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Kanti verlängert mit Topskorerin

Kanti-Topskorerin Jordan Lockwood ist immer für einen gefährlichen Angriff bereit. Bild: W. Sch.

Der VC Kanti macht bereits eine Woche vor Beginn der Playoff-Finalspiele gegen Neuenburg UC (13. April) einen wichtigen Schritt in Richtung der nächsten Saison. Der Ende April auslaufende Vertrag mit der aktuellen Topskorerin, der Diagonalspielerin Jordan Lockwood, wird um ein Jahr verlängert. Die Hauptangreiferin war im September 2024 zu den Schaffhauser Volleyballerinnen in die Munotstadt gekommen. Zuvor hatte die US-Amerikanerin nach verschiedenen Stationen in College- sowie University-Teams je eine Saison in Quimper (FRA) und Salo (FIN) gespielt. Beim VC Kanti avancierte Jordan Lockwood schnell zur erfolgreichsten Punktelieferantin.Mit ihren eindrucksvollen Angriffspunkten hat sie sich neben dem Respekt der Gegnerinnen und der Bewunderung der Fans auch die diesjährige Auszeichnung zur Mobiliar-Topscorerin innerhalb des Kanti-Team erspielt. Headcoach Nicki Neubauer freut sich, eine weitere Saison mit Lockwood bestreiten zu dürfen. «Der Verbleib von Jordan in unserem Team bestätigt unsere gute Arbeit», so Neubauer in einer Mitteilung des VC Kanti. Sie wird im kommenden Jahr noch mehr Verantwortung übernehmen und noch stabiler werden. Das Umfeld passt für sie hier sehr gut und Jordan sehr gut zu unserem Verein.»Vor Ende der NLA-Qualifikation hatte sich die 24-jährige Lockwood einen Muskeleinriss in den Adduktoren zugezogen und pausierte einige Wochen. Rechtzeitig vor Beginn der Playoff-Phase war sie jedoch wieder auf das Spielfeld zurückgekehrt.Weitere Verträge laufen Ende April ausDie Verträge mit diversen Spielerinnen wie Kateřina Holásková (Mitte, seit 2015), Korina Perkovac (Aussen, seit 2017), Viviane Habegger (Libera, seit 2020) sowie den auf die laufende Saison verpflichteten Ausländerinnen Brigitta Petrenko (Pass), Brooke Botkin (Angriff), Lea Ambrosius (Mitte), Lina Lieb (Angriff) und Astrid Popic (Mitte) laufen jeweils nur bis Ende der aktuellen Saison. Verlängerungen beziehungsweise Abgänge wird der VC Kanti nun fortlaufend kommunizieren. Der Vertrag mit Cheftrainer Nicki Neubauer (seit 2017) läuft noch eine weitere Spielzeit. (R.Sta.)

«Volleyball macht Schule» mit dem VC Kanti

Bereits mehr als 500 Lernende der Mittelstufe aus den Kantonen Schaffhausen, Zürich und Thurgau waren beim Schulprojekt des VC Kanti dabei.

Volleyballtrainer und Sportlehrer Claudio Kriech (l.) übt fleissig mit den Fünftklässlern der Primarschule Hohberg. Bild: Marianne Räss

Marianne Räss

Ortstermin in der Sporthalle Hohberg: Claudio Kriech, Trainer des erfolgreichen 1.-Liga-Volleyballteams des VC Kanti Schaffhausen, ist zum letzten Mal bei der fünften Klasse der Lehrerin Lisa Hatt. Nach einem Aufwärmspiel wiederholte Kriech, der mehrheitlich als Sportlehrer an der Sekundarschule Diessenhofen arbeitet, einige Spielelemente, die die Jugendlichen an den beiden vorhergehenden Terminen kennengelernt hatten. Zum Einsatz kommt dabei ein weicher und leichter Schulvolleyball. Gespielt wird am Minivolleyballnetz mit einer Höhe von knapp 2,10 m. Die Netzhöhe in der Nationalliga A Frauen beträgt dagegen 2,24 m.

Die Primarlehrerin Lisa Hatt hatte spontan ihre Kasse für das Projekt «Volleyball macht Schule» angemeldet, als sie mittels E-Mail darauf aufmerksam gemacht wurde. Die Begeisterung der Lernenden für Volleyball war sehr schnell geweckt. Fleissig übten die Schülerinnen und Schüler das Passen und die Manchette; zuerst allein an der Wand, später zu zweit übers Netz. Jede Volleyballstunde endete mit einem Abschlussturnier im 1 gegen 1 oder 2 gegen 2, quasi wie im Beachvolleyball. Die Fünftklässler der Primarschule Hohberg waren stolz, das Gelernte in der Praxis zu zeigen. «Gewisse Spiel- und Übungsformen des Volleyballs waren auch neu für mich und ich war sehr begeistert nach den drei Stunden mit meiner Klasse», so die Lehrerin Lisa Hatt. Sie will nun gewisse Elemente in ihren Turnunterricht einfliessen lassen. Als Highlight wird die ganze Klasse samt Eltern an ein Nationalliga-A-Heimspiel des VC Kanti Schaffhausen eingeladen. Zusätzlich erhalten die Gewinnerinnen des klasseninternen Abschlussturnieres die Gelegenheit, im Mobiliar-Topskorer-Shirt mit den Spielerinnen bei der Teampräsentation auf das Volleyballfeld einzulaufen.

Das Projekt findet in Absprache und mit der Unterstützung der kantonalen Fachstellen Sport der Kantone Schaffhausen, Thurgau und Zürich statt. Das Hauptziel ist es, Volleyball vermehrt in den Primarschulunterricht zu bringen und dadurch auch schon die ganz Jungen von dieser Sportart zu begeistern. Weiter möchte der VC Kanti auch die Zusammenarbeit mit den Partnervereinen (KJS Schaffhausen, Volley Schlatt und Volley Diessenhofen) in der Region stärken und ist offen, auch mit weiteren Vereinen zusammenzuarbeiten. «Um Partnerverein zu werden, entstehen keine Kosten. Man muss lediglich Mini- oder U14-Trainings anbieten», erläutert Claudio Kriech. Finanziert wird das Projekt derzeit vom VC Kanti Schaffhausen. In Zukunft soll dafür aber eigens ein Verein gegründet und breit abgestützt, von Gönnerinnen und Sponsoren getragen werden.


«Ende November haben wir uns als Team gefunden»

Nachgefragt

VC-Kanti-II-Trainer Claudio Kriech spricht über die aktuelle Saison – und wagt auch schon einen Blick in die Zukunft.

Wie lautet das Fazit nach einer erfolgreichen Saison?

Claudio Kriech: Schlussendlich ist es sogar besser gekommen, als wir gedacht hatten. Wir sind gut gestartet, haben sehr solid gespielt, Ende November haben wir uns als Team extrem gefunden und stabilisiert und haben es anschliessend durchgezogen. Wir haben unsere Stärke, wir sind auf allen Positionen auch neben den Stammspielerinnen ebenbürtig besetzt, um ausspielen zu können. Teilweise haben es die Spielerinnen uns Trainern bei der Frage, wen wir aufstellen sollen, schwierig gemacht. Aber das ist gut so.

Was kann man bereits jetzt zum Team für die Saison 2025/2026 sagen?

Es ist sehr schade, dass uns Melis Çeçen, Noelia Pazin, Jeanne Neuhaus und Nina Brugger verlassen. Dafür werden junge Spielerinnen aus dem Damen-3-Team aufsteigen, darunter Mia Schmid, die in den letzten Wochen bereits im Team Fuss gefasst hat und auch in Sursee gespielt hat. Dazu brauchen wir auch Spielerinnen mit Erfahrung als Stabilisatoren. So wird Natalia Cukseeva (ehemals NLA 2016–2018 und 2020–2021; Anm. d. Red.), die zuletzt in der 3. Liga dabei war, kommen. (R.Sta.)


Krimi zum Saisonabschluss

Der VC Kanti II sichert sich im Final 4 nach einem 5-Satz-Sieg über Sursee den dritten Platz.

Platz 3 ist gesichert: Die Spielerinnen des VC Kanti II bejubeln den Sieg über Sursee. Bild: W. Schläpfer

Werner Schläpfer

Zum Auftakt des Final-4-Turniers gab es gegen den Aufstiegsaspiranten Therwil eine Niederlage für das Kanti-II-Team. Wie schon in den letzten Meisterschaftsspielen wollte auch diesmal im Halbfinal in Therwil/BL kein Sieg gelingen. Zu viele Fehler verhinderten ein positives Satzresultat. Nur im ersten Satz konnten die Schaffhauserinnen einigermassen mithalten und führten mit 18:17. Doch dann erhöhten die Gastgeberinnen den Druck und den Schaffhauserinnen blieb keine Chance mehr.

Spannendes Duell um Platz 3 gegen Sursee

Im Spiel um Platz 3, dem letzten in dieser Saison, zeigten die Kanti-Spielerinnen am Sonntag in Schenkon LU nochmals ihr ganzes Können. Der Beginn ähnelt allerdings der Leistung vom Samstag. Kanti geriet mit 13:18 in Rückstand. Dank guter Serviceleistung unter anderem von Jana Fuchs kam ihr Team nochmals heran. Es sollte nicht ganz reichen, denn beim Stand von 23:24 beendete ein sehr umstrittener Schiedsrichterentscheid zugunsten von Sursee den Satz.

Die gute Performance zum Ende des ersten Durchganges gab den Kanti-Frauen Auftrieb. In den folgenden Sätzen liessen sie der Konkurrenz mit 25:14 und 25:17 keine Chance. Wie oft bei solch einseitigen Resultaten lässt die Konzentration etwas nach. Dies durchlebten auch die Schaffhauserinnen und gerieten gleich zu Beginn im vierten Satz unter Druck. Zeitweise sah es so aus, als ob sie nicht einmal über zehn Punkte kommen würden. Am Ende besannen sie sich nochmals auf ihre Stärken und holten noch einige Punkte für die Moral.

Dies sollte ein entscheidender Faktor in diesem Spiel gewesen sein. Denn im Entscheidungssatz gaben die Munotstädterinnen nochmals alles, es gelang das Break zum 8:5 beim Seitenwechsel. Nochmals hielt der VBC Sursee dagegen und kam zum 9:9-Ausgleich. Mit Nina Cavca am Service erhöhten die Gäste den Druck, die Führung zum 14:10 gelang. Noch war das Spiel nicht zu Ende, es brauchte noch beide Time-outs von Coach Claudio Kriech, ehe der letzte Matchball versenkt wurde. Am Ende brachen die Emotionen durch bei den Kanti-Spielerinnen, war es doch für einige das letzte Spiel im Schaffhauser Dress.

Frauen, 1. Liga, Final-4-Turnier der Gruppe C/D. Halbfinal in Therwil BL (Samstag): VB Therwil – VC Kanti Schaffhausen 3:0 (25:21, 25:15, 25:16). – Final in Schenkon LU (Sonntag): VC Kanti – VBC Sursee 3:2 (25:23, 14:25, 17:25, 25:14, 15:13). VC Kanti 2: Schaber, Rubli, Nussbaumer, Kunz, Guyer, Neuhaus, Cavka; eingewechselt: Brugger, Saipi, Çeçen, N. Pazin, Schmid, Fuchs.

Bilder        Infos

zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL