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Kanti will die Chancen in Cheseaux nutzen

Das vorletzte Spiel des Jahres führt den VC Kanti zum Tabellennachbarn Cheseaux. Im Hinspiel Mitte Oktober hatten die Schaffhauserinnen einen 3:0-Sieg erreicht.

 

Im Hinspiel: Jacqui Armer (links) und Korina Perkovac beim Block gegen die Lugano-Topskorerin. BILD Werner Schläpfer

 Reinhard Standke

Ein Verfolgerduell steht heute für den VC Kanti im Hinterland von Lausanne an. Mit einem Sieg über VBC Cheseaux könnte das Team von Nicki Neubauer auf den zweiten Rang vorrücken, denn Aesch-Pfeffingen reist zum Leader Neuenburg UC. Bei einer 1:3- oder 0:3 Niederlage könnte jedoch das Team aus der Romandie mit den Schaffhauserinnen punktemässig gleichziehen.

«Der VBC Cheseaux ist weiter im Hoch», titelte Swiss Volley in einem Rückblick auf der Website zum Auftakt der NLA-Rückrunde. Gegen Sm’Aesch Pfeffingen feierten die Waadtländerinnen ihren dritten Sieg in Folge. Der Zustand in der Liga, «jeder kann jeden schlagen», hielt also auch am vergangenen Wochenende an. Da hatte der VC Kanti nach dem souveränen Sieg gegen Leader Neuenburg und der Niederlage in Genf einen 3:0-Heimsieg über Lugano eingefahren. Ob nun in Cheseaux ein Break dieser abwechselnden Serie gelingt? Immerhin steht im Team der Gegnerinnen mit Lauren Harrison die aktuelle Topskorerin der Liga, für die über 30 Prozent mehr Punkte notiert wurden als für die Dauer-Topskorerin der Schaffhauserinnen, Korina Perkovac.

«Cheseaux ist eine Mannschaft, die mit wenigen Eigenfehlern agiert», hat Kantitrainer Neubauer bei der Beobachtung der letzten Spiele festgestellt. «Und sie nutzen das, was der Gegner anbietet.» So habe Aesch-Pfeffingen am vergangenen Sonntag sehr fehleranfällig gespielt. «Aber wir haben trotzdem unsere Chancen dort», meint Nicki Neubauer. Physisch sind die Gegnerinnen nicht das Team mit den ganz gross gewachsenen Spielerinnen. «Sie versuchen, mit viel Tempo zu agieren, mit viel Risiko am Aufschlag und im Angriff. Wenn das aufgeht, machen sie viel Druck», so der Kantitrainer. «Aber unsere Spiele gegen Neuenburg und Lugano haben gezeigt, dass wir mit so einem Stil gut zurechtkommen.» Die allgemeine Krankheitswelle hatte in dieser Woche auch den VC Kanti nicht verschont, ein bis zwei Spielerinnen waren vor dem Wochenende angeschlagen. Aber auch beim Gegner könnte dies der Fall sein.

Gegen NUC im Cup

Den möglicherweise schwersten Gegner hatte der VC Kanti in der Auslosung der Cup-Achtelfinals am Montag erhalten. Die Schaffhauserinnen müssen, fünf Wochen vor dem NLA-Rückspiel, beim Titelverteidiger Neuenburg UC antreten, den man daheim im starken Liga-Spiel vor drei Wochen in drei Sätzen bezwungen hatte. Für die zweite reine NLA-Partie reist Glaronia nach Lugano.

Die konstantere Mannschaft gewann.

Das 1. Liga-Team des VC Kanti empfing im ersten Spiel der Rückrunde die Gäste aus St. Gallen. Die Begegnung war sehr spannend. 

Kapitän und Team-Leader Melanie Kunz.

Die letzten 3 Sätzen standen immer auf Messers Schneide. Melis Ceçen und Nina Cavka mussten des Öfteren mehrmals für den gleichen Punkt angreifen, weil die St. Gallerinnen ausgezeichnet in der Verteidigung agierten. Nina Brugger und Sophie Broder waren in der Mitte häufig sehr gut positioniert. Die Finten der Passeuse Melanie Kunz, sonst ein sicherer Wert, reichten nicht immer zum Punktgewinn. Im dritten Satz fiel die Entscheidung erst beim Stand von 30:28 für den VC Kanti 2, anschliessend erzwangen die St. Gallerinnen mit 26:24 den fünften Satz. Hier führten die Gäste mit 6:1, der VC Kanti schaffte es aber auszugleichen bis 8:8. Der Tiebreak ging mit 15:13 an den STV St. Gallen, der sich somit den 3:2-Sieg sicherte. Kanti-Coach Seraina Backer war mit der Leistung ihrer Spielerinnen dennoch sehr zufrieden und sagte: «die konstantere Mannschaft hat am Schluss gewonnen». VC Kanti verbleibt mit dem Gewinn von einem Punkt auf Rang vier und reist am Samstag zum Auswärtsspiel bei Pallavolo Kreuzlingen (8.). (mrä)

Frauen, 1.Liga, Gruppe D: VC Kanti 2 - STV St. Gallen 2:3 (19:25, 25:19, 30:28, 24:26, 13:15). – VC Kanti: Ceçen, Kunz, Brugger, Brander, Broder, Cavka, Loffreda (Libera); eingewechselt: Neuhaus. – Weitere Spiele: Volley Toggenburg - Pallavolo Kreuzlingen 3:0. Volley Aadorf - VBC Voléro Zürich 0:3. VBC Spada Academica - BTV Aarau 0:3. VBC Andwil-Arnegg - TSV Jona Volleyball 2:3. Academy Zürich - Volley Rüschlikon 2:3. – Rangliste: 1. Volley Toggenburg 12/36 (36:5). 2. VBC Voléro Zürich 12/32 (34:8). 3. TSV Jona Volleyball 12/23 (29:20). 4. VC Kanti 2 11/19 (25:19). 5. STV St. Gallen 11/17 (23:21). 6. Volley Aadorf 12/17 (23:24). 7. Volley Rüschlikon 11/14 (17:22). 8. Pallavolo Kreuzlingen 12/13 (18:26). 9. BTV Aarau 12/13 (17:27). 10. Academy Zürich 11/12 (19:26). 11. VBC Spada Academica 12/9 (13:31). 12. VBC Andwil-Arnegg 12/5 (9:34).

Mit zum Auswärtsspiel. Der VC Kanti bietet allen interessierten Fans eine Mitfahrgelegenheit zum Auswärtsspiel gegen den VBC Cheseaux an (Spielbeginn 17.30 Uhr). Abfahrt ist am Samstag 16. Dezember 2023, um 12.30 Uhr ab BBC Arena, Fahrpreis CHF 40.00 (*Bezahlung via TWINT sehr

Vorbereitung auf das EM-Qualifikationsturnier 2024

In Schaffhausen liefen am Montag und Dienstag die Vorbereitungen auf das EM-Qualifikationsturnier 2024 mit zwei bekannten Gesichtern des VC Kanti. Die ehemalige Spielerin Aida Shouk (2004 bis 2008 und 2010 bis 2013, links im Werner-Schläpfer-Bild), neu verantwortlich für das Schweizer U-20-Juniorinnen-Nationalteam, assistiert von der ehemaligen polnischen Nationalzuspielerin und aktuellen Kanti-Nachwuchstrainerin Ewa Cabajewska , trainiert mit ihrem Team in Schaffhausen. Der erste offizielle Auftritt des Schweizer Nachwuchsteams ist an den «NNV Superdays 2023» vom 28. bis 30. Dezember in der Betoncoup-Arena in Schönenwerd. (wschl)

nfos: https://www.volley-aarau.ch/nnv-superdays 

Bilder: https://1drv.ms/f/s!AqCfWJqBW_PgqpE6sSiHvT8t8sCpKQ?e=RgMub4 


Ein feines 3:0 gegen Lugano

Dem VC Kanti ist der Start in die Rückrunde geglückt. Mit einem 3:0 gegen Volley Lugano gelang den Schaffhauserinnen wie im Hinspiel im Oktober ein Sieg.

 

Kein Durchkommen: die Kanti-Wand blockt einmal mehr die Angriffsversuche der Gästespielerinnen ab. BILD REINHARD STANDKE

 Reinhard Standke

«Jeder kann jeden schlagen», diese Festellung in der Volleyball NLA der Frauen hatte der Trainer des VC Kanti in den letzten Wochen getroffen. Gestern stimmte auch der Büsinger NLA-Trainer Andi Vollmer dieser Aussage zu. Sein Team, Volley Genève, aktuell Tabellenachter, hatte vor acht Tagen den Schaffhauserinnen eine 1:3-Niederlage zugefügt. Kanti wiederum schickte den Titelfavoriten Neuenburg eine Woche zuvor mit 3:0 nach Hause. Das Team von Vollmer zog vorgestern eine schlechtere Leistung ein, unterlag daheim mit 0:3 gegen Volley Düdingen und muss am Samstag im Tessin antreten, weshalb es den Coach gestern in die BBC-Arena zog.

Vollmer und die 437 weiteren Zuschauer sahen zu Beginn der 67 Spielminuten eine ausgeglichene Partei, in die Kanti mit 4:1 gestartet war, bald aber mit 6:6 den Ausgleich hinnehmen musste. Nach dem 7:7 brachte Passeuse Lindsay Flory ihr Team mit einer kleinen Serviceserie mit drei Punkten in Führung. Die Gäste, bei denen die Topskorerin Simona Nikolova erst spät im Satz zu wenigen Punkten kam, konnten nicht mehr näherrücken und mussten den Auftakt mit 25:17 dem Heimteam überlassen.

Mehr Fehler, doch Führung ausgebaut

Dafür sollte den Tessinerinnen der bessere Start in den zweiten Durchgang gelingen. Lugano distanzierte die Munotstädterinnen zunächst mit 2:6, diesen gelang mit 8:8 jedoch wieder der Anschluss. Insgesamt sollten die Schaffhauserinnen sich mehr Fehler (auch beim Aufschlag) notieren lassen als die Gäste, die Mannschaft von Nicki Neubauer übernahm dennoch die Führung und baute diese auf 22:16 aus. Lugano gab sich jedoch nicht geschlagen, verkürzte bis auf 24:23, musste jedoch auch diesen Satz abgeben (23:25). Nach der zehnminütigen Pause kehrte der Kanti-Gegner kämpferischer auf das Feld zurück, während Kanti zunächst verhaltener agierte und mit 2:5 in Rücklage geriet. Beim 10:0 war man wieder dran, lag jedoch bald wieder mit drei Punkten hinten. Beim Service von Passeuse Flory und Elisa Suriano kamen die Munotstädterinnen zur 22:17-Führung. Mit 25:18 konnten die Kanti-Anhänger und Fans einen weiteren Satzgewinn und den Sieg bejubeln. Eine Woche, nachdem Barbara Dapic in Genf nur wenige Punkte gelungen waren, sorgten die Diagonalspielerinnen zusammen mit Mittelblockerin Jacqui Armer gestern für die meisten Zähler. «Wir haben unsere Lehren gezogen und uns auf unsere Leistung konzentriert», meinte Kanti-Trainer Neubauer im Vergleich zur Niederlage in Genf. Mit Disziplin habe sich sein Team an den Gameplan gehalten und viele richtige Entscheidungen getroffen.

Nach der zehnten Runde liegen die Schaffhauserinnen weiter vier Punkte hinter Leader Neuenburg UC, sind jedoch bis auf einen Zähler an Aesch-Pfeffingen herangerückt. Die Baselbieterinnen hatten am Samstag für die Überraschung der Runde gesorgt, in der sie sich daheim gegen VBC Cheseaux geschlagen geben mussten. Und ausgerechnet beim Team aus dem Lausanner Hinterland muss der VC Kanti an diesem Samstag antreten.

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