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Nun will der VC Kanti die Punkte 7 bis 9 holen
Die Kanti-Topskorerin Korina Perkova (links) will auch gegen Franches-Montagne punkten. BILD W. Sch.
Im Mittelfeldduell tritt der VC Kanti (6.) am Sonntag auf Franches-Montagnes (8.).
Reinhard Standke
Nach den Siegen gegen Volero Zürich und bei Volley Toggenburg will der VC Kanti den nächsten Punkte-Erfolg einfahren. Es ist eine lange Woche zwischen dem Auswärtsspiel vom vergangenen Samstag und der Partie von morgen, in der Trainer Neubauer seinen Spielerinnen am Sonntag und Dienstag frei gegeben hatte. Im Team sind alle so weit fit, auch die zuletzt nach einer Infektion eingeschränkte Jasmin Kuch konnte wieder voll trainieren. Einzig weiterhin rekonvaleszent ist Elisa Suriano.
Mit Franches-Montagnes treffen die Schaffhauserinnen morgen (17.30 Uhr, BBC-Arena) auf ein Team, das ein bisschen stärker einzuschätzen ist als Volley Toggenburg, so der Kanti-Coach. «Zu Hause treten sie sehr kämpferisch auf», die Spielerinnen aus dem Jura gewannen gegen die Wattwilerinnen mit 3: 1. «Mit Olivia Finckel haben sie eine Linkshänderin auf der Diagonalposition, mit der Polin Barbara Zakościelna eine starke Aussenangreiferin, während die brasilianische Mittelblockerin Gabriella Rocha Da Silva weiterhin verletzt sei», benennt Nicki Neubauer drei der Schlüsselspielerinnen. «Franches-Montagnes ist eine sehr kämpferische Mannschaft, die es gut in der Feldabwehr macht.» Zu Hause brauche es einen guten Auftritt sowie zum Ende der Partie bei Volley Toggenburg, meint der Kanti-Trainer. «Wir müssen aggressiv aufschlagen, dann ergibt es viele gute Situationen für uns. Auf uns kommen jetzt wichtige Wochen zu.» Wenn Kanti drei Punkte einfahren kann, können die Schaffhauserinnen eine Lücke zu den Plätzen 7 und 8, die nicht zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt sind, aufreissen.
Nach der Vertragsauflösung mit der Diagonalspielerin Angel Gaskin ist die Suche nach einer möglichen Nachfolge in vollem Gange. «In den letzten Tagen hat sich eine Tür aufgetan», so Trainer Nicki Neubauer, obwohl der Transfermarkt wenige Wochen nach Saisonbeginn leer gefegt ist. «Es soll sportlich passen und auch menschlich», meint der Coach. «Ich bin guter Dinge, dass es demnächst etwas zu verkünden gibt, obwohl nach einer möglichen Einigung auch noch diverse organisatorische Punkt zu erledigen seien. Morgen muss jedoch das Team des VC Kanti gegen Franches-Montagnes in der aktuellen Besetzung eine konzentrierte Leistung abrufen.
Vertragsauflösung mit Angel Gaskin aus gesundheitlichen Gründen
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der VC Kanti Schaffhausen im gegenseitigen Einverständnis und unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation den auf diese Saison hin neu abgeschlossenen Vertrag mit Angel Gaskin per 31. Oktober 2022 aufheben mussten.
In der Vorbereitungsphase konnte die US-Amerikanerin ohne Einschränkungen mittrainieren und an den Vorbereitungsspielen teilnehmen. So war auch ein guter Fortschritt in Ihren Leistungen ersichtlich. Relativ bald machte sich jedoch eine Ihr bekannte, schmerzhafte, Verletzung am rechten Knie bemerkbar, woraufhin verschiedene Untersuchungen, sowie physiotherapeutische Behandlungen durch das Kanti Medicalteam durchgeführt wurden. Aufgrund der anhaltenden starken Schmerzen im Knie und der unklaren Prognose bezüglich der Heilungschancen während der begonnenen Saison haben sich die Funktionäre des VC Kanti Schaffhausen mit Angel Gaskin zusammen entschlossen den Vertrag aufzuheben. Angel hat so Zeit die Verletzung bestmöglich in Ihrer Heimat auszukurieren und sich dann auf den Aufbau des Knies zu fokussieren. Der VC Kanti Schaffhausen bedankt sich ganz herzlich für Ihren bisherigen Einsatz im Team und wünscht Ihr für die Zukunft alles Gute. Und wie heisst es so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben!
Hinter den Kulissen laufen die Gespräche bezüglich einem Ersatz auf der Diagonalposition bereits seit einigen Tagen auf Hochtouren. Ob das Team um Headcoach Nicki Neubauer jedoch effektiv ergänzt wird / werden kann ist aktuell noch unklar. Zum jetzigen Zeitpunkt der bereits begonnenen nationalen und internationalen Saisons ist die Suche nach einer passenden Spielerin extrem schwierig. Die Kanti-Funktionäre lassen aber sicher nichts unversucht um dem Team eine entsprechende Verstärkung an die Seite zu stellen.
Der VC Kanti schlägt auch Toggenburg
Kraftvoll und erfolgreich: Aussenspielerin Romy Jatzko «erschmettert» einen Punkt für den VC Kanti. BILD W.Sch.
In Wattwil fährt der VC Kanti den zweiten Sieg in der noch jungen Saison ein und schlägt Volley Toggenburg, das aktuelle Schlusslicht der Tabelle, mit 3:1.
Reinhard Standke, Wattwil
VOLLEYBALL. Zum grossen Jubiläumsspiel aus Anlass des 50-Jahr-Bestehens des KSV Wattwil reiste der VC Kanti am Samstag zum NLA-Match gegen Volley Toggenburg. Nach dem Apéro für die Gäste und Fans wurde in der kleinen, engen und nicht so hohen Rietsteinhalle alles bereit gemacht für das Spiel der 4. NLA-Runde, dass sich auch rund ein Dutzend Fans des VC Kanti nicht entgehen lassen wollten.
Nachdem Jasmin Kuch gegen Volero Zürich wegen einer Infektion pausieren musste und in der letzten Woche nur eingeschränkt trainierte, stand wiederum Kulia Künzler in der Startformation der Schaffhauserinnen. Und denen gelang ein guter Start in den ersten Satz, sie führten schnell mit 6: 2. Die Topskorerin der Liga, die US-Amerikanerin Margaret Nedoma, war immer brandgefährlich und sollte mit 25 über 42 Prozent der Toggenburger Punkte erzielen. So kam das Heimteam auf 8: 10 heran, nach dem 11: 15 wuchs die Führung des VC Kanti aber auf mindestens vier Punkte an. Zunächst waren bei den Munotstädterinnen einige (Service-)Abnahmen aufgrund der geringeren Hallenhöhe an die Decke gesprungen, später wussten die Spielerinnen dies besser zu kontrollieren. Mit 25: 16 ging der Auftakt nach nur 20 Minuten deutlich an den VC Kanti.
Toggenburg dreht plötzlich auf
Im zweiten Durchgang wollten es dann die Toggenburgerinnen wissen. Mit starkem Service setzten sie die Schaffhauserinnen unter Druck, die in der Abnahme weniger sicher standen als zuvor und plötzlich mit 3: 8 zurücklagen, denn auch der Angriff funktionierte nicht mehr so wie zuvor. Mit weiterhin Druck beim Anspiel zog das Heimteam über 16: 9 auf 19: 10 davon, dann reagierte Kanti- Coach Neubauer und brachte Jasmin Kuch (gegen ihren Stammverein) für Molly Lohmann. Mit 16: 25 mussten die Schaffhauserinnen jedoch diesen Satz abschreiben.
Im dritten Durchgang stellte Nicki Neubauer um, Lohmann kam zurück, Kuch blieb anstelle von Julia Künzler im Einsatz. Das Spiel des VC Kanti stabilisierte sich, man lag zunächst zwei Punkte vorne, um dann nach einigen Fehlern den Ausgleich zu kassieren und Toggenburg neu zu lancieren. Das Heimteam kämpfte um jeden Ball, das 13: 16 konnte Kanti jedoch dank drei Punkten von Romy Jatzko in Folge wieder ausgleichen. Bis zum 22: 23 war der Ausgang der Partie offen, mit einer Netzberührung und zwei Punkten, wieder durch Jatzko, sicherte sich Kanti mit 25: 23 den ersten Tabellenpunkt. Danach war es der VC Kanti, der mit viel Druck nach vorne stürmte (8: 2), das Heimteam zwar noch auf drei Punkte herankommen liess, sich dann aber mit 19: 12 absetzen konnte. Die Schlussphase dominierten die Schaffhauserinnen, die sich nach wiederum 20 Minuten mit 25: 15 Satz und Match sicherten. Während bei Volley Toggenburg Margaret Nedoma dominierte, war der Skore bei Kanti mit Korina Perkovac (19), Romy Jatzko (17) und Captain Katerina Holaskova (16) breiter abgestützt.
«Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste», fasste Kanti-Trainer Neubauer die 90 Spielminuten zusammen. «Wir kontrollieren das Spiel, im zweiten nimmt dann Volley Toggenburg volles Risiko am Service und bei uns geht fast nichts» kommentiert Neuberger den zweiten Durchgang. Julia Künzler und Molly Lohmann hätten sich im Angriff schwergetan. Jasmin Kuch zu bringen, sei dann die richtige Entscheidung gewesen. «Wir müssen zulegen in der mentalen Stabilität, spielerisch können wir noch mehr.» Neubauer kritisierte einerseits die phasenweise zu geringe Aggressivität in Block, Abnahme und Angriff («wir lassen zu viel liegen»), lobte aber das Team für den ersten und vierten Satz.
Nach vier Spieltagen liegt der VC Kanti Schaffhausen in der Tabelle auf Rang 6. Am kommenden Sonntag folgt dann das nächste Heimspiel in der BBC Arena (17.30 Uhr) gegen das achtplatzierte Team aus Franches-Montagnes.
Der VC Kanti muss im Toggenburg die Punkte holen
Mittelblockerin Jasmin Kuch tritt heute gegen ihr ehemaliges Team an. BILD W.Sch.
Nach den Heimspielen mit den Niederlagen gegen Düdingen und Neuenburg sowie dem Punktgewinn gegen Volero Zürich steht heute für den VC Kanti das erste Auswärtsspiel der Saison an. Im seit Jahren freundschaftlichen Ostschweizerderby treffen die Schaffhauserinnen auf den Tabellenletzten Volley Toggenburg.
Dessen Trägerclub, der Kantonsschul-Sportverein KSV Wattwil, feiert heute im Rahmen des Spiels zum 50-jährigen Bestehen einen grossen Jubiläumsanlass mit Apéro vor dem Spiel sowie Pastaplausch, DJ und Barbetrieb nachher. Ein klein wenig «verderben» möchte der VC Kanti das Fest dennoch, indem er den Match für sich entscheidet. «Wir möchten die gute Leistung gegen Volero Zürich bestätigen und die Punkte versilbern», betont Kanti-Coach Nicki Neubauer. «Sie haben eine gefährliche Diagonalspielerin, eine Linkshänderin», warnt der Trainer vor der US-Amerikanerin Margaret Nedoma, die mit 61 Punkte die Liste der besten Skorerinnen anführt. «Spielerisch und physisch ist Volley Toggenburg jedoch limitiert, wir müssen ihre Schwächen ausnutzen und unser Spiel durchziehen», so der Trainer weiter. Kanti müsse wie gegen Voléro gut im Aufschlag arbeiten und aufmerksam in Abwehr und Block sein. Neubauer verweist aber auch auf die kleine Halle mit viel Stimmung durch das Heimpublikum.
«Wir haben in dieser Woche gut trainiert und sind auf dem Weg, uns zu stabilisieren», bestätigt der Coach der Munotstäterinnen, bei denen die bisher verletzten Lina Hinteregger und Maëlle Corbach auf dem Weg zurück sind. «Sie können im Training wieder mithelfen im Angriff, so haben wir nicht mehr vier Liberas auf dem Feld», freut sich Nicki Neubauer vor der Partie in Wattwil. (R.Sta.)



