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Kanti holt gegen Cheseaux weitere drei Punkte
Vom Ergebnis her gelang dem VC Kanti Schaffhausen ein klarer 3:0-Sieg gegen Cheseaux. Während der ersten beiden Sätze sah es aber zunächst nicht danach aus. Reinhard Standke

Gewohnt kraftvoll agierte Jacqui Armer (rechts) am Netz. Durch den Sieg gegen Cheseaux grüsst der VC Kanti vorerst von der Tabellenspitze. BILD Werner Schläpfer
Kanti holt gegen Cheseaux weitere drei Punkte
Wie im erfolgreichen Auswärtsspiel zum Nationalliga-A-Auftakt in Lugano schickte Kanti-Trainer Nicki Neubauer auch im ersten Heimspiel der Saison die aktuelle Stammsechs auf das Feld in der BBC-Arena: Neben den vier Ausländerinnen sind dies die Schweizer Aussenangreiferinnen Korina Perkova und Elisa Suriano.
Erwartet aggressiv trat das Gäste-Team aus der Romandie auf. Wechselte während der ersten acht Aufschläge der Spielstand noch hin und her, konnte sich dann der VBC Cheseaux um drei bis vier Punkte absetzen. Den Schaffhauserinnen gelangen zu wenige Punkte im Angriff, sie hatten beim Score dabei noch von den zahlreichen Fehlern der Gäste profitiert. Diese machten mehr Druck mit dem Service und vermochten immer wieder geschickt ihre Topscorerin Lauren Harrison zu lancieren, während Kanti-Spielerin Perkovac weniger erfolgreich agierte.
Doch noch dem 13:16 sollte Schluss sein mit der punktemässigen Überlegenheit der Gäste aus der Westschweiz. Mit einer Serviceserie führte Kanti-Captain Holaskova ihr Team zum 19:16, nach dem 23:21 kam Cheseaux zwar noch auf 23:23 heran, die Munotstädterinnen behielten jedoch die Nerven und legten mit 25:23 – durch ein Service-Ass von Lina Hinteregger – vor.
Im zweiten Satz das selbe Bild
Im zweiten Satz sollte sich der Spielverlauf wiederholen. Erneut trat das Team aus der Romandie druckvoller auf, wieder punktete vor allem Harrison, weiterhin liefen die Schaffhauser Angriffe vor allem aussen weniger erfolgreich. Kanti profitierte abermals von gegnerischen Service-Fehlern. Das Team gab aber auch beim 10:16-Rückstand nicht auf, Trainer Neubauer schickte die zweite Passeuse Pazin sowie Corbach auf das Feld. Kanti kam heran und holte sich, wieder mit einer Service-Serie von Holaskova, die 22:18-Führung. Die letzten beiden Punkte kamen dann ohne einer der Kanti-Passeusen auf dem Feld zustande (25:20).
Nach der Zehn-Minuten-Pause begann der VC Kanti im dritten Durchgang mit starken Aufschlägen, zog auf 9:5 und 17:12 davon. Nach dem 22:19 schlug das Momentum jedoch um, Cheseaux servierte zum 24:22, Kanti behielt erneut die Nerven und nutzte den ersten Matchball zum 26:24. Damit stand der zweite Saisonsieg fest – die nächsten drei Punkte waren in trockenen Tüchern.
«Im Angriff noch zu langsam»
«Cheseaux ist im erwarteten aggressiven Stil aufgetreten, es hat eine Zeit gebraucht, bis wir Harrison im Griff hatten», blickte Kanti-Trainer Neubauer auf die 74 Spielminuten zurück, die von 328 Zuschauern verfolgt wurden. «Im Angriff spielen wir noch zu langsam». Während es im Training ganz gut klappe, stellt der Coach in den Spielen noch ein «Connection-Problem» zwischen Passeuse und den Aussenangreiferinnen fest und verweist auf das weitere Einspielen in der Saison um die Abstimmung zu festigen.
Nach der noch unvollständigen zweiten Spielrunde weist einzig der VC Kanti sechs Punkte auf und führt damit die Tabelle zumindest bis Mittwoch an. Dann treffen aus dem Kreis der Teams, die am Supercup teilnehmen sowie deren Gegnern aus der 2. Runde Aesch-Pfeffingen und Neuenburg UC (beide haben bisher drei Punkte gesammelt) aufeinander. Am kommenden Sonntag steht dann das nächste Spiel der Schaffhauser Volleyballerinnen an, der VC Kanti fährt nach Wattwil und spielt dort ab 16.30 Uhr gegen Volley Toggenburg.
2. Runde. VC Kanti Schaffhausen - VBC Cheseaux 3:0 (25:23, 25:20, 26:24). - BBC-Arena. - 328 Zuschauer. - SR: S. Auricht/Zindel. - Spieldauer: 23, 25, 26 = 74 Minuten. – VC Kanti Schaffhausen: Flory, Perkovac, Armer, Dapic, Holaskova, Suriano, Habegger; eingewechselt: Hinteregger, Corbach, Pazin, Künzler, Kuch. – VBC Cheseaux: O. Hämmerli, Oseghale, Rackel, Freymond, Harrison, Kostadinova, M. Hämmerli; eingewechselt: Casto, Zurlinden, Hanon, Monge.
Weitere Resultate: Genève Volley - Volley Lugano 1:3 (25:21, 18:25, 22:25, 17:25). Toggenburg - Academy Zürich 3:0 (25:19, 25:21, 25:13).
Rangliste:
AKTUELLRESULTATERANGLISTESPIELPLAN
Rangliste:
1. Kanti Schaffhausen 2 0 0 0 6:1 6
2. Sm’Aesch-Pfeffingen 1 0 0 0 3:0 3
3. Glaronia Glarus 1 0 0 0 3:1 3
Neuchâtel UC 1 0 0 0 3:1 3
5. Toggenburg 1 0 0 1 4:3 3
6. Volley Lugano 1 0 0 1 4:4 3
7. Genève Volley 0 1 0 1 4:5 2
8. Düdingen 0 0 1 0 2:3 1
9. Academy Zürich 0 0 0 2 1:6 0
10. Cheseaux 0 0 0 2 0:6 0
Die nächsten Spiele: Mittwoch, 18. Oktober: 19.30 Sm’Aesch-Pfeffingen - Neuchâtel UC. - Samstag, 21. Oktober: 17.00 Düdingen - Sm’Aesch-Pfeffingen. 17.30 VBC Cheseaux - Glaronia Glarus. - Sonntag, 22. Oktober: 16.30 Volley Toggenburg - VC Kanti Schaffhausen. 17.30 Neuchâtel UC - Genève Volley. 18.00 Academy Zürich - Volley Lugano.
Kanti: Weiter entwickeln und punkten
Im ersten Heimspiel der Saison trifft der VC Kanti am morgigen Sonntag auf VBC Cheseaux. Nach dem erfolgreichen Start in Lugano wollen die Schaffhauser Volleyballerinnen unbedingt nachlegen.

Barbara Dapic möchte mit dem VC Kanti wieder genauso kraftvoll auftreten wie zum Auftakt in Lugano. BILD SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Nach dem 3:1-Auswärtssieg vom letzten Wochenende steht für die Schaffhauser Volleyballerinnen vom VC Kanti nun das erste Spiel vor heimischem Publikum an. Am morgigen Sonntag, um 16.30 Uhr ist in der BBC-Arena der VBC Cheseaux zu Gast, der zu Saisonbeginn gegen Aesch-Pfeffingen mit 0:3 unterlag.
«Die nächsten drei bis vier Wochen werden Arbeit sein, wir brauchen Spiele, wir brauchen Sätze. Wir brauchen unterschiedliche Situationen, auch in Wettkampfform, um uns abstimmen zu können», so Kanti-Trainer Nicki Neubauer zum Stand im Team. «Wir machen zwar Fortschritte im Training, aber es ist nicht in ein bis zwei Trainings abgetan», erläutert Neubauer den Entwicklungsprozess. «Das braucht noch etwas Zeit, dies sieht man bei den anderen Mannschaften auch. Das Klima in der Mannschaft ist gut, alle arbeiten gut.»
Bei dem Team aus der Region Lausanne hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison vor allem an der Seitenlinie etwas getan: Laura Girolami, von 2009 bis 2015 Spielerin in Neuenburg und anschliessend Assistenztrainerin und Trainerin der 2. Mannschaft, übernahm von Doris Stierlin nach langen Jahren den Cheftrainerposten. «Unter dem Strich hat Cheseaux eine Ausländerin weniger, neu dazugekommen sind die Angreiferinnen Maia Rackel und Lauren Harrison (beide USA)». Letztere hatte gegen Aesch für die meisten Punkte gesorgt. Auf der Mittelposition wurde komplett auf Schweizerinnen umgestellt. «Der Spielstil hat sich komplett geändert, sie probieren einen sehr, sehr schnellen, sehr aggressiven Stil», hat Neubauer beobachtet.
Beim Aufschlag ansetzen
«Ich denke, wir müssen vor allem beim Aufschlag ansetzen, das hat Aesch sehr gut gemacht, da könnten sie Probleme kriegen. Wie Lugano spielen sie sehr schnell über die Aussenposition», so der Kanti-Trainer. Sein Team soll es noch stabiler machen mit der Blockabwehr als in Lugano, wo der Gegner sehr ähnlich gespielt habe.
Im Heimspiel will der VC Kanti versuchen, noch mal das Punktemaximum einzufahren. «Dann hätten wir von den Punkten her einen sehr guten Start hingelegt, auch wenn spielerisch noch Luft nach oben ist», sagt Nicki Neubauer. Da passt es gut, dass alle Spielerinnen dabei sind, einzig Assistenztrainer Claudio Kriech fehlt, er absolviert zur Zeit im Rahmen der Ausbildung zum Trainer A ein zweiwöchiges Praktikum beim deutschen Bundesligisten Schwerin.
Nächsten Mittwoch steht der Gegner fest
Die möglichen Gegner des VC Kanti im CEV Challenge Cup haben am Mittwoch das Hinspiel in der Qualifikationsrunde ausgetragen. Das rumänische Team C.S.O. Voluntari 2005 setzte sich dabei mit 3:2 gegen AEK Athen durch. Nach dem Rückspiel vom nächsten Mittwoch steht fest, ob der VC Kanti auf den Verein aus dem Bukarester Vorort oder aus der griechischen Hauptstadt trifft. Das Hinspiel der 1/16-Finals findet am 9. November, das Rückspiel in der Folgewoche statt.
Erfahrung siegt gegen Jugend.
Alles gegeben, trotzdem verloren: Die Frauen des VC Kanti 2 (hinten) mussten im Spitzenspiel in Zürich eine Niederlage hinnehmen. BILD WERNER SCHLÄPFER
Am Wochenende musste das VC-Kanti-1.-Liga-Team (vormals 2.) in Zürich gegen den Tabellenführer Volero die erste Saisonniederlage hinnehmen. Voléro trat mit viel Erfahrung an, vor allem die ehemaligen Kanti- Spielerinnen Laura Sirucek (2012/2015) und Daphne Zwanenburg (2018/2019) machten den Unterschied aus im Spitzenspiel der noch jungen Meisterschaft. Das Resultat täuscht etwas über die wahre Leistung der Schaffhauserinnen hinweg. Als nämlich die Zürcher Trainerin Romana Kayser, ebenfalls ein ehemaliges Kanti Girl (2007/2008), ihren Leaderinnen eine Pause gönnte, nutzten die Spielerinnen von Coach Sven Schmid die Gunst der Stunde und holten den dritten Satz. Das nächste Spiel führt das Team am Samstag zum aktuellen Tabellenführer Volley Toggenburg. (wschl)
1. Liga, Frauen, Gruppe D: Volero Zürich - VC Kanti 2 3:1(25:16, 25:16, 24:26, 25:16) . - VC Kanti: Kunz (Pass), Ceçen, Brugger, Broder, Brander, Cavka, Loffreda (Libera): eingewechselt, Pazin, Saipi, Fuchs. – Weitere Spiele: Volley Aadorf - TSV Jona Volleyball 1:3. NNV Volleyball Academy Zürich - VBC Spada Academica Zürich 3:0. VBC Andwil- Arnegg - STV St. Gallen 0:3. Pallavolo Kreuzlingen - Volley Rüschlikon 3:0. Volley Toggenburg - BTV Aarau 3:0. – Rangliste: 1. Toggenburg 3/9 (9:1). 2. Voléro Zürich 3/9 (9:2). 3. Jona Volleyball 3/7 (8:4). 4. VC Kanti 3/6 (7:4). 5. NNV Volleyball Academy Zürich 3/5 (6:5). 6. VBC Spada Academica Zürich 3/5 (6:6). 7. STV St. Gallen 3/3 (5:6). 8. Volley Rüschlikon 3/3 (5:8). 9. Pallavolo Kreuzlingen 3/3 (3:6). 10. VBC Andwil-Arnegg 3/3 (3:7). 11. Volley Aadorf 3/1 (4:9). 12. BTV Aarau 3/0 (2:9).
Der VC Kanti startet mit drei Punkten in die neue Saison
Mit einem 3:1-Sieg gestaltete der VC Kanti den Saisonbeginn bei Volley Lugano erfolgreich und hat nun die Chance, den Punktestand in den drei folgenden Spielen weiter auszubauen.

Start gelungen: die Kanti-Girls siegen in Lugano. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Wie Aesch-Pfeffingen, Aufsteiger Glaronia und Titelverteidiger Neuenburg UC hat auch der VC Kanti Schaffhausen nach der ersten Runde der Nationalliga-A-Saison 2023/2024 drei Punkte auf dem Konto. Volley Lugano, das sich auf dem Papier zahlreicher verstärkt hatte als die Schaffhauserinnen, gelang ein 3:1-Sieg.
Wie sich in den Testspielen angedeutet hatte, schickte Trainer Nicki Neubauer Captain Katerina Holaskova und Korina Perkovac, die schon in der vergangenen Saison zur Stamm-Sechs gehört hatten, die drei neuen Ausländerinnen Linsay Flory, Jacqui Armer, Barbara Dapic und dazu Elisa Suriano auf das Feld.
Der erste Durchgang verlief bis zum 17:17 eng, dann zog das Heimteam auf 22:18 davon. In der Schlussphase gelangen jedoch den Gästen die Punkte. Anschliessend konnte sich bis zum 14:14 kein Team absetzen, dann hatte Kanti Mühe mit dem Service von Lugano-Passeuse Allard, geriet mit 14:21 in Rückstand und gab den Satz mit 17:25 ab. Im dritten Satz passte Trainer Neubauer die Rotation der Spielerinnen an, insbesondere bei Perkova/Suriano, nach den zehn Minuten Pause spielte Kanti dann stärker. Korina Perkovac brachte mit einer kleinen Service-Serie ihr Team mit 8:5 in Führung, diesen Vorsprung sollten die Munotstädterinnen nicht mehr abgeben (25:20). Gleich sechs Punkte legten die Schaffhauserinnen mit Elisa Suriano am Aufschlag im vierten Satz vor, zogen auf 21:13 davon, verloren dann etwas den Faden, sicherten sich aber Satz (25:22) und Match.
«Es war ein ziemliches Auf und Ab», fasste Coach Neubauer die 103 Spielminuten zusammen. «Es hat sich im Spiel widergespiegelt, dass wir noch in dem Volleyballspiel sind, an dem wir sein wollen, dass noch nicht alle Dinge so klappen, wie es das Potential der Mannschaft zuliesse. Vor allem im Angriff. Aussen hat es besser funktioniert, die Mitte hat ganz gut funktioniert, aber es fehlt noch an der Abstimmung», analysiert Trainer Neubauer.
Beim ersten Saisonheimspiel am Sonntag gegen VBC Cheseaux (16.30 Uhr, BBC Arena) wird Korina Perkova im Topskorer-Trikot auflaufen. Sie erzielte gestern die meisten Punkte (18).
Volley Lugano - VC Kanti 1:3 (23:25, 25:17, 20:25, 22:25). - Palamondo, Cadempino. - 250 Zuschauer. - SR: Stalder/Wüthrich. - Spieldauer. 27, 23, 26, 27 = 103 Minuten. – Volley Lugano: Hoogers (16), Allard (4), Caraballo (13), Rigon (2), Campos Batista (6), Nikolova (22), Knutti (Libera); eingewechselt: Mortati, Sardo, Kantor (2), Garovi, Cosulich (1). – VC Kanti: Flory (5), Perkovac (18), Armer (10), Dapic (10), Holaskova (9), Suriano (11), Habegger (Libera); eingewechselt: Loffreda,Corbach, Pazin, Künzler (1); nicht eingesetzt: Kuch, Hinteregger.



