romands gespielt, dann aber in Ballkontrolle und Verteidigung zurückgesteckt. Erst zum Ende des vierten Satzes konnten sich die Schaffhauserinnen, die lange auf die gesundheitlich angeschlagene Topscorerin Jordan Lockwood verzichteten, wieder absetzen und sich einen 3:1-Sieg sichern. «Wir wissen, was auf uns zukommt, haben aber nicht den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Wenn wir gewinnen, sind wir Zweiter, so wollen wir auftreten.» Ob der zweite oder dritte Rang am Ende besser sei für die Viertelfinals, da ist sich Nicki Neubauer nicht sicher. Als Zweiter müsse man nicht direkt wieder gegen Cheseaux spielen, Franches-Montagnes sei aber auch ein unangenehmer Gegner: «Da weiss man nie, was passiert.» Denn im Saisonauftaktspiel hatte Kanti eine 1:3-Niederlage bezogen, sich im Auswärtsspiel aber klar durchgesetzt.
Vor dem Start in die Playoffs in einer Woche geht es am jetzigen Samstagmorgen nach einem Warm-up und einer zweiten Videoanalyse am Mittag mit dem Car Richtung Lausanne, Spielbeginn in Cheseaux ist um 17.30 Uhr.
NLA, Frauen. Die Ausgangslage vor dem Abschluss der Qualifikation: 1. Neuenburg UC 17/47 (49:8). 2. VC Kanti 17/40 (42:20). 3. Aesch Pfeffingen 17/38 (40:18). 4. Volley Düdingen 17/35 (40:23). 5. Volley Lugano 17/29 (37:28). 6. VBC Cheseaux 17/25 (32:31). 7. Franches-Montagnes 17/21 (25:34). 8. Genève Volley 17/11 (17:44). 9. Volley Toggenburg 17/6 (8:46). 10. NLZ Volleyball Academy 17/3 (10:48).
Volleyball Academy beendet Labelvertrag für das Nationale Leistungszentrum
Die Volleyball Academy hat entschieden, den bestehenden Labelvertrag mit Swiss Volley betreffend das Nationale Leistungszentrum (« NLZ») ausserordentlich zu beenden.
Dieser Entscheid folgt auf die seit Anfang des Jahres geführten Gespräche und Korrespondenz zur Weiterführung des NLZ durch die Volleyball Academy. Im Rahmen dieser Gespräche wurde der Volleyball Academy mitgeteilt, dass Swiss Volley derzeit keine Zusicherung abgeben kann, wonach der bestehende Labelvertrag auch über die Saison 2026/2027 hinaus weitergeführt werden soll. Diese fehlende Planungssicherheit tritt in einem Umfeld ein, welches aktuell durch zentrale personelle Veränderungen geprägt ist.
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Sowohl der Headcoach und Sportliche Leiter des NLZ, Robin De Bont, als auch das Gründungs- und Vorstandsmitglied der Volleyball Academy, Frieder Strohm, haben angekündigt, ihr Engagement respektive ihre Funktion infolge der seitens Swiss Volley geäusserten Kritik an ihrer Arbeit zu beenden.
Nach sorgfältiger Prüfung der Gesamtsituation ist die Volleyball Academy zum Schluss gelangt, dass ihr eine Weiterführung des NLZ unter den gegebenen Umständen nicht mehr zumutbar ist. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere folgende Punkte:
Fehlende sportliche Leitung
Die Kündigung des Headcoaches und Sportlichen Leiters des NLZ führt dazu, dass eine nachhaltige sportliche Führung nicht mehr gewährleistet ist. Gleichzeitig ist es unter den bestehenden Unsicherheiten nicht realistisch, eine qualifizierte Sportliche Leitung zu finden, die sich für ein derartiges Nachwuchsprojekt lediglich für eine einzelne Saison verpflichten würde.
Fehlender Talent-Flow und erschwerte Kaderplanung
Der im Labelvertrag vorgesehene und konzeptionell zentrale Talent-Flow wurde trotz klarer vertraglicher Grundlage nicht konsequent umgesetzt. In der Folge finden nicht ausreichend Schweizer Athletinnen den Weg in das NLZ. Zusätzlich hat das Fehlen einer gesicherten sportlichen Leitung die Rekrutierung neuer Spielerinnen für die kommende Saison deutlich erschwert.
Fehlende finanzielle Absicherung
Vor diesem Hintergrund wurde die für die Saison 2026/2027 in Aussicht gestellte Finanzierung seitens Sponsoren leider nicht weiterverfolgt. Weiter verbleibt der von Swiss Volley zugesagte finanzielle Beitrag trotz der nationalen Bedeutung des NLZ – weiterhin auf einem tiefen Niveau.
Gesamtschau
In der Gesamtschau steht das NLZ damit faktisch ohne gesicherte sportliche Leitung, ohne verlässlichen Talent-Flow sowie ohne tragfähige finanzielle Absicherung da. Unter diesen Bedingungen ist eine Weiterführung des NLZ aus Sicht der Volleyball Academy weder operativ noch konzeptionell verantwortbar. Insbesondere wäre es nicht vertretbar, jungen Athletinnen einen Wechsel ihres sportlichen und persönlichen Umfelds nahezulegen, ohne eine Perspektive über die Saison 2026/2027 hinaus bieten zu können.
Ausblick
Das Team des NLZ wird die laufende Saison inklusive der anstehenden Play-Out-Serie regulär absolvieren. Bei Bedarf wird den Schweizer Athletinnen auch in der anschliessenden Off-Season weiterhin einprofessionelles Trainingsumfeld geboten. Auch sonst werden sämtliche Verpflichtungen aus den eingegangen Arbeits- und Athletinnen-Verträgen vollumfänglich eingehalten.
Die Volleyball Academy hält ausdrücklich fest, dass sie sich weiterhin klar zur Nachwuchsförderung bekennt und ihre übrigen anerkannten Nachwuchslabels unverändert und mit hoher Qualität weiterführen wird. Die Beendigung des NLZ stellt keinen Rückzug aus der Talententwicklung dar, sondern ist die konsequente Folge fehlender struktureller, sportlicher und finanzieller Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Nationalen Leistungszentrums.
Hinweis an die Redaktionen
Weitere Auskünfte erteilt:
Vassilios Koutsogiannakis
Präsident Volleyball Academy
vasi@volleyballacademy.ch
+41 76 336 00 29
Bülach, 11. Februar 2026
#yourpath #yourheartbeat #yourflow
media/files/20260211_medienmitteilung-kuendigung_nlz.pdf
Der nächste Erfolg für Kanti
Einmal mehr war Kateřina Holásková Topscorerin mit 19 Punkten und starken 79 % Effizienz im Angriff. Bild: W. Schläpfer
Die Schaffhauser Volleyballerinnen rücken wieder auf den zweiten Rang in der Tabelle vor.
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Reinhard Standke
Der VC Kanti ist wieder auf Kurs. Nachdem die Munotstädterinnen am vergangenen Samstag dem Tabellenführer Neuenburg UC die erste Niederlage der Meisterschaftssaison beigefügt hatten, gelang dem Team von Trainer Neubauer in der vorletzten Runde der NLA-Qualifikation ein am Ende ungefährdeter 3:0-Sieg gegen den neunten der Tabelle, Volley Toggenburg.
Auf Seiten der Schaffhauserinnen sollten alle Spielerinnen kommen, darunter die letzte der drei Neuverpflichtungen, die Niederländerin Laura Vermaas. Die Mittelblockerin stand von Beginn des dritten Satzes an auf dem Feld und sollte beim ersten Einsatz auch den ersten Punkt für ihren neuen Verein erzielen. Mit Aussenangreiferin Leana Zuvic kam ein weiterer Neuzugang im dritten Durchgang zum Einsatz, während Mittelblockerin Wanda Herzog von Beginn an eingesetzt wurde.
Auf Seiten der Gäste standen mit Viviane Habegger (Libera und Captain) sowie Lia Capraro zwei Spielerinnen auf dem Feld, die in der Saison 2024/2025 noch das Trikot des VC Kanti trugen. Zu Teileinsätzen kamen Matilda Vollmer, die Tochter von Andi und Jana Vollmer.
«Es ist immer schwer gegen Toggenburg zu spielen», meinte Kantitrainer Neubauer angesichts der Tatsache, dass die Bälle immer wieder unvorhersehbar über das Netz kamen. «Nach NUC war es kein schönes Spiel», so Neubauer weiter. Seit Team vermochte sich im ersten Satz erst nach dem 19:19 abzusetzen (25:22).
Druckvoller starteten die Munotstädterinnen in den zweiten und dritten Durchgang. Nach dem 8:2 und 11:3 wechselte Neubauer beim 18:9 nach Pazin und Corbach auch Cavka ein, seinem Team gelang der nächste Satzgewinn (25:13).
Mit den Neunzugängen Zuvic und Vermaas entschied Kanti auch den dritten Satz klar für sich (25:15). Immer auf dem Feld standen Captain Holaskova und Markovic, die mit Saisontopscorer Lockwood für die meisten Punkte sorgten.
Dank des Erfolges rückte der VC Kanti vor das spielfreie Aesch-Pfeffingen auf den zweiten Platz vor. Ob die Schaffhauserinnen diesen Platz am Ende der Qualifikation halten können, steht nicht vor dem kommenden Donnerstag fest. Erst dann kann das verbleibende Spiel der 17. Runde zwischen Neuenburg UC und Aesch-Pfeffingen nachgeholt werden. Je nach Konstellation fällt die Entscheidung auch erst am letzten Spieltag am 14. Februar. Während die Baselbieterinnen daheim das Team der Volley Academy empfangen, muss der VC Kanti bei VBC Cheseaux antreten. Für dieses Spiel besteht die Möglichkeit, mit dem Mannschaftsbus mitzufahren. Abfahrt an der BBC Arena wird um 12.30 Uhr sein. Unabhängig vom Rang, den Kanti belegen wird, steht bereits vor dieser Partie fest, ob der Gegner in den Playoff-Halbfinals für den VC Kanti entweder VBC Cheseaux oder Franches-Montagnes heisst, und ob das erste Spiel der Best-of-3-Serie am 21. Februar in Schaffhausen stattfindet. Nicht mehr zum Einsatz kommen wird die erkrankte Finnin Netta Rekola, die nach Spielende verabschiedet wurde.
NLA, Frauen, 17. Runde: VC Kanti - Volley Toggenburg 3:0 (25:22, 25:13, 25:15). - BBC Arena. - 514 Zuschauer. - SR: Sikanjic/Bastante. - Spieldauer: 27, 21 20 = 68 Minuten.- VC Kanti: Cole (Pass), Lieb, Holásková, Lockwood, Marković, Herzog, Loffreda (Libera); eingewechselt: Pazin (Pass), Corbach, Schnegg (Libera), Cavka, Zuvic. verletzt: Koch, Rekola. – Volley Toggenburg: Beer (Pass), Kunz, Marty, Capraro, Wildberger, Lewis, Habegger (Libera); Eingewechselt: Güssow, Gassmann, Vollmer Nicht eingesetzt: Illic (Libera).
Weitere Spiele (Dienstag - Donnerstag): NLZ Volleyball Academy - VBC Cheseaux 0:3 (18:25, 14:25, 20:25). Genève Volley - Volley Lugano 0:3 (21:25, 25:27, 20:25). Franches-Montagnes - Volley Düdingen 1:3 (15:25, 19:25, 25:20, 13:25). Neuenburg UC - Aesch-Pfeffingen am 12. Februar.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 15/41 (43:7). 2. VC Kanti 17/37 (45:20). 3. Aesch Pfeffingen 16/38 (40:15). 4. Volley Düdingen 16/35 (40:23). 5. Volley Lugano 17/29 (37:28). 6. VBC Cheseaux 16/22 (29:31). 7. Franches-Montagnes 17/21 (25:34). 8. Genève Volley 17/11 (17:44). 9. Volley Toggenburg 16/6 (8:43). 10. NLZ Volleyball Academy 16/3 (9:45).
Kanti vervollständigt Kader mit Laura Vermaas
Maëlle Corbachmit dem Matchball Bild:W. Schläpfer
Die Schaffhauser Volleyballerinnen können heute gegen Volley Toggenburg wieder mit 13 Spielerinnen antreten.
Reinhard Standke

Mittelblockerin Laura Vermaas wechselt zum VC Kanti.
Mit einer weiteren Personaländerung wartet der VC Kanti vor der heutigen Partie gegen Volley Toggenburg auf. Für die gesundheitlich angeschlagene finnische Mittelblockerin Netta Rekola, die bis auf Weiteres nicht einsatzbereit ist, verpflichtete der Verein die 23-jährige Niederländerin Laura Vermaas.
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Die 184 cm grosse Mittelblockerin war seit 2022 im Verein «Peelpush» tätig, der im Ort Meijel (Peel en Mass), in der Mitte der Provinz Limburg zwischen Venlo und Eindhoven gelegen, beheimatet ist und in der «Eredivisie» spielt. Für die kurzfristige Verpflichtung konnte Kanti-Trainer Nicki Neubauer seine Kontakte in den Niederlanden nutzen. Neubauer amtierte im Sommer 2023 als Co-Trainer des dortigen Nationalteams.
Vor Vermaas, die per sofort zur Verfügung steht, hatte der VC Kanti Mitte Januar bereits Wanda Herzog für die an der Schulter verletzte Martina Koch sowie Leana Zuvic (nach der Auflösung des Vertrags mit Erin Shomaker) verpflichtet. Somit kann Trainer Neubauer (zwischenzeitlich hatte noch die erste Passeuse Sydney Cole aufgrund einer Fussverletzung) in den Trainings und Spielen wieder auf 13 einsatzbereite Spielerinnen setzen. «Laura passt gut ins Konzept und entlastet Katerina Holásková und Wanda.» Nach dem Ablauf der offiziellen Wechselfrist am 31. Januar musste der VC Kanti die Möglichkeit des «Medical change» nutzen (wie schon im April 2025 bei der Verpflichtung von Dana Schmit für die verletzte erste Passeuse Brigitta Petrenko nach dem ersten Playoff-Finalspiel).
Gratiseintritt gegen angeschlagenen Gegner
Von Verletzungssorgen blieb auch der heutige Gegner, Spielbeginn ist bei Gratiseintritt um 20 Uhr, nicht verschont. Nachdem sich beide Zuspielerinnen verletzten, verpflichtete Volley Toggenburg Ende Januar die Vorarlbergerin Theresa Beer (die zu Nachwuchszeiten unter dem heutigen zweiten Kanti-Assistenztrainer Ludwig Horvath aktiv war). Zudem rutschte zuletzt Matilda Vollmer, Tochter des Volley-Genève-Trainers Andi Vollmer und von Jana Vollmer vom Erstliga-Team, in die erste Mannschaft. Verletzungsprobleme gab es auch auf der Diagonalposition.
«Wir versuchen, uns auf uns zu konzentrieren und da anzuknüpfen, wo wir am Samstag aufgehört haben», erläutert der Coach der Schaffhauser Volleyballerinnen zwischen den Spielen gegen Neuenburg UC und Volley Toggenburg. Insbesondere der erste Satz gegen NUC sei wohl der bisher beste Satz der Saison gewesen: «Sehr fehlerfrei, sehr viel kill, sehr druckvoll, sehr engagiert», meint Nicki Neubauer. «Danach war es ein Fight, der hin und her wog.» Im Gegensatz zu anderen Partien hatten die Munotstädterinnen auch das nötige Spielglück in der einen oder anderen Situation.
Gewinnt der VC Kanti heute gegen Volley Toggenburg, setzen sich die Schaffhauserinnen vor das spielfreie Aesch-Pfeffingen, dessen Spiel gegen das im Europacup aktive Neuenburg UC am 12. Februar nachgeholt wird, auf Platz zwei. Erst zwei Tage vor Abschluss der Qualifikation ist dann die Ausgangslage vor der letzten Runde bekannt. Der VC Kanti reist zu VBC Cheseaux, Aesch-Pfeffingen tritt gegen die Volleyball Academy an.
Exploit: Der VC Kanti schlägt den Leader
Ist der Ball im Aus oder doch nicht? Erst nach einer Schrecksekunde stand fest, dass der erste Matchball im Spiel gegen Neuenburg UC für den VC Kanti gewertet wurde. Bild: Werner Schläpfer
Der VC Kanti sorgt für die erste NLA-Niederlage des enteilten Tabellenführers Neuenburg UC in der Saison 2025/2026.
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Reinhard Standke
Wer hätte das gedacht – so hiess es bei wohl nicht wenigen der 512 Zuschauer, die die packenden 97 Spielminuten zwischen dem erneuten Meisterschaftsfavoriten Neuenburg UC und dem drittplatzierten VC Kanti am Samstag in der BBC-Arena verfolgten. Von Beginn an zeigten die Schaffhauser Volleyballerinnen, dass in den zehn Tagen seit der letzten Partie (3:1 gegen die Volleyball Academy) ein Ruck durch das Team gegangen ist. Die Mannschaft von Trainer Nicki Neubauer spielte mit Biss, agierte mutig und aggressiv, bot dem Tabellenführer wie im Supercup von Mitte Oktober Paroli.
Und der erste Satzerfolg sollte nur 21 Minuten auf sich warten lassen. Kanti sorgte mit dem Service konstant für Druck und kam gegen NUC, das die dreifache Belastung aus Meisterschaft, Europacup und Schweizer Cup in den Knochen hat, durch Lockwood, Marković und Holásková (die am Ende Lob von Trainer Neubauer erhielten) zu mehr (Angriffs-)Punkten als die Gäste mit ihren Starspielerinnen Dvoracek und Scambray. Nach dem klaren 25:17 legte Kanti auch im folgenden Durchgang vor (8:6). Je länger, je mehr fanden dann auch die Gäste den Druck am Service, agierten zwar mit mehr Fehlern, zogen aber dennoch davon (14:10, 22:18). Dann sorgte Marković mit einer Serviceserie für eine tolle Aufholjagd für Kanti, das jedoch einen Satzball nicht nutzen konnte und zum Schluss drei Punkte am Stück kassierte (24:26).
Im dritten Durchgang hätten sich die Schaffhauserinnen fast um den Lohn für eine klare Führung gebracht. Kanti lag nach Aufschlagsserien von Marković und Holásková mit sage und schreibe 18:9 Punkte vorne. Doch aufschlagen und punkten konnten auch die Gegnerinnen dank der wuchtigen Schläge der Linkshänderin Dvoracek sowie Scambray. NUC, bei dem seit dem 9:15 die Schweizerin Milz anstelle der US-Amerikanerin Hayward am Zuspiel für mehr Tempo sorgte, rückte näher und glich 23:23 aus. In der dramatischen Money-Time konnte Kanti einen ersten Satzball nicht nutzen, wehrte einen des Gegners ab und kam schlussendlich zum 27:25-Satzerfolg und zum ersten Tabellenpunkt.
Matchende erst nach Schrecksekunde
Im vierten Satz frustrierte Kanti die Neuenburgerinnen zunächst mit einer 6:0-Führung (Aufschlag Cole), um anschliessend gleich sieben Punkte in Folge zu kassieren (Service Attieh). Nach dem «Restart» sollten die Neuenburgerinnen nur noch einmal mit einem Punkt vorne liegen (12:11), ansonsten führte Kanti mit bis zu vier Zählern. Beim ersten Matchball (mit der einwechselten Corbach am Aufschlag) dauerte es eine Schrecksekunde, bis feststand, dass der Smash von Dvoracek vom ersten Schiedsrichter am Ende doch als Aus gewertet wurde (25:21). Der VC Kanti hatte unter dem Jubel seiner Fans dem Leader Neuenburg die erste NLA-Niederlage der Meisterschaftssaison beigefügt und für sich drei wichtige Tabellenpunkte erobert. Von «einer sehr starken Leistung» seines Teams sprach Kanti-Trainer Neubauer, der der Mannschaft einen «grossen Schritt nach vorne» attestiert. «Endlich. Wir waren ganz unten, langsam geht es nach oben», zeigte sich Captain Katerina Holásková erleichtert, nachdem ihr Team in den Wochen zuvor die Verletzungen von Koch und Rekola sowie den plötzlichen Abgang von Shomaker wegstecken musste. «Jetzt kommt mehr Druck von den Trainern, wir Spielerinnen realisieren, dass alle Verantwortung übernehmen müssen, damit wir es hinkriegen.»
Intakte Chancen auf Rang zwei
In der Tabelle liegt Kanti weiterhin einen Punkt (aber mit dem klar schlechteren Satzverhältnis) hinter Aesch-Pfeffingen, das seinerseits noch in Neuenburg (die Partie vom nächsten Mittwoch wird wegen des Europacupeinsatzes von NUC erst am 12. Februar ausgetragen) und gegen die Volleyball Academy antreten muss. Dem VC Kanti steht mit dem Heimspiel gegen Volley Toggenburg am Donnerstag, 5. Februar (20 Uhr, BBC-Arena, Fans profitieren vom Gratiseintritt), sowie dem Auswärtsspiel am 14. Februar bei VBC Cheseaux ein vermeintlich leichteres Restprogramm bevor. Die Chancen des VC Kanti, den zweiten Tabellenplatz der Qualifikation zu erreichen, sind aber weiterhin intakt. Verfolger Volley Düdingen, der noch bei Franches-Montagnes und gegen Neuenburg antreten muss, liegt nach dem 2:3 (25:27 im Tiebreak!) vom Samstag in Lugano nun fünf Punkte zurück.
NLA, Frauen, 16. Runde: VC Kanti - Neuenburg UC 3:1 (25:17, 24:26, 27:25, 25:21). - BBC-Arena. - 512 Zuschauer. - SR: Zindel/Rüegg. - Spieldauer: 21, 27, 24, 25 = 97 Minuten. – VC Kanti: Cole (Pass), Lieb (9), Holásková (15), Lockwood (19), Marković (17), Herzog (4), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach, Zuvic (1); nicht eingesetzt: Schnegg (Libera); Pazin (Pass), Cavka; verletzt: Koch, Rekola. – Neuenburg UC: Hayword (Pass, 4), Attieh (11), Branca (4), Dvoracek (23), Scambray (20), de Micheli (2), Delley (Libera); eingewechselt: Milz (Pass, 2), Lengweiler (1), Schneider; nicht eingesetzt: Bovet, Scrucca, Payá.
Weitere Resultate: Volley Toggenburg - Sm’Aesch Pfeffingen 0:3 (18:25, 21:25, 19:25). VBC Cheseaux - Genève Volley 3:2 (25:19, 27:25, 21:25, 21:25, 15:13). Volley Lugano - Volley Düdingen 3:2 (25:20, 15:25, 22:25, 25:20, 27:25). Franches-Montagnes - Volleyball Academy 3:0 (25:16, 25:12, 25:20).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 15/41 (43:7). 2. Aesch Pfeffingen 16/38 (40:15). 3. VC Kanti 16/37 (39:20). 4. Volley Düdingen 16/32 (37:22). 5. Volley Lugano 16/26 (34:28). 6. Franches-Montagnes 16/21 (24:31). 7. VBC Cheseaux 15/19 (26:31). 8. Genève Volley 16/11 (17:41). 9. Volley Toggenburg 15/6 (8:40). 10. NLZ Volleyball Academy 15/3 (9:42).
Gegen Neuenburg das Leistungsmaximum abrufen
Nicki Neubauer fordert im Heimspiel gegen Neuchatel von seinem Team Mut und Aggressivität. Bild: W. Schläpfer
Am Samstag stehen sich der VC Kanti und der Leader Neuenburg UC zum dritten Mal in dieser Saison gegenüber.
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Reinhard Standke
Unbeirrt geht der aktuelle Dominator im Schweizer Frauenvolleyball, Neuenburg UC, seinen Weg. Das Team von Trainerin Laura Girolami eilt auch in englischen Europacupwochen von Sieg zu Sieg. Eine einzige Niederlage gab es in der Saison 2025/2026 bisher zu verzeichnen: das 0:3 im Rückspiel des CEV Cup in Beveren (BEL) Mitte Januar korrigierte NUC jedoch sogleich mit einem 15:12-Erfolg im Golden Set. Am vergangenen Mittwoch schickte der Schweizer Serienmeister dann Volley Mulhouse mit einer 0:3-Niederlage heim. Dabei dominierte einmal mehr Topscorerin Maia Dvoracek, die mit 25 fast ein Drittel der Punkte für ihr Team beisteuerte.
Froh um die spielplanbedingte Pause von zehn Tagen seit dem letzten Einsatz am 21. Januar (2:3 bei Volley Lugano) ist dagegen der VC Kanti. Kadermässig bleiben die Schaffhauserinnen weiter gebeutelt. Kaum waren die verletzte Mittelblockerin Martina Koch und die Heimkehrerin Erin Shomaker (Aussenangriff) durch Wanda Herzog und Leana Zuvic ersetzt, hatte sich Mittelblockerin Netta Rekola eine Entzündung am Fuss zugezogen. Diese verschlimmerte sich und verunmöglicht einen Einsatz weiterhin. Ob für die Finnin eine Neuverpflichtung nötig und möglich ist, scheint noch nicht absehbar zu sein.
So muss der VC Kanti am Samstag (16.30 Uhr) in der heimischen BBC sein Heil mit einem zwölfköpfigen Kader und nur zwei einsatzbereiten Mittelblockerinnen suchen, während der Schwerpunkt beim Gegner eher auf dem Einzug am nächsten Mittwoch in die nächste Europacuprunde und am Sonntag in einer Woche gegen Düdingen auf dem Einzug in den Schweizer Cup-Final liegen könnte.
«Wir müssen am Aufschlag Risiko nehmen, wir müssen gut aufschlagen», ist für Kanti-Trainer Nicki Neubauer die erste «Waffe» in der Heimhalle für das drittletzte Spiel der Qualifikation. «Dann müssen wir mutig mit dem Angriff sein, mutig mit dem ersten Tempo.» Der Gegner habe zwar grosse Qualität, das Spiel sei aber trotzdem relativ eindimensional, so Neubauer weiter: «Sie spielen extrem viel mit Dvoracek, extrem viel mit Scambray. Sie spielen erst über die Mitte, wenn das Spiel läuft. Wenn das Spiel eng ist, gibt es keine Mitte.» So müsse sein Team sehen, die eigenen Mittelblockerinnen einzusetzen und die Pässe variabel zu verteilen. «Jede Spielerin muss versuchen, an ihr Leistungsmaximum ranzukommen. Ich freue mich auf die schöne Herausforderung gegen Neuenburg», so der Coach des VC Kanti.
«Im Supercup haben wir an uns geglaubt, wir müssen mutig sein, aggressiv und uns wehren.» Wenn dies gelingt, müssen die Munotstädterinnen schauen, was sie dafür bekommen. Der eine oder andere Punkt kann im Kampf um die Verteidigung des dritten Ranges beziehungsweise das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes noch wichtig werden.
Kanti kehrt mit nur einem Punkt heim
Der Angriff von Jordan Lockwood. Bild: Werner Schläpfer
Wie im Pokalspiel vor 10 Tagen wird der VC Kanti von Volley Lugano erst im Tiebreak mit 3:2 geschlagen und rutscht auf Rang drei zurück.
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Reinhard Standke
Im zweiten Spiel innerhalb von eineinhalb Wochen in Cadempino gegen Volley Lugano begann der VC Kanti mit der gleichen Startaufstellung wie am Freitag gegen die Volleyball Academy, also mit Alessia Pazin am Zuspiel und noch ohne Sydney Cole, die nach der überstandenen Fussverletzung in den Kader zurückkehrte. Die Schaffhauserinnen sorgten zum Beginn mit viel Druck am Aufschlag für eine 5:1-Führung. Dann fand Lugano ins Spiel, agierte aggressiver, während der Angriff von Kanti zu wenig mutig und effizient wirkte. Das Heimteam konnte sich mit 12:8 absetzen, nach einem Timeout von Nicki Neubauer leistete sein Team mehr Gegenwehr und kam zum 13:13-Ausgleich. Satzentscheidend waren dann zwei Serviceserien von Lugano. Beim Stand von 15:18 griff Neubauer zum Comeback von Passeuse Sydney Cole, später kam Neuzugang Zuvic für Lieb auf das Feld. Den Satzgewinn verbuchten jedoch die Tessinerinnen. In die weiteren Durchgänge startete das Kanti-Team mit Cole und Zuvic.
Im zweiten Satz fand Kanti nach dem 7:7-Zwischenstand mehr Druck im Aufschlag (Marković), fand dann auch die Lösungen im Angriff und sicherte sich den Durchgang mit 25:19. Kaum hatten sich im dritten Satz die Munotstädterinnen um drei Punkte abgesetzt (9:6), gelang dem Heimteam eine Serviceserie, Kanti steckte zurück und gab den Satz ab. Viel Auf und Ab habe er gesehen, blickte Kanti-Trainer Neubauer auf die 105 Spielminuten zurück. Aufwärts ging es für sein Team ab Mitte des vierten Satzes, Kanti zwang den Gegner zu mehr Fehlern (19:15), mit einer Serviceserie führte Cole ihr Team vom 20:17 zum 25:17.
Wiederum musste der Tiebreak entscheiden, Lugano agierte hier mit mehr Druck und Cleverness im Angriff und setzte sich mit 15:9 klar durch. Bei ihrem Comeback hatte Zuspielerin Sydney Cole für viele wichtige Impulse gesorgt. Der für Lina Lieb eingewechselte Neuzugang Leana Zuvic machte die Sache in Aufschlag und Annahme gut und sorgte für ein paar Punkte. «Wir haben viele gute Sachen gezeigt, aber zu viele Fehler gemacht», rang Kanti-Trainer Neubauer dem Auftritt seines Teams zwei Seiten ab.
In der Tabelle bleiben die Chancen für das Erreichen des zweiten Platzes intakt. Die Schaffhauserinnen liegen als Dritter einen Punkt hinter Aesch-Pfeffingen und drei Punkte vor Düdingen. Bis zum nächsten Spiel, das erst nach dem Pokalwochenende, in das Kanti nicht mehr eingreifen kann, ansteht, verbleibt nun über eine Woche, um am eigenen Spiel zu arbeiten. Am 31. Januar heisst es dann, Leader Neuenburg Punkte abzuringen.
NLA, Frauen, 15. Runde: Volley Lugano - VC Kanti 3:2 (25:18, 19:25, 25:20, 17:25, 15:9) . - Palamondo, Cadempino. - 250 Zuschauer. - SR: Kälin/Canali. - Spieldauer: 24, 23, 22, 20, 16 = 105 Minuten. – Volley Lugano: Roncassin (Pass), Pannell, Zanetti, Hurst, Palm. Bourstra, Mortati (Libera); eingewechselt: Locatelli, Citterio, Djuric; nicht eingesetzt: Ré (Libera) Garovi, Wullschleger; verletzt: Cartwright. – VC Kanti: Pazin (Pass), Lieb, Lockwood, Holásková, Herzog, Marković, Loffreda (Libera); eingewechselt: Cole (Pass), Zuvic, Corbach; nicht eingesetzt: Cavka Schnegg; verletzt: Koch, ohne: Rekola.
Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen - Franches-Montagnes 3:0 (25:13, 25:20, 25:19). Genève Volley - Neuenburg UC 1:3 (25:18, 17:25, 12:25, 17:25). Volley Toggenburg - VBC Cheseaux am 11. Februar.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 14/41 (42:4). 2. Sm`Aesch Pfeffingen 15/35 (37:15). 3. VC Kanti Schaffhausen 15/34 (36:19). 4. Volley Düdingen 15/31 (35:19). 5. Volley Lugano 15/24 (31:26). 6. Franches-Montagnes 15/18 (21:31). 7. VBC Cheseaux 14/17 (23:29). 8. Genève Volley 15/10 (15:38). 9. Volley Toggenburg 14/6 (8:37). 10. NLZ Volleyball Academy 14/3 (9:39).
Kanti muss in Lugano möglichst punkten
Ob das Team des VC Kanti mit Neuzugang Leana zuvic auch bei Volley Lugano jubeln kann? Bild:Werner Schläpfer
Im Kampf um den zweiten Tabellenplatz nach der Qualifikation stehen dem VC Kanti alle Möglichkeiten offen. Heute geht es ins Tessin.
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Reinhard Standke
Weiterhin als schwierig stellt sich die Personalsituation beim VC Kanti vor der 15. der 18 NLA-Qualifikationsrunden dar, in der die Schaffhauser Volleyballerinnen heute Abend bei Volley Lugano antreten. Die an der Schulter operierte Mittelblockerin Martina Koch konnte erfolgreich durch Wanda Herzog ersetzt werden. Der Neuzugang sorgte am Freitagabend gegen NLZ Volleyball Academy für 5 der 70 von Kanti selbst erzielten Punkte. Mit Aussenangreiferin Leana Zuvic komplettierte ein zweites neues Gesicht das Team, nachdem Erin Shomaker, die um eine Auflösung des Vertrages gebeten hatte, am Freitag verabschiedet worden war. Positive Nachrichten kommen aber von der ersten Passeuse, Sydney Cole: Die US-Amerikanerin, die sich den Fuss übertreten hatte, wird im Tessin wieder zum Kader gehören, soll nach Möglichkeit aber weiterhin geschont werden und eher nicht von Beginn an zum Einsatz kommen.
Auch Rekola fällt vorerst aus
Verschärft hat sich jedoch die Situation bei Mittelblockerin Netta Rekola. Nach der Entzündung am Fuss verschlimmerte sich die gesundheitliche Situation der Finnin, weitere Abklärungen sind gemäss Kanti-Trainer Nicki Neubauer erforderlich. Rekola wird am Mittwoch gegen Lugano nicht dabei sein, sodass das Team weiterhin – und dies seit Anfang Januar – ohne dritte Mittelblockerin antreten muss.
Nicht verschont von Verletzungen bleibt auch der nächste Gegner der Schaffhauserinnen: Die Topscorerin Margaret Cartwright, die Diagonalspielerin hatte im Cup-Achtelfinal gegen Kanti für mehr als ein Drittel der Punkte gesorgt, hat sich am Fuss verletzt. Lugano trat ohne Cartwright bei der 2:3-Niederlage gegen Aesch-Pfeffingen an, punktemässig in die Bresche trat Aussenangreiferin Ava Palm.
In den letzten vier Runden der NLA-Qualifikation steht den drei Teams, die sich um die Ränge zwei bis vier bewerben, ein vergleichbares Restprogramm bevor. Abgeschlagen sein dürfte Volley Lugano (5.), das sechs Punkte Rückstand auf Rang vier aufweist. Für Kanti (2.) stehen bis zum 14. Februar noch die Auftritte gegen Lugano (A), Neuenburg UC (1., H), Volley Toggenburg (9., H) und VBC Cheseaux (7., A) an. Aesch-Pfeffingen, das einen Punkt hinter den Munotstädterinnen auf Rang drei liegt, spielt noch gegen Franches-Montagnes (6., H), Volley Toggenburg (9., A), Neuenburg (1., A) und NLZ Volleyball Academy (10., H). Volley Düdingen (4.) konnte gestern den Abstand auf Kanti von fünf auf zwei Punkte reduzieren, anschliessend folgen die Partien gegen Lugano (5., A), Franches-Montagnes (6., A) und NUC (1., H).
Kritik am Spielplan wird laut
Mit sechs NLA-Runden und ein bis drei Volley-Cup-Spielen in den ersten fünf Wochen hat der Verband einigen Klubs ein happiges Programm auferlegt. Insbesondere für Vereine, die noch im Europacup engagiert sind, wie Neuenburg UC. Wie Neuenburg hätte der VC Kanti, wenn das Team nicht Anfang Dezember gegen Ostrawa ausgeschieden wäre, Anfang Januar zwei Spiele bestreiten müssen. Für NUC folgen jedoch nun Ende Januar und Anfang Februar die Spiele gegen Volley Mulhouse Alsace. In der Woche vom Rückspiel (4. Februar) müsste auch noch die möglicherweise für Rang zwei entscheidende Begegnung gegen Aesch-Pfeffingen ausgetragen werden. Kanti-Trainer Neubauer fragt sich wohl zu Recht, wann dieses Spiel angesetzt werden wird und mit welchem Kader NUC dieses gegebenenfalls bestreiten würde. Denn für die Neuenburgerinnen steht vier Tage vor Abschluss der Qualifikation noch das Nachtragsspiel bei NLZ Volleyball Academy in der Agenda.
Der Matchplan für Lugano
Zunächst jedoch fokussiert sich das Kanti-Team auf das heutige Spiel in Cadempino. «Der Januar rupft uns intern ziemlich», so Kanti-Trainer Neubauer. «Wir probieren, uns auf den Sport zu konzentrieren», dies sei aber nicht ganz einfach. Gegenüber dem Cup-Achtelfinal von vor zehn Tagen, das Lugano mit 3:2 für sich entschied, müsse man ein paar Anpassungen machen, so Nicki Neubauer. «Wir müssen mehr zugreifen im Block und in der Abwehr. Sie haben zu viel an den Antennen gescort, vor allem mit der Fortdauer des Spiels.» Der eigene Angriff sei gut gewesen, aber im Aufschlag müsse man auch zulegen. «Da hatten wir nach dem vierten Satz etwas den Druck verloren.» Das Spiel sei eine Chance für sein Team, Punkte für die Sicherung des zweiten oder dritten Platzes mitzunehmen, so Neubauer: «Wir fahren mit der Idee dort hin, etwas mit heimzunehmen, seien es ein, zwei oder drei Punkte.»
Volleyball. NLA Frauen, 15. Runde. Am Dienstag: NLZ Volleyball Academy - Volley Düdingen 0:3 (20:25, 21:25, 27:29). Alle weiteren Spiele am Mittwoch. – Ranglistenspitze: 1. Neuenburg UC 13/38 (39:3). 2. VC Kanti SH 14/33 (34:16). 3. Aesch-Pfeffingen 14/32 (34:15). 4. Volley Düdingen 15/31 (35:19). 5. Volley Lugano 14/22 (28:24).
Kanti erkämpft sich den Arbeitsieg
Guter Einstand von Wanda Herzog beim VC Kanti (6 Punkte und 50% im Angriff) Bild:Werner Schläpfer
Nach dem 3:1-Erfolg über die Volleyball Academy im einzigen Spiel am Freitag rückt der VC Kanti auf Rang zwei vor.
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Reinhard Standke
Die Serie der Verletzungen beim VC Kanti will nicht abreissen: Mit Mittelblockerin Netta Rekola, der eine entzündete Stelle am Fuss ausgeräumt werden musste, fällt nun nach Mittelblockerin Martina Koch (Schulter operiert) und Zuspielerin Sydney Cole (Fuss übertreten) seit Ende Dezember nun schon die dritte Spielerin aus. Somit kam am Freitag die erst am Montag neuverpflichtete Mittelblockerin Wanda Herzog in ihrem ersten Spiel für die Schaffhauserinnen gleich von Beginn an zum Einsatz. Der VC Kanti trat im vierten Spiel des Jahres mit der bereits dritten Variante einer Startaufstellung an.
Die Gäste der Volleyball Academy leisteten schnell einmal Gegenwehr mit dem Service, und zogen auf 6:3 davon. Erst nach der ersten Rotation kam der VC Kanti mit Passeuse Pazin am Aufschlag zurück und übernahm ab dem 8:8 die Führung. Mit etwas mehr Druck am Service und Effizienz im Angriff zog das Heimteam davon (21:13) und gab den Satz nicht mehr aus der Hand (25:17). Der zweite Durchgang sollte nach dem gleichen Muster beginnen wie der erste (0:4, 7:5). Dann jedoch setzte die Volleyball Academy dem Spiel den Stempel auf. Bei Kanti stieg die Fehlerquote, bei den Academy-Spielerinnen auch, aber dank des druckvolleren Spiels kamen sie im Angriff zu mehr Punkten und lagen lange drei bis vier Zähler voraus. Erst nach dem 16:20 konnten sich die Munotstädterinnen herankämpfen und den Satz noch kehren (25:23).
Nach dem 11:8 im dritten Satz kehrte das Momentum, Kanti agierte zu fehlerhaft, zu wenig aggressiv und gab den Durchgang mit 23:25 ab. Auch nachfolgend konnten die Schaffhauserinnen spielerisch nicht immer überzeugen, kämpften sich aber nach zwei Punkten Rückstand immer wieder heran bis zum 22:22. Nach drei Angriffspunkten zum Schluss gingen Satz und Sieg dann an Kanti. Wanda Herzog fügte sich gut ein und erzielte die ersten Punkte für den neuen Verein. Die zweite neue Spielerin, Leana Zuvic, wurde in der Schlussphase des zweiten Satzes kurz eingewechselt. Eingespielt konnte die neue Kanti-Formation nach einer halben Trainingswoche jedoch noch nicht sein. Vor der Verabschiedung nach Spielschluss wurde die ausscheidende Erin Shomaker für einige Service eingewechselt. «Wir haben deutlich zu viele Service Fehler und ‹unforced errors› gemacht», so Kanti-Trainer Neubauer. «Es hat Energie gefehlt, erst mit dem Rücken zur Wand kämpften wir.»
Weiter geht es für das Team von Nicki Neubauer bereits am Mittwoch mit dem Auswärtsspiel (20.00 Uhr) in der Meisterschaft bei Volley Lugano, das Kanti am vergangenen Sonntag eine 2:3-Niederlage im Achtelfinal des Volley Cup zugefügt hatte. Fans können das Team ins Tessin begleiten (Kosten 40 CHF), Abfahrt ist um 13.45 Uhr an der BBC Arena.
Volleyball, NLA, Frauen, 14. Runde: VC Kanti - NLZ Volleyball Academy 3:1 (25:17, 25:23, 23:25, 25:22). - BBC Arena. - 436 Zuschauer. - SR: Gena/Canepa. - Spieldauer: 23, 25, 26, 24 = 98 Minuten. – VC Kanti: Pazin (Pass), Lieb, Lockwood, Holásková, Herzog, Marković, Loffreda (Libera); eingewechselt: Cavka, Zuvic, Shomaker; nicht eingesetzt: Schnegg, Corbach; verletzt: Koch, Cole (Pass), Rekola. – Volleyball Academy: Geiko, Licka, Dobryn, Haenni (Pass), Bergmann, Kellenberger, Zbinden (Libera); eingewechselt: Riva, Tverda (Pass), Çeçen; nicht eingesetzt: Morandi (Libera).
Weitere Spiele: am Samstag. – Ranglistenspitze: 1. Neuenburg UC 12/35. 2. VC Kanti 14/33. 3. Aesch-Pfeffingen 13/30. 4. Volley Düdingen 13/025. 5. Volley Lugano 13/21.
Kanti richtet den Blick weiterhin auf den zweiten Platz
Der VC Kanti (hier Josipa Marković) will heute punkten. Bild: W. Schläpfer
Mit den beiden neu einsatzberechtigten Spielerinnen will der VC Kanti heute gegen die Volleyball Academy punkten.
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Reinhard Standke
In der fünftletzten Runde der NLA-Qualifikation trifft der VC Kanti heute Abend in der BBC-Arena auf den Tabellenletzten, die Volleyball Academy. Spielbeginn ist bereits um 19.30 Uhr. «Ungewohnt» sei es, gegen das bisherige Team anzutreten, meint die neue Aussenangreiferin Leana Zuvic vor ihrem ersten Spiel im neuen Dress, nachdem sie dreieinhalb Jahre in verschiedenen Trikots der Volleyball Academy gespielt hatte.
Mit «Bank» nennt die 20- jährige, 1,85 Meter grosse Zuvic ihren Beruf, den sie neben dem Volleyball ausübt. In Richtung einer anderen Position unterwegs ist die zweite Neuverpflichtung der Schaffhauser Volleyballerinnen. Die 21-jährige, 1,81 Meter grosse Mittelblockerin Wanda Herzog studiert an der ZHAW in Winterthur die Fachrichtung Verkehrsingenieur. Aufgrund des Studienorts stand Herzog in der laufenden Saison bei ihrem bisherigen Verein Cheseaux nicht in den NLA-Spielen im Einsatz.
Koch operiert, Cole wohl bald wieder einsatzbereit
Bei den beiden aktuell verletzten Spielerinnen des VC Kanti ist die Situation unterschiedlich. Mittelblockerin Martina Koch, deren Vertrag weiterläuft, wurde am Montag in Basel an der verletzten Schulter operiert. Dies soll ermöglichen, dass die 26-Jährige auch zukünftig Volleyball auf professionellem Niveau spielen kann. Passeuse Sydney Cole könnte je nach Heilungsverlauf und Belastungsvermögen bereits Ende des Monats wieder einsatzbereit sein. Die US-Amerikanerin hatte sich im Training den Fuss vertreten und am Fussgelenk einen Bluterguss, jedoch keinen Riss oder Verletzung am Knochen erlitten.
Somit wird das Team der Munotstädterinnen in der 14. NLA-Runde in der gleichen Formation wie zuletzt antreten, mit Eigengewächs Alessia Pazin am Zuspiel. Aktuell geht es für Kanti-Coach Neubauer darum, den dritten Tabellenplatz abzusichern. Seine Equipe weist fünf Punkte Vorsprung auf Volley Düdingen auf, das am Sonntag gegen Genève Volley antritt. Holt Kanti am Freitag mehr Punkte als das punktgleiche Aesch-Pfeffingen am Tag darauf in Lugano, würden die Schaffhauserinnen wieder den zweiten Rang belegen. So ist «gewinnen» der Plan gegen die Volleyball Academy, die im Hinspiel gegen den VC Kanti zum ersten Mal in der Saison den vollen Kader mit den ukrainischen Spielerinnen einsetzen und einen Satz holen konnte.
«Die können spielen, auch wenn jetzt mit Leana Zuvic Captain und Topscorerin die Seiten gewechselt hat», sagt Neubauer. «Das wird ihnen wehtun, wir wissen noch nicht genau, wie sie es lösen werden.» Daher liege der Fokus vor allem auf dem eigenen Team. «Die Woche ist kurz, auch die Integration von Wanda und Leana ist nicht so leicht in drei Trainings geschafft. Wir müssen aggressiv auftreten, gut aufschlagen und ihnen unser Spiel aufdrücken.»
Personalrochade beim VC Kanti
Wanda Herzog (rechts) und Leana Zuvic stossen zu Kanti. Bilder: zVg
Ersatz für Koch, Nachfolge für Shomaker: Vor dem Heimspiel vom Freitag löst der VC Kanti zwei seiner drei akuten Probleme im Kader.
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Reinhard Standke
Bis zur Weihnachtspause war der VC Kanti sportlich in der Meisterschaft gut unterwegs: Das Team von Nicki Neubauer verbrachte die Feiertage auf dem zweiten Tabellenplatz. Bei der Wiederaufnahme der Trainings erreichten den Verein jedoch gleich zwei Hiobsbotschaften, von denen eine erst jetzt bekannt wurde.
Dass die Schweizer Mittelblockerin und Stammspielerin Martina Koch sich an der Schulter verletzt hatte, war seit dem Jahresauftaktspiel in Aesch bekannt. Nach der Rückkehr aus den Heimatferien hatte – am gleichen Abend der Verletzung von Koch – die US-Aussenangreiferin Erin Shomaker aus persönlichen Gründen gebeten, den Vertrag per sofort aufzulösen. Der Verein entsprach diesem Wunsch unter der Auflage, dass ein Ersatz gefunden werden kann.
Eine vorzeitige Vertragsauflösung hatte es bei Kanti zuletzt im Januar 2015 gegeben, als Kelly Reeves sich nach dem Spiel gegen Volley Köniz plötzlich vom Team verabschiedete und am nächsten Tag mit den anwesenden Eltern heimflog, während die Mannschaft mit dem damaligen Trainer Dirk Gross zum Europacupspiel nach Odessa reiste. Anders Erin Shomaker: Die Aussenangreiferin trainierte «unbeirrt» weiter, so der Klub in der Medienmitteilung, und wird am Freitag nochmals zur Verfügung stehen und nach der Partie gegen die Volleyball Academy und drei Tage vor ihrem 25. Geburtstag verabschiedet.
Schnelle Lösung musste her: Das sind die Neuen im Kader
Für die verletzte Martina Koch, deren Vertrag weiterläuft und die am Montag operiert wird, verpflichtet der VC Kanti per sofort die 22-jährige Mittelblockerin Wanda Herzog, die seit 2024 beim VBC Cheseaux unter Vertrag stand. Im Oktober 2024 erzielte sie beim Spiel in der BBC-Arena sieben Punkte für ihren Verein. Studienbedingt (in Winterthur) kam sie jedoch in der laufenden Saison nicht zum Einsatz. «Die Spielerin ist uns schon in der letzten Saison aufgefallen», so Trainer Nicki Neubauer, «ich bin froh, dass es geklappt hat.»
Als Nachfolgerin von Shomaker verpflichtet der VC Kanti die 20-jährige Aussenangreiferin Leana Zuvic. Die Schweizerin wird seit 2021 im Kader der Volleyball Academy Zürich aufgeführt. «Sie ist der aufsteigende Stern, war in dieser Saison Captain», freut sich Coach Neubauer über die Verpflichtung. «Sie bringt viele Sachen mit auf einem ähnlichen Niveau wie Erin. Es ist sportlich eine gute Lösung, sie war auch sofort verfügbar», nennt Neubauer einen weiteren wichtigen Aspekt.
Die beiden neuen Schweizer Spielerinnen belasten zudem nicht das Ausländerkontingent der Saison 2025/2026. Der VC Kanti bedankt sich im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Zuvic in der Medienmitteilung ausdrücklich bei der NLZ Volleyball Academy für die grosse Unterstützung und die stets konstruktive Zusammenarbeit.
Während die beiden Spielerinnen im Spiel vom Freitagabend gegen die Volleyball Academy (19.30 Uhr, BBC-Arena) zur Verfügung stehen sollten, war die Art der Verletzung der ersten Passeuse Sydney Cole am Montagmittag noch nicht klar.
VBG Klettgau unterliegt vor riesiger Kulisse
Die VBG-Spieler Remo Campara (12) und Jonas Bolli (10) blocken den Topscorer von Genf Norris James Ryan (4). Bild: Marianne Räss
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Marianne Räss
Ein Zweitliga- gegen ein NLA-Team: Der Achtelfinal zwischen der VBG Klettgau und dem Männer-NLA-Vertreter Chênois Genève füllte die Neue Zimmerberghalle in Beringen mit 300 Zuschauern bis auf den letzten Platz. Obwohl die Aussichten des Underdogs VBG begrenzt schienen, herrschte eine ausgelassene Stimmung in der Halle. Alles, was Rang und Name in der Schaffhauser Volleyballwelt hat(te), war gekommen. Allen voran der Gemeindepräsident Roger Paillard, selbst Spieler in einem der Teams der VBG, feuerte seine Klubkollegen frenetisch an. Weiter vertreten im «Who is who» unter den Zuschauern waren unter anderem Heinz Looser (ehemaliger Präsident VC Kanti), Petra Scherrer (ehemalige Trainerin des NLB-Teams der VBG), Moritz Bolli (früher VBG) mit Frau Zora Widmer (früher Passeuse VC Kanti), Basil Bolli (ehemaliger NLB-Spieler), Corinne Haas (Administration VC Kanti), Melanie Pauli (ehemalige Kanti-NLA-Trainerin und NLB-Meistertrainer VBC Schaffhausen/Frauen) sowie Melanie Kunz (Zuspielerin VC Kanti 2, 1. Liga), deren Vater neben Sandro Poles (Präsident VC Kanti), als Libero auf dem Feld stand.
Die Klettgauer sind seit Jahren erfahrene Cupspieler, so weit wie jetzt kamen sie aber noch nie. Nach vier Siegen gegen 2.-Liga-Teams, einem Freilos und einem Sieg gegen Volleyball Papiermühle (NLB, Ittigen BE) hatten sie die Achtelfinals erreicht. Das VBG-Team war auch am Sonntag sehr motiviert, obwohl der jetzige Gegner Chênois Genève der aktuelle Dritte der NLA ist, konnte das die Vorfreude nicht trüben. Es durfte auch dieses Mal eine interessante Begegnung erwartet werden. Die ehemaligen NLB-Spieler in den Reihen der VBG fanden sich wieder ausgezeichnet zurecht in ihren alten Rollen. Artur Krein, Michael Bernhard, Sven Schmid (Coach) unterstützt von Jonas Bolli, ehemals NLA Unterland, und Claudio Kriech, ehemals NLA Amriswil (jetzt Coach VC Kanti 2 1. Liga Damen), waren sofort im Spiel drin.
Bis zum 8:8 im ersten Satz sah das Spiel ausgeglichen aus. Der Topscorer der Genfer: Norris James Ryan (4, USA, legte aber mächtig zu und spielte in der Folge fehlerfrei). Der Ligaunterschied machte sich plötzlich bemerkbar. Der Stimmung in der Halle tat das keinen Abbruch. Das für Schaffhauser Verhältnisse in unteren Ligen riesige Publikum unterstützte die Klettgauer mit vollem Einsatz. Es waren sehr viele interessante Spielzüge zu sehen, aber die Punkte machten meistens die Genfer. Die Begegnung des Achtelfinals war nach einer Stunde vorbei. VBG-Coach Sven Schmid meinte dennoch: «Es ist super, dass wir so weit gekommen sind.»
Volleycup, Männer Achtelfinals: VBG Klettgau - Chênois Genève 0:3 (16:25, 13:25, 15:25). Neue Zimmerberghalle, Beringen. - 300 Zuschauer. - SR: Tobler/Canali. – VBG: Bernhard (Pass), Krein, Campara, Kunz/Poles (Libero), Hagoort, Bolli, Kriech eingewechselt: Rageth, J. Hiller, D. Kern, S. Schmid, Capoccia.
Weitere Spiele: TV Murten Volleyball – Colombier Volley 0:3. VBC Sursee – Volley Näfels 0:3. Volley Schönenwerd – Lausanne UC 3:0. VBC Aeschi – STV St.Gallen Volleyball 3:1. Volley Emmen-Nord – Volley Amriswil 0:3. CBC Kanti Baden – City Volley Basel 3:2. BTV Aarau – TSV Jona Volleyball 0:3.
Ohne Cole: 2-3-Aus im Cup
Zuspielerin Alessia Pazin (r.) am Block gegen Selina Zanetti. Bild: Werner Schläpfer
Zwei Stammspielerinnen sind verletzt: Der VC Kanti scheitert erneut in den Achtelfinals des VC Volley Cup.
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Reinhard Standke
Lospech und noch mehr Verletzungspech: Zum vierten Mal seit 2023 erwischte der VC Kanti in den Achtelfinals des Volley Cups ein Auswärtsspiel gegen ein NLA-Team, zum dritten Mal seit 2022 trafen die Schaffhauserinnen in der Runde der letzten 16 auf Volley Lugano. Wie vor 12 Monaten endete der Cupauftritt des Teams von Nicki Neubauer mit einer Niederlage im Tessin.
Nach der Verletzung der Schweizer Mittelblockerin Martina Koch Ende Dezember mussten die Schaffhauserinnen mit einem weiteren Handicap in die Südschweiz reisen. Im Training vor dem Spiel in Cadempino hatte sich die amerikanische Passeuse Sydney Cole den Fuss vertreten und konnte die fünf Sätze nur von der Bank aus verfolgen. Eine genaue Diagnose der Knöchelverletzung wird aber nicht vor Montag möglich sein. Kanti-Trainer Neubauer rechnet aber damit, dass die nominell erste Passeuse mindesten zwei bis drei Wochen ausfallen könnte. «Es war fast unser letztes Aufgebot, zumindest auf ein paar Positionen», erklärte Trainer Neubauer die Situation. «Mental ist es aktuell sehr schwierig für das Team, wir haben versucht, Lockerheit reinzukriegen, mit viel Spass zu spielen und einer ‹Jetzt erst recht›-Mentalität.»
So musste Alessia Pazin als Zuspielerin fünf Sätze durchspielen, der Doppelwechsel der ersten beiden Partien des Jahres (Corbach für Pazin und Passeuse Cole für Holásková) ist nun einstweilen nicht mehr möglich. Anstelle von Kimi Schnegg entschied sich Neubauer diesmal für Isabella Loffreda als Libera.
Trotz der Widrigkeiten bei der Teamaufstellung startete Kanti gut in das Spiel, machte mit dem Service Druck, spielte schnell im Angriff, stand gut in der Annahme. Nach einer kurzen Serviceserie von Lina Lieb lagen die Gäste mit 11:7 vorne. Lugano kam heran, Kanti zog auf 20:18 davon. «Dann haben wir zwei, drei Fehler zu viel gemacht», so Trainer Neubauer, dessen Team mit einer Serviceserie den ersten Satz mit 20:25 abgab. «Satz zwei und drei waren sehr gut, da haben wir von vorneweg sehr gut aufgeschlagen.» Der VC Kanti konnte im Aufschlagspiel dominieren und entschied die beiden Sätze mit 25:20 beziehungsweise 25:18 für sich. Nach der Satzpause kehrten die Tessinerinnen mit grösserer Aggressivität auf das Feld zurück. «Uns ist der Aufschlagdruck rausgegangen im vierten Satz», beschreibt Nicki Neubauer, wie sein Team 4:9 in Rückstand geriet. «Wir tun uns im Angriff immer schwerer durchzukommen und zu punkten gegen eine physisch sehr gute Mannschaft. Dann haben uns auch personell Lösungen gefehlt.» Mit 25:15 ging der vierte Durchgang klarer an Volley Lugano, das nach dem Seitenwechsel im Tiebreak ab dem 7:9 das Geschehen durch den Druck beim Aufschlag wieder an sich riss. Mit 15:10 war dann das erneute Ausscheiden des VC Kanti in den Achtelfinals des Volley Cups besiegelt.
«Wir haben es sehr, sehr gut gemacht die ersten drei Sätze», blickte Nicki Neubauer auf den Beginn der Partie zurück. «Es war eine sehr gute Energieleistung, sehr gute kämpferische Leistung heute. Jordan Lockwood hat heute unglaublich gut gespielt und 21 Punkte in fünf Sätzen erzielt.» Das Ausscheiden aus dem Cup hat in der jetzigen Kaderkonstellation aus Sicht des Kanti-Trainers auch sein Gutes: «Jetzt können wir uns auf die Liga konzentrieren. Es gibt mehr Luft mit je einem freien Wochenende im Januar und im Februar.» Im nächsten Spiel empfängt der VC Kanti am Freitag, 16. Januar, die Volleyball Academy (BBC-Arena, 19.30 Uhr).
Volley Cup, Frauen: Achtelfinals: Volley Lugano - VC Kanto 3:2 (25:20, 20:25, 18:25, 25:15). - Palamondo Cadempino. - SR: Rüegg/Demmel. - Spieldauer: 22, 25, 21, 20, 15 = 103 Minuten. – Volley Lugano: Pannell (14), Rocassin (Pass,3), Zanetti (5), Hurst (8), Cartwright (28), Palm (19), Mortati (Libera); eingewechselt: Boerstra (1), Djuric (1); nicht eingesetzt: Garovi, Minelli, Citterio. – VC Kanti: Pazin (2), Lieb (18), Lockwood (21), Holásková (5), Rekola (10), Marković (11), Loffreda (Libera); eingewechselt: Shomaker (1), Corbach; nicht eingesetzt: Schnegg, Cavka; verletzt: Koch, Cole (Pass).
Weitere Spiele: VBC Visp - BTV Aarau 0:3. Volley Aadorf - Volley Toggenburg (NLA) 3:1. NLZ Volleyball Academy (NLA) - Franches-Motagnes (NLA) 0:3. Volley Düdingen - Aesch-Pfeffingen 3:1. Neuenburg UC - VBC Cheseaux 3:0. VB Therwil - VBC Kanti Baden 1:3. NNV Eaglets Volley Aarau - Genève Volley 1:3.
Sich in die Viertelfinals kämpfen
Ein schneller Angriff: Katerina Holásková in Genf. Bild: Werner Schläpfer
In den Cup-Achtelfinals tritt der VC Kanti am Sonntagabend bei Volley Lugano an.
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Reinhard Standke
Lospech und mathematische Wahrscheinlichkeit hin und her, zum vierten Mal hintereinander muss der VC Kanti in den Achtelfinals des Volley Cups auswärts versuchen, in die nächste Runde einzuziehen. Am Sonntag heisst dabei zum dritten Mal seit 2022 der Gegner Volley Lugano. Nachdem die Schaffhauserinnen 2021 den dritten Cup-Sieg (nach 2000 und 2009) erreicht hatten, schalteten sie ein Jahr später in den Achtelfinals das Team aus dem Tessin daheim aus, scheiterten aber in den Viertelfinals im Tiebreak bei Franches-Montagnes. In den drei folgenden Jahren war dann bereits in den Achtelfinals Schluss: 2023 unterlag Kanti bei Aesch-Pfeffingen (1:3), 2024 bei Neuenburg UC (2:3) und in der vergangenen Saison bei Volley Lugano (0:3).
Gegen die Tessinerinnen gelang den Munotstädterinnen in der laufenden Meisterschaftssaison Ende Oktober ein 3:1-Erfolg. Für das Cupspiel vom Sonntag (18.00 Uhr, Cadempino) erwartet Kanti-Trainer Nicki Neubauer nun ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Für sein Team ist es die dritte Begegnung ohne die verletzte Stammspielerin Martina Koch. Der Verein arbeitet zwar seit Tagen an einer Ersatzverpflichtung, diese gestaltet sich jedoch schwieriger und langwieriger als erhofft. Somit wird der VC Kanti mit dem gleichen 12-köpfigen Kader antreten wie in Aesch und Genf.
In der Westschweiz hatten die Munotstädterinnen sehr gut begonnen, nicht nur in den ersten beiden Sätzen, sondern auch im dritten Satz. «Die Aussenangreifer scorten sehr gut, Jordan Lockwood hat viel Verantwortung übernommen», so Nicki Neubauer, der nur etwas das schnelle Spiel des ersten Tempos vermisste. «Nach einer hohen Führung ging etwas der Druck raus, sie kamen heran, und dann funktioniert alles, sie hatten drei Netzroller bei Aufschlägen.» Im Laufe des vierten Satzes hatten die Schaffhauserinnen den Spielrhythmus wieder gefunden. «Wir haben deutlich besser aufgeschlagen als in Aesch, wir waren deutlich besser im Angriffsspiel», nennt der Kanti-Trainer positive Punkte, die auch am Sonntag wichtig sein werden. Dazu brauche es einen Kampfmodus im Cupspiel.
Im Meisterschaftsspiel daheim hatte Kanti im zweiten Satz zurückgelegen. «Die anderen Sätze waren sehr gut, wir haben die Aussenangreiferinnen sehr gut kontrolliert. Dies wird wieder die Marschroute, dazu müssen wird sie mit dem Aufschlag vom Netz weghalten», sagte Nicki Neubauer vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit Volley Lugano, das in der Tabelle neun Punkte und zwei Ränge hinter den Schaffhauserinnen auf Platz fünf liegt. «Sie haben ihre Punkte ‹nur› gegen hintere Teams geholt», analysiert der Coach des VC Kanti. «Wir müssen sie unter Druck setzen, gut in Block und Abwehr arbeiten, so wie in Genf. Es wird aber noch eine Leistungssteigerung brauchen, um gute Chancen zu haben, in die nächste Cuprunde zu kommen.»
Kanti setzt sich mit 3:1 in Genf durch
Netta Rekola greift in Genf an. Bild: Werner Schläpfer
Dank des Auswärtssieges bleibt der VC Kanti am Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen dran und setzt sich von Düdingen ab.
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Reinhard Standke
Wie am vergangenen Samstag in Aesch stand für die verletzte Martina Koch als zweite Schweizerin neben Libera Kimi Schnegg die Zuspielerin Alessia Pazin in der Startformation auf dem Feld (anstelle von Sydney Cole). Ebenfalls wieder als Feldspielerin nominiert war Isabella Loffreda (eigentlich als Libera im Kader). Vor Spielbeginn wurde eine Schweigeminute für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana abgehalten.
Im ersten Satz benötigen die Gäste einige Zeit, um den nötigen Druck am Service zu finden. Nach einer 6:4-Führung kam das Heimteam zurück und zwang Kanti eine Sideout-Phase auf. Nach dem 11:12 erspielten sich dann die Schaffhauserinnen das Momentum, schlugen stärker auf (Markovic zum 14:12, Lieb zum 21:16) und drückten dem Gegner ihr Angriffsspiel auf (Lockwood, Lieb). Kanti-Trainer Neubauer nutzte wiederum das Doppelwechsel-Konzept wie in Aesch: Corbach/Cole für Holaskova/ Pazin (beim Stand von 15:13) sowie Loffreda für Rekola und Rückwechsel Holaskova für Corbach beim Stand von 22:18. Mit 25:19 ging dann nach 26 Minuten der Satz an die Schaffhauserinnen.
Schneller kam Kanti im zweiten Durchgang zum Satzerfolg. Zwar kämpfte sich das Heimteam mit dem Büsinger Trainer Andi Voller bis zum 11:10 immer wieder heran beziehungsweise übernahm dann die Führung, mit einer Aufschlagsserie von Netta Rekola erspielte sich dann Kanti eine 19:11-Führung, machte wenig Fehler und sicherte sich den Satzgewinn (25:17).
«Die ersten zwei Sätze waren sehr kontrolliert, sehr gut auch im Offensivspiel, auch wenn wir etwas mehr erstes Tempo spielen wollten», fasste Kanti-Trainer Neubauer diese Phase des Spieles zusammen. Schwung und Druck nahmen Kanti-Spielerinnen mit in den dritten Satz, in dem sie mit teilweise schnellem Spiel bald mit 12:5 führten. Dann bahnte sich ein Bruch an, der auch vom Doppelwechsel nicht aufzuhalten war. «Wir lassen in unserem Spiel noch Rhythmus vermissen, das war für mich überraschend nach der hohen Führung. Damit lassen wir Genf rein in die Partie.» Mit Kampf und Glück kam das Team von Andi Vollmer nicht nur heran (19:19), sondern holte sich mit der aktiveren Schlussphase den Satz (25:21). Nach dem 4:7 im vierten Satz konnten die Munotstädterinnen im Aufschlag anziehen, Lookwood schlug bis zum 9:7 auf, Rekola brachte ihr Team vom 13:11 zum 17:12. «Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Flow nach Weihnachten und machen uns das Leben zum Teil selber schwer», so Nicki Neubauer weiter.
Nach dem Auswärtssieg verbleibt der VC Kanti punktgleich hinter Aesch-Pfeffingen auf Rang 3 und baute den Vorsprung auf Volley Düdingen, das in Aesch 1:3 verlor, auf fünf Punkte aus.
Die nächste Fahrt zu einem Auswärtsspiel steht für die Schaffhauserinnen bereits am Sonntag an: Wie vor einem Jahr muss Kanti in den Achtelfinals bei Volley Lugano antreten, damals schied das Team mit einer 0:3-Niederlage aus. Das nächste Heimspiel folgt am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr gegen die Volley Academy.
Volleyball, NLA, Frauen, 13. Runde: Genève Volley – VC Kanti 1:3 (19:25, 17:25, 25:21, 19:25). – Henry-Dunant. – 125 Zuschauer. – SR: Schnidrig/Sanapo. → Spieldauer: 26, 20, 26, 23 = 95 Minuten. – Genève Volley: Van Leemput, Stewart, Matul (Pass), Keller, Yakoubi, Traub, Knutti (Libera); eingewechselt: Martinez (Pass), Donzé nicht eingesetzt: Facchini, Day, Loup. – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Lieb, Lockwood, Holásková, Rekola, Marković, Schnegg (Libera); eingewechselt: Corbach, Cole, Loffreda; nicht eingesetzt: Shomaker, Cavka; verletzt: Koch.
Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen – Volley Düdingen 3:1 (26:28, 25:19, 31:29, 25:10). VBC Cheseaux –Franches-Montagnes 3:0 (25:15, 25:21, 25:21). Volley Toggenburg – Volley Lugano 0:3 (16:25, 17:25, 19:25). – Verschoben auf 10. Februar: Volleyball Academy – Neuenburg UC.
Rangliste: 1. Neuenburg UC 12/35 (36:03). 2. Sm’Aesch Pfeffingen 13/30 (31:13). 3. VC Kanti 13/30 (31:15). 4. Volley Düdingen 13/25 (29:18). 5. Volley Lugano 13/21 (26:21). 6. VBC Cheseaux 13/17 (23:26). 7. Franches-Montagnes 13/15 (18:28). 8. Genève Volley 13/10 (13:32). 9. Volley Toggenburg 13/6 (8:34). 10. NLZ Volleyball Academy 12/3 (8:33).
Trainingsleistung auf das Spielfeld bringen
Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer ist nach dem Ausfall von Martina Koch im Coaching zusätzlich gefordert. Bild:Werner Schläpfer
Die verletzte Martina Koch fällt beim VC Kanti bis zum Saisonende aus. Zunächst muss das Team die Lücke aus den eigenen Reihen schliessen.
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Reinhard Standke
Ausgerechnet jetzt: In der Saison 2025/2026 ist noch nicht einmal die Hälfte aller Spiele absolviert, von denen alleine im Januar sechs bis sieben in der Agenda stehen. Seit Montag ist klar, dass dem VC Kanti die verletzte Schweizer Mittelblockerin Martina Koch in der bis April laufenden Spielzeit nicht mehr zur Verfügung stehen wird. «Da ist in der Schulter so viel kaputt», fasste Trainer Neubauer die Situation zusammen. Noch sei nicht klar, ob die Folgen der Schulterauskugelung von Ende Dezember konservativ oder operativ behandelt werden sollen. «Martina hatte eine wichtige Rolle im Team, sie hat es sehr gut gemacht, auch im Scoring in den letzten Spielen vor Weihnachten», bedauert Nicki Neubauer den Ausfall.
Mittelfristig ist eine Neuverpflichtung sinnvoll
Obwohl Coach und Verein bereits die Fühler nach einem Ersatz ausgestreckt haben, wird das Team die beiden Auswärtsspiele in dieser Woche (heute in Genf, am Sonntag im Volley Cup in Lugano) mit den aktuell verbleibenden zwölf Spielerinnen bestreiten müssen. «Im Moment sind wir auf der Suche nach der Formation, nach der Lösung», beschreibt Nicki Neubauer die Situation.
Zunächst angedacht sind die Wechsel so wie am vergangenen Samstag in Aesch, auch könne der zweiten Passeuse Alessia Pazin eine grössere Rolle zugedacht werden oder die Angreiferin Nina Cavka eingesetzt werden, damit die Pflicht nach einer zweiten Schweizer Spielerin (neben der Libera) erfüllt werden kann. Auf die Dauer werde man aber nicht um die Verpflichtung einer weiteren Mittelblockerin herumkommen, schon wegen der Belastung von Kateřina Holásková und Netta Rekola im Training. Auf dem internationalen Markt stünden Möglichkeiten auch in der jetzigen Phase der Saison zur Verfügung. Eine Nicht-EU-Spielerin belaste jedoch bereits das zur Verfügung stehende Kontingent für die Kaderbildung 2026/2027, weist Coach Neubauer auf einen wichtigen Aspekt hin. Schneller gehe dagegen die Verpflichtung einer EU- oder Schweizer Spielerin. Welche Optionen der VC Kanti aktuell verfolgt, liess der Cheftrainer bislang noch nicht durchblicken.
Rückblickend auf die Niederlage im Topspiel bei Aesch-Pfeffingen wird Nicki Neubauer deutlich: «Wir hätten auch mit Martina auf dem Feld verlieren können. Es war kein gutes Spiel von uns, ähnlich wie wir es zu Beginn der Saison gegen Franches-Montagnes hatten. Wir kamen nicht auf unseren Level, vor allem im Angriffsspiel», konstatiert der Trainer – und fügt kritisch hinzu: «Ebenso im Side-out hatten wir in Aesch eine sehr geringe Killquote. Damit machen wir zu wenig Druck, auch unser Aufschlagspiel war zu wenig gut.» Dadurch habe schlussendlich der Rhythmus gefehlt.
Viel Zeit zum Nachdenken bleiben Staff und Team nicht. «Wir müssen wieder unser Spiel reindrücken», lautet die Vorgabe für die nächsten Begegnungen. «Am Montag haben wir sehr gut trainiert.» «Genf ist ein Team, das ein bisschen mehr anbietet», blickt Nicki Neubauer auf die Partie vom Mittwochabend voraus. «Das Ziel muss es sein, drei Punkte einzufahren, egal wie, egal mit welchen Leuten auf dem Feld, wir haben genug Qualität im Kader», so die Marschroute in Richtung Westschweiz.
Vollmer fühlt sich wohl in der Rolle des Underdogs
«Bei uns sind alle fit und gesund so weit», vermeldet am Dienstagmorgen Andi Vollmer, der Büsinger Trainer von Genève Volley. «Der VC Kanti ist auch ohne Martina und mit dadurch neuen Set-ups und Wechselfolgen, um das LAS (lokal ausgebildete Spielerinnen, d. Rd.) einzuhalten, der Topfavorit in diesem Match», so der frühere Schaffhauser Trainer. «Jedoch sind wir gerne auch ein ambitionierter Aussenseiter und kämpfen weiter mit allem, was wir haben, um unsere Playoff-Position», so Vollmer, dessen Team aktuell Rang acht belegt.
«Spielerisch haben wir auswärts nicht gut ausgeschaut, dafür spielen wir zu Hause deutlich besser und effizienter, und auf das bauen wir auch», so Andi Vollmer weiter zur Ausgangslage. Am Ende sind wir körperlich und technisch klar unterlegen, müssen das eben auf anderen Ebenen wie Einsatzbereitschaft und unorthodoxe Spielweise wettmachen», meint der Trainer der Genferinnen, der die Affiche vom Mittagabend (20 Uhr) so zusammenfasst: « Wir haben ja mal wieder nur etwas zu gewinnen, und VC Kanti kann eben viel.»
Koch fällt verletzt aus, Kanti fällt zurück
Kanti unter Druck: Katerina Holáskova (11) mit dem Angriff . Bilder:Werner Schläpfer
Im Topspiel der 12. NLA-Runde unterliegt der VC Kanti bei Aesch-Pfeffingen klar mit 0:3, die Schweizer Mittelblockerin Martina Koch fällt aus.
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Zum Zuschauen verdammt: Die verletzte Martina Koch, rechts Kantipräsident Sandro Poles
Reinhard Standke, Aesch BL
Es geschah im ersten Training nach der Weihnachtspause: Die Schweizer Mittelblockerin Martina Koch traf den Ball bei einem Angriff unglücklich und kugelte sich dabei die Schulter aus. Diese konnte zwar im Spital wieder eingekugelt werden, Schulter und Arm werden jedoch seitdem mit einer Schlinge fixiert. Eine genaue Untersuchung soll nach den Feiertagen und dem Wochenende erst am Montag erfolgen. Martina Koch spielte bei der Zusammenstellung des Kaders 2025 bis 2026 eine zentrale Rolle. Neben einer der beiden Liberaspielerinnen (Kimi Schnegg/Isabella Loffreda) sollte sie als zweite der beiden auf dem Matchblatt geforderten Schweizer Spielerinnen eingesetzt werden. Dieses Konzept wurde nun mit einem Schlag hinfällig, dabei war Koch in den letzten Wochen vor der Weihnachtspause zu einigen Punkten gekommen. Kanti-Trainer Neubauer musste für den Samstag nach Alternativen suchen.
Schweigeminute
Vor Spielbeginn wurde in einer Schweigeminute den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana gedacht.
Pazin in der Startformation
Um eine zweite Schweizerin in die Startformation in Aesch zu nominieren, entschied sich Nicki Neubauer für eine der Doppelwechselvarianten der letzten Wochen: Für Martina Koch (die von 2021 bis 2023 im gegnerischen Team gestanden hatte) spielte die finnische Mittelblockerin Netta Rekola, anstelle von Sydney Cole wurde Alessia Pazin eingesetzt.
Dem Heimteam gelang der bessere Start in die Partie mit Druck am Aufschlag. Beim 1:5 nahm Nicki Neubauer ein erstes Time-out, sein Team spielte sich in der Folge auf 6:7 heran, das aber bald auf 8:11 zurückfiel. Neubauer griff zum Doppelwechsel: Um Sydney Cole im Zuspiel einsetzen zu können, schickte er Maëlle Corbach für Netta Rekola auf das Feld. Nach und nach fruchteten die neuen Impulse: Kanti übernahm mit 15:13 und 16:15 die Führung. Dann nahm Trainer Neubauer einen weiteren Wechsel vor: Rekola kam zurück, zudem ersetzte die diesmal als Feldspielerin gemeldete Libera Isabella Loffreda die Mittelblockerin Katerina Holáskova. Die Schlussphase nach dem Stand von 18:18 gehörte jedoch Aesch-Pfeffingen: Beim starken Aufschlag von Jillian Gillen gelang den Schaffhauserinnen kein Angriffspunkt mehr (18:25).
Zu Beginn des zweiten Durchgangs (wieder mit Pazin am Zuspiel) servierte und blockte sich Kanti zur 5:1-Führung. Dann legte Aesch-Pfeffingen vor, beim Stand von 10:12 wechselte Nicki Neubauer wiederum Corbach und Cole ein. Die Kanti-Formationen (ab dem 15:17 erneut mit Loffreda und Rekola) glichen zum 17:17 aus. Mit Topscorerin Ellis am Aufschlag suchten die Gastgeberinnen die Vorentscheidung (22:17) zum 25:19-Satzgewinn. Wieder mit Pazin am Zuspiel legten die Munotstädterinnen zu Beginn des dritten Satzes vor (4:2) und hielten das Spiel bis zum 6:6 offen. Danach kippte das Momentum aufseiten von Aesch-Pfeffingen, daran sollten auch die Wechsel (analog den vorhergehenden Sätzen) nichts mehr bis zum 17:25 ändern. Ohne Punkt und Satzgewinn fiel der VC Kanti hinter den nun punktgleichen Gegner auf Rang drei zurück und hielt zwei Zähler vor Düdingen. Die Angreiferinnen Lieb, Lockwood, Marković erzielten am Samstag je 13 Punkte, die Mittelblockerinnen Holásková und Rekola nur deren drei. Nicht zum Einsatz kamen die Angreiferinnen Erin Shomaker und Nina Cavka.
«Es war ein schwieriges Spiel für uns, wir haben uns schwergetan im Angriff», bilanzierte Kanti-Trainer Neubauer nach dem ersten Spiel ohne Martina Koch. «Wir müssen herausfinden, was funktioniert. Aesch-Pfeffingen spielte schnell, sie waren stabiler und einfach besser als wir», so Nicki Neubauer weiter. Sein Team habe aus dem Side-out-Spiel zu wenig gemacht.
Wieder Verletzungspech
In der vergangenen Saison konnte die Topscorerin Jordan Lockwood in den letzten vier Runden der Qualifikation beziehungsweise zum Start in die Playoff-Viertelfinals aufgrund einer Adduktorenverletzung nur eingeschränkt beziehungsweise nicht eingesetzt werden. In der laufenden Spielzeit kommt die Verletzung von Martina Koch in einer intensiven Phase mit drei Auswärtsspielen in einer Woche. Auch am Mittwoch wird die Mittelblockerin in Genf, im Team von Andi Vollmer stand Koch noch in der vergangenen Saison, nicht spielen können.
Service
NLA, Frauen, 12. Runde: Aesch-Pfeffingen - VC Kanti 3:0 (25:18, 25:19, 25:17). - Löhrenacker. - 445 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Sigrist. - Spieldauer: 24, 22, 22 = 68 Minuten. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass,3), Larson (9), Gillen (18), Matter (6), Ellis (11), Green (10), Schnyder/Libera (Libera); eingewechselt: Lüthi; nicht eingesetzt: Locher, Kneubühler. Schenker. – VC Kanti: A. Pazin (Pass), Lieb (13), Lockwood (13), Holásková (3), Rekola (3), Marković (13), Schnegg (Libera); eingewechselt: Corbach, Cole, Loffreda (1); nicht eingesetzt: Shomaker, Cavka; verletzt: Koch.
Weitere Spiele: Volley Düdingen - VBC Cheseaux 3:0 (25:22, 25:22, 25:21). Franches-Montagnes - Genève Volley 3:0 (25:19, 25:15, 25:14). Neuenburg UC - Volley Toggenburg 3:0 (25:15, 25:16, 25:11). Volley Lugano - NLZ Volleyball Academy 3:0 (25:14, 25:17, 25:14).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 12/35 (36:3). 2. Aesch-Pfeffingen 12/27 (28:12). 3. VC Kanti 12/27 (28:14). 4. Volley Düdingen 12/25 (28:15). 5. Volley Lugano 12/18 (23:21). 6. Franches-Montagnes 12/15 (18:25). 7. VBC Cheseaux 12/14 (20:26). 8. Genève Volley 12/10 (12:29). 9. Volley Toggenburg 12/6 (8:31). 10. NLZ Volleyball Academy 12/3 (8:33).
Intensiver Jahresanfang für Kanti
Druckvolle Angriffe sind wieder gegen Aesch-Pfeffingen gefragt: Hier Jordan Lockwood (r.) im Hinspiel. Bild:Werner Schläpfer
Vor Weihnachten hatte sich der VC Kanti gegen den damaligen Tabellennachbarn Volley Düdingen durchgesetzt, heute steht in Aesch BL das nächste Spitzenspiel auf dem Programm.
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Reinhard Standke
Nach zwei Wochen ohne Spiel über Weihnachten und den Jahreswechsel steht der VC Kanti vor dem Start in einen intensiven Jahresbeginn. Nicht weniger als sechs beziehungsweise möglicherweise sieben Partien stehen bis Ende Januar in der Agenda.
Nach neun freien Tagen hatte für die Schaffhauserinnen am 29. Dezember der Trainingsalltag wieder begonnen. Dabei hatte Trainer Nicki Neubauer zunächst den Schwerpunkt auf Athletik gelegt, um damit die Grundlage für die diversen Aufgaben in den nächsten Wochen zu legen. «Wir hatten die Woche Pause mental gut genutzt, jetzt haben wir die Trainingswoche gut genutzt», stellt Neubauer zum Jahresbeginn fest.
Wurde im letzten Spiel vor der Pause der damalige Tabellennachbar Volley Düdingen mit 3:1 geschlagen, beginnt das Jahr 2026 für die Munotstädterinnen gleich mit dem nächsten Spitzenspiel: Der Zweite trifft auf den Dritten, lautet heute (17.30) die Affiche, bei der Kanti bei Aesch-Pfeffingen antritt. Im Hinspiel Ende Oktober hatte Kanti die Baselbieterinnen, die damals auf Angreiferin Jody Larson verzichten mussten, klar mit 3:0 (25:13, 25:21, 25:12) geschlagen. Doch das Team des neuen Coachs Sotirios Gkotsis konnte sich in den Top-4-Rängen festsetzen und belegte zwischenzeitlich sogar den zweiten Platz. «Uns erwartet ein schweres Spiel, in Aesch ist es nie leicht», ordnet Kanti-Trainer Neubauer die Ausgangslage ein.
«Es ist eine Mannschaft, die nicht den spektakulärsten Volleyball spielt, sich aber stabilisiert hat und effizienter ist als noch Anfang Saison», so Nicki Neubauer weiter. Das Team habe keine alles überragende Spielerin in seinen Reihen, sondern sei wie Kanti breiter aufgestellt. «Da können viele Leute Punkte machen, von den Mittelblockern über Aussen zu Diagonal, ähnlich wie bei uns.» Zu nennen sind da insbesondere die aktuelle Topscorerin Emma Ellis (Diagonal), Jillian Gillen (Aussen), Brianna Green (Mitte) und Jody Larson (Aussen). Viel werde wie im Heimspiel vom Service abhängen, erklärt der Kanti-Chefcoach: «Da haben wir sehr gut aufgeschlagen und Passeuse Mita Uiato von ihrem sehr schnellen Spiel weghalten können. Und konnten so auch die Mittelblockerinnen rausnehmen», so Nicki Neubauer weiter. «Das Hinspiel war eines unserer besten Spiele. Es wird wieder darum gehen, sehr druckvoll aufzutreten mit unseren ersten Bällen, sei es Angriff, sei es Aufschlag.»
Mit dem Aufschlag hatte Kanti in den letzten Spielen vor Weihnachten bezüglich Druck und Effizienz überzeugen können. «Wenn wir Punkte mitnehmen, können wir uns weiter in Richtung Platz zwei oder drei orientieren», so Neubauer.
Reisen die Schaffhauserinnen heute mit Kleinbussen ins Baselbiet, besteht für Fans bei den Auswärtsspielen der nächsten Woche die Möglichkeit, mit dem Teambus mitzufahren (Kosten 40 CHF).
Die Abfahrt erfolgt an der BBC-Arena: Am Mittwoch, 7. Januar, beginnt die Fahrt nach Genf um 14 Uhr, die Abfahrt zum Cup-Achtelfinal in Lugano vom Sonntag, 11. Januar, erfolgt um 12 Uhr.
VC Kanti geht als Zweiter in die Weihnachtspause
Stark in Annahme und Angriff: Josipa Marković (14). Bild: W. Schläpfer
Mit dem neunten Saisonsieg (3:1 über Volley Düdingen) baut der VC Kanti den Vorsprung auf die Verfolger aus.
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Reinhard Standke
Am Ende der packenden 94 Spielminuten verteilte der VC Kanti zwei Blumensträusse (an Branca Da Silva und Katerina Holásková), sonstige (Weihnachts-)Geschenke machte er keine. Insbesondere verschenkte er in der letzten Partie vor der Weihnachtspause keine Punkte an den Verfolger Volley Düdingen, sondern verbuchte selber das Maximum und festigte damit die Position auf dem zweiten Tabellenplatz mit drei Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger und Gegner, Aesch-Pfeffingen. Die Freiburgerinnen liegen nun fünf Punkte hinter den Schaffhauserinnen auf Platz vier. Der Cup-Achtelfinalgegner Volley Lugano folgt auf Rang fünf mit bereits zwölf Punkten Abstand bei noch sieben in der Qualifikation ausstehenden Runden. Die Sicherung der Top-4-Klassierung rückt für die Schaffhauserinnen somit näher.
Während Kanti-Cheftrainer Neubauer seine Stammformation auf das Feld schicken konnte, musste sein Gegenüber Leonardo Portaleoni auf Aussenangreiferin Samarah Hill verzichten und umstellen. Von Beginn der Begegnung an gab das Heimteam den Tarif durch und agierte so wie vom Trainer vorgegeben. Den Aufschlag-Annahme-Battle entschieden die Schaffhauserinnen klar für sich, auch im Angriff spielten sie überlegen mit breit verteiltem Scoring (je 5 Punkte von Lockwood, Holásková und Marković). Mit guten Aufschlägen (4:0 Asse) und schnellen Angriffen zog Kanti davon, beim 13:6 hatte Düdingen-Trainer Portaleoni bereits sein zweites Tiebreak bekommen. Auf den Spielfluss des Gegners hatte dies keinen Einfluss, denn nach bereits 20 Minuten gehörte der Satzgewinn (25:13) den Schaffhauserinnen. Auch im zweiten Durchgang sollte sich die Spielanlage nicht grundlegend ändern, der VC Kanti dominierte weiter in Aufschlag (3:0 Asse), Annahme und Angriff. Erst in der Schlussphase steckte Kanti etwas zurück, die Werte der Düdingerinnen in Annahme und Angriff wurden besser, und mit aggressiven Aufschlägen von Xenia Staffelbach kamen die Gäste noch auf 20:25 heran.
Düdingen schlägt zurück
Mit dem sehr harten Service von Staffelbach ging es mit dem dritten Satz weiter. Düdingen spielte mit dem Rücken zur Wand kämpferischer, Kanti verpasste nach der 10-Minuten-Pause den Neustart, machte mehr Fehler (knapp doppelt so viele wie zuvor) und lag beim ersten Time-out 1:5 zurück. Die Gäste blieben jedoch mit harten Aufschlägen bis 11:7 vorne, erst mit Sydney Cole am Service kam Kanti zurück und übernahm die Führung mit 13:11 (drei Blockpunkte in Folge von Holásková). Doch Düdingen hielt dagegen, beim 16:18 ersetzte Nicki Neubauer vor dem Money-Time-Krimi Lina Lieb durch Erin Shomaker. Nach dem 22:22 konnte Kanti fünf Matchbälle nicht nutzen, Düdingen anschliessend jedoch ihren vierten Satzball zum 32:30. Nach diesem Warnschuss dominierte dann der VC Kanti wie zuvor mit 25:15. Zum 3:1-Sieg steuerte Josipa Marković 21 Punkte bei, ihr folgten Holásková (17) und Lockwood. «Ich bin superzufrieden mit dem Auftritt», durfte Kanti-Trainer Neubauer analysieren. «Wir haben überragende Werte in Annahme und Angriff, wir waren kämpferisch gut, das hat den Ausschlag gegeben.»
Acht Tage Weihnachtspause
Nun folgen acht freie Tage für die Spielerinnen des VC Kanti, die alle im Kreise der Familie verbringen können. Am 29. Dezember beginnt wieder die Arbeit im Kraftraum und mit dem Ball. An den ersten Tagen sind strengere Einheiten eingeplant, um das Team optimal auf den happigen Start in das neue Jahr vorzubereiten. Dieses beginnt mit gleich drei Auswärtsspielen bei Aesch-Pfeffingen (3. Januar), Genève Volley (7. Januar) und dem Achtelfinal im Cup bei Volley Lugano (11. Januar). In der heimischen Halle können die Kanti-Fans ihr Team erst wieder am Freitag, 16. Januar, in der Partie gegen die Volleyball Academy anfeuern.
NLA, Frauen, 11. Runde: VC Kanti - Volley Düdingen 3:1 (25:13, 25:20, 30:32, 25:15). - BBC Arena. - 598 Zuschauer. - SR: Rüegg/Dzankovic. - Spieldauer 20, 22, 31, 21 = 94 Minuten. – VC Kanti: Cole (Pass,7), Marković (21), Holásková (17), Lockwood (15), Lieb (10), Koch (5), Schnegg (Libera); eingewechselt: Corbach (2), Rekola (2), Pazin, Cavka, Shomaker (8); nicht eingesetzt: Loffreda. – Volley Düdingen: Wieland (14), Staffelbach (8), Petitat (11), Sacher (2), Da Silva (6), Vondran (Pass, 6), Bollinger; eingewechselt; Ashong (4), Gasser, Hamel (5), Rothenbühler, Portmann (Libera); ohne Hill.
Weitere Spiele: Genève Volley - Sm’Aesch Pfeffingen 1:3 (25:21 22:25 15:25 22:25). Volley Toggenburg - NLZ Volleyball Academy 3:1 (22:25, 25:18, 25:16, 25:17). VBC Cheseaux - Volley Lugano 3:2 (21:25 25:21 25:23 9:25 17:15). Neuenburg UC - Franches-Montagnes 3:0 (25:20, 25:15, 25:21).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 11/32 (33:3). 2. VC Kanti 11/27 (28:11). 3. Sm`Aesch Pfeffingen 11/24 (25:12). 4. Volley Düdingen 11/22 (25:15). 5. Volley Lugano 11/15 (20:21). 6. VBC Cheseaux 11/14 (20:23). 7. Franches-Montagnes 11/12 (15:25). 8. Genève Volley 11/10 (12:26). 9. Volley Toggenburg 11/6 (8:28). 10. NLZ Volleyball Academy 11/3 (8:30).
Das erste von zwei Verfolgerduellen
Kanti-Captain Katerina Holásková (hinten) blockt im Hinspiel gegen Volley Düdingen. Bild: Werner Schläpfer
Der zweitplatzierte VC Kanti steht heute und am 3. Januar vor richtungsweisenden Aufgaben gegen Tabellennachbarn.
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Reinhard Standke
Eine intensive Phase der Volleyball-Saison wird unterbrochen durch die Weihnachtspause: Nach der heutigen Partie gegen Tabellennachbar Volley Düdingen (BBC-Arena, 16.30 Uhr) legt der VC Kanti eine einwöchige Weihnachtspause ein, in der die ausländischen Spielerinnen nach Hause reisen, damit der gesamte Kader Kraft im Kreis der Familie für den happigen Jahresauftakt tanken kann. Denn in der ersten Woche des neuen Jahres stehen gleich drei Auswärtsaufgaben an: in der Meisterschaft am Samstag, 3. Januar, bei Aesch-Pfeffingen und am Mittwoch, 7. Januar, bei Genève Volley sowie im Cup-Achtelfinal am Sonntag, 11. Januar, bei Volley Lugano.
Mit Volley Düdingen ist heute ein Team in Schaffhausen zu Gast, das sich nach einem verpatzten Start in die Saison anschliessend rasch in die Top 4 der Tabelle gespielt hat. In der Hinrunde konnten die Schaffhauserinnen Mitte Oktober mit 3:1 einen relativen klaren Sieg einfahren. Düdingen verlor noch gegen Cheseaux, danach stabilisierten sich die Ergebnisse, die Freiburgerinnen konnten auch Aesch-Pfeffingen und Lugano schlagen. «Es ist eine Mannschaft, die an einem guten Tag mitspielen kann, mit einer im Vergleich zu uns komplett anderen Spielanlage», erklärt Kanti-Trainer Neubauer. «Es ist eine kleine, abwehrstarke Mannschaft, sie sind sehr solide in der Annahme- und Ballkontrolle.» Angriffe erfolgen nach schnellem Zuspiel von Josephine Vondran insbesondere über Position vier, beschreibt Nicki Neubauer den heutigen Gegner weiter. Die Hauptangreiferinnen sind weiterhin Samarah Hill (1) und Sarina Wieland (11). Dazu kommt Mittelblockerin Fernanda Bruna (10), die häufig angespielt wird.
«Im Auswärtsspiel haben wir das sehr gut kontrolliert, obwohl wir gar nicht so gut aufgeschlagen haben», erinnert der Kanti-Coach an die Begegnung vom Oktober. «Der Aufschlag ist aber einer der Ansatzpunkte, um sie vom extrem schnellen Spiel weghalten zu können.» Beim Spiel mit dem hohen Ball finde das Team aber vielfach nicht so gute Lösungen. «Ich denke, das Spiel wird ein klassischer Aufschlag-Annahme-Battle werden», so die Einstufung von Neubauer.
Sein Team wolle im Heimspiel viel für einen guten Auftritt arbeiten, was den Aufschlag betreffe. «Das war vor einer Woche bei Franches-Montagnes sehr gut, obwohl unsere Fehlerquote einen Tick zu hoch war, aber das müssen wir in solchen Spielen schon mal in Kauf nehmen. Wir haben auch gesehen, wo wir gegen Düdingen in der Offensive ansetzen können», blickt Nicki Neubauer voraus, ohne vor dem Spiel Details zu nennen.
Sein Team könne einen grossen Schritt in Richtung der Top 3 machen und sich etwas absetzen. «Wichtig ist, dass wir gegen die beiden Verfolger punktemässig etwas mitnehmen, ob es dann immer der volle Dreier ist, können wir natürlich nicht budgetieren», schränkt Neubauer ein.
VC Kanti, Mannschaft des Jahres 2025
Sandro Poles (38), Präsident VC Kanti und
Heinz Looser (68), Chef Leistungssport VC Kanti
Nach 2021 wurde der VC Kanti erneut als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.
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Damals feierte das Team den Cupsieg. In der vergangenen Saison lieferte sich die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Nicki Neubauer bis zum Schluss einen intensiven Kampf gegen NUC Neuenburg, was den Schaffhauserinnen den Vizemeistertitel einbrachte. Damit wurden auch die beiden langjährigen VC Kanti-Macher Heinz Looser und Sandro Poles für ihr langjähriges, engagiertes Wirken belohnt.
SRS: Sandro Poles und Heinz Looser, was bedeutet e s für Sie, heute als Schaffhauser Mannschaft des Jahres geehrt zu werden?
Sandro Poles: «Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für unsere harte Arbeit. Der intensive Aufwand, den das Trainerteam und die Mannschaft investiert haben, hat sich deutlich gelohnt. Die Unterstützung unserer Fans, insbesondere bei ausverkauften Spielen mit über 1500 Zuschauern, ist ebenfalls eine riesige Ehre f ü r uns.»
Worin sehen Sie die Gründe für diesen grossartigen Erfolg?
Heinz Looser: «Dieser Erfolg ist das Ergebnis seriöser Arbeit. Zudem war es wichtig, über die gesamteSaison hinweg das nötige Glück zu haben. Bis auf die Verletzung von Brigitta Petrenko blieben wir weitestgehend verletzungsfrei, was ebenfalls zu unseren guten Leistungen beigetragen hat.»
Sind diese Leistungen in dieser Saison zu toppen?
SP: «Grundsätzlich ja. Der Meistertitel steht zwar noch aus , aber es wird in dieser Saison wieder ein Medaillenplatz angestrebt.»
Welche privaten Ziele mochten Sie sich im Jahr 2026 erfüllen?
SP: «Ich wünsche mir, sowohl geschäftlich als auch privat ein er -folgreiches und gesundes Jahr erleben zu dürfen.»
HL: «Zuallererst ist mir die Gesundheit wichtig. Im Weiteren schwebt mir schon seit geraumer Zeit vor, beruflich kürzer zu treten
Kanti dominiert Franches-Montagnes klar
Ist auch in der Abwehr stark: Josipa Marković in der Partie bei Franches-Montagnes. Bild: Werner Schläpfer
Der VC Kanti lässt in Saignelégier nichts anbrennen, gewinnt die Revanche deutlich mit 3:0 und verteidigt den zweiten Tabellenplatz.
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Reinhard Standke
Mit dem unbestrittenen Erfolg gegen Franches-Montagnes ist der VC Kanti dem Ziel, den Jahreswechsel auf dem zweiten Tabellenplatz zu verbringen, einen grossen Schritt näher gekommen. Das Team von Nicki Neubauer liegt nach dem erfolgreichen Start in die Rückrunde fünf Punkte hinter Leader Neuenburg und einen Zähler vor dem Gegner der nächsten Runde vom Samstag, Volley Düdingen.
Beim Auftritt im Jura hatten die Schaffhauser Volleyballerinnen noch eine Rechnung vom Saisonauftakt offen, denn Franches-Montagnes hatte Kanti im Oktober in der BBC Kanti mit 3:0 geschlagen. Nicki Neubauer schickte seine Stammformation auf das Feld, sein Gegenüber, Melanie Cina, setzte die erste Passeuse Patrycja Zielinska, die nach der ersten NLA-Runde acht Spiele lang wegen einer Knöchelverstauchung pausierte, noch nicht von Beginn an ein.
Zu Beginn der Partie gelang es zunächst dann dem Heimteam die Akzente zu setzen. Mit etwas mehr Druck am Aufschlag kamen sie zu Punkten durch die Hauptangreiferinnen Leticia Bonardi und Karen Renteria, Kanti unterliefen in dieser Phase mehr Fehler. Im Anschluss an den 7:9-Rückstand wechselte das Momentum mit den Aufschlagsserien von Sydney Cole und Josipa Marković bis zu 16:10 und später Lina Lieb bis 23:14. Mit Bonardi am Service rückte das Team aus dem Jura wieder näher (19:23), Kanti sicherte sich jedoch den zweiten Satzball (25:19). Beim Stand von 11:16 war der Zeitpunkt des Comebacks für Zielinska gekommen, die auch im zweiten Durchgang eingewechselt wurde und im dritten Satz von Beginn an auf dem Feld stand. Die Polin sorgte zwar für Akzente, konnte aber Bonardi und Reneria nicht auf Dauer ernsthaft einsetzen.
Gegnerische Topscorerinnen gut unter Kontrolle
Im zweiten und dritten Satz sollten die Schaffhauserinnen nur beim ersten Ball des dritten Durchgangs in Rückstand geraten. Im zweiten Satz zogen sie nach dem Stand von 9:9 auf 17:12 davon. Beim 17:15 griff Trainer Neubauer zum Tiebreak, sein Team holte den Durchgang mit 25:20. Danach sorgte Josipa Marković mit einer Aufschlagsserie bis zum 7:1 für eine Vorentscheidung. Kanti unterliefen zwar mehr (Aufschlags-)Fehler (beim Service waren es insgesamt 13:7), am Ende gingen Satz (25:18) und Match klar an die Munotstädterinnen, bei denen Jordan Lockwood (18) und Marković (14) für die meisten Punkte sorgten. Auf der Gegenseite konnten Bonardi (11) und Renteria (4) nicht annähernd mithalten und nicht wie im Hinspiel dominieren.
«Wir waren sehr spielfreudig, hungrig in der Abwehr, sehr organisiert und haben die beiden Topscorerinnen sehr gut entschärft», beschrieb Kanti-Trainer Neubauer den Auftritt seiner Mannschaft, die vor den 487 Zuschauern in Saignelégier die Dinge, die er mit dem Team im Laufe der Woche angeschaut hatte, gut umsetzen konnte. «Der Druck am Service war sehr gut, wir haben jedoch ein Paar Aufschlagfehler zu viel gemacht.» Beim Schieds- und Linienrichtergespann erstaunte die Häufigkeit an unsicheren Entscheidungen.
Achtelfinal-Auslosung im Volley Cup
Mit Spannung beobachten zwei Schaffhauser Mannschaften heute die Auslosung der Achtelfinals im Volley Cup, in der dem VC Kanti in den letzten drei Jahren mit Auswärtsspielen bei NLA-Topteams kein Losglück vergönnt war. Auf die Männer der Pokalüberraschung VBG Klettgau (2. Liga)warten neben den acht NLA-Klubs und diversen NLB-Teams u. a. die 1.-Ligisten TV Murten Volleyball, Volley Emmen Nord und VBC Kanti Baden.
Kanti hat im Jura etwas gutzumachen
Josipa Marković greift im Hinspiel an. Bild: W. Schläpfer
Bis zur Weihnachtspause will der VC Kanti das Maximum an Punkten einfahren, um sicher auf dem zweiten Platz zu überwintern. Morgen stehe bei Franches-Montagnes eine Revanche an.
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Reinhard Standke
Noch zwei Spiele stehen für den VC Kanti im alten Jahr an: Morgen will sich das Team von Coach Nicki Neubauer in Saignelégier (16.30 Uhr) gegen Franches-Montagnes für die Saisonauftaktniederlage (1:3) revanchieren, am Samstag in einer Woche folgt noch das Heimspiel gegen Volley Düdingen (BBC-Arena, 16.30 Uhr). Nach dem 3:1-Heimsieg über VBC Cheseaux vom vergangenen Sonntag gönnte Nicki Neubauer seinem Team zwei Tage Ruhe. Gut 48 Stunden vor dem nächsten Einsatz gingen alle Spielerinnen trotz der aufkommenden Grippewelle gesund in die letzten Trainings.
Beim morgigen Gegner führte die polnische erste Passeuse Patrycja Zielinska nur im Spiel gegen Kanti die Fäden und fiel dann verletzungsbedingt aus. Vor einer Woche, beim schlechten Auftritt (mit Mängeln in Abwehr und Angriff) in Lugano, gehörte Zielinska wieder zum Aufgebot, wurde aber nicht eingesetzt. Kanti-Trainer Neubauer rechnet für morgen nun mit dem Comeback. «Die Hinspielniederlage ärgert uns, tut uns aber nicht weh», stellt Neubauer klar. «Sie waren einfach besser, wir haben sehr gut angefangen und dann den Faden verloren.» Man habe die beiden Hauptscorerinnen, die schweizweit zurzeit erfolgreichste Angreiferin Leticia Bonardi und Karen Reneria, nicht in den Griff bekommen. «Eine von beiden müssen wir mehr kontrollieren als im Hinspiel», gibt der Kanti-Trainer vor. Sein Team müsse auch stärker aufschlagen als im ersten Spiel. «Franches-Montagnes hat sehr gut abgewehrt, wir haben uns im Scoring etwas schwergetan», blickt Neubauer auf die Partie im Oktober zurück. Gegen sein Team werde sich Franches-Montagnes erneut in der Aussenseiterposition gefallen. «Es wird kein leichtes Spiel werden, wenn wir von der Schärfe her an die ersten beiden Sätze gegen Cheseaux anknüpfen können, kriegen wir sie in den Griff», so der Kanti-Trainer.
«Wir müssen die Spannung hochhalten und sehr aggressiv auftreten.» Dies war den Schaffhauserinnen nach zweieinhalb Sätzen kurzzeitig nicht gelungen. «Wir hatten nach einer komfortablen Führung vier Minuten Blackout und finden trotz Timeout und Wechsel gar nicht mehr ins Spiel zurück», erinnert Nicki Neubauer. Nach einer solchen Situation wieder die richtigen Lösungen zu finden, habe man daher in dieser Woche im Training geübt.
Sensation im Volley Cup: VBG Klettgau wirft NLB-Team raus
Mit voller Wucht: Jonas Bolli (Nr. 10) von der VBG Klettgau schliesst einen schnellen Angriff mit einem Punktgewinn ab. Bild: Marianne Räss
Die Achtelfinals sind erreicht: Gegen Volley Papiermühle (Ittigen BE) erreicht der VBG Klettgau den fünften Sieg im laufenden Volley Cup.
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Marianne Räss
Im Team der VBG Klettgau stehen seit Jahren erfahrene Cupspieler. In der 6. Runde des Volley Cup wurde gegen Volleyball Papiermühle aus Ittigen BE, dem aktuell Vorletzten der zweitklassigen Nationalliga B, auch dieses Mal eine spannende Begegnung erwartet. Zuvor hatte das VBG-Team vier Zweitligisten ausgeschaltet, nun sollte der nächste Klassenhöhere in Bedrängnis gebracht werden.
Die Klettgauer können dabei auf diverse ehemalige Nationalliga-Spieler bauen, das Team selber hatte zwischen 2015 bis 2017 in der NLB gespielt, sich dann aber zurückgezogen. Aus diesen Zeiten sind noch Angreifer Artur Krein und Zuspieler Michael Bernhard dabei. NLA-Erfahrung bringen zudem Jonas Bolli, der 2013 bis 2015 bei Züri Unterland spielte, sowie der jetzige Trainer von VC Kanti 2 Claudio Kriech (Volley Amriswil, 2012–2014, 2015–2018) mit.
Die ehemaligen Nationalliga-Spieler waren sofort parat in ihren alten Rollen und starteten erfolgreich in das Spiel. Die Gäste legten jedoch nach dem 10:10 an Geschwindigkeit zu und gewannen den ersten Satz trotz harter Gegenwehr mit 25:20.
In den Sätzen zwei und drei überrumpelten die Klettgauer die Gäste aus dem Kanton Bern mit ihren schnellen und aggressiven Angriffen. Auch die beiden Liberos, Stefan Kunz und Sandro Poles (zugleich Präsident des VC Kanti), zeigten eine eindrückliche Leistung. Sie wechselten sich bei jeder Abnahme ab. Die beiden Sätze gehörten somit der VBG – mit 25:18 und 25:21.
Im vierten Satz agierten die Klettgauer jedoch sehr fehlerhaft und verloren sogar unnötige Punkte wegen Aufstellungsfehlern. So glichen die Berner mit 25:17 zum 2:2 nach Sätzen aus. Die rund 50 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter Gemeindepräsident Roger Paillard (der selber in einem der Teams bei der VBG spielt), unterstützten ihre Mannschaft mit tosendem Applaus. Die Stimmung in der Halle animierte die Spieler merklich, weiterhin mit Vollgas auf die grosse Überraschung hinzuarbeiten.
So musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Die Klettgauer waren wieder voll konzentriert und führten von Anfang an. In dieser Phase spielten sie wieder fehlerfrei und konsequent. Jonas Bolli brauchte für den Satzball vier Smashes, um ihn erfolgreich zum 15:11 zu verwandeln. Und somit stand der Coup fest: Der Zweitligist konnte das NLB-Team bezwingen und steht nun in den Achtelfinals. Dort wird es dann zu einer ganz grossen Affiche kommen: Denn als Gegner kommen unter anderem die acht Teams der NLA infrage, ein echter Pokalkracher wäre somit garantiert. Des Weiteren kommen noch die Gewinner der noch nicht ausgetragenen sieben Spiele der 6. Runde infrage. Hier mit dabei sind zwei weitere Zweitligisten und Teams aus der 1. Liga sowie der NLB. Die Auslosung erfolgt am Montag, 15. Dezember. Dann kennt auch das Fanionteam des VC Kanti seinen Achtelfinalgegner. Erhalten sowohl die VBG als auch Kanti ein Heimspiel, könnte es zu einem grossen Schaffhauser Cup-Tag kommen.
Volley Cup Männer, 6. Runde: VBG Klettgau (2.L.) - Volleyball Papiermühle (NLB) 3:2 (20:25, 25:18, 25:21, 17:25, 15:11). - Beringen, Neue Zimmerberghalle, 50 Zuschauer - VBG: M. Bernhard (Pass), A. Krein, R. Campara, Kunz/Poles (Libero), M. Milankovic, J. Bolli, C. Kriech eingewechselt: P. Rageth, J. Hagoort, J. Hiller, D. Kern. Coach: Sven Schmid. - Auslosung der Achtelfinals am 15. Dezember, Spieltermin am 11. Januar.
Kanti zurück auf dem zweiten Rang
Kanti mit dem Sieg gegen VBC Cheseaux auf Platz zwei nach der Vorrunde . Bild: W. Schläpfer
Gut in Aufschlag und Angriff, Mängel in der Abwehr: Der VC Kanti schlägt VBC Cheseaux am Ende mit 2:1.
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Reinhard Standke
Vier Tage nach dem durch den Verlust des Golden Set erfolgten Ausscheiden aus dem CEV Challenge Cup ging es für den VC Kanti in der Schweizer Meisterschaft weiter. Gegen VBC Cheseaux sorgte zunächst die Aufstellung der Schaffhauserinnen für Aufsehen: Anstelle der Saison-Topscorerin lief Erin Shomaker auf das Feld, Jordan Lockwood dagegen wurde aus gesundheitlichen Gründen (zunächst) geschont. Kanti startete mit viel Druck am Service und guter Angriffseffizienz aus der Annahme und hatte bald mit 10:4 vorgelegt. Darauf, dass auch das Team aus der Romandie gut angreifen kann und das Heil im Aufschlag nutzen würde, hatte Nicki Neubauer vor der Partie hingewiesen. Kanti steckte etwas zurück, geriet unter Druck und liess Cheseaux auf 18:19 herankommen. Ein zwischenzeitlicher Doppelwechsel (Corbach und Rekola für Koch und Holásková) brachte neue Impulse und den Satzgewinn (25:21).
Der Start in den zweiten Durchgang gelang den Gästen besser, mit mehr Druck im Aufschlag dämmten sie das Schaffhauser Angriffsspiel ein (8:5). Erst dann reagierten die Munotstädterinnen (Aufschläge von Lieb, Koch, Cole), Cheseaux machte mehr Fehler, Kanti zog auf 15:11 davon und verbuchte den zweiten Satzgewinn (25:18). Im dritten Durchgang drückten zunächst die Gastgeberinnen dem Spiel den Stempel auf, doch nach dem 15:8 war Schluss mit dem druckvollen Auftritt. Mit Serviceserien kam Cheseaux gegen ein schwach agierendes Kanti-Team nicht nur heran, sondern ging in Führung. Trotz zwei Time-outs und einem dreifachen Wechsel (Lockwood, Pazin, Rekola für Cole, Shomaker und Koch) ging der Satzgewinn an die Gäste.
Side-out-Spiel bis zum 17:17, so begann der vierte Durchgang. Dann legte die eingewechselte Maëlle Corbach als «Gamechanger», so Nicki Neubauer, mit einer druckvollen Aufschlagserie (zwei Asse) die Grundlage für eine 21:17-Führung, die in einem 25:20-Satzgewinn und einem 3:1-Sieg mündete.
«Wir haben zweieinhalb Sätze sehr, sehr gut gespielt gegen eine super angriffsstarke Mannschaft», äusserte sich Kanti-Cheftrainer Neubauer nach den 98 Spielminuten. «Dann hörten wir auf zu spielen», sagt Neubauer zur zweiten Phase des dritten Satzes. Probleme mit der Ballkontrolle in der Verteidigung waren bei den bisherigen Begegnungen immer wieder aufgetreten. «Wir haben gar nichts mehr gemacht», kritisiert Neubauer, dass auf manche Bälle gar nicht gegangen worden sei. Dies sei nicht der Anspruch für das Team. Dadurch, dass Jordan Lockwood erst ab der Schlussphase des dritten Satzes eingesetzt wurde (4 Punkte), konnten der Saisontopscorerin (129) nun Josipa Marković (18/113) und Katerina Holásková (17/106) näher kommen.
Mit dem siebten Saisonsieg rückt der VC Kanti wieder auf den zweiten Tabellenrang vor und liegt fünf Punkte hinter Leader Neuenburg UC, zwei Punkte vor Volley Düdingen und drei Zähler vor Aesch Pfeffingen. Zum Start in die Rückrunde geht es für den VC Kanti am kommenden Sonntag nach Saignelégier. Dort steht die Revanche für die Saisonauftaktniederlage an: Franches-Montanges hatte Mitte Oktober den Munotstädterinnen eine bittere 1:3-Niederlage zugefügt. Die Fans können das Team voraussichtlich mit einer Carfahrt begleiten, die Details dazu sind noch nicht festgelegt.
Mit einem Sieg auf Rang 2 vorrücken
Josipa Marković (l.) war im Europacup am Mittwoch erfolgreichste Kanti-Angreiferin – nun gehts für das Team in der Liga weiter. Bild: W. Schläpfer
Nach dem Ausscheiden aus dem Europacup kann sich der VC Kanti auf die Meisterschaft und den Cup fokussieren.
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Reinhard Standke
Nach einem Ruhetag hat beim VC Kanti gestern die Vorbereitung auf die Fortsetzung des Liga-Alltags begonnen. Am Freitag und Samstag standen Kraft- und Balltraining auf dem Programm, auf zweiten Adventssonntag folgt dann zum Abschluss der NLA-Hinrunde das Spiel gegen VBC Cheseaux. Das Team aus dem Raum Lausanne liegt nach acht Runden drei Plätze und sechs Punkte hinter den Schaffhauserinnen auf dem sechsten Tabellenrang.
«Wir hoffen, dass wir auf den zweiten Platz zurückkehren», nennt Kanti-Trainer Neubauer die Zielsetzung für die Partie. Dafür ist ein Sieg der Schaffhauser Volleyballerinnen notwendig sowie ein «normales» Spiel von Leader Neuenburg UC gegen Volley Düdingen. Cheseaux, das am Donnerstag auf Gran Canaria nach der zweiten 0:3-Niederlage gegen Las Palmas aus dem CEV Challenge Cup ausschied, sei eine Mannschaft, die auf den ersten Blick schwächer erscheine als in der vergangenen Saison, erläutert Nicki Neubauer: «Sie spielen im Moment sehr gut und verfügen über viel Angriffspower, gerade auf den Aussenpositionen.» Dort haben die US-Amerikanerinnen Morgan Geddes (Nummer 16) und Aschley Ekes (1) viel Durchschlagskraft und sorgen für Punkte, hätten aber Annahmeprobleme. Die zwei Schweizer Mittelblockerinnen neben der Französin Sally Biermann wechseln sich ab und punkten jeweils sehr gut.
«Wir müssen Cheseaux weghalten von einem sehr variablen Spiel», gibt der Kanti-Trainer seinem Team vor. «Es wird kein leichtes Spiel, sie sind sehr abwehrstark, wir müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben», erinnert Neubauer an die vier Sätze (ohne den Golden Set) vom Mittwoch im Europapokal. «Die ersten vier Sätze waren fast das Beste, was wir in der Saison bisher gespielt haben, vom Fokus, und auch von der Effizienz her. Im Angriffsverhalten waren wir sehr breit aufgestellt, wir haben sehr gut aufgeschlagen.»
Nach der Partie gegen Cheseaux folgen vor der Weihnachtspause noch zwei Spiele: Am Sonntag in einer Woche die Auswärtsbegegnung bei Franches-Montagnes, das zum Saisonstart den VC Kanti in der BBC-Arena geschlagen hatte, sowie am 20. Dezember das Heimspiel gegen Düdingen. Dazwischen werden am 15. Dezember die Partien der Cup-Achtelfinals ausgelost, die am 11. Januar, gespielt werden.
Der schnelle Erfolg des VC Kanti bei Volley Toggenburg
Kanti-Mittelblockerin Martina Koch (r.) lanciert eine Finte gegen Cara Lewis. Bild: Werner Schläpfer
Nach den Niederlagen bei Neuenburg UC und TJ Ostrava kehrt der VC Kanti in Wattwil auf die Siegerstrasse zurück.
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Reinhard Standke
Würde das Team von Nicki Neubauer im Auswärtsspiel bei Volley Toggenburg die Anweisungen des Trainers besser umsetzen können als zuletzt in den Begegnungen mit Neuenburg UC und TJ Ostrava? Nach diesen Spielen hatte der Coach unter anderem das zeitweise Nicht-Befolgen des Gameplans und ein zu geringes Scoring im Angriff bemängelt. In der engen und niedrigen Rietstein-Halle in Wattwil schickte Neubauer, entgegen der Startformation der letzten Wochen, Aussenangreiferin Erin Shomaker (anstelle von Lina Lieb) sowie als Libera Kimi Schnegg (für Isabella Loffreda) zu Beginn auf das Feld.
Der VC Kanti startete druckvoll in die Partie, schlug stark auf, machte die Arbeit in der Feldabwehr und punktete, vor allem durch Shomaker (7), aber auch durch Lockwood und Marković (je 5) sowie Holásková (4). Josipa Marković gelang eine Serviceserie vom 2:1 zum 8:1, Shomaker erzielte drei Asse in Folge zum 15:4, und nach nur 19 Minuten gehörte der Satz den Schaffhauserinnen (25:11).
Im zweiten Durchgang legte Kanti mit Zuspielerin Cole am Service gleich mit 4:0 vor, tat sich in der Folge aber schwerer als zuvor, das Angriffsspiel durchzubringen. Der Gegner war zudem erfolgreicher am Block als im ersten Satz. Kanti-Trainer Neubauer griff frühzeitig zu zwei Team-Time-outs (16:11, 19:16), seine Mannschaft entschied dann diesen Satz mit 25:18 für sich. Weiter ging es erneut mit Sydney Cole am Aufschlag und einer 4:0-Führung. Doch auch die Gegnerinnen, in dieser Saison mit der langjährigen Kanti-Libera Vivane Habegger sowie Lia Capraro spielend, servierten gut und verteidigten erfolgreich. Die Ballwechsel wurden länger und Volley Toggenburg kam im Anschluss an den 13:7-Zwischenstand nach und nach näher. Kanti-Trainer Neubauer nahm beim Stand von 13:10 und später beim 21:16 ein Time-out und wechselte beim 13:12 Lina Lieb für Shomaker ein. Wieder gelang Sydney Cole ein starker Service bis zum 20:12, Kanti liess die Wattwilerinnen noch etwas herankommen, sicherte sich aber Satz und Match mit 25:20. Zu den stärksten Punktelieferantinnen avancierten Jordan Lockwood (17) und Josipa Marković (15).
«Am Ende war es ein ungefährdeter 3:0-Sieg», konnte Kanti-Trainer Neubauer feststellen. «Wir sind sehr dominant aufgetreten in Satz eins und in Satz zwei bis Mitte Satz zwei. Dann ging etwas die Spannung raus, wir machten ein, zwei Fehler zu viel und erlaubten ihnen zu viel», blickt Neubauer zurück. «Wir haben sehr gut aufgeschlagen, das war der Schlüssel. Wir haben viele gute Lösungen im Angriff gefunden.»
Mit dem dreifachen Punktgewinn setzten sich die Schaffhauserinnen in der Tabelle drei Punkte vor Aesch Pfeffingen, das eine 0:3-Heimniederlage gegen Neuenburg UC erlitt. Setzt sich der bisher ungeschlagene Leader am nächsten Sonntag auch gegen das zweitplatzierte Volley Düdingen durch, hat der VC Kanti die Chance, auf den zweiten Rang zurückkehren. Dafür muss das Team von Nicki Neubauer mindestens zwei Punkte aus dem Heimspiel gegen VBC Cheseaux am zweiten Advent holen (BBC-Arena, 16.30 Uhr).
Bereits am Mittwoch spielt der VC Kanti daheim (20 Uhr) um den Einzug in die Achtelfinals gegen TJ Ostrava. Nach der 0:3-Niederlage im Auswärtsspiel müssen die Munotstädterinnen dafür zunächst mit 3:0 oder 3:1 gewinnen und sich auch im dann folgenden «Golden Set» durchsetzen.
NLA, Frauen, 8. Runde: Volley Toggenburg - VC Kanti 0:3 (11:15, 18:25, 20:25). - Rietstein. - 150 Zuschauer. - SR: Canali/Sikanjic. - Spieldauer: 19, 23, 23 = 65 Minuten. – Volley Toggenburg: Joos (Pass, 2), Capararo (4), Marty (1), Stefansdottir (14), Ternava (6), Lewis (8), Habegger (Libera); nicht eingesetzt: Güssow, Wildberger, Joseph, Kleipa, Gassmann, Masoura. – VC Kanti: Cole (Pass, 5), Koch (2), Marković (15), Holásková (9), Lockwood (17), Shomaker (9), Schnegg (Libera); eingewechselt: Corbach, Rekola, Pazin, Lieb (1); nicht eingesetzt: Loffreda, Cavka.
Weitere Spiele: Volley Düdingen - Franches-Montagnes 3:1 (25:20, 22:25, 25:18, 25:20). Aesch Pfeffingen - Neuenburg UC 0:3 (20:25, 24:26, 20:25). VBC Cheseaux - NLZ Volleyball Academy 3:0 (25:15, 25:17, 25:18). Volley Lugano - Genève Volley 3:0 (25:18, 25:19, 25:16).
Rangliste: 1. Neuenburg 8/23 (24:3). 2. Volley Düdingen 8/19 (21:9). 3. VC Kanti Schaffhausen 8/18 (19:9). 4. Aesch Pfeffingen 8/15 (16:10). 5. Franches-Montagnes 8/12 (15:16). 6. VBC Cheseaux 8/12 (16:15). 7. Volley Lugano 8/11 (15:15). 8. Genève Volley 8/7 (8:20). 9. Volley Toggenburg 8/3 (5:21). 10. NLZ Volleyball Academy 8/0 (3:24).
Den Fokus behalten und das eigene Spiel durchziehen
Gefahr am Netz: Katerina Holásková (11) und Lina Lieb (8) bereiten sich im Ostrava-Spiel auf einen Block vor. Bild: Werner Schläpfer
Nach den soll Niederlagen in NLA und Europacup muss der VC Kanti heute in Wattwil drei Punkte holen.
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Reinhard Standke
Ein bis zwei schlechte Sätze in jedem der letzten drei Spiele: Der VC Kanti verlor in den Spielen gegen Lugano, Neuenburg und Ostrava zeitweilig den Faden insbesondere im Angriffsspiel. Gegen das Team aus dem Tessin kam die Schaffhauser Volleyballerinnen zwar vor zwei Wochen zwar noch zum Sieg, in Neuenburg und beim Europacup-Spiel in Ostrava kam das Team von Nicki Neubauer in nur einem der drei verloren Sätze bis auf zwei Punkte heran, im Anschluss an das Spiel kritisierte er das Auftreten seiner Mannschaft. So auch nach den 80 Spielminuten vom Mittwoch in Tschechien, nach denen Neubauer im Anschluss mit dem Team sprach. Vor der Rückreise am Donnerstagnachmittag gab es nicht nur ein 30-minütiges Krafttraining, sondern auch im Videoreplay die Möglichkeit für die Spielerinnen, das Spiel aus anderer Perspektive Revue passieren zu lassen.
«Im Angriff tun wir uns im Moment ein bisschen schwer mit dem Scoring», erklärt Nicki Neubauer, der aber auf Fortschritte in den Sätzen zwei und drei in Ostrava verweist. «In der Analyse aus den beiden letzten Spielen sieht man, dass wir im Feld nicht gut genug arbeiten. Teilweise machen wir den Job nicht, teilweise geht das, was wir im taktischen Bereich aufgleisen, vergessen», sagt Neubauer weiter. «Vor allem im Ostrava-Spiel war ich sehr unzufrieden mit der Disziplin», wird der Trainer deutlich. «Wir müssen daran arbeiten, dass jeder den Fokus behält. Wir sind schnell ‹out of system› zu kriegen und sind dann mit unseren ersten und auch zweiten Ballkontakt nicht gut genug, um in eine vernünftige Angriffssituation zu kommen.» Schlecht sei aber nicht die ganze Spielweise, sondern viele kleine Sachen. «Dann ist es in der Summe aber zu viel», führt Nicki Neubauer an.
In der NLA-Meisterschaft waren die Schaffhauserinnen nach der Niederlage in Neuenburg auf Rang vier zurückgefallen: einen Punkt hinter Düdingen und punktgleich mit Aesch-Pfeffingen. Die Baselbieter- und Freiburgerinnen treffen ihrerseits in den letzten beiden Spielen der Hinrunde auf Neuenburg, während für Kanti mit Toggenburg (9.) und Cheseaux (6.) Teams aus der unteren beziehungsweise mittleren Tabellenzone warten. Mit zwei Siegen könnten sich die Munotstädterinnen also durchaus wieder vor die beiden Konkurrentinnen setzen.
«Für uns ist klar, dass wir gegen Toggenburg drei Punkte holen wollen und müssen», gibt der Kanti-Trainer vor dem heutigen Spiel in Wattwil (17.30 Uhr) vor. «Das Team hat etwas mehr Spielkultur als im letzten Jahr, aber sie haben auch viel mit sich selber zu tun, es passen noch nicht alle Abläufe.» Aktuelle Topscorerin ist die finnische Aussenangreiferin Arita Ternava.
Ein Wiedersehen gibt es heute Abend mit zwei Spielerinnen, die in der vergangenen Saison das Trikot des VC Kanti trugen: Libera Viviane Habegger und Lia Capraro stehen nun in Wattwil unter Vertrag. Beim Spiel in Aesch-Pfeffingen (0:3) stand zudem Matilda Vollmer (Tochter von Genève Volley-Trainer Andi Vollmer und Jana Vollmer), nominell Passeuse im 1.-Liga-Team der Toggenburgerinnen, im Kader und wurde für einige Punkte vom neuen Trainer Detlef Schönberg eingewechselt.
Glatte Niederlage in Neuenburg
Der VC Kanti geriet in Neuenburg unter Druck. Hier Erin Shomaker bei einer Serviceannahme. Bild:Werner Schläpfer
Der VC Kanti zieht bei Neuenburg UC eine klare 0:3-Niederlage ein und fällt auf Rang 4 zurück.
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Reinhard Standke
Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Neuenburg UC, am Ende fehlten dem VC Kanti zwei Punkte, konnten die Schaffhauser Volleyballerinnen gestern im Spiel der NLA-Meisterschaft nicht an die Leistung von Mitte Oktober anknüpfen und zogen einen schlechten Tag ein. «Wir haben gezeigt, wie wir nicht spielen und auftreten können, wenn wir gewinnen wollen», haderte Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer nach den nur 63 Spielminuten mit der Leistung seines Teams.
Es war gross angerichtet im Topspiel der siebten NLA-Runde, in dem der Erste auf den Zweiten traf. Mit 1455 Zuschauerinnen und Zuschauern war der Aufmarsch in der Riveraine-Halle am Neuenburger See fast dreimal so gross wie bei einem Heimspiel des VC Kanti in den letzten Wochen. Von Beginn an suchte das Heimteam sein Heil mit sehr starken Aufschlägen und lag bald mit 9:5 vorne. Doch die Munotstädterinnen kämpften sich noch heran (9:9, 10:10). Doch dann dominierte nur noch der Serienmeister. Nach einer Serviceserie von Gabrielle Attieh, die ihre Mannschaft vom 13:11 zum 19:11 führte, kam Kanti nicht mehr zurück und gab den ersten Satz mit 14:25 verloren. Neuenburg hatte mehr Druck am Aufschlag, Kanti konnte aus Angriffen nach Annahme, die nicht immer überzeugen konnte, zu wenig Erfolg schlagen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs durften die gut zehn mitgereisten Fans des VC Kanti einen anderen Auftritt ihres Teams, dass mit Shomaker anstelle von Lieb auf das Feld kam, bejubeln. Zuspielerin Sydney Cole machte nun ihrerseits Druck mit dem Aufschlag, den ihr Team gegen einen zunächst unkonzentrierten Gegner zur 6:1-Führung nutzte. Dann fand Neuenburg UC zum Powerplay in Service und Angriff zurück. Das Gastteam machte zwar viermal einen Rückstand von drei bzw. vier Punkten wett und führte sogar 22:21. Die bessere Schlussphase in einem Satz, in dem beide Teams sich einige lange, packende Rallys lieferten, gelang jedoch dem Heimteam (25:23).
Mithalten konnte das Team von Nicki Neubauer dann zu Beginn des vierten Satzes bis 5:6. Danach zog NUC unaufhaltsam davon, insbesondere durch eine Serviceserie von Zuspielerin Hayward (11:8 bis 19:8), die Kanti erst zu spät durchbrechen konnte. Der Rückwechsel von Lieb für Shomaker (beim 5:8) sowie die Einwechselungen Pazin für Cole (8:18) und Rekola für Koch (12:22) sollten keinen Umschwung mehr bewirken (12:25). In der Tabelle fiel Kanti hinter Neuenburg und Düdingen sowie das punktgleiche Aesch Pfeffingen auf Rang 4 zurück.
«So ein Spiel kann es geben», bedauerte Nicki Neubauer, sagte aber auch: «Wir waren weit weg von unserem Spiel. NUC war deutlich besser, wir deutlich schlechter.» Beide Teams agierten nicht optimal im Angriff nach Serviceannahme, Neuenburg punktete jedoch 50 Prozent besser im Angriff nach Abwehr. «Wir fanden im Zuspiel zu wenige Lösungen, um vernünftig anzugreifen», so Neubauer weiter. Während beim Heimteam Maia Dvoracek und Tia Sambray für ihr Team die meisten Punkte (15 bzw. 13) erzielten, lagen die Schaffhauserinnen hier deutlich zurück (Holáskova und Marković je 7; Lockwood 6).
Viel Zeit, um sich mit dem enttäuschenden Auftritt zu beschäftigen, bleibt dem VC Kanti nicht. Schon morgen geht es weiter in der ersten von zwei Europacup-Wochen zum Hinspiel des CEV Challenge Cup. Das Team reist am Dienstag via Warschau nach Ostrava, wo das Auswärtsspiel der 1/16-Finals am Mittwoch um 18.00 Uhr angepfiffen wird. In der NLA-Meisterschaft geht es bereits am Samstag weiter. In Wattwil steht dann ab 17.30 Uhr das Auswärtsspiel der 8. Runde gegen den Tabellenvorletzten Volley Toggenburg an.
Service
Volleyball
NLA, Frauen, 7. Runde: Neuenburg UC - VC Kanti 3:0 (25:14, 25:23, 25:12). - Riveraine. - SR: 1455 Zuschauer. - SR: Pedrazzini/Milos. - Spieldauer: 21, 24, 18 = 63 Minuten. – Neuenburg UC: Hayward (Pass, 6), Attieh (9), Branca (5), Dvaracek (15), Scambray (13), De Micheli (5), Delley (Libera); eingewechselt: Paya, Milz,; nicht eingesetzt: Bovet, Scrucca, Joder (Libera), Schneider, Lengweiler. – VC Kanti: Cole (Pass,1), Marković (7), Holásková (7), Lockwood (6), Lieb (1), Koch (1), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach, Rekola, Shomaker (3), A. Pazin; nicht eingesetzt: Cavka, Schnegg. – Weitere Spiele: NLZ Volleyball Academy - Franches-Montagnes 1:3 (25:23, 19:25, 18:25, 16:25). Volley Düdingen - Volley Lugano 3:0 (25:17, 25:23, 25:19). Aesch Pfeffingen - Volley Toggenburg 3:0 (25:23, 25:14, 25:23). Genève Volley - VBC Cheseaux 2:3 (20:25, 25:21, 25:21, 20:25, 7:15). – Rangliste: 1. Neuenburg 7/20 (21:3). 2. Volley Düdingen 7/16 (18:8). 3. Aesch Pfeffingen 7/15 (16:7). 4. VC Kanti Schaffhausen 7/15 (16:9). 5. Franches-Montagnes 7/12 (14:13) 6. VBC Cheseaux 7/9 (13:15) 7. Volley Lugano 7/8 (12:15) 8. Genève Volley 7/7 (8:17) 9. Volley Toggenburg 7/3 (5:18) 10. NLZ Volleyball Academy 7/0 (3:21).
Nächstes Spitzenspiel für den VC Kanti
Syd Cole lanciert Martina Koch gegen Gabrielle Attieh und Alix De Micheli Bild: W. Sch.
Nach der knappen 2:3-Niederlage Mitte Oktober im Supercup treten die SchaffhauserVolleyballerinnen morgen in der Meisterschaft beim aktuellen Leader Neuenburg UC an.
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Reinhard Standke
Nach sechs Runden in der Meisterschaftssaison 2025/2026 liegen die beiden Topteams der vergangenen Spielzeit, Neuenburg UC und VC Kanti Schaffhausen, erneut an der Spitze. Im Supercup hatte sich NUC vor fünf Wochen erst mit dem denkbar knappsten Ergebnis von 15:13 durchgesetzt.
Morgen kommt es am Neuenburger See zur ersten Revanche: Mit einem Sieg vor der grossen Heimkulisse könnte der aktuelle Serienmeister den Vorsprung in der Tabelle von zwei auf fünf Punkten ausbauen. Holen sich aber die Schaffhauserinnen die drei Punkte, würden sie sich an die Tabellenspitze setzen, bei einem 3:2-Erfolg punktemässig mit NUC gleichziehen. Vor Beginn der zweiwöchigen Phase mit drei Spielen in der Meisterschaft und den zwei Begegnungen im Europacup gegen Ostrava liess Kanti-Trainer Neubauer zur Wochenmitte intensiv trainieren, verzichte dafür am Donnerstag auf die Arbeit mit dem Ball und setzte nur ein Krafttraining an.
«Im Topspiel wollen wir daran anknüpfen, wo wir im Supercup angefangen haben», erklärt Neubauer die Ausgangslage für sein Team. Das Ensemble müsse mutig im Aufschlag und im Angriff auftreten. Vergleiche man die beiden Teams in der Statistik, seien sie sehr gleich, was Angriffszahlen betreffe, sagt Neubauer. «Was Effizienz, Aufschlag, Block betrifft, sind sie einen kleinen Tick besser, die Annahme ist fast gleich auf beiden Seiten.»
Sind diese Zahlen sehr ausgeglichen, strebt der Kanti-Trainer im Topspiel eine Verteilung der Angriffslast auf mehr Schultern an. Gegen Volley Lugano hatte Jordan Lockwood (24 Punkte) herausragend agiert, hinter ihr folgen Marković (13) sowie Katerina Holásková (12) und Lina Lieb/Erin Shomaker (addiert 12, nach Wechsel).
Mit Maia Dvoracek und Tia Scambray weist das Team von Neuenburg UC zwei herausragende Angreiferinnen auf, die fast 70 Prozent ihrer Punkte beisteuern. «Da gilt es, zumindest eine zu kontrollieren», so der Kantitrainer. Dvoracek hatte am Supercup ab dem dritten Satz richtig aufgedreht, nachdem der VC Kanti die ersten beiden Durchgänge gewonnen hatte. «Vor allem aus dem Rückraum konnten wir sie nicht kontrollieren, da müssen wir umstellen in unserer Block-Verteidigung», erläutert Neubauer. «Am Ende wird es darum gehen, wie gut wir aufschlagen, wie viel Druck wird machen können. Wenn sie ‹in System› sind, wird es eine sehr schwere Sache. Wir haben nur etwas zu gewinnen, und so wollen wir reingehen in die Partie, ein bisschen aggressiv, ein bisschen hungrig, so wie beim Supercup.»
In der Riveraine-Halle treffen am morgigen Sonntag auch die drei erfolgreichsten Aufschlagspielerinnen aufeinander: Tia Scambray (15 Asse), Gabrielle Attieh (13) und Kanti-Spielerin Josipa Marković (10) führen diese Statistik in der NLA an.
Nach der Affiche am Sonntag warten in den letzten beiden Spielen der Hinrunde zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte auf die Schaffhauser Volleyballerinnen. Am Samstag, 29. November, geht es zum Auswärtsspiel bei Volley Toggenburg (9.), am 2. Advent ist VBC Cheseaux (7.) in der BBC-Arena zu Gast.
Neues grosses Sport-Zentrum
Ausbau der Hallensport-Infrastruktur im Schweizersbild
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Die BBC-Arena im Schweizersbild soll umfassend erweitert werden. Geplant sind zwei neue Grossturnhallen, Räumlichkeiten für den Tischtennisclub, eine unterirdischen Leichtathletik-Laufbahn, Indoor Beachvolleyball, zusätzliche Unterkünfte sowie eine Tiefgarage. Das Investitionsvolumen liegt bei 40.2 Mio. Franken. Stadt und Kanton Schaffhausen unterstützen die Gemeinnützige Stiftung Schweizersbild (GSS) bei diesem für den Schul- und Vereinssport wertvollen Erweiterungsprojekt.
Die «BBC-Arena» bietet im Schweizersbild eine umfangreiche Sporthallen-Infrastruktur. Dabei besteht die «BBC-Arena» aus der 1996 erstellten Sporthalle Birchrüti und der 2011 im Rahmen einer ersten Erweiterung eröffneten Grossraumhalle mit angrenzendem Unterkunftsgebäude der «Swiss Handball Academy» mit 32 Zimmern. Eigentümerin und Betreiberin ist die «Gemeinnützige Stiftung Schweizersbild (GSS)». Die BBC-Arena wird heute von den Sportvereinen Kadetten Schaffhausen, Volleyballclub Kanti Schaffhausen und Kadetten Unihockey für Training und Wettkampf genutzt. Obwohl die BBC-Arena vor allem durch die nationalen und internationalen Profisport-Auftritte der Kadetten Schaffhausen und des VC Kanti bekannt ist, wird die Anlage hauptsächlich durch den Jugend- und Breitensport genutzt (90%).
Das Erweiterungsprojekt
Die Stiftung plant aufgrund der nachgewiesenen Nachfrage im Bereich des Vereins- und Schulsportes eine Erweiterung der BBC-Arena. Das Erweiterungsprojekt umfasst einen Ost- und einen Westteil:
- Ostteil: Der östlich der heutigen BBC-Arena gelegene Parkplatz bietet Platz für zwei neue, unterteilbare Grossturnhallen inkl. Nebenräume. Die Parkplätze finden neu Platz in einer darunterliegenden Einstellhalle im Untergeschoss.
- Westteil: Westlich zwischen der ehemaligen Reithalle und den bestehenden Unterkünften sollen in einem Erweiterungsbau zusätzliche Zimmer und Gruppenunterkünfte für Trainingslager entstehen. Im Untergeschoss sind Vereinsflächen für Tischtennis geplant. Die ehemalige Reithalle wird zudem für Beachvolleyball genutzt.
Es ist in Abklärung, unter welchen Bedingungen die beiden Grossturnhallen werktags tagsüber von kantonalen Schulen (BBZ und Sonderschulen) genutzt werden können. Abends und an den Wochenenden stehen die Hallen für Vereine und für Wettkämpfe zur Verfügung. Im Vordergrund stehen die Sportarten Hallenfussball/Futsal, Basketball, Rollstuhlsport und Kunstrad. Für den ganzjährigen und wetterunabhängigen Trainingsbetrieb des Leichtathletik-Club Schaffhausen (LCS) wird im Ostteil eine unterirdische Laufbahn für das Sprinttraining erstellt. Im Westteil sind Räumlichkeiten für den Tischtennisclub und die Erweiterung der Sportlerunterkünfte mit zusätzlich 30 2er- und 4er-Zimmern geplant. Die frühere Reithalle wird für Indoor Beachvolleyball genutzt.
Mit der Erweiterung werden die Haupt- und Nebennutzflächen um 5'550 m2 (+86%) auf neu insgesamt 11'992 m2 erhöht.
Investitionen und Finanzierung
Für die Erweiterung des Hallensportzentrums wird durch die GSS ein Investitionsvolumen von insgesamt 40.2 Mio. Franken voranschlagt. Die Investitionskosten sollen von der Windler-Stiftung (14.4 Mio. Fr.), der Stadt und dem Kanton Schaffhausen (je 6.0 Mio. Fr.) sowie dem Bund (2.5 Mio. Fr.) mitfinanziert werden. Bei der Stiftung und Spendern verbleiben rund 10 Mio. Franken.
Engagement der Stadt Schaffhausen
Zur Ermöglichung des Erweiterungsprojektes durch die GSS engagiert sich die Stadt in verschiedensten Bereichen. Die Zusammenarbeit umfasst folgende Punkte:
- Investitionsbeitrag über 15% des Investitionsvolumens oder maximal 6.030 Mio. Franken (indexiert, analog zum kantonalen Beitrag)
- Abgeltung für vergünstigte Mieten für Schaffhauser Vereine mit 280‘000 Franken pro Jahr
- Aktualisierung des Baurechtsvertrages für die Osterweiterung
- Dienstbarkeit für eine Energiezentrale von SH POWER auf dem Grundstück
- Umzonung in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBAG) verbunden mit einer Vereinbarung über den Verzicht auf das Heimschlagsrecht
- Verkauf eines Strassengrundstücks
- Einräumung eines Näherbaurechtes
Analog zu den Bedingungen für städtische Vereine in den eigenen Hallen übernimmt die Stadt die volle Miete für den Hallenvereinssport. Die Miete für die dezidiert für eine Sportart erstellte Infrastruktur (Tischtennis, Beachvolleyball, Leichtathletik) vergünstigt die Stadt für die betroffenen Vereine zu zwei Dritteln.
Engagement des Kantons Schaffhausen
Der Kanton Schaffhausen unterstützt die Erweiterung der BBC-Arena mit einem Investitionsbeitrag von 15% des Investitionsvolumens oder maximal 6.030 Mio. Franken, basierend auf dem Kantonalen Sportanlagenkonzept Schaffhausen.
Weiteres Vorgehen
Für die Umsetzung des Erweiterungsprojektes müssen der Grosse Stadtrat und der Kantonsrat den parallel von Stadtrat und Regierungsrat verabschiedeten Vorlagen zustimmen. Stadt- und Regierungsrat planen, am gleichen Abstimmungssonntag eine kantonale und eine städtische Volksabstimmung durchzuführen. Die GSS sieht vor, die Projektierung und den Bau der Erweiterung unmittelbar nach der Volksabstimmung im 2026 voranzutreiben und im Jahre 2030 zu eröffnen.
Die Erweiterung des Hallensportzentrums Schweizersbild ist ein vorbildliches «Public Private Partnership»-Vorhaben mit Vorteilen für alle Beteiligten. Die Stadt und der Kanton erhalten für einen attraktiven Preis dringend nötigen Raum und Kapazitäten für den Schul- und Vereinssport.
Zudem wird das Hallensportzentrum gestärkt und damit auch dessen nationale Ausstrahlung am Standort Schaffhausen als Sportstadt.
Am Ende holt der VC Kanti die drei Punkte
Syd Cole (links) am Netz gegen Seline Zanetti und Margaret Cartwright. Bild: Werner Schläpfer
Gegen Volley Lugano machten die Schaffhauserinnen beim 3:1-Sieg einen längeren Rückstand wett.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Wiederum hatte eine grosse Kulisse von 536 Zuschauern den Weg in die BBC-Arena gefunden, um den VC Kanti im sechsten Spiel der Saison anzufeuern. Den Fans wurden 102 spannende Spielminuten geboten, in denen zeitweilig auch die Unterstützung der Anhänger notwendig sein sollte. Das Heimteam machte in der Stammformation zu Spielbeginn, wie von Trainer Nicki Neubauer vorgegeben, Druck mit dem Aufschlag. Doch auch die Tessinerinnen hatten dieses Tool in ihrem Werkzeugkasten und machten engagiert Gebrauch davon.
So entwickelte sich ein enger Auftaktsatz auf Augenhöhe mit starkem Service, guten Angriffen, aber Fehlern auf beiden Seiten, in dem mal der VC Kanti mit zwei bis drei Punkten (7:5, 16:13, 19:16) und immer wieder Lugano mit einem Punkt (8:7, 11:10, 20:19, 21:20) vorne lag. Vom 13:12 bis zum 18:15 hatte Kanti-Coach Neubauer zum Doppelwechsel gegriffen (Corbach für Koch, Rekola für Holáková). Ein Aufschlagfehler von Lugano und der Satzball von Marković sicherten dann dem Heimteam den Satzbeginn (26:24).
Kanti-Druck lässt nach
Im zweiten Durchgang sollte dann das Momentum zugunsten der Tessinerinnen kippen. Diese gaben gleich zu Beginn mit dem Service den Tarif durch (3:0), verteidigten kämpferisch und setzten sich mit dem Angriff. Kanti agierte zögerlicher, ungenauer, fehlerhafter und fand zu wenige Lösungen im Angriff. Nach dem Ausgleich zum 7:7 fielen die Schaffhauserinnen auf 7:10 zurück und sollten den Rückstand nicht mehr wettmachen (22:25). Der Doppelwechsel (wie zuvor) beim 22:24 brachte keinen Umschwung mehr.
Im dritten Satz legte Lugano bis zum 10:10 immer wieder um zwei Punkte vor, die Munotstädterinnen vermochten drei Mal auszugleichen. Beim Stand von 7:8 hatte Erin Shomaker beim Heimteam Lina Lieb ersetzt. Seline Zanetti führte die Tessinerinnen mit keiner kleinen Serviceserie zum 15:10. Beim Stand von 13:16 griff Nicki Neubauer erneut zum Doppelwechsel. In der Folge agierte Lugano ungenauer, Kanti kam näher. Beim Stand von 18:19 kam Holaskova zurück, die zweite Passeuse, Alessia Pazin ersetzte Sydney Cole. Mit den neuen Impulsen kam Kanti heran (21:21) und dank drei Angriffspunkten zu einem ersten Satzball (25:22). Ein gegnerischer Servicefehler sicherte dem Heimteam den Satzgewinn (25:23).
Einen mental anderen VC Kanti erlebten die Zuschauer anschliessend. Das Team glaubte wieder an sich, fast alles gelang, fast fehlerlos. Mit zwei Aufschlagserien (Shomaker, Koch) zogen die Schaffhauserinnen scheinbar mühelos von 5:3 auf 20:4 davon und holten sich mit 25:9 Satz und Sieg, zu dem Topscorerin Lockwood mit 24 die meisten Punkte beigesteuert hatte. «Wir haben uns schwergetan», fasste Kanti-Trainer Neubauer zusammen, der auch auf die zeitweilig ungenaue Annahme und das in der Folge unpräzise Spiel sowie diverse Eigenfehler hinwies. «Wir haben aussen zu wenig gescort», so Neubauer weiter.
Am kommenden Sonntag fordern die zweitplatzierten Schaffhauserinnen im Spitzenspiel auswärts den Tabellenführer Neuenburg (17.30 Uhr, Riveraine) heraus. Im Supercup Mitte Oktober hatte Kanti gegen den Meisterschaftsfavoriten die ersten beiden Sätze gewonnen, dann hatten Druck und Präzision nachgelassen. Fans können die Mannschaft begleiten, die Abfahrt des Cars (Kosten 40 Franken) erfolgt um 13.15 Uhr an der BBC-Arena, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch.
Frauen, NLA, 6. Runde: VC Kanti - Volley Lugano 3:1 (26:24, 22:25 25:23 25:9). - BBC Arena. - 536 Zuschauer. - SR: Tobler/S. Auricht. - Spieldauer: 30, 26, 27, 19 = 102 Minuten. – VC Kanti: Cole (Pass), Marković, Holásková, Lockwood, Lieb, Koch, Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach, Rekola, Shomaker, A. Pazin, Cavka; nicht eingesetzt: Schnegg. – Volley Lugano: Palm, Zanetti, Cartwright, Santos, Pannell, Rocassin (Pass), Mortati (Libera); eingewechselt: Garovic, Djruric, Sardo, Minelli, Citterio.
Weitere Spiele. Am Samstag: Volley Düdingen - NLZ Volleyball Academy 3:0 (25:15, 25:21, 25:18). VBC Cheseaux - Volley Toggenburg 3:0 (25:18, 25:13, 25:16). Franches Montagnes - Aesch-Pfeffingen 0:3 (15:25, 22:25, 21:25). Neuenburg UC - Genève Volley 3:0 (25:21, 25:14, 25:13).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 6/17 (18:3). 2. VC Kanti Schaffhausen 6/15 (16:6). 3. Volley Düdingen 6/13 (15:8). 4. Sm’Aesch Pfeffingen 6/12 (13:7). 5. Franches-Montagnes 6/9 (11:12). 6. Volley Lugano 6/8 (12:12). 7. VBC Cheseaux 6/7 (10:13). 8. Genève Volley 6/6 (6:14). 9. Volley Toggenburg 6/3 (5:15). 10. NLZ Volleyball Academy 6/0 (2:18).
Zwischenanalyse bei Kanti vor der Affiche gegen Volley Lugano
Sydney Cole (3) hält den Ball für Martina Koch (18) im Spiel. Bild: Werner Schläpfer
Der Halbfinalgegner vom Frühjahr, Volley Lugano, ist heute mit einem rundum erneuerten Team zu Gast beim VC Kanti.
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Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Die vier letzten der bislang fünf ausgetragenen Spiele in der Saison 2025/2026 der Nationalliga A konnte der VC Kanti für sich entscheiden und steht vor der heutigen sechsten Runde auf dem zweiten Tabellenplatz zwei Punkte hinter Titelverteidiger Neuenburg und zwei Punkte vor Volley Düdingen. Nachdem nun die Hälfte der Partien der Hinrunde bereits absolviert ist, nahm sich Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer Zeit, um diese Spiele auszuwerten und um, neben der Zielsetzung bis Weihnachten so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, auch spieltechnische Elemente in den Vordergrund zu stellen, in denen sich sein Team noch verbessern kann, vor allem was Aufschlageffizienz und -druck betrifft.
«Das Spiel gegen die Volleyball Academy, in dem wir in den ersten zwei Sätzen sehr gut aufschlagen und dann der Druck ein bisschen rausgeht, ist ein gutes Beispiel», erläutert Neubauer im Rückblick auf den 3:1-Sieg vom vergangenen Samstag. «Wir haben Kennzahlen festgelegt für unsere Mannschaft.» Zuspielerin Sydney Cole sei dabei eine der Spielerinnen, die diese Zahlen sehr gut erreichen, es gebe in diesem Bereich auch noch Baustellen bei Spielerinnen, bei denen der Druck nicht hoch genug sei, dagegen aber die Fehlerquote hoch sei. «Da wollen wir uns als Team verbessern», so Neubauer, der einen weiteren Punkt anspricht.
«Im Angriff sind wir aus der Serviceannahme heraus sehr gut. Aus der Abwehr heraus sind wir okay.» Man habe aber noch Luft nach oben im Zusammenspiel, den Entscheidungen im Zuspiel und den Vorbereitungen der Angreiferinnen. «Wir haben noch Luft nach oben im Scoring und im Risikomanagement», sagt Neubauer. «Das Verhältnis Fehler – Punkte ist noch nicht so, wie es für uns möglich wäre», erläutert der Kanti-Trainer im Vorfeld der Partie gegen Volley Lugano (16.30 Uhr, BBC-Arena).
Die Tessinerinnen, die im März Gegner in den Playoff-Halbfinals waren, sind nicht so in die Saison 2025/2026 gestartet (6.9, wie dies ihr Kader hergeben sollte. Allerdings kam es bei Volley Lugano zu mehr Wechsel als bei den Munotstädterinnen (Zuspiel, Aussen, Diagonal, eine der Mittelblockerinnen). Bei den Spielerinnen, die es besonders zu beachten gilt, verweist Nicki Neubauer einerseits auf die erfahrene Aussenangreiferin Marta Santos Hurst (33), ehemalige Kapitänin der portugiesischen Nationalmannschaft, sowie die aktuelle Topscorerin, Diagonalangreiferin Margaret Cartwright (USA, 25), und Aussenangreiferin Ava Palm (USA, 23). «Es ist eine gefährliche Mannschaft, sehr kompakt», so die Einstufung von Nicki Neubauer, obwohl Volley Lugano am vergangenen Wochenende in Aesch 1:3 verloren hatte.
Holáskova ist Spielerin der Woche
Kanti-Captain Katerina Holásková, die ihre elfte Saison in Schaffhausen spielt, wird von Swiss Volley aktuell als Spielerin der Woche auf der Website vorgestellt. Ursprünglich wollte die heute 34-Jährige nur für ein Jahr im Ausland spielen. Längst hat sie ihre Heimat hier im Sport, im Beruf als Lehrerin und auch privat gefunden. Die beste Blockerin(über 1000 Blockpunkte) der Schweiz in der vergangenen Saison hat in dieser Spielzeit bislang in jedem gespielten Satz einen Blockpunkt für ihr Team erzielt.
Kanti-Sieg gegen eine komplett neue Mannschaft
Kurz vor Spielbeginn in Kloten rief Trainer Nicki Neubauer sein Team in die Kabine und passte den Matchplan an.

Katerina Holásková mit 18 Punkten Topscorer im Kantiteam. Bild:W. Schläpfer
Reinhard Standke, Kloten
Unter plötzlich anderen Vorzeichen stand am Samstag die Partie des VC Kanti in Kloten gegen die Volleyball Academy. Beim Team des Nationalen Leistungszentrums von Swiss Volley standen zum ersten Mal in der Saison 2025/26 die drei ukrainischen Spielerinnen Marharyta Geiko (Diagonal), 19, bisher Bielsko (POL), Zlata Dobryn (Mitte, 18, Brusno/SLV) und Veronika Tverda (Pass, 18, Janova/LTU) im Aufgebot. Das Trio war zwar im ersten Testspiel des VC Kanti, zu dem die Volleyball Academy Anfang September in der BBC-Arena zu Gast war, auf dem Feld, hatte aber erst in den letzten Tagen die Lizenz erhalten. Eine Tatsache, von der die Schaffhauser Volleyballerinnen erst bei der Ankunft in der Halle erfuhren. Zuvor hatte Coach Nicki Neubauer sein Team taktisch auf einen Gegner eingestellt, der mit nur einer Mittelblockerin agiert. Nun konnte eine neue Passeuse zwei Mittelblockerinnen einsetzen. Neubauer berief sein Team in die Kabine, um die neuen Gegebenheiten für die Partie gegen «eine komplett neue Mannschaft» zu vermitteln.
Die ersten beiden Sätze klar in Schaffhauser Hand
Es blieb aber dabei, dass der VC Kanti nicht in der Stammformation der letzten Partien begann. Neubauer gönnte Lina Lieb eine Auszeit, für sie stand Erin Shomaker auf dem Feld. «In den ersten beiden Sätzen haben wir sehr gut gespielt», fasste der Kanti-Trainer den Spielbeginn zusammen. Die Munotstädterinnen machten wie geplant mit dem Aufschlag Druck und im Angriff die Punkte – im ersten Durchgang vor allem durch Josipa Markovć (8), im zweiten durch Katerina Holáková (7). Im ersten Satz zog Kanti nach dem 9:9 davon auf 25:18, im zweiten legten die Schaffhauserinnen durch eine Serviceserie von Marković mit 9:1 vor und dominierten gegen ein fehlerbehaftetes Academy-Team mit 25:11.
Weiter geht es am Samstag gegen Volley Lugano
Doch wie so oft in einem dritten Satz, änderte sich das Momentum im Spiel. Der Druck im Aufschlagsspiel bei Kanti liess nach. Bei guter Annahme kamen dann gute Angriffe des Gegners, erklärte Nicki Neubauer, sodass die Academy nach einem 4:9-Rückstand herankam (19:19). Nach vier Kanti-Fehlern in Folge nutzte das Heimteam einen Satzball zum 25:20. Die Academy hatte einen Lauf, im vierten Satz liefen die Schaffhauserinnen vom 4:4 bis 15:15 einem Rückstand von bis zu drei Punkten hinterher. Dann hatte Kanti die Lektion gelernt, fand zum Service- und Angriffsspiel zurück, machte weniger Fehler und entschied Satz (25:18) und Spiel (3:1) für sich. «Wir haben schnell gelernt und die Herausforderung gut gemeistert», so die Analyse von Nicki Neubauer. Für die Volleyball Academy steuerten Neuzugang Geiko (20) und die Topscorerin Zuvic (14) die meisten Punkte bei, bei Kanti Holásková (18) und Marković (14).
An diesem Samstag empfängt der weiterhin auf Rang 2 platzierte VC Kanti den Playoff-Halbfinalgegner der vergangenen Saison (16.30 Uhr, BBC-Arena), Volley Lugano. Die vor Saisonbeginn als einer der Medaillenkandidaten gehandelten Tessinerinnen liegen nach fünf von neun Spielen der Hinrunde auf dem 6. Rang.
Frauen, NLA, 5. Runde: Volleyball Academy – VC Kanti 1:3 (18:25 11:25 25:20 18:25). – Ruebisbach. – 100 Zuschauer. – SR: Gena/Zindel. – Spieldauer: 21, 19, 21, 23 = 84 Minuten. – Volleyball Academy: Geiko (20), Tverda (Pass, 3), Zuvic (14), Dobryn (4), Kellenberger (5), Bergmann (3), Zbinden (Libera); eingewechselt: Morandi, Riva (1), Haenni (Pass), Çeçen, Licka (3). – VC Kanti: Cole (Pass, 3), Koch (4), Marković (14), Holásková (18), Lockwood (10), Shomaker (10), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach, Rekola (2), Cavka, Pazin, Schnegg; nicht eingesetzt: Lieb.
Weitere Spiele: Volley Toggenburg – Franches-Montagnes 1:3 (25:20, 19:25 18:25, 14:/25). Sm’Aesch Pfeffingen – Volley Lugano 3:1 (25:27, 25:17, 25:21 25:18). Genève Volley – Volley Düdingen 0:3 (12:25, 20:25, 16:25). VBC Cheseaux – Viteos NUC 0:3 (20:25 11:25 10:25).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 5 14 (15:3). 2. VC Kanti 5 12 (13:5). 3. Volley Düdingen 5 10 (12:8). 4. Sm’Aesch Pfeffingen 5 9 (10:7). 5. Franches-Montagnes 5 9 (11:9). 6. Volley Lugano 5 8 (11:9). 7. Genève Volley 5 6 (6:11). 8. VBC Cheseaux 5 4 (7:13). 9. Volley Toggenburg 5 3 (5:12). 10. NLZ Volleyball Academy 5 0 (2:15).
Die Favoritenrolle umsetzen
Die fünfte Runde der Nationalliga A führt den VC Kanti heute zum Auswärtsspiel bei der Volleyball Academy.

Die Spielerinnen des VC Kanti konnten zuletzt über drei Siege in Folge jubeln. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
«Die Formkurve zeigt nach oben», fasste Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer am Power-Frühstück für die Haupt- und Co-Sponsoren am Donnerstag die knapp neun Wochen zusammen, in denen das Team für die Saison 2025/26 gemeinsam arbeitet. Neubauer verwies darauf, dass über 70 Prozent der Belegschaft neu sind, von den sieben Spielerinnen der Stammformation waren in der vergangenen Saison nur Katerina Holásková und Jordan Lockwood dabei.
Gelungener Reset
Zum Ende der Vorbereitungsphase ging gegen starke Gegner das Selbstvertrauen verloren, und der Start in die NLA-Saison misslang. Nach einem «Reset» festigten sich die Automatismen wieder, im Supercup schrammte das Team knapp am Titel vorbei und schaffte in der Meisterschaft drei Siege in Folge. «Die Mannschaft hat sich entwickelt und wir sind auf gutem Weg», schildert Nicki Neubauer die Fortschritte.
Heute führt der Weg die Schaffhauser Volleyballerinnen nach Kloten, wo die Partie gegen das bislang punktlose Tabellenschlusslicht, die Volleyball Academy, ausgetragen wird (Ruebisbach, 16.30 Uhr). In der Trainingsplanung blickt Chefcoach Neubauer jedoch bereits auf die folgenden Wochen mit den Spielen gegen Lugano, in Neuenburg sowie im Europacup gegen Ostrava voraus und begann diese Woche mit einem Athletikblock, dem ein trainingsfreier Mittwoch folgte. «Es war der einzige Zeitpunkt, zu dem wir da nochmals eine Spitze setzen konnten», erläutert Nicki Neubauer.
«Die Academy müssen wir auf jeden Fall ernst nehmen, sie sind halt eine Wundertüte.» Das Team des Nationalen Leistungszentrums tritt mit nur neun bis zehn Spielerinnen an, darunter die von VC Kanti 2 gekommene, 19-jährige Aussenangreiferin Melis Çeçen und die von den Roten Raben Vilsbiburg (2. Bundesliga) nach Kloten gewechselte, einzige nominelle Mittelblockerin Laura Bergmann (21).
«Die Academy hat Phasen, in denen sie recht gut spielen, wenn sie ihre Annahme recht gut halten können. Mit der Nummer 9, Leana Zuvic, haben sie eine Aussenangreiferin, die schon in der vergangenen Saison einige gute Spiele in der NLA gemacht hat», sagt Nicki Neubauer.
«Wir müssen schauen, dass wir unsere Qualität reinkriegen und sie mit dem Aufschlag unter Druck setzen. Am hohen Ball fehlen ihnen die Lösungen, da machen sie relativ viele Fehler.» Es gelte, an der Favoritenrolle zu arbeiten und die Pace vorzugeben. Neubauer deutete an, dass er möglicherweise Spielerinnen von Beginn an Spielzeit geben könnte, die bislang noch nicht so viel zum Einsatz gekommen waren.
Kanti lässt gegen Genève Volley nichts anbrennen
Nach dem Sieg über das Team des Büsingers Andi Vollmer rückt der VC Kanti in der Tabelle auf Rang zwei vor.

TopsorerinLina Lieb (r.) mit dem Angriff gegen den Grnfer Block. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Wie schon vor einer Woche waren über 500 Zuschauer in der BBC-Arena beim NLA-Match des VC Kanti dabei. Wurde vor sieben Tagen das Team aus Aesch-Pfeffingen mit einem klaren 3:0 heimgeschickt, stand nun die Prüfung gegen Tabellennachbar Genève Volley mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer an.
Das jüngste NLA-Team auf dem Feld
Kanti-Trainer Neubauer schickte die Stammformation gegen das im Altersdurchschnitt jüngste Team der NLA auf das Feld. Und dieses hielt mit frechem Spiel und gutem Side-out bis zum 5:5 gegen den Favoriten mit. Doch dann sollte sich die Qualität der Schaffhauserinnen in Angriff, Block und Verteidigung durchsetzen, das Heimteam zog zunächst langsam, dann schneller davon auf 10:6, 14:7. Beim Stand von 17:10 wechselte Trainer Neubauer Rekola und Corbach für Koch/Holásková ein. Seine Mannschaft sicherte sich den ersten Durchgang am Ende deutlich mit 25:14.
Im zweiten Durchgang sollte der Druck der Munotstädterinnen nachlassen, es traten mehr Fehler auf, Genf verteidigte besser. Kanti setzte sich nach dem 5:5 nach und nach ab, beim Stand von 21:15 gewährte Neubauer der zweiten Passeuse Alessia Pazin Einsatzzeit, die ihr Team zum 25:20 führte. Mit Pazin und Mittelblockerin Rekola ging es im dritten Satz von Beginn an weiter. Doch nach der Zehnminutenpause erwischte Kanti in Abnahme und Angriff den schlechteren Start. «Wir führen», rief Genf-Coach Vollmer freudig dem SN-Fotografen zu, als sein Gegenüber beim Stand von 5:9 ein Time-out nahm. «Vielleicht sind es auch nur sonnige Momente», so Vollmer weiter. Die Schaffhauserinnen kamen dann zwar langsam näher, vermochten aber erst beim 15:15 erstmals auszugleichen. Die Gäste kämpften aber weiter und waren beim 22:20 sogar einem Satzgewinn näher als die Gastgeberinnen. Mit einer Serviceserie (Marković) und fünf Punkten in Folge sicherte sich jedoch Kanti Satz und Match, zu dessen Gewinn Lieb und Lockwood (je 16) sowie Marković (13) die meisten Punkte beigesteuert hatten. «Wir haben uns mit der Favoritenrolle schwergetan», so Kanti-Trainer Neubauer nach der Partie. Sein Team habe zeitweilig die Disziplin verloren und sich nicht an den Gameplan gehalten. «Es war ein Spiel zum Lernen, am Ende bestimmen wir das Tempo.»
Es folgt der Match in Kloten gegen den Letzten
Am kommenden Samstag führt der Spielplan die Schaffhauser Volleyballerinnen, die nach der vierten Runde hinter Titelverteidiger Neuenburg Rang zwei belegen, nach Kloten zum noch punktlosen Team der Volleyball Academy, dem Nationalen Leistungszentrum. Schwere Aufgaben stehen dann anschliessend für den VC Kanti auf dem Programm. Am Samstag, 15. November, ist der Tabellendritte Volley Lugano in der BBC-Arena zu Gast. Eine Woche später treten die Munotstädterinnen am Sonntag beim Supercupgewinner Neuenburg an.
Nationalliga A, Frauen, 4. Runde: VC Kanti Schaffhausen - Genève Volley 3:0 (25:14, 25:20, 25:22). - BBC-Arena. - 524 Zuschauer. - SR: Demmel/Rüegg. - Spieldauer: 19, 21, 24 = 64 Minuten. – VC Kanti: Cole (Pass, 2), Marković (13), Holásková (8), Lockwood (16), Lieb (16), Koch (2), Loffreda (Libera); eingewechselt: Corbach (1), Rekola (2), Pazin (Pass), Schnegg (Libera); nicht eingesetzt: Cavka. – Genève Volley: Van Leemput (5), Stewart (5), Matul (Pass, 3), Keller (12), Facchini (3), Traub (9), Knutti (Libera); eingewechselt: Donzé; nicht eingesetzt: Martinez, Yakoubi.
Weitere Ergebnisse: Volley Lugano - Raiffeisen Volley Toggenburg 3:0 25:18, 25:12, 25:16). Volley Düdingen - Aesch Pfeffingen 3:1 (25:19, 19:25, 25:17, 25:19). Franches-Montagnes - VBC Cheseaux 3:1 (25:21, 25:18, 20:25, 25:17). Neuenburg - NLZ Volleyball Academy 3:0 (25:14, 25:8, 25:12).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 4:11 (12:3). 2. VC Kanti 4:9 (10:4). 3. Volley Lugano 4:8 (10:6). 4. Volley Düdingen 4:7 (9:8). 5. Aesch Pfeffingen 4:6 (7:6). 6. Franches-Montagnes 4:6 (8:8). 7. Genève Volley 4:6 (6:8). 8. VBC Cheseaux 4:4 (7:10). 9. Volley Toggenburg 4:3 (4:9). 10. NLZ Volleyball Academy 4:0 (1:12).
Gegen Genf muss der VC Kanti weiter das eigene Spiel einbringen
Nach den Erfolgen in Düdingen und gegen Aesch-Pfeffingen will der VC Kanti auch gegen Genève Volley punkten.

Gegen Genève Volley will Jordan Lockwood weiter punkten. Bild: W.Sch.
Reinhard Standke
Zu einem Duell von Tabellennachbarn kommt es heute (16.30 Uhr, BBC-Arena) in der BBC-Arena, wenn in der vierten Runde der Nationalliga A der drittplatzierte VC Kanti auf Genève Volley, das sich nach den Heimsiegen über die Volleyball Academy und Franches-Montagnes auf Rang vier wiederfindet, trifft. Im Gegensatz zum Saisonauftaktsieg in Schaffhausen musste Franches-Montagnes am vergangenen Wochenende in Genf verletzungsbedingt auf die polnische Zuspielerin Zielinska verzichten, dem Team unterliefen zudem viele Fehler.Die heutige Partie ist auch ein Wiedersehen von Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit seinem «Lehrmeister» (so Neubauer) Andi Vollmer. Beide wirkten von 2009 bis 2011 in der Munotstadt. Vollmer amtiert seit 2022 als Cheftrainer in Genf.ZurückbuchstabiertDas Team startete ehrgeizig in die Saison 2024/2025, musste aber nach den finanziellen Problemen zurückbuchstabieren und startete nur elfköpfig, mit überwiegend aus der Region Genf stammenden jungen Spielerinnen in die Spielzeit 2025/2026. Erfahrung aus höheren Ligen haben nur Libera Flavia Knutti (NLA) sowie die aus der deutschen Bundesliga gekommene Aussenangreiferin und Topscorerin Luisa Keller. Im Sommer übernahm die frühere NLA-Libera Fabia Gnädinger (2009–2014; Genf, Cossonay, Neuenburg) das Präsidentenamt. Gnädinger ist die Tochter des früheren IKRK-Generalsekretärs Angelo Gnädinger, der seine Wurzeln in Ramsen hat und ein Bruder des 2015 verstorbenen Schweizer Schauspielers Mathias Gnädinger ist.«Wir sind in diesem Jahr klarer Aussenseiter. In den letzten Jahren waren wir ein guter Herausforderer und konnten das eine oder andere Spiel gewinnen», ordnet Andi Vollmer ein. «Physisch sind wir klar unterlegen als kleinste Mannschaft in der NLA, auf dem Papier sind wir weit davon weg, mit Kanti mithalten zu können. Für mich ist es aber auch ein Heimspiel», freut sich Vollmer, «ich bin in fünf Minuten zu Hause in Büsingen.»«Wir sind gewarnt durch die Ergebnisse, die Genf erzielt hat», stellt Kanti-Trainer Neubauer sein Team auf den aktuellen Tabellennachbarn ein. «Sie spielen unbekümmert auf und haben nichts zu verlieren.» Und gegen ein solches Team zu spielen, ist gemäss der Erfahrung nicht immer leicht. «Sie spielen sehr viel mit Finten, darauf müssen wir achten und sehr viel Disziplin zeigen im Block-Abwehr-System.» Vor allem müsse Kanti erneut das eigene Spiel einbringen, was im Supercup gegen Neuenburg und beim 3:0 über Aesch-Pfeffingen gut gelungen war. «Ich bin überzeugt, wenn wir unseren Speed, unsere Power reinkriegen, gut aufschlagen und unsere Fehlerquote niedrig halten können, dann bieten wir ihnen wenig an», erläutert Nicki Neubauer.
VC Kanti kommt in der NLA an: 3:0-Sieg über Aesch-Pfeffingen
Dem VC Kanti gelang gegen Aesch-Pfeffingen, angereist als Tabellenführer nach der 2. Runde, ein klarer Sieg.

Erfolgreicher Angriff von Martina Koch gegen Brianna Green. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Nun ist der VC Kanti in der Nationalligasaison 2025/2026 angekommen. Nach der knappen Niederlage zum Auftakt gegen Franches-Montagnes, dem Erfolg in Düdingen und dem lange Zeit herausfordernden Auftritt im Supercup gegen Neuenburg fuhr das Team von Trainer Nicki Neubauer in der dritten Runde der Nationalliga A einen deutlichen Sieg gegen Aesch-Pfeffingen ein (Gesamtpunktzahl 75:46).
Mit Sydney Cole als erste Zuspielerin, der Saison-Topscorerin Jordan Lockwood (Diagonal), den Aussenangreiferinnen Lina Lieb und Josipa Marković, Katerina Holásková und Martina Koch (den Mittelblock) sowie Libera Isabella Loffreda hat Neubauer die Stammformation gebildet, die er auch in den drei Sätzen gegen Aesch-Pfeffingen jeweils zu Beginn auf das Feld schickte.
In Pink
Die Baselbieterinnen, die nach den zwei Siegen in den ersten beiden Runden als einziges Team ohne Punkt- und Satzverlust dastanden, reisten als Tabellenführer in die Munotstadt und traten in ihren pinken Leibchen an. Die Schaffhauserinnen trugen im Rahmen der Aktion der Krebsliga Schaffhausen zur Sensibilisierung für die Brustkrebsvorsorge pinke Socken sowie Schleifchen.
Der VC Kanti setzte die Gegnerinnen von Beginn mit starken Aufschlägen und den cleveren Angriffen unter Druck. Auch nach einem ersten Time-out von Aesch-Pfeffingen (8:4) zog das Heimteam weiter davon (15:8). Beim Stand von 17:10 vollzog Nicki Neubauer einen für die Saison neuen Doppelwechsel und schickte Maëlle Corbach (für Holásková) sowie Netta Rekola (für Martina Koch) auf das Feld (bis zum 21:13). Kanti, stärker im Angriff, der Annahme, im Block und mit weniger Fehlern, legte mit 25:13 vor.
Kanti dominiert
Im zweiten Durchgang konterte das Gastteam den Start der Schaffhauserinnen (4:2) mit stärkerem Druck am Service und übernahm die Führung (10:6). Lina Lieb führte ihre Mannschaft dann mit vier Punkten in Folge wieder heran. In der Folge dominierte wieder Kanti, insbesondere im Angriff, bei Aesch-Pfeffingen lag die Fehlerquote höher. In der Phase vom 18:15 bis zum 23:20 griff Kanti-Trainer Neubauer erneut zum vorherigen Doppelwechsel. Sein Team sicherte sich den Satz mit 25:21.
Nach dem 9:4-Start des VC Kanti in den dritten Satz kamen die Gäste zwar bis auf zwei Punkte heran, dann dominierte wieder Kanti das Geschehen in Service, Angriff, Block und Annahme und sicherte sich nach nur 19 Minuten Satz (25:12) und Sieg und durfte sich vom Publikum feiern lassen.
«Ich bin sehr zufrieden, wir haben ihr Spiel gut studiert und sie mit guten Aufschlägen vom schnellen Spiel weggehalten», lobte Kanti-Trainer Neubauer sein Team, das sich «megadiszipliniert» an den Gameplan gehalten und eine «super Teamleistung» gezeigt hatte.
Am kommenden Samstag ist in der vierten Runde der Büsinger Trainer Andi Vollmer mit Genève Volley, nach zwei Siegen über die Volleyball Academy und Franches-Montagnes Tabellennachbar (4.) des VC Kanti (3.), in der BBC-Arena (16.30 Uhr) zu Gast.
NLA, Frauen, 3. Runde: VC Kanti - Aesch-Pfeffingen 3:0 (25:13, 25:21, 25:12). - BBC Arena. - 578 Zuschauer. - SR: Schemeth/Bastante. - Spieldauer: 22, 29, 19 = 1:10 Stunden. – VC Kanti: Cole (Pass, 7), Marković (12), Holásková (8), Lockwood (10), Lieb (11, Koch (1), Loffreda (Libera); eingewechselt: Rekola (3), Corbach, Shomaker (1); nicht eingesetzt: Pazin (Pass), Cavka, Schnegg. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass), Gillen (11), Matter (7), Ellis (10), Schenker (7), Green, Schnyder (Libera); eingewechselt: Lüthi (Pass); nicht eingesetzt: Saladin, Locher, Kneubühler.
Weitere Spiele: NLZ Volleyball Academy - Volley Lugano 0:3 (11:25, 22:25, 10:25). Genève Volley - Franches-Montagnes 3:1 (25:19, 25:21, 22:25, 25:19). Volley Toggenburg - Viteos NUC 0:3 (14:25, 15:25, 16:25). VBC Cheseaux - Volley Düdingen X:Y (12:25, 25:21, 25:20, 23:25, 15:13). – Nachtrag 2. Runde: Franches-Montagnes - Neuenburg UC 1:3 (13:25 ,25:22, 17:25, 14:25).
Rangliste: 1. Neuenburg UC 3/8 (9:03). 2. Aesch Pfeffingen 3/6 (6:03). 3. VC Kanti 3/6 (7:4). 4. Genève Volley 3/6 (6:5). 5. Volley Lugano 3/5 (7:6). 6. Volley Düdingen 3/4 (6:7). 7. VBC Cheseaux 3/4 (6:7). 8. Franches-Montagnes 3/3 (5:7). 9. Volley Toggenburg 3/3 (4:6). 10. NLZ Volleyball Academy 3/0 (1:9).
Das nächste Spitzenspiel für den VC Kanti

Isabella Loffreda (r.) ist die erste Libera beim VC Kanti. Bild:W.Sch.
Reinhard Standke
Der Vizemeister gegen den aktuellen Tabellenführer – so lautet die Affiche für das heutige Spiel des VC Kanti gegen Aesch-Pfeffingen. Eine Woche, nachdem die Schaffhauser Volleyballerinnen bei der knappen 2:3-Niederlage im Supercup gegen Neuenburg UC aufzeigten, dass sie sich seit Saisonbeginn spielerisch weiterentwickelt haben, trifft das Team des VC Kanti heute (16.30 Uhr, BBC Arena) auf Aesch-Pfeffingen, dass die NLA-Tabelle nach zwei Spieltagen als einziges Team ohne Punkt- und Satzverlust anführt.
Die Tabelle wird jedoch in den nächsten Wochen bereinigt werden. So liegt der mutmassliche Medaillenkandidat Lugano nach zwei Niederlagen bislang nur auf Rang 9. Volley Toggenburg, das dem Tabellenende zugerechnet werden muss, ist nach dem Sieg gegen das Schlusslicht (Volleyball Academy) dagegen auf Rang 3 klassiert.
«Wir wollen da weitermachen, wo wir am letzten Samstag aufgehört haben», gibt Kanti-Trainer Nicki Neubauer, dessen Team auch Rang 5 liegt, für die heutige Begegnung vor. Der Gegner aus dem Baselbiet war in den Partien in Cheseaux und gegen Genève Volley (mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer) weniger gefordert als die heutigen Gastgeberinnen gegen Franches-Montagnes und in Düdingen. «Sie spielen gut, schnell, sehr variabel», hat Nicki Neubauer beim Videostudium der letzten Partie von Aesch-Pfeffingen analysiert. Die seit 2023 amtierende Zuspielerin Mita Uiato verteile die Bälle sehr gleichmässig.
«Aesch-Pfeffingen war in den letzten Wochen das Team mit den besten Angriffsmittelblockerinnen. Für uns geht es in der eigenen Halle vor allem darum, mit dem Service möglichst viel Druck zu machen, auch, um Uiato von der Variabilität abzuhalten.» Dann ginge bei dem Team, das wenig Fehler mache, das Scoring runter. «Es gilt, da weiterzumachen, wo wir gegen Neuenburg aufgehört haben, das eigene Sideout-Spiel war in den ersten beiden Sätzen sehr, sehr gut», so Nicki Neubauer. «Es wird ein enges, gutes Spiel werden zwischen zwei Teams auf Augenhöhe.»
Aktionen der Krebsliga
Am heutigen Spiel des VC Kanti beziehungsweise bei der Partie der Kadetten Schaffhausen gegen Wacker Thun (22. November) führt die Krebsliga Schaffhausen Aktionen durch, um auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Brust- bzw. Prostatakrebs aufmerksam zu machen. Das NLA-Team des VC Kanti organisiert heute zusätzlich ein Kuchenbuffet.
Der VC Kanti fordert Neuenburg UC im Supercup fünf Sätze lang
Die Schaffhauser Volleyballerinnen überraschten im Supercup mit zwei klaren Satzgewinnen, am Ende blieb ihnen aber nur die Silbermedaille.

Kantis Lina Lieb sorgte mit ihren Angriffen immer für Druck. Bild:W.Schläpfer
Reinhard Standke, Gümligen
VOLLEYBALL. Eine Heimniederlage gegen Franches-Montagnes, ein Sieg bei Volley Düdingen: Was würde der amtierende Vizemeister VC Kanti Schaffhausen im dritten Pflichtspiel der Saison, dem Supercup gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC, zeigen können? Dies fragten sich die rund 30 Kanti-Fans, die mit in die Mobiliar-Arena nach Gümligen gereist waren, in der sonst der BSV Bern antritt.
Zwei starke Sätze von Kanti
Nicki Neubauer, Trainer des VC Kanti, ging in der gleichen Formation wie am Mittwoch in Düdingen, mit Sydney Cole (Pass) und Martina Koch (Mitte), in die Partie, die mit 15 Minuten Verzögerung begann, da die Anspielzeit wohl zu früh angesetzt war, um das vorhergehende Duell der Männer inklusive Siegerehrung rechtzeitig zu Ende zu bringen. Die ersten Minuten bestimmte der Favorit, Neuenburg zog auf 3:1 und 7:4 davon. Doch der Rest des ersten Satzes sollte dem VC Kanti gehören: NUC verlor etwas den Faden, den Topscorerinnen Dvoracek und Scambray unterliefen neben wenigen Punkten einige Fehler mehr (7:4), Kanti spielte gut in der Abwehr, plötzlich gelang das Angriffsspiel, das teilweise auch schnell lief. Die Gäste kamen nicht nur zum Ausgleich, sondern zogen mit dem besseren Angriffs- und Blockspiel davon und sicherten sich den ersten Satz mit sieben Punkten Vorsprung.
Und im zweiten Satz setzen die Schaffhauserinnen ihr Spiel fort, agierten zwar im Angriff nicht mehr ganz so stark und machten mehr Fehler (7:7), punkteten aber fleissig mit einer stark aufspielenden Lina Lieb sowie vor allem Jordan Lockwood. Neuenburg lag zwar in der Satzmitte mit dreimal einem Punkt vorne, Kanti holte sich den Satz am Ende klar mit 25:17.
Im Anschluss an die zehnminütige Pause sollte sich die Partie dann wenden. Meister und Pokalsieger Neuenburg trat aggressiver auf, servierte härter, das Scoring ging hoch. Neben Dvoracek und Branca punktete nun auch Scambray. NUC gelang ein klarer Satzgewinn (25:18). Im vierten Durchgang lief der Angriff des VC Kanti wieder stärker, das Team ging vor Satzmitte zweimal mit zwei Punkten in Führung (10:8 und 11:9), nach dem 14:14 setzte sich jedoch das Team aus der Romandie durch, das weniger Fehler als Kanti machte (2:7) und ausglich (25:19). Im Tiebreak war für Kanti bis zum 9:9 alles möglich, dann sollten sich die grössere Aggressivität und das breiter abgestützte Scoring von Neuenburg durchsetzen. Kanti wehrte vier Matchbälle ab, kam bis auf einen Punkt heran, bis die wie im Rausch aufspielende Dvoracek die Partie beendete (15:13).
Der Trainer ist zufrieden
«Ich bin megastolz auf die Mannschaft. Vor einer Woche haben wir gejammert, heute haben wir sehr gut dagegengehalten», zollte Kanti-Trainer Nicki Neubauer seinem Team sein Lob. «Wir haben Fortschritte gemacht im Auftreten, in der Aggressivität im Spiel, darauf können wir aufbauen.» «Es ist megaschade, aber wir haben eine riesige Entwicklung gemacht, wir arbeiten weiter», nennt Captain Katerina Holásková die positive Perspektive für die weitere Saison. Am kommenden Samstag tritt der VC Kanti vor heimischem Publikum gegen NLA-Tabellenführer Aesch Pfeffingen an (BBC-Arena, 16.30 Uhr).
Supercup 2025. Neuenburg UC - VC Kanti Schaffhausen 3:2 (18:25, 17:25, 25:18, 25:19, 15:13). - Mobiliar-Arena, Gümligen BE - 1742 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Milos. - Spieldauer: 18, 22, 23, 23, 17 = 1:43 Stunden. – Neuenburg UC: Hayward (Pass, 5), Attieh (8), Branca (10), Dvoracek (27), Scambray (16), De Micheli (6), Delley (Libera); eingewechselt: Sojcic (Libera); Paya, Milz, Schneider, Lengweiler; nicht eingesetzt: Waeber, Bovet, Scrucca. – VC Kanti: Cole (Pass, 5), Marković (15), Holásková (11), Lockwood (23), Lieb (16), Koch, Loffreda (Libera); eingewechselt: Pazin (Pass), Rekola (2), Shomaker (1); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach, Schnegg.
Frauen, NLA, 2. Runde: Aesch Pfeffingen - Genève Volley 3:0 (25,15, 25,14, 25,18). NLZ Volleyball Academy - Volley Toggenburg 0:3 (23,25, 13,25, 20,25). Volley Lugano - VBC Cheseaux 2:3 (25,20, 20,25, 16,25, 25,14, 9,15). – Rangliste: 1. Aesch Pfeffingen 2 6:0 6. 2. Franches-Montagnes 1 3:1 3. 3. Volley Toggenburg 2 4:3 3. 4. Volley Düdingen 2 4:4 3. 5. VC Kanti Schaffhausen 2 4:4 3. 6. Genève Volley 2 3:4 3. 7. Neuenburg UC 1 3:2 2. 8. VBC Cheseaux 2 3:5 2. 9. Volley Lugano 2 4:6 2. 10. NLZ Volleyball Academy 2 1:6 0.
Supercup: Favorit Neuenburg – Herausforderer VC Kanti
Die beiden Playoff-Finalisten der vergangenen Saison bewegen sich seit dem April auf unterschiedlichen Wegen.

Beim Aufschlag (hier Sydney Cole in Düdingen) muss der VC Kanti noch zulegen. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Meister Neuenburg UC – Vizemeister VC Kanti Schaffhausen – so lautete am 24. April 2025 im Anschluss an den dritten Playoff-Final der Endstand der Nationalliga-A-Meisterschaft 2024/25. In den Partien hatten die Schaffhauser Volleyball den aktuellen Serien-Titelträger unter Druck gesetzt. In den beiden ersten Spielen auf Augenhöhe war das Team von Nicki Neubauer näher an einem Sieg dran als in der letzten Begegnung, als das Team insbesondere im Angriff zeitweise zurückstecken musste. Der Ausfall der ersten Zuspielerin Brigitta Petrenko hatte viel Substanz im Zusammenspiel und sehr viel Selbstvertrauen gekostet. Heute treffen die beiden Teams in Gümligen (17.30 Uhr) im Rahmen des Supercups wieder aufeinander.
Seit dem Frühjahr sind Neuenburg und Kanti verschieden unterwegs. Eine Gemeinsamkeit ist jedoch ein Wechsel der ersten Passeuse: Während bei Neuenburg nun die von Volley Lugano geholte Natalie Hayward anstelle von Méline Pierret das schnelle Spiel sicherstellen soll, kam es auch beim VC Kanti zu einer Veränderung im Zuspiel (Sydney Cole anstelle von Petrenko). Dafür zog die Erfolgstrainerin Lauren Bertolacci nach sieben Saisons weiter, bei Kanti amtiert Nicki Neubauer in der neunten Spielzeit. Bei den Munotstädterinnen sind im 13-köpfigen Kader gleich sieben Neuzugänge zu verzeichnen, bei NUC kam es bei 14 Spielerinnen nur zu fünf Wechseln. Während bei Kanti die Saisonvorbereitung mit dem kompletten Team jeweils Anfang September beginnt (die Bewilligungen der ausländischen Spielerinnen sind während acht Monaten von September bis April gültig), konnte Neuenburg UC bereits vier Wochen früher mit der vollständigen Mannschaft trainieren.
Dennoch hatte NUC zum Saisonauftakt gegen Lugano beim 3:2 einige Mühe, insbesondere da Aussenangreiferin und letztjährige Topscorerin Tia Scambray nicht den besten Tag erwischte. Ihr habe Diagonalspielerin Maia Dvoracek jedoch inzwischen den Rang abgelaufen, so Nicki Neubauer. Kanti konnte nach der Niederlage gegen Franches-Montagnes am Mittwoch den Sieg in Düdingen einfahren. «Wir werden gegen Neuenburg gut beraten sein, wenn wir uns auf uns konzentrieren», blickt Trainer Neubauer voraus. «Am Mittwoch haben wir vor allem aus der Abwehr heraus sehr viele Fehler gemacht, da fehlt es bei uns noch an Abstimmung.» Bezüglich Offensive werde sich im Game-Plan wenig ändern.«Es wird darum gehen, Neuenburg vom ganz schnellen Spiel mit unserem Aufschlag abzuhalten, da müssen wir uns noch verbessern», so Neubauer.
Bereits 2021 hatten sich NUC (als Meister) und Kanti (als Cupsieger) im Supercup gegenübergestanden. Das Team aus der Romandie ging damals mit 3:0 (25:14, 25:23, 25:15) als Sieger hervor. Auch die drei folgenden Austragungen konnte Neuenburg UC für sich entscheiden. «Alles andere als ein Sieg von NUC wäre eine Überraschung», sagt Kanti-Trainer Neuenburg. Aber Cupspiele haben bekanntlich ja ihre eigenen Gesetze., wie Siege von «David» gegen «Goliath» immer wieder zeigen.
Arbeitssieg des VC Kanti in Düdingen
Nach der Saison-Auftaktniederlage gegen Franches-Montagnes setzte der VC Kanti gestern bei Volley Düdingen 3:1 durch.

Katerina Holaskova sorgt für Gefahr am Netz. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Nachdem Vizemeister VC Kanti daheim ohne Punktgewinn in die Spielzeit 202/2026 gestartet war, durfte man gespannt sein, wie sich die Schaffhauserinnen in der vorgezogenen Partie der zweiten Runde schlagen werden. In der Startaufstellung in der Begegnung auswärts gegen Volley Düdingen setzte Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer im Gegensatz zum vergangenen Samstag gegen Franches-Montagnes auf die US-Amerikanerin Sydney Cole als Zuspielerin (anstelle von Alessia Pazin) und Martina Koch (anstatt Netta Rekola).
Das Heimteam wehrte sich lange mit den erwarteten schnellen Angriffen, Kanti versuchte, mit starken Aufschlägen und hohen Angriffen, Finten hinter den Block sowie Angriffen aus dem Rückraum (Lina Lieb) dagegenzuhalten. Die Schaffhauserinnen waren zunächst auf 5:3 davongezogen, Düdingen hielt dagegen (10:9), musste dann immer wieder die Gäste davonziehen lassen, die nach dem 19:19 ihr Spiel durchzogen (25:21). Trainer Neubauer hatte beim 23:20 den Doppelwechsel Pazin/Rekola für Cole/Koch vollzogen.
Die Startphase des zweiten Durchgangs gehörte dann jedoch den Freiburgerinnen, die mit der 17-jährigen Elodie Ashong begannen und Kanti mit ihrem schnellen Spiel unter Druck setzten. Die Munotstädterinnen agierten weniger stark im Block, Düdingen zog mit der stärkeren Angriffsquote auf 6:2, 9:5 davon. Dann wurde der Kanti-Angriff stärker, überwiegend mit hohen Bällen. Beim 13:12 gelang die erste Führung, die bis zum 23:23 Bestand hatte. Dabei hatte es zuvor Kanti aufgrund von zwei Fehlern verpasst, die Führung auszubauen. Mit zwei Angriffspunkten sicherte Lina Lieb den Satzgewinn.
Erneut viele Fehler
Den Schwung konnten die Schaffhauserinnen jedoch nicht fortsetzen. Mit starkem Service, guter Verteidigung und der besseren Angriffsleistung zog Düdingen über 8:3 und 10:5 (der Kanti-Doppelwechsel Pazin/Rekola für Cole/Koch fiel in eine Serviceserie von Sarina Wieland) auf 12:5 und 15:8 davon. Dann fanden die Gäste wieder besser ins (Angriffs-)Spiel, kamen auf 17:18 heran, fielen während einer weiteren Aufschlagserie von Wieland auf 17:22 zurück. Mit 25:20 gelang dem Heimteam der Satzanschluss.
Im vierten Satz begann Nicki Neubauer wiederum mit der Startformation, während sein Gegenüber Leonardo Portaleoni insbesondere Topscorerin Hill schonte und zunächst auf Diana Sacher setzte. Wie schon im Satz zuvor ging zunächst Volley Düdingen mit dem stärkeren Angriffsspiel in Führung (9:6), verlor aber im Anschluss an ein Time-out von Nicki Neubauer den Faden. Die Fehlerquote bei Düdingen stieg, das Angriffsspiel bei Kanti stabilisierte sich zunächst (13:10), dann meldeten sich die Gastgeberinnen (17:16). In packenden Rallyes konnte mal das eine, dann wieder das andere Team punkten. Im Anschluss an den 19:19-Zwischenstand sorgte Zuspielerin Cole mit einer Serviceserie zum 24:19 für eine Vorentscheidung. Ihr Team konnte jedoch erst den dritten Matchball verwerten.
«Es war ein harter Fight», so Coach Nicki Neubauer. «Wir haben einen guten Teamspirit reingebracht.» Wie zuletzt lobte der Trainer eine gute Annahme und gute Verteidigung. Einmal mehr kritisierte Neubauer jedoch die hohe Fehlerquote: «Mit Block- und Angriffsfehlern geben wir ihnen 30 Punkte, sie selber machen 42. Wir mussten uns zuzusagen selber schlagen. Wir haben hart gearbeitet in der Abwehr, hatten dann aber viele Ungenauigkeiten, viel Zögern», analysiert Nicki Neubauer.
Am Samstag tritt der VC Kanti im Rahmen des Supercups in Gümligen gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC an. Für Fans besteht die Möglichkeit, im Car des VC Kanti mitzufahren (35 Franken, Abfahrt 13.45 Uhr BBC-Arena, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch).
Service
Volleyball NLA
Volleyball, NLA, Frauen. 3. Runde: Volley Düdingen - VC Kanti 1:3 (21:25, 23:25, 25:20, 21:25). - Leimacker. - 412 Zuschauer. - SR: Sanapo/Troyon. - Spieldauer: 24, 26, 24, 25 = 99 Minuten. – Volley Düdingen: Da Silva (13), Vondran (Pass, 2), Hill (8), Staffelbach (6), Petitat (5), Wieland (18), Portmann (Libera); eingewechselt: Ashong (5), Gasser (Pass), Bolinger (Libera) Sacher (4), Rothenbühler (1); nicht eingesetzt: Hamel. – VC Kanti: Cole (Pass, 1), Marković (13), Holásková (15), Lockwood (20), Lieb (14), Koch, Loffreda (Libera); eingewechselt: Pazin (Pass), Rekola (2), Shomaker (3); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach, Schnegg.
Rangliste: 1. Sm’Aesch Pfeffingen 1 3:0 3. 2. Genève Volley 1 3:1 3. 3. Franches-Montagnes 1 3:1 3. 4. Volley Düdingen 2 4:4 3. 5. VC Kanti Schaffhausen 2 4:4 3. 6. Neuenburg UC 1 3:2 2. 7. Volley Lugano 1 2:3 1. 8. Volley Toggenburg 1 1:3 0. 9. NLZ Volleyball Academy 1 1:3 0. 10. VBC Cheseaux 1 0:3 0.
Stark aufschlagen und die Spannung hochhalten
Zwischen Saisonauftakt und Supercup steht für den VC Kanti heute das vorgezogene Ligaspiel in Düdingen an.

Jordan Lockwood (Mitte, Nummer 9) tritt heute Abend in Düdingen für den VC Kanti Schaffhausen im Topscorer-Trikot an. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Vier Tage nach dem Saisonauftakt, an dem der VC Kanti nicht wie erhofft punkten konnte, steht bereits der zweite NLA-Match an. Dieser wurde von Samstag auf heute vorgezogen, da die Schaffhauserinnen als Vizemeister in drei Tagen in Gümligen den Supercup gegen Meister und Cupsieger Neuenburg UC bestreiten. Viel Zeit gebe es gar nicht, das verlorene Spiel gegen Franches-Montagnes mit der Mannschaft nachzubereiten, äussert sich Cheftrainer Nicki Neubauer. Viel mehr hätten die Spielerinnen individuell die Möglichkeit genutzt, die Videoaufzeichnung anzusehen. Kanti unterlag zum Saisonauftakt mit 1:3 Sätzen, der Gesamtpunktestand betrug dabei 92:94.
Eigene Fehler gebaut
Nach dem eigenen Studium sah Neubauer seinen ersten Eindruck vom Spiel bestätigt: «Es gibt Momente, in denen wir den Ball in einer sehr guten Situation für uns nicht ‹totmachen›, sondern eher noch einen Fehler daraus bauen. Individuell haben wir zwar nicht sehr viele Fehler gemacht, aber es sind in der Summe einfach zu viele gewesen», erläutert der Trainer des VC Kanti. «Vor allem ist es in Momenten passiert, in denen wir noch mal wegkommen könnten, wie im zweiten Satz oder im dritten, vierten Satz in Momenten, in denen wir noch einmal hätten rankommen können. Diese Momente brechen uns mental.» Zudem hatte das Gastteam eine gute Leistung in der Abwehr gezeigt. «Sie konnten Bälle noch herauskratzen, die fast schon ein Punkt für uns waren, und dann noch selber verwerten. Und so kam dann die Niederlage zustande.»
Unmittelbar nach dem Spiel hatte Nicki Neubauer die Leistung vor allem im Angriff kritisiert, während er die Annahme als sehr gut einstufte. Mit zunehmender Dauer des Spieles habe man aber Probleme gehabt, das Block-Abwehr-System zu halten. «Wir müssen versuchen, mehr erstes Tempo zu spielen mit unseren Mittelblockern, da ist im Laufe des Spieles die Präzision verloren gegangen», blickt der Trainer des VC Kanti zurück und voraus. «Wenn wir in der Annahme so weiterspielen, können wir im Bereich Block, Aufschlag, Abwehr sicher zulegen. Wir müssen aus der Niederlage lernen.» Die Mannschaft werde Zeit brauchen, sich zu entwickeln, so Neubauer.
Weiter gut annehmen
Während der VC Kanti sieben Zuzüge zu verzeichnen hatte, holte der heutige Gegner Volley Düdingen die Aussenangreiferin Chiara Petitat aus Cheseaux sowie drei junge Spielerinnen vom Nachwuchszentrum aus Freiburg. Beim 3:1-Auftakt im Toggenburg taten sich die Freiburgerinnen recht schwer. «Sie spielen aggressiver und schneller als letztes Jahr, vor allem mit den Aussenangreiferinnen.» Somit sei ihr Spiel mit Sarina Wieland und Samantha Hill sehr aussenlastig, erklärt der Kanti-Trainer.
«Wir müssen mit unserem Aufschlag ansetzen, damit sie etwas wegkommen von ihrem schnellen Spiel.» Der Fokus liege aber sonst mehr beim eigenen Team, insbesondere das Spiel in den zuvor erwähnten Momenten zu Ende zu spielen und die Spannung hochzuhalten.
Kanti startet mit Niederlage in die Saison
Am Ende zu viele Fehler und unter dem Strich einige Baustellen – dies offenbarte der Vizemeister VC Kanti beim Auftaktspiel der Nationalliga A gegen Franches Montagnes.

Erfolgloser Blockversuch von Netta Rekola und Alessia Pazin gegen VFM Topscorerin Karen Renteria. Bild: W.Sch..
Reinhard Standke
«Wir haben eigentlich gut angefangen, dann aber im Angriff viel liegen gelassen und viele Fehler gemacht», fasste der Cheftrainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, die 100 Spielminuten des Auftaktspiels seines Teams zusammen. Neubauer, der sich im Vorfeld noch nicht auf eine Stammformation festlegen wollte, schickte am Samstag gegen Franches-Montagnes zu Beginn mit Alessia Pazin (Zuspiel) und Isabella Loffreda (Libera) zwei Kanti-Eigengewächse sowie fünf Ausländerinnen auf das Feld (Captain Holásková, Lockwood, Rekola, Lieb und Marković). Nach einem etwas herzigen Beginn (3:5) folgte eine kurze Phase mit ausgeglichenem Spielstand, dann zog das Heimteam mit einer Aufschlagsserie von Katerina Holásková von 13:11 auf 18:11 davon und brachte den erarbeiteten Vorsprung zu Ende (25:17). Kanti zeigte sich etwas besser im Aufschlag, Abwehr und Angriff, machte aber mehr Fehler. Kurz vor Satzende hatte Nicki Neubauer beim Zuspiel Cole für Pazin gebracht sowie auf der Mitte Koch für Rekola, begann im zweiten Durchgang dann wieder mit der Startformation. Diese sollte immer wieder gegen die in der Rotation umstellenden Gäste in Rückstand geraten (2:5, 8:10, 12:14, 17:18). Franches-Montagnes verteidigte gut gegen die Aufschläge und Angriffe des VC Kanti und punktete selber, trotz einer höheren Fehlerquote, immer mehr durch Rentaria, Varé und Bonardi. Hin und her ging es in einer hektischen Schlussphase. Kanti führte 22:20, musste den Ausgleich hinnehmen, kam zu zwei Satzbällen, die nicht genutzt wurden, und musste mit 25:27 den Satzausgleich hinnehmen.
Den dritten Durchgang gestaltete Kanti, wieder mit der Startformation beginnend, entweder punktgleich oder mit bis zu drei Punkten in Führung liegend. Nach dem erzielten 19:18 brachte Nicki Neubauer, wie schon im ersten Satz, Cole für Pazin und Koch für Rekola. Kanti geriet jedoch in Rückstand und gab auch diesen Satz ab (21:25). Bei den Schaffhauserinnen kehrte die letzte Aufstellung nach der Pause auf das Feld zurück. Das Team geriet jedoch nach dem 1:1 in Rückstand, machte viele Fehler (11:5). Beim 1:4 kam Erin Shomaker für Josipa Marković auf das Feld. Franches-Montagnes war im Flow und holte sich nach dem 16:10-Zwischenstand mit noch einmal 25:21 Satz und Match. Dem Vizemeister war der Auftakt in die neue Saison misslungen. Hatte Trainer Neubauer nach den letzten Testspielen auf die Baustellen in der Abwehr und auf dem Feld hingewiesen, zeigte er sich nach dem Samstagsspiel mit der Verteidigung noch zufrieden, kritisierte aber die Angriffsleistung. «Wir haben viel liegen gelassen und viele Fehler gemacht. Auch nach guter Annahme», so der Trainer des VC Kanti. «Wir haben es mit der Brechstange versucht, wir müssen die Sachen aber ordentlich machen.» Zum Teil habe auch die Präzision gefehlt.
Nachdem in den letzten vier Testspielen der Siegesjubel ausgeblieben war und nun eine weitere Niederlage hinzukam, wird das Selbstbewusstsein beim Team etwas angekratzt sein. Dies gilt es vor der Partie vom Mittwochabend bei Volley Düdingen wieder aufzubauen. Dieses Spiel der zweiten NLA-Runde wurde aufgrund des Supercups, in dessen Rahmen die Schaffhauserinnen am Samstag in Gümligen auf Neuenburg UC treffen, um drei Tage vorgezogen.
Volleyball, NLA, Frauen. 1. Runde: VC Kanti - Franches-Montagnes 1:3 (25:17, 25:27, 21:25, 21:25) . - BBC Arena. - 431 Zuschauer. - SR: Hefti/S. Auricht. - Spieldauer: 25, 29, 22, 24 = 1:40 Stunden. – VC Kanti: Pazin (Pass, 2), Marković (8), Holásková (12), Lockwood (22), Lieb (10), Rekola (7), Loffreda (Libera); eingewechselt: Cole (1), Koch (1), Schnegg, Shomaker (4); nicht eingesetzt: Cavka, Corbach. – Franches-Montagnes: Zielinska (Pass), Varé, Membrez, Rentiera, Gilomen, Bonardi, K. Chapatte (Libera); eingewechselt: Tschanz, Em. Faivet, Morandi; nicht eingesetzt: El. Faivet, Z. Chapette. – Weitere Ergebnisse: Genève Volley - NLZ Volleyball Academy 3:1 (28:26, 25:20, 24:26, 25:9). Volley Toggenburg - Volley Düdingen 1:3 (25:22, 16:25, 20:25, 27:29). VBC Cheseaux - Aesch Pfeffingen 0:3 (20:25, 20:25, 22:25). Viteos NUC - Volley Lugano 3:2 (25:20, 22:25, 15:25, 25:20, 15:10). – Rangliste: 1. Aesch Pfeffingen 1 3:0 3. 2. Genève Volley 1 3:1 3. 3. Volley Düdingen 1 3:1 3.4. Franches-Montagnes 1 3:1 3. 5. Viteos NUC 1 3:2 2. 6. Volley Lugano 1 2:3 1. 7. VC Kanti Schaffhausen 1 1:3 0.8. Volley Toggenburg 1 1:3 0. 9. NLZ Volleyball Academy 1 1:3 0. 10. VBC Cheseaux 1 0:3 0.
Wieder um die Medaillen mitspielen
Nach Silber in der Meisterschaft 2024/25 will der VC Kanti auch in der am Samstag beginnenden neuen NLA-Saison um die Medaillen kämpfen.

Für das Team um Kateřina Holásková (r.) beginnt diee Saison. Bild: W. Schläpfer

Das Team des VC Kanti in der Saison 2025/2026: vorne (v.l.): Netta Rekola, Lina Lieb, Kimi Schnegg, Sydney Cole, Isabella Loffreda; hinten: Assistenztrainer Xaver Kitzmüller, Jordan Lockwood, Nina Cavka, Maëlle Corbach, Erin Shomaker, Alessia Pazin, Kateřina Holásková, Josipa Marković, Martina Koch und Cheftrainer Nicki Neubauer. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Blicken wir zwölf Monate zurück: Von Beginn der Saison 2024/25 an konnte sich der VC Kanti auf Rang 1 in der Tabelle festsetzen, musste diesen Platz nach einem Einbruch mit dem Ausscheiden aus dem Europacup gegen ein zuvor enttäuschendes Team aus Düdingen sowie der ersten Meisterschaftsniederlage im letzten Spiel der Vorrunde in Lugano Neuenburg überlassen, konnte aber den zweiten Platz bis zum Saisonschluss halten. Als zweitplatzierter Klub erreichten die Schaffhauser Volleyballerinnen in den Playoffs den Final, hatten in den drei Spielen gegen Neuenburg UC aber trotz der Verletzung von Passeuse Brigitta Petrenkó durchaus Chancen auf Siege und wurden am Ende mit der Silbermedaille in der NLA-Meisterschaft für die Leistungen der Saison belohnt. Ob nun dieser Erfolg in einem durchaus veränderten Umfeld wiederholt oder gar getoppt werden kann mit einem ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte?
«Wir wollen Meister werden», so hatte sich der langjährige Trainer Nicki Neubauer an der Medaillenfeier im April und auch im Rahmen der Teamvorstellung Ende September geäussert. Leichter gesagt als getan – denn vor einem möglichen Erfolg steht der Liga-Alltag mit 18 Partien in der Qualifikation sowie mindestens sieben Spielen in den Playoffs. Seit Anfang September bereitet der Cheftrainer des VC Kanti sein Team auf die 35. NLA-Saison des VC Kanti (seit 1991) vor. In den Trainings- und Testspielen wurden zunächst fünf Erfolge gegen mutmasslich leichtere Gegnerinnen erzielt, es folgen vier Begegnungen gegen auf dem Papier wohl stärkere Mannschaften, in denen man zum Teil nur knapp in den Sätzen unterlag.
Sieben Neuzugänge
Bereits vor dem Finale hatte Captain Kateřina Holásková angekündigt, dass sie eine 11. Saison bei Kanti anhängt, während Korina Perkovac ihre Karriere beendete. Die insgesamt sieben Abgänge wurden durch sieben Neuzugänge ersetzt. Mit der aus den USA zurückgekehrten Maëlle Corbach stehen vier Eigengewächse im Kader der Munotstädterinnen, dazu kommen mit Kimi Schnegg (Libera) und Martina Koch (Mitte) zwei neue (Ost-)Schweizerinnen. Komplettiert wird das Team neben Holásková von sechs weiteren Ausländerinnen, darunter sind vier neue Spielerinnen.
Zum Auftakt in die neue Meisterschaftssaison ist heute (16.30 Uhr, BBC Arena) Franches-Montagnes zu Gast. Das Team beschränkt sich für diese Spielzeit auf drei statt vier Ausländerinnen und war zuletzt offenbar von der Verletzung der Diagonalspielerin Laetitia Bonardi betroffen. Neu im Kader sind unter anderem die neue Zuspielerin Patrycja Zielińska (Pol) sowie die Aussenangreiferin Karen Renteria (Col), die für die Punkte sorgen soll. «Der Rest ist bekannt und überschaubar», so Kanti-Coach Neubauer.
Auftakt gegen Franches-Montagnes
Der Fokus in der Matchvorbereitung für den VC Kanti werde aber weniger auf dem Gegner als auf dem eigenen Team liegen. An «Baustellen» nennt Neubauer insbesondere Annahme und Abwehr sowie die Organisation auf dem Feld, während er sich mit dem Angriffsspiel der letzten beiden Wochenenden sehr zufrieden zeigt. In Annahme und Abwehr sei es nach den Abgängen von Viviane Habegger und Perkovac eine komplett neue Konstellation. «Wir haben niemanden mehr da aus dem bisherigen Annahmeriegel», erklärt Neubauer. Insbesondere Neuzugang Josipa Marković müsste sich bei der Raumaufteilung in der Abwehr umgewöhnen von einem nach rechts orientierten System auf eine Orientierung nach links.
Nach einer insgesamt sehr guten Vorbereitung sei es nun wichtig, dass sein Team das Niveau aus den Spielen gegen Wiesbaden, Stuttgart und Mulhouse halte. Franches-Montagnes werde kaum den Level dieser Teams haben, weder von der Physis noch von der Spielanlage. «Für uns wird es darum gehen, die Latte relativ hoch zu legen. Höher zu legen, als Franches-Montagnes springen kann», so Neubauer. «Wir wollen mit viel Schwung starten, denn die erste Woche hat es gleich in sich mit drei Spielen.» Bereits am Mittwoch folgt das Auswärtsspiel in Düdingen, am Samstag in einer Woche steht der Supercup gegen den Meister und Pokalsieger Neuenburg UC an.
Die Aussichten in einer zweigeteilten Liga
Grosse Vorfreude vor dem Saisonstart herrscht beim VC Kanti, nicht nur beim Team und Cheftrainer Nicki Neubauer, sondern auch beim Vereinspräsidenten Sandro Poles.

Die Vorbereitungen hatten dabei nicht erst mit dem Trainingsstart begonnen, sondern bereits vor Monaten mit administrativen Dingen wie Vertragsverhandlungen, Beantragung von Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen für ausländische Spielerinnen, Festlegung der Wohnsituation, Versicherungen, Auto und weiterem. Wurden auf die Saison 2024/2025 die LED-Banden beschafft, gebe es aktuell keine weiteren innovativen Neuerungen, so Poles. Fortgeführt wird in der heute beginnenden Saison, dass die Vorstellung der Spielerinnen des VC-Kanti-Teams von «Einlaufkids» im Rahmen des Projektes «Volleyball macht Schule» begleitet wird. Zum einen bringen die Kinder zusätzliche Zuschauer zu den NLA-Spielen, zum anderen konnten seit Projektbeginn viele von ihnen zu Partnerklubs in der Region vermittelt werden. Zur Fortführung des Projektes wurde inzwischen ein separater Förderverein gegründet.
Kanti verliert Tests gegen Bundesliga-Teams
Mit zwei Partien gegen deutsche Bundesliga-Teams schloss der VC Kanti die Vorbereitung vor dem Start in die NLA in einer Woche ab.

Die finnische Mittelblockerin Netta Rekola beim Angriff im Spiel gegen VC Wiesbaden. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Hatten in der Vorbereitung seit Anfang September als Trainings- und Testspielgegner zunächst die Volleyball Academy und VBC Aadorf bereitgestanden, folgten dann die Spiele in Linz gegen die Gastgeberinnen sowie Olymp Praha und VK Královo Pole Brno. Nachdem Kanti diese Begegnungen allesamt für sich entscheiden konnte, folgten Tests gegen stärkere Gegner. Im Anschluss an die zwei Spiele gegen Volley Mulhouse Alsace vor einer Woche, die die Gäste gewannen, standen am Freitag und Samstag in Stuttgart mit MTV Stuttgart beziehungsweise VC Wiesbaden zwei Bundesligaklubs auf dem gegnerischen Feld. Beide Partien mussten die Schaffhauserinnen verloren geben.
Zufriedener Trainer Neubauer am Freitag
«Am Freitag haben wir ein sehr gutes Spiel gesehen», blickt Kanti-Trainer Nicki Neubauer zurück. Vor allem im Angriff habe man wieder sehr gut gespielt. «Wir hatten dann ein paar Probleme mit Aufschlag und Annahme, da war das Level von Stuttgart sehr hoch. Wir haben aber gut in der Abwehr gearbeitet.» Am Ende hätten dann ein paar Asse zur Entscheidung geführt.
Guter Auftakt im Spiel um Platz 3 in Stuttgart
Im Spiel um Rang drei hatten die Munotstädterinnen in Stuttgart im ersten Satz lange gegen den VC Wiesbaden in Führung gelegen. «Dann liessen wir uns die Butter vom Brot nehmen», so Neubauer, dessen Team den Durchgang mit 23:25 abgab. «Das Spiel ist dann gekippt, wir hatten aber auch ein paar Baustellen zu viel auf dem Feld und haben Energie verloren», sagte Nicki Neubauer weiter. «Der letzte Satz war dann nicht gut, es war nicht optimal, so aus dem Turnier zu gehen», meinte der Kanti-Coach zum Satzergebnis von 16:25.
Der Quervergleich mit dem amtierenden Meister und Pokalsieger, am 18. Oktober Gegner im Supercup, fällt zunächst zugunsten von Neuenburg UC aus. Die Westschweizerinnen konnten beide Turnierspiele gegen die Teams aus der Bundesliga gewinnen und werden so auf Rang 1 in der Turnierrangliste geführt.
In sechs Tagen startet die NLA in die Saison
«Es gibt sicher noch einiges an Arbeit zu tun», analysiert Nicki Neubauer sechs Tage vor dem Start in der höchsten Schweizer Frauenvolleyball-Liga am Samstag gegen Franches-Montagnes (16.30 Uhr, BBC Arena).
«Wir sind individuell noch ein ganzes Stück weg von der optimalen Verfassung. Vor allem mit der Angriffsleistung bin ich aber sehr zufrieden, wir haben viele gute Lösungen gefunden.» Was noch fehle, sei die Kompaktheit im Feld, vor allem gegen Teams, die physisch überlegen seien. «Da werden wir noch ein paar Spiele brauche, bis wir da sind, wo wir sein wollen.»
Hummel Cup, Testturnier. Stuttgart. Halbfinals: VC Kanti – MTV Stuttgart 0:3. Neuenburg UC – VC Wiesbaden 3:0. – Spiel um Rang 3: VC Kanti – VC Wiesbaden 0:3 (23:25, 21:25, 16:25). Final: Neuenburg UC – MTV Stuttgart 3:1. – Endstand: 1. Neuenburg UC. 2. MTV Stuttgart. 3. VC Wiesbaden. 4. VC Kanti.
Grosse Ziele: VC Kanti strebt die Spitze in der Nationalliga A an
«Wir wollen Meister werden»: Nichts weniger nannte Cheftrainer Nicki Neubauer an der traditionellen Vorstellung des Teams als Saisonziel.

Kanti-Passeuse Sydney Cole (l.) lanciert den Ball für Mittelblockerin Netta Rekola. Szene aus dem gestrigen Testspiel. Bild: Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Zwei Wochen vor dem Start der Spielzeit 2025/ 2026 stellte der VC Kanti Schaffhausen sein Team den Sponsoren und Gönner vor und absolvierte ein weiteres Testspiel gegen Volley Mulhouse Alsace. Gefragt nach den Stärken der Mannschaft in der kommenden Saison meinte Cheftrainer Nicki Neubauer: «Die Saison wird sich dadurch auszeichnen, dass wir viele Optionen haben.» Die Konkurrenz schätzt er als ähnlich wie in der vergangenen Saison ein, allerdings räumt er Aesch-Pfeffingen grössere Möglichkeiten ein als zuletzt.
Beim eigenen Team könne die Lage derweil nicht besser sein. «Unsere Mannschaft misst sich vor allem an sich selber, wir sind unser grösster Konkurrent.» Und zum Abschluss wiederholte Neubauer, der seit 2017 in Schaffhausen als Cheftrainer amtiert, die Zielsetzung, die er bereits Ende April an der Medaillenfeier ausgesprochen hatte: «Wir wollen Meister werden.»
Zwei Testspiele absolviert
Im Anschluss an Teamvorstellung trat das Kanti-Team im Präsentationsspiel gegen Volley Mulhouse Alsace an. Am Samstag hatte ein nicht öffentliches Vorbereitungsspiel gegen die Elsässerinnen mit einem 1:3 (23:25, 22:25, 25:21, 20:25) geendet. Knapp 20 Stunden später konnten die Schaffhauserinnen keinen der vier zum Teil engen Sätze für sich entscheiden (28:20, 21:25, 23:25, 18:25). Am Sonntag wechselte Nicki Neubauer häufig und gewährte jeder der 13 Spielerinnen mindestens eineinhalb Stunden Einsatzzeit. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende», äusserte sich Neubauer nach den acht Sätzen.
Der Level gegen einen physisch sehr starken Gegner, der sehr schnell spielt, sei insgesamt sehr gut gewesen. Wenn man gegen so einen Gegner spiele, gebe es schon noch Dinge, an denen man arbeiten müsse. «Viele solche Gegner werden wir in der Liga nicht haben», so der Kanti-Cheftrainer. «Vor allem im Angriff konnten wir zeigen, welches Potenzial wir haben.» Feintuning sei jedoch noch in der Abwehr, Angriffssicherung und Annahme erforderlich.
Die letzten beiden Vorbereitungsspiele vor dem Saisonstart am 11. Oktober gegen Franches-Montagnes absolvieren die Munotstädterinnen am kommenden Freitag und Samstag gegen weitere starke Gegner beim Hummel Cup in Stuttgart. Neben den Gastgeberinnen und den Schaffhauser Volleyballerinnen nehmen auch VC Wiesbaden und der aktuelle Schweizer Serienmeister Neuenburg UC teil.
Kanti gewinnt Trainingsspiel
Mitten aus der Saisonvorbereitung heraus absolvierte der VC Kanti ein Trainingsspiel gegen VBC Aadorf und gewann aller vier Sätze.

Erin Shomaker beim Smash. Bild:Werner Schläpfer
Fünftes Spiel, fünfter Sieg. Die Saisonvorbereitung beim VC Kanti geht gemäss Plan voran. In der dritten Woche, in der das komplette Team miteinander trainiert, steht der Schwerpunkt Athletik auf dem Programm von Cheftrainer Nicki Neubauer. «Zur Auflockerung» war für den Mittwochabend ein nicht öffentliches Trainingsspiel gegen den NLB-Vertreter VBC Aadorf vereinbart worden.
Neubauer hatte dafür jedoch nicht eine mögliche Stammformation auf das Feld in der BBC-Arena geschickt. So sollten die neue erste Passeuse, Sydney Cole, die kroatische Aussenangreiferin Josipa Marković sowie die neue Schweizer Mittelblockerin Martina Koch nicht eingesetzt werden, aus Gründen der Trainingssteuerung, wie Kanti-Präsident Sandro Poles erklärte. «Sie sind nicht verletzt», beruhigte Poles. So kam Kanti-Eigengewächs Alessia Pazin als Zuspielerin in allen vier gespielten Sätzen zum Einsatz wie auch die beiden weiteren Mittelblockerinnen, Captain Katerina Holásková und die Finnin Netta Rekola. Die verbleibenden fünf Spielerinnen wurden abwechselnd eingesetzt. Mit dem Service von Pazin legte Kanti auf 8:0 vor und entschied die ersten beiden Sätze deutlich mit 25:14 für sich. Die grössere Qualität des NLA-Teams in Service, Block und Angriff sollte sich durchsetzen, Kanti gewann auch die beiden weiteren gespielten Durchgänge 25:19 und 15:11. Zum nächsten echten Test kommt es am Sonntag, 28. September, ab 12.00 Uhr in der BBC-Arena gegen Volley Mulhouse Alsace.
Nur eine Woche nach dem Saisonstart kommt es am 18. Oktober (17.30 Uhr) in Gümligen im Rahmen des Supercups zur Revanche zwischen Vizemeister VC Kanti und Meister Neuenburg UC. Anmeldungen für die Busfahrt zum Spiel (Kosten 35 Franken) nimmt der VC Kanti via administration@kantivolleyball.ch jetzt schon entgegen. Die Fantickets können bereits vorab online gekauft werden (Code: FANKANTISCHAFFHAUSEN): . Ticketmaster (R.Sta)
Turniersieg für VC Kanti beim Linz AG Cup
Starker Auftritt zum Auftakt der neuen Saison: Der VC Kanti gewinnt den Linz AG Cup in Linz (AUT) und zeigt sich bereits in überzeugender Frühform.

Im Rahmen der Saisonvorbereitung nahm der VC Kanti am international besetzten Linz AG Cup teil. Mit dabei waren neben dem Gastgeberteam Linz AG Steelvolleys auch die beiden tschechischen Erstligisten Olymp Praha und VK Královo Pole Brno – ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld, das für das neuformierte Kanti-Team eine echte Standortbestimmung bedeutete.
Erfolgreicher Start gegen Olymp Praha
Gleich im ersten Spiel am Freitagabend traf der VC Kanti auf Olymp Praha, das in der vergangenen Saison Platz 4 in der tschechischen Liga belegte. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Wochen präsentierte sich das Team konzentriert und durchschlagskräftig – und setzte sich mit 3:1 (25:18, 18:25, 25:14, 25:19) durch. Nur im zweiten Satz musste man sich kurzzeitig geschlagen geben, fand aber schnell zurück zur eigenen Linie.
Souverän gegen das Heimteam
Am Samstag folgte das Duell mit dem Turnier-Gastgeber Linz AG Steelvolleys. In einem durchgehend kontrollierten Spiel ließ Kanti dem Heimteam keine Chance und gewann klar mit 3:0 (25:21, 25:22, 25:20). Mit dem zweiten Sieg in Folge übernahmen die Schaffhauserinnen die Tabellenführung im Turnier.
Frühes Spiel, klarer Sieg
Am Sonntagmorgen – zur ungewohnten Anspielzeit um 08:45 Uhr – stand das letzte Spiel gegen VK Královo Pole Brno auf dem Programm. Nach einem kurzen Rückstand im ersten Satz übernahm Kanti die Kontrolle und gewann letztlich deutlich mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:13). Damit sicherte sich das Team den Turniersieg mit drei Siegen aus drei Spielen – und mit nur einem Satz-Verlust.
Breiter Einsatz, gute Teamleistung
Mit Ausnahme von Martina Koch, die aufgrund einer leichten Muskelverhärtung pausierte, kamen alle mitgereisten Spielerinnen zum Einsatz. Zudem wurden verschiedene Aufstellungsoptionen getestet, was der Teamentwicklung in der frühen Saisonphase zugutekommt.
Trainer Nicki Neubauer zieht Fazit:
„Noch ist nicht alles wie es sein sollte, und Vorbereitungsergebnisse sind immer mit Vorsicht zu bewerten. Aber die Mannschaft harmoniert bereits gut, und ich bin mit dem Gezeigten zufrieden. Jetzt gilt es, die Partien genau zu analysieren und an der Feinabstimmung weiterzuarbeiten.“
Heimspiel am 28. September – Eintritt frei
Die nächste Gelegenheit, den VC Kanti live zu sehen, gibt es am Sonntag, 28. September 2025, um 12:00 Uhr in der heimischen BBC Arena. Zu Gast ist das französische Team Volley Mulhouse Alsace – der Eintritt ist frei.
Bilder Bericht SN Video: Olymp Praha - Kanti Schaffhausen, LINZ AG Steelvolleys - Kanti Schaffhausen, Kanti Schaffhausen - VK Královo Pole Brno
Riesiges Sportzentrum geplant
Lange schien die geplante Erweiterung der BBC-Arena im Schweizersbild auf Eis gelegt. Doch Recherchen der SN zeigen: Die Zusatzbauten sollen kommen – und weitaus grösser werden als bisher bekannt.

Die Fotomontage zeigt die beiden überarbeiteten Erweiterungsbereiche bei der BBC-Arena. Bild: ZvG / Stiftung Schweizersbild
Tobias BolliSCHAFFHAUSEN. Lange Zeit herrschte Totenstille rund um eine der grössten geplanten Sportanlagen im Kanton. Das letzte Lebenszeichen gelangte im März 2022 an die Öffentlichkeit, als die Kantonsregierung das Projekt der Gemeinnützigen Stiftung Schweizersbild in einer Vorlage zuhanden des Parlaments skizzierte. Schon damals waren die Dimensionen des Projekts beeindruckend. Die Rede war von einer doppelten Erweiterung der Event- und Sporthalle BBC-Arena, die als Heimspielstätte der Kadetten Schaffhausen dient. Zum einen wurde mit dem «Projekt West» ein Anbau an die BBC-Arena geplant. Hier sollten Unterkünfte sowie Trainings- und Wettkampfräume für das nationale Leistungssportzentrum im Tischtennis entstehen. In weiteren Räumen hätten sich Hobbysportler in Taekwondo und anderen asiatischen Kampfsportarten messen können.
Das zweite Teilprojekt umfasste einen Neubau auf einer Landparzelle der Stadt Schaffhausen, ungefähr auf dem Areal des heutigen Besucherparkplatzes der BBC-Arena. Neben Parkierungsmöglichkeiten waren zwei Grossraumhallen geplant, die genügend Platz für die Ausübung verschiedenster Sportarten versprachen. Die gesamten Baukosten beliefen sich laut Vorlage auf rund 19,98 Millionen Franken. Im Raum stand seitens des Kantons ein einmaliger Unterstützungsbeitrag von 2’997’687 Franken. Dieser wäre haarscharf unter der gesetzlichen Limite von 3 Millionen Franken gelegen, deren Überschreitung eine obligatorische Volksabstimmung auslöst.
Nach Überweisung des Antrags an den Kantonsrat passierte – nichts. Denn kurz nach Überweisung des Papiers stellte sich dessen Grundlage bereits wieder als überholt heraus – und damit auch die Voraussetzung für die Berechnung des Unterstützungsbeitrags.
Baukosten fast verdoppelt
Die Stiftung Schweizersbild mit Giorgio Behr als Präsident des Stiftungsrats kündigte eine grundlegende Überarbeitung an. Vor rund einem Monat wurde Stadt und Kanton mitgeteilt, dass nun ein definites Projekt ausgearbeitet worden sei. Und dieses hat es in sich.
Waren vorher noch rund 20 Millionen Franken für die beiden Zusatzbauten vorgesehen, verdoppelten sich die Baukosten in der Zwischenzeit auf rund 37 Millionen Franken. Zum Vergleich: Der Bau der BBC-Arena und des dazugehörigen Campus kostete damals rund 23 Millionen Franken. Das Volumen der Gebäude soll in der aktualisierten Version deutlich grösser werden. Geplant sind nicht weniger als fünf Grossraumhallen. Laut Giorgio Behr würde es sich um das «grösste Hallensportzentrum der Schweiz» handeln. Die Erweiterung des Erweiterungsprojekts erklärt er mit den Bedürfnissen zusätzlicher Vereine, welche auf die Stiftung zugekommen seien. Insgesamt soll die erweiterte Anlage etwa 13 verschiedenen Sportarten eine Trainingsmöglichkeit bieten. Es gebe, so Behr, eigentlich keine relevante Hallensportart, die nicht berücksichtigt werden könne.
Aufgrund der Anfragen habe «die Stiftung unter anderem den Ausbau für eine Indoor-Leichtathletik-Anlage, den Einbezug der leer stehenden Reithalle sowie die Ausrichtung der ursprünglich geplanten Erweiterung auf Rollstuhlsport und weitere Hallensportarten geprüft». Ebenfalls vorgesehen sind weitere Unterkünfte, die sich in Zusammenarbeit mit dem Hotel Hohberg auf insgesamt über 200 Betten belaufen sollen. Wie heute sollen die Kosten pro Nacht und Person rund 45 Franken betragen.
Das Volk hat das letzte Wort
Das finale Projekt diene fast ausschliesslich dem Jugend- und Breitensport, betont Behr. Es entspreche ganz dem Konzept von Stadt und Kanton zur Finanzierung von Sportanlagen und verfolge, anders als etwa das Kletterzentrum Aranea, keine Gewinnabsicht. «Die Stiftung hat das Projekt den Behörden vorgestellt. In einem nächsten Schritt werden Stadt und Kanton sowie die Politik prüfen und entscheiden müssen, ob das in der Schweiz grösste und wohl auch im europäischen Vergleich bedeutende Hallensportzentrum entstehen soll.»
Behr wünscht sich eine Beteiligung von Stadt und Kanton von je 15 Prozent an den Gesamtkosten. Das entspricht dem Maximum, das laut Kantonalem Sportanlagenkonzept (Kasak) als Unterstützungsbeitrag für private Sportprojekte gesprochen werden kann. Diese Beiträge würden sich auf je etwa 6 Millionen Franken belaufen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt würden sie die Limite von 3 Millionen Franken klar übersteigen. Behr sieht das positiv: «Wir wollen eine Volksabstimmung.»
Auf Anfrage bestätigt die Windler-Stiftung, sich bei Zustandekommen der Erweiterungsbauten substanziell beteiligen zu wollen. Insgesamt sei ein Beitrag von maximal 14,4 Millionen Franken vorgesehen. Finanzreferent Daniel Preisig ist seitens Stadt zuständig für das Projekt. Man befinde sich in den letzten Zügen der Verabschiedung an die Parlamente. «Die Erweiterung des Hallensportzentrums ist klar ein Gewinn für Schaffhausen als Sportstadt. Und die Öffentlich-Private Partnerschaft ist auch für die öffentliche Hand ein gutes Geschäft. Schliesslich ist die Erweiterung auch für den Schul- und Vereinssport nutzbar.»
«Die Verleihung macht mich stolz»
Die Stadt Schaffhausen zeichnet Heinz Looser, der sich seit über 40 Jahren im Volleyballsport und insbesondere beim VC Kanti Schaffhausen engagiert, mit der Ehrenmedaille des Jahres 2025 aus.

Bescheiden, aber stolz: Heinz Looser mit der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen. Bild: Reinhard Standke
Mit der Ehrenmedaille würdigt die Stadt Schaffhausen seit 2019 Personen, die sich für die Stadt in besonderem Masse verdient gemacht haben, zum Beispiel durch herausragendes Engagement im sozialen oder gesellschaftlichen Bereich. Die Verleihung erfolgt gemäss Reglement in der Regel alle zwei Jahre. Wurde 2019 mit Richard Rickli der langjährige Geschäftsführer der Altra Schaffhausen ausgezeichnet, ehrt die Stadt Schaffhausen mit Heinz Looser im Jahr 2025 eine Persönlichkeit, die sich seit über 40 Jahren für die Förderung des Volleyballsports einsetzt – und dies nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Breitensport und insbesondere beim Nachwuchs.
Die eigene sportliche Laufbahn von Heinz Looser war im Fussball erfolgt. Der 1957 geborene Stadt-Schaffhauser durchlief beim FC Schaffhausen alle Juniorenstufen, spielte im «Inter A1», der damals in der Schweiz höchsten Juniorenliga und stand zweimal im Kader der ersten Mannschaft. «Als der damalige Trainer Urs Siegenthaler begann, tagsüber zu trainieren, entschied ich mich für meinen Beruf als Strassenbaupolier.» Looser spielte dann noch beim FC Diessenhofen in der 2. und 3. Liga und beendete seine eigene sportliche Laufbahn mit rund 25 Jahren. Mit 28 gründete er sein erstes eigenes Geschäft, welches er im Sinne einer Nachfolgeregelung im Alter von 60 verkauft hatte, sich beim neuen Eigentümer zunächst anstellen liess, dann aber im neuen Kantonal-Städtischen Werkhof eine neue Aufgabe übernehmen konnte. Im Alter von 65 Jahren gründete Looser wieder eine eigene Firma und arbeitet seitdem als Freelancer, mit abnehmender Arbeitszeit für die Stadt Schaffhausern und Private.
Mit dem Volleyballsport in Kontakt kam er über seine spätere Frau Daniela, die damals mit dem VC Kanti unter Trainer Jakob Geier in der 1. Liga beziehungsweise Nationalliga B spielte. Heinz Looser stellte sich zunächst bei Bedarf als Chauffeur für Auswärtsspiele zur Verfügung, half, Sponsoren zu suchen für Werbung auf dem Trainingsanzug, kam dann 1985 in den Vorstand und wurde 1987 zum Präsidenten gewählt. Ein Amt, das er erst 2017 an seinen Neffen Sandro Poles abgeben sollte.
Der VC Kanti hatte 1991 den Aufstieg in die Nationalliga A geschafft, der er seit dem ununterbrochen angehört, der Verein gehört heute zu den renommiertesten Volleyballklubs der Schweiz. Zu den grössten Erfolgen zählen die Schweizer Cupsiege 2000, 2009 und 2021.
Wie erklärt Heinz Looser sein Engagement, welches er immer mehr ausgebaut hatte? «Das kann ich eigentlich nicht genau sagen. Am Anfang ging es nur um das Mithelfen, zum Beispiel beim Suchen von Inserenten für das Klubheft, das damals gemeinsam mit dem Club Omega erstellt wurde.» «Strukturen wie Marketing und Sponsoring kannte man damals noch nicht beim VC Kanti», erläutert er. «Durch meine Beziehungen konnte ich dann die Wirtschaft mit einbeziehen.» Der Startschuss zum heutigen Club Pallavolo war 1995 in der damaligen Marketinggruppe des Vereins gefallen.
Und irgendwie hat sich dann alles so ergeben
Einen Zeitrahmen hatte sich Heinz Looser zu Beginn seines Einsatzes für den Verein nicht gesetzt. «Es sind jetzt über 40 Jahre, alles zusammengezählt, in denen ich etwas für den VC Kanti mache», sagt Looser. «Am Anfang habe ich nicht daran gedacht, es hat sich einfach so ergeben. Der Verein hat sich entwickelt, man hat sich neue Ziele gesetzt, und wir haben mit guten Leuten zusammengearbeitet, erinnert sich der Macher beim VC Kanti. «Ich habe eigentlich in der ersten Phase zwei Geschäfte aufgebaut: mein Pflästerungsgeschäft und den VC Kanti. Im einen Geschäft habe ich Geld verdient, im anderen Geschäft Geld ausgegeben», lacht Looser.
«Ich bereue es nicht, es ist ein grosser Teil von meinem Leben, ich konnte etwas bewegen in den vielen Jahren», erinnert sich der heute 68-Jährige. «Es ist mir auch zugutegekommen, ich habe eine grosse Akzeptanz erreicht in Schaffhausen, die ich auch im Geschäft gemerkt habe. Ich bereue es zu keiner Minute. Ich war von Anfang an ein Macher. Ich war Juniorentrainer im Fussball, Leiter in der Jungwacht, Oberministrant, ich habe mich immer für alles eingesetzt.» Der Beruf, Pflästerungsbereich und Strassenbau, und Volleyball seien auch Hobbys gewesen. Looser sass auch eine Legislaturperiode im Grossen Stadtrat und war vier Jahre Mitglied im Zentralvorstand von Swiss Volley (zu Zeiten, als es dem Verband finanziell schlecht ging) mit Zuständigkeit Nationalliga A. 2021 wurde er mit dem «Prix Benevolley» vom Verband ausgezeichnet.
Mit der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen wird das ehrenamtliche Werk von Heinz Looser nun ein weiteres Mal gewürdigt. «Sein Wirken ist geprägt von Bescheidenheit, Ausdauer und einer tiefen Verbundenheit mit dem Verein und der Region» schreibt der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm in der Ankündigung der Verleihung. «Ohne sein Engagement wäre der VC Kanti nicht da, wo er heute steht: ein sportliches Aushängeschild der Stadt und ein stark verankerter Verein mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz.»
Looser dankt auch den vielen Helferinnen und Helfern
«Die Verleihung macht mich stolz, man erhält etwas für die jahrelange Arbeit, ich habe Freude. Es erfüllt mich mit Stolz, dass die zweite verliehene Medaille an den Sport geht», so Heinz Looser, der die Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen im Pavillon im Park aus den Händen von Stadtpräsident Neukomm entgegennehmen konnte. «Ich bin mir auch bewusst, dass ich in all den Jahren der Motor war, es hat immer viele Helferinnen und Helfer gebraucht, alleine hätte ich es nicht machen können. Die Medaille wird zu Hause einen Platz finden, gehört zu einem kleinen Teil aber auch denen, die mitgeholfen haben.»
Erkenntnisreiches erstes Testspiel des VC Kanti
Am vierten Trainingstag der Saisonvorbereitung gewann der VC Kanti vier der fünf gespielten Sätz gegen die Volleyball Academy.

Topscorerin Jordan Lockwood (Mitte) soll auch in der Saison 2025/26 viele Punkte erzielen. Bild:Werner Schläpfer
Reinhard Standke
Mit einer gewissen Vorermüdung ging das Team des VC Kanti in das erste Testspiel in der Vorbereitungsphase auf die Saison 2025/26. Sehr früh, bereits am vierten Trainingstag mit dem kompletten Kader, stand der Match gegen das Team der Volleyball Academy Zürich an. Als nationaler Nachwuchsverein erhält das Team unabhängig vom sportlichen Rang einen Platz in der NLA.
Während die Mannschaft der Academy bereits seit zwei Monaten zusammen trainiert, startete Kanti am Montag in die eigentliche Saisonvorbereitung. Eine Stunde Krafttraining, fünf Stunden Balltraining – dieses happige Programm hatte in den letzten drei Tagen auf der Agenda der Spielerinnen gestanden. Gestern Abend folgte nun im nicht öffentlichen Testspiel die erste Bewährungsprobe auf dem Spielfeld.
Dabei sollten die Gäste den besseren Start erwischen und sicherten sich mit einer guten defensiv und Angriffsleistung den ersten Satz (25:20). «Wir hatten noch keine Abstimmung und machten viele Angriffsfehler», so Nicki Neubauer nach der Partie.
Besser machte es sein Team dann ab Satz zwei, die Angriffsleistung wurde besser, die Gegnerinnen vollzogen vor Satzende viele Wechsel. Kanti konnte diesen Durchgang mit 25:16 für sich entscheiden. In verschiedenen Zusammensetzungen, mal mit Sydney Cole, mal mit Alessia Pazin als Zuspielerin, gewannen die Gastgeberinnen auch die folgenden Sätze (25:24, 25:15, 15:12). Einsatzzeit erhalten hatten alle weiteren neuen Spielerinnen: Libera Kimi Schnegg, die Aussenangreiferinnen Erin Shomaker und Josipa Markovic sowie die Mittelblockerinnen Martina Koch und Netta Rekola.
«Wir haben heute gesehen, woran wir arbeiten müssen, als Team und individuell», bilanzierte Trainer Neubauer im Anschluss an das erste Trainingsspiel. Nach dem heutigen Trainingstag dürfen sich die 13 Spielerinnen auf ein trainingsfreies Wochenende freuen. Ab Mittwoch steht die Reise ins österreichische Linz an, wo von Freitag bis Sonntag ein Turnier gegen Olymp Praha, die Gastgeberinnen Linz Steelvolleys und Kravolo Pole Brno ansteht.
Herzliche Gratulation an Kantigirl Kimi Schnegg und Laura Bissig – U23 Schweizermeisterinnen!

Die Beachtour 2025 hat uns ein spannendes Turnier beschert, bei dem Kimi Schnegg und Laura Bissig eindrucksvoll ihre Stärke unter Beweis gestellt haben. Ihr Gewinn der U23 Meisterschaft im Quickline Swiss Volley Junior Beachtour ist ein bemerkenswerter Erfolg, der ihnen gebührt.
Gruppenspiele:
- Bissig / Schnegg vs. Krähenbühl/Berger: 2:0
- Bissig / Schnegg vs. Grünig / Haas Sørensen: 1:2
- Bissig / Schnegg vs. Lohrer / Danner: 2:0
Im Halbfinale mussten Bissig und Schnegg gegen das Duo Abbühl / Stolz antreten. Mit einer überzeugenden Leistung setzten sie sich mit 2:1 durch und sicherten sich damit einen Platz im Finale.
Finale:
- Bissig / Schnegg vs. Grünig / Haas Sørensen: 2:1 (18:21, 31:29, 15:7)
Das Finale:
Das Endspiel war äußerst spannend und hart umkämpft. Laura Bissig undKimi Schnegg lagen im ersten Satz leider zurück und mussten sich mit 18:21 geschlagen geben. Doch im zweiten Satz zeigten sie enormen Kampfgeist und konnten mit einem dramatischen 31:29 den Ausgleich zum 1:1 herbeiführen. Dieser Satzgewinn war entscheidend. Im Tie-Break setzten sie weiterhin ihre Dominanz fort und ließen Grünig und Haas Sørensen mit 15:7 keine Chance.
Kimi Schnegg und Laura Bissig haben mit ihrem Können und ihrem Teamgeist den Titel verdient gewonnen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg!
Rangliste U23 Frauen
1 Laura Bissig / Kimi Schnegg
2 Noemi Grünig / Pauline Haas Sørensen
3 Linda Abbühl / Livia Stolz
4 Liliane Bartholet / Noelia Jurt
5 Alyssa Lohrer / Nika Danner
5 Jill Krähenbühl / Laura Berger
7 Kim Hess / Mira Liechti
7 Clara Bürge / Katja Vanja Schmid
9 Laetitia Aeby / Clara Jakob
9 Salomé Hellstern / Lora Erni
Vorbereitungen beim VC Kanti für die Saison 2025/26
Der Countdown läuft: Nur noch 8 Wochen bis zum Saisonstart 2025/26, in dem der VC Kanti am 11. Oktober 2025 gegen VFM in der BBC Arena antreten wird.

In den kommenden zwei Wochen werden die ausländischen Spielerinnen in Schaffhausen erwartet und am 1. September beginnt dann die offizielle Vorbereitung mit dem kompletten NLA-Kader. Bereits den ganzen Sommer trainieren die Schweizer NLA-Spielerinnen zusammen mit Kapitänin Kateřina Holásková und den Spielerinnen aus der Erstliga intensiv im Kraftraum und absolvieren ergänzende Einheiten in der Halle.
Zum Auftakt der Vorbereitung findet am 4. September in der BBC Arena das erste Testspiel gegen NLZ statt. Darüber hinaus wird der VC Kanti am Erimacup vom 12. bis 14. September in Linz teilnehmen und weitere Testspiele bestreiten: am 17. September 2025 gegen Aadorf und am 28. September 2025 gegen Mulhouse, beide in der BBC Arena. Auch die Teilnahme am Hummelcup in Stuttgart am 4. Oktober 2025 steht auf dem Programm.
Die Vorfreude auf die neue Saison ist deutlich spürbar, und der neuformierte Kader des VC Kanti ist bereit, alles zu geben, um optimal vorbereitet in die neue Saison zu starten!
VC Kanti Superfans bei Netta Rekola
Anlässlich des EM-Qualifikationsspiels Schweiz gegen Finnland vom vergangenen Sonntag in Winterthur begrüssten die Kanti-Superfans die finnische Nationalspielerin und neue Kanti-Spielerin Netta Rekola . Nach dem 3:2-Sieg des finnischen Nationalteams gegen die Schweiz nahmen die Kanti-Supporter Werner Schläpfer , Wolfgang Luft und Roger Kubli (v. l., zvg-Bild) die Gelegenheit wahr, der neuen Kanti-Mittelblockerin zu ihrem guten Spiel und dem Sieg ihres Teams zu gratulieren. Zur EM-Qualifikation hat es Rekola und dem finnischen Team nicht ganz gereicht. Im letzten Gruppenspielspiel gegen die Schweiz führten die Finninnen mit 2:1 und benötigten nur noch einen Satz, jedoch machten die Schweizerinnen mit einem Satzgewinn zum Ausgleich den Plan zunichte. Als eines der drei zweitplatzierten Teams in den sieben Gruppen mit 6 Punkten wiesen sie das schlechteste Satzverhältnis auf.

Qualifiziert für die Europameisterschaft 2026 ist dagegen Kroatien, mit dem Kanti-Neuzugang Josipa Marković (Aussenangriff), als Sieger der Qualifikationsgruppe G. Einstweilen befindet sich das Team des VC Kanti noch in den Sommertrainings, Saisonstart ist am 11. Oktober. (zVg)
**2 Monate bis zum Saisonstart 2025/26**
Bereits in einem Monat beginnt die Vorbereitung auf die neue Volleyball-Saison.
Im August stehen einige wichtige Entscheidungen auf internationaler Ebene an.
Anfang August finden die Euroqualifikationen im Hallenvolleyball statt, in denen Teams mit Kantispielerinnen und dem Schweizer Nationalteam aktiv sind. Ende des Monats rückt die Weltmeisterschaft ebenfalls in den Fokus.
Die Kantisportlerinnen Netta Rekola und Josipa Marković sind mit ihren Nationalteams in der Euro-Qualifikation engagiert.
Die Schweiz will an Europameisterschaft 2026
Für das Schweizer Nationalteam geht es nächstes Wochenende um das „Sein oder Nichtsein“ im europäischen Volleyball. Die Schweizerinnen kämpfen in Gruppe A der Euro-Qualifikation um den Einzug ins Hauptfeld. Die Situation ist folgendermaßen: Nach einem Sieg und einer Niederlage in der Hinrunde ist ein weiterer Sieg gegen Finnland im Heimspiel in der Axa Arena in Winterthur am 10. August 2025 um 16:00 Uhr unerlässlich, da ein Sieg in Wiesbaden gegen Deutschland eher unwahrscheinlich ist.
Bei dieser Gelegenheit können die Kanti-Fans ihre neue finnische Mittelblockerin Netta Rekola live in Aktion sehen.
Eurospielplan:
Gruppe A
02.08.2025 14:00 Ortszeit Finland - Deutschland (Kantigirl Netta Rekola)
06.08.2025 19:00 Ortszeit Deutschland - Schweiz
10.08.2025 16:00 Ortszeit Schweiz - Finnland (Kantigirl Netta Rekola) AXA Arena Winterthur.
Gruppe G
06.08.2025 18:00 Ortszeit Rumänien - Kroatien (Kantigirl Josipa Marković)
09.08.2025 19:00 Ortszeit Kroatien - Kosovo. (Kantigirl Josipa Marković)
Alle Spiele sind Live im CEV Eurovolley TV zu sehen.
**Training mit Kateřina Holásková**

Die Tschechin Kateřina Holásková steht beim VC Kanti vor ihrer elften und wohl definitiv letzten Saison in der NLA und im CEV Challenge Cup. Die beste Mittelblockerin der Schweizer Liga ist seit Jahren nicht nur Captain der Schaffhauser Volleyballerinnen, sondern springt, wenn nötig, auch als Trainerin ein. Neben Vertreterinnen aus der 2. Liga hatten auch Spielerinnen aus dem NLA-Team der Saison 2025/2026 die Gelegenheit, von Holáskovás Erfahrung zu profitieren: So absolvierten das Training unter der Anleitung von Holásková (rechts auf dem wschl-Bild) auch Libera Isabella Loffreda (ebenfalls in Rot), die zweite Zuspielerin Alessia Pazin (15) und der Neuzugang Martina Koch (Mittelblock, Blau). (wschl)
Der Gegner des VC Kanti für die 1/16-Finals im CEV Challenge Cup steht erst Anfang November fest.

Vor einem Jahr konnte der VC Kanti, nach dem Erreichen des sechsten Ranges in der Saison 2023/2024, nur mit einer Wildcard am CEV Challenge Cup teilnehmen. Als Vizemeister der Spielzeit 2024/2025 hätten die Schaffhauser Volleyballerinnen in diesem Jahr auf europäischer Bühne am CEV Cup (zweite Stufe hinter der Champions League) teilnehmen können. Der Verein verzichtete aber aufgrund der höheren Anforderungen an die Halleninfrastruktur auf diese Möglichkeit. Dafür geht es nun im drittstufigen Challenge Cup erst in den 1/16-Finals los, für die man, nach dem Freilos für die 1/32-Finals, mit dem Rückspiel in der heimischen Halle gesetzt wurde. Dieses ist für die erste Woche im Dezember angesetzt, das Auswärtsspiel wird eine Woche zuvor ausgetragen.Der Gegner wird dabei erst drei Wochen vorher feststehen: Die Reise führt entweder nach Tschechien oder nach Nordmazedonien. In den 1/16-Finals treffen Ende Oktober und Anfang November TJ Ostrava und Nokovski Volej Strumica aufeinander. «Ostrava – mit denen haben wir noch eine Rechnung offen», hiess es gleich im Kanti-Teamchat, wie Präsident Sandro Poles berichtete. Auf das tschechische Team waren die Munotstädterinnen erst Ende 2021 getroffen. Nach einem 3:2-Sieg daheim hatte es auswärts eine 0:3-Niederlage abgesetzt. Kanti war in einer zehnstündigen Busfahrt nach Ostrava gereist. «Neben der Reise hatten dem Team zehn lautstarke Trommler zugesetzt», erinnerte sich Sandro Poles.«Es sind zwei bekannte Teams, Ostrava schätze ich als ein bisschen stärker ein», äusserte sich Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer zu den möglichen Gegnern. «Ich denke, es ist ein attraktives und auch machbares Los, um eine Runde weiterzukommen.»Einstweilen befindet sich das Kanti-Team aber noch in den Sommertrainings (siehe rechts). Die Trainings mit weiteren Schweizer Spielerinnen beginnen Ende August, die Ausländerinnen, für die bereits alle Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen vorliegen, stossen Anfang September zur Mannschaft. In der Vorbereitung wird das Kanti-Team unter anderem ein Vorbereitungsturnier in Linz bestreiten. Der Saisonauftakt in der Meisterschaft erfolgt am 11. Oktober, wenn das Team von Franches-Montagnes in der BBC-Arena zu Gast sein wird.
Beachvolleyball-Party auf dem Herrenacker
Der erstmalige Besuch der Beach Tour in Schaffhausen darf als gelungen bezeichnet werden.
Die Sieger des Damen- und Herrenturniers stellen sich zum Erinnerungsfoto auf.
Rangliste
Frauen 1. Bentele (SUI) / Niederhauser, 2. Stolz (SUI) / Demierre (SUI) 3. Adler (SUI) / Adler (SUI) Herren: 1.Quadt (SUI) / Zandbergen (SUI) 2. Habr (CZE) / Broch (SUI) 3. Masserey (SUI) / Schnegg (SUI)
Bild: Davide Mühlebach
Das Duo Menia Bentele und Annique Niederhauser war doch verdienter Sieger im Duell mit Livia Stolz/Nadine Demierre (alle aus der Schweiz). Bold W. Sch.

Viele Fans wohnten dem Gastspiel der Beachvolleyball-Tour in Schaffhausen bei. Die Stimmung war bestens. Bild W.Sch.
Daniel F. Koch
Es war die Premiere der Schweizer Beach Tour, die an diesem Wochenende auf dem Herrenacker in Schaffhausen stattfand. Während drei Tagen duellierten sich die Beachvolleyballerinnen und Beachvolleyballer aus der Schweiz und dem Ausland. Nach Basel, Zürich, Luzern und Bern ist Schaffhausen der fünfte Spielort dieser beim Publikum so beliebten Beachvolleyball-Serie. Von der Kulisse her muss sich Schaffhausen vor keinem der anderen Orte verstecken. Denn der Herrenacker direkt vor dem Stadttheater bietet eine herrliche Wettkampfarena. Auch wenn die Logistik des Veranstalters wegen der Bodenschräge einiges improvisieren durfte. Die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer, die die geschmeidigen Bewegungen der Akteure im feinen Stand geniessen konnten, waren zufrieden und dankten es den Beachvolleyballerinnen und -volleyballern mit viel Applaus. Zudem sorgte die rassige Musik in den Spielpausen für Partystimmung.
Zufriedene Organisatoren und guter Sport
«Wir sind zufrieden», fasste David Stämpfli, der Projektleiter der Beach Tour am Sonntagabend das zusammen, was er und sein Team mit den vielen Helferinnen und Helfern während der drei Tage in Schaffhausen erlebt hatten. «Die Premiere ist gelungen», so Stämpfli. Vor allem das herrliche Sommerwetter mit den hohen Temperaturen sorgte bei den zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauern auf dem Herrenacker dafür, dass die routinierten Organisatoren, die ihre Turniere sonst in Zürich, Basel, Bern und etlichen anderen Städten veranstalten, zufrieden sind.
«Schaffhausen ist ein Standort mit Potenzial», sagt David Stämpfli. Immerhin hat die Stadt durch den Nationalliga-A-Frauenklub VC Kanti, seit vielen Jahren einen Bezug zum Spitzenvolleyball. Zwar nicht direkt vom Beachvolleyball, aber zur Sportart. Das ist auch den Turnierorganisatoren aufgefallen. Projektleiter Stämpfli lobte das fachkundige Publikum, das trotz des Lindli Fäschts auf den Herrenacker gepilgert war.
Auch sportlich betrachtet waren die Organisatoren zufrieden. «Es gab viele gute Matches zu sehen», sagte David Stämpfli. Auch wenn vom Tableau her beim Damen-Turnier im Gegensatz zum Turnier in Zürich nicht unbedingt die stärksten Spielerinnen angetreten waren, das Duo Menia Bentele und Annique Niederhauser war doch verdienter Sieger im Duell mit Livia Stolz/Nadine Demierre (alle aus der Schweiz). Im Herrenturnier unterlag das Team Habr (Tschechien)/Broch (Schweiz) dem Schweizer Duo Quadt/Zandberger. Insgesamt gab es doch einige Überraschungen zu vermerken, was natürlich auch den Organisatoren gefallen hat. Wie sehen die Planungen bezüglich einer nächsten Austragung der Tour in Schaffhausen aus? «Es gilt zunächst einmal die Premiere zu analysieren und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen», sagt Projektleiter David Stämpfli. Dann wolle man das Gespräch mit den Verantwortlichen von Stadt und Kanton suchen. Doch grundsätzlich ist man sich im Lager der Beach-Tour einig. «Der Standort hat durchaus Potenzial.»
Galerie
Mehr Bilder vom Beachvolley-Turnier auf dem Herrenacker unter www.shn.ch/click
Beachvolleyball Promi-Spektakel auf dem Herrenacker
Als einer der Höhepunkte am ersten Tag der Beachvolleytour-Etappe in der Schaffhauser Altstadt kam es zum Aufeinandertreffen von Prominenten aus Schaffhauser Sport, Politik, Kultur und Geschäftsleben. Vor voll besetzter Tribüne traf Team «Monot» mit u. a. Ständeratskandidat Severin Brüngger (oben r.), Roger Paillard (Gemeindepräsident Beringen, mit Ball) und VC-Kanti-Captain Katerina Holásková (r. daneben) auf das Team «Herrenacker», in dem u. a. Katrin Huber (Präsidentin Munotverein, unten 3. v. l.), Christian Ritzmann (Staatsschreiber Stellvertreter, oben 4. v. r.) sowie Viviane Habegger und Isabella Loffreda (VC Kanti, oben v. l.) dabei waren. Nach diversen spektakulären, aber auch einigen verpassten Bällen, setzte sich im Entscheidungssatz Team «Munot» (in den dunklen Shirts) durch.Text und Bild: R. Sta.
Bilder
Der Herrenacker verwandelt sich in eine Beach-Arena

Das Turnier findet im Herzen der Schaffhauser Altstadt vor malerischer Kulisse statt.
Reinhard Standke |
Nach Basel und Zürich wird die dritte von fünf Etappen der Schweizer Beach-Tour am Wochenende in der Schaffhauser Altstadt ausgetragen.
Passend zum heissen Sommerwetter kommt ein nationales Beachvolleyballturnier nach Schaffhausen. Am Mittwoch begann der Aufbau für die Beach-Arena auf dem Herrenacker: Der Quarzsand für das Spielfeld wurde aufgeschüttet und planiert, der Aufbau der Tribünen sowie des Bar- und Marktbereiches begann. Gespielt wird ab Freitag, 12.00 Uhr, das Turnier beginnt mit je einem Qualifikationsspiel bei Männern (in Schaffhausen) und Frauen (in Bern). Die beiden Siegerteams erreichen das Hauptturnier, welches dann acht Männer- und acht Frauenteams umfasst. Spielbeginn ist jeweils zur vollen Stunde. Turnierstart ist Samstag und Sonntag um 10.00 Uhr. Der Eintritt zu allen Spielen ist gratis, die Partien werden zudem live auf YouTube gestreamt. Im Folgenden die wichtigsten Infos, bevor das Turnier auf dem Herrenacker startet.
1. Der Modus
Im Hauptfeld wird nach dem System «Double-Elimination» gespielt. Somit kann ein Team trotz einer einmaligen Niederlage das Turnier weiterhin gewinnen. Ausnahme sind Niederlagen in den Halbfinals. Nur deren Sieger treffen in den Finals vom Sonntag aufeinander – die Frauen um 16 Uhr, die Männer um 17 Uhr.
2. Die Setzliste
Die Setzliste beim Frauen-Turnier wird vom favorisierten Duo Menia Bentele/Annique Niederhauser angeführt. Die beiden Schweizerinnen präsentierten sich zuletzt in starker Form und gewannen unter anderem den Saisonauftakt in Basel. Bei den Männern führt beim Schaffhauser Stopp der Beachtour 2025 das Duo Filip Habr/Nathan Broch die Setzliste an. Für internationales Flair sorgt das libanesische Team Chafic Saliba/Omar Abi Karam auf Setzplatz fünf.
3. Die Abwesenden
Die Schweizer Frauen-Top-Teams Tanja Hüberli/Leona Kernen sowie Anouk und Zoé Vergé-Dépré sind zeitgleich beim Challenge-Turnier in Alanya (TUR) im Einsatz und daher in Schaffhausen nicht vor Ort. Abwesend bei den Männern sind Yves Haussener/Julian Friedli, Adrian Heidrich/Jonathan Jordan sowie Florian Breer/Luc Flückiger und Marco Krattiger/Leo Dillier, da sie ebenfalls beim Challenge-Turnier antreten. Das Teilnehmerfeld in Schaffhausen bleibt dennoch ausgeglichen und verspricht spannende Begegnungen auf hohem Niveau.
4. Das Promispiel
Am Freitag wird ab 19.00 Uhr ein Promigame mit Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Politik der Region Schaffhausen ausgetragen. Geplant ist die Teilnahme von unter anderem Ständeratskandidat Severin Brüngger (FDP), Katrin Huber (Stabsleiterin Bildungsreferat Stadt Schaffhausen und Präsidentin des Munotvereins), Roger Paillard (Gemeindepräsident Beringen), Christian Ritzmann (Staatsschreiber Stellvertreter), der aktuellen Spielerinnen des VC Kanti Kateřina Holásková und Isabella Loffreda sowie von Angelo Lagona (ehemaliger Spieler FC Schaffhausen, jetzt Vorstand Sporting Club Schaffhausen), Beat Equilino (Ex-Spieler HC Davos/1990–2002) und Nevio Dux (Schaffhauser Tennisspieler).
5. Sand zum Verkauf
Nach jedem Beachtour-Event wird der Quarzsand des Volleyball-Feldes zu Vorzugskonditionen verkauft. Das Produkt wird wie folgt beschrieben: idealer Kraftabbau, sehr hautfreundlich und keine Hautabschürfungen an Füssen, Knien und Ellbogen. Die besonderen Eigenschaften: die Trittfestigkeit (stäubt nicht) und eine stabile Kornstruktur. Es gilt dabei das Motto: «Es hät solangs hät».
Schaffhauser Nachrichter weiter mit dem VC Kanti

Vor 34 Jahren stieg der VC Kanti Schaffhausen in die Nationalliga A auf und gehört dieser seither ununterbrochen an. Seit nunmehr 33 Jahren sind der Klub und die «Schaffhauser Nachrichten» dank einer Medienpartnerschaft miteinander verbunden. Diese wurde nun um drei weitere Jahre bis 2028 verlängert, wie zwischen (von links) Michaela Huser (Leitung Lesermarkt), Nina Siegrist (Vorsitzende der Unternehmensleitung und Verlagsleiterin), Heinz Looser (Manager Leistungssport VC Kanti) und Sandro Poles (Präsident VC Kanti) vereinbart wurde.Text und Bild: Reinhard Standke
Ein Leben für den VC Kanti
Stadt Schaffhausen verleiht Heinz Looser die Ehrenmedaille

Till Burgherr (tbu)
Die Stadt Schaffhausen verleiht 2025 zum zweiten Mal ihre Ehrenmedaille. Der diesjährige Preisträger ist Heinz Looser, der über vier Jahrzehnte hinweg den Volleyballclub VC Kanti Schaffhausen entscheidend geprägt hat.
Heinz Looser darf sich auf eine Ehrenmedaille freuen. Die Stadt Schaffhausen zeichnet ihn für sein Engagement für den Volleyballsport und seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz aus.
Bereits seit über 40 Jahren ist Looser in führender Rolle beim VC Kanti Schaffhausen tätig, davon 30 Jahre lang als Präsident. Unter seiner Leitung gelang dem Verein 1992 der Aufstieg in die Nationalliga A, wo sich das Team seither ununterbrochen behauptet. Zu den grössten Erfolgen zählen mehrere Europacup-Teilnahmen sowie Schweizer Cupsiege in den Jahren 2000, 2009 und 2021.
Doch Loosers Verdienste reichen über den Spitzensport hinaus, schreibt die Stadt Schaffhausen: Mit der Gründung der Pallavolo Kanti GmbH initiierte er eine Professionalisierung des Vereinsbetriebs. Gleichzeitig habe er konsequent den Nachwuchs- und Breitensport gefördert. Junge Talente hätten beim VC Kanti dank der geschaffenen Strukturen die Möglichkeit, Sport und Ausbildung miteinander zu verbinden.
Würdigung
Die Ehrenmedaille der Stadt Schaffhausen wird in der Regel alle zwei Jahre vom Gesamtstadtrat auf Antrag des Stadtpräsidenten vergeben. Sie ist ein Zeichen der besonderen Wertschätzung, jedoch nicht mit einem Preisgeld verbunden. Looser folgt damit auf Richard Rickli, der 2022 als erster Träger dieser Auszeichnung geehrt wurde.
Die feierliche Verleihung der Ehrenmedaille findet am Freitag, 5. September, im Pavillon im Park statt.
Hinter den Wortbergen leben die Blindtexte
Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien.