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Der Gegner ist und bleibt Franches- Montagnes


Schon an den letzten beiden Wochenenden hatte sich der VC Kanti jeweils mit Volley Franches-Montagnes zu beschäftigen. Nach dem unglücklichen Cup-Out – 2:3-Niederlage im Jura – konnte sich das Team von Nicki vor einer Woche, ebenfalls in Saignelégier, dann im NLA-Spiel mit einem 3:1-Sieg rehabilitieren. Damit sicherte sich der VC Kanti doch den 3. Platz gegenüber Verfolger Düdingen. Das bringt nun den Vorteil ein, im Playoff-Viertelfinal gegen das sechstklassierte Franches-Montagnes statt gegen Cheseaux (5.) anzutreten. Da die Viertelfinalserien coronabedingt von Best of 5 auf Best of 3 gekürzt wurden, um bei auftretenden Covid-19-Fällen genügend Zeit für allfällige Spielverschiebungen zu haben, hat sich die Chance für die auf Platz 5 bis 8 klassierten Teams wohl leicht erhöht, eine Überraschung zu schaffen.

«Ich hätte lieber im Modus Best of 5 gespielt», gibt Kantitrainer Nicki Neubauer offen zu. Die Gefahr besteht so nach einem unerwarteten Resultat im nächsten Match unter grössten Druck zu kommen. «Ich erwarte ausgeglichene Partien zwischen uns und Franches», weiss Neubauer, dass in dieser Serie vieles möglich ist. «Wir bereiten uns im Mentalbereich entsprechend vor.» Das Ziel für den VC Kanti ist ganz klar: den Halbfinal erreichen. (hcs.)

Mitfahrgelegenheit zum Spiel nach Saignelégier: Der VC Kanti bietet interessierten Fans eine Mitfahrgelegenheit zum Playoff-Viertelfinal-Auswärtsspiel gegen Volley Franches-Montagnes an (Spielbeginn 20 Uhr). Abfahrt am nächsten Mittwoch, 16. 2. um 15 Uhr ab BBC-Arena (Fahrpreis 40 Franken plus Eintritt vor Ort). Während der Busfahrt gelten die aktuellen Covid-Bestimmungen. Anmeldung an: VC-Kanti-Sekretariat, Telefon 052 625 55 07 oder administration@kantivolleyball.ch.

In den Viertelfinals gegen Franches-Montagnes

Dem VC Kanti ist die Revanche für das Ausscheiden im Cup gelungen: Die Schaffhauserinnen gewannen vorgestern mit 3:1 gegen ­Franches-Montagnes und treffen nun in den Play-off-Viertelfinals ebenfalls ab Samstag auf das Team aus dem Jura.

 

Kanti-Trainer Nicki Neubauer beobachtet Korina Perkovac bei einer Service-­Abnahme, links Rebekka Merkofer. BILD WERNER SCHLÄPFER

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Wechselhafte neun Tage für den VC Kanti: Nach der Absage des Spiels gegen Aesch-Pfeffingen folgten das Ausscheiden aus dem Cup am Sonntag vor einer Woche im Jura und die Niederlage in Cheseaux am Donnerstag. Nach dem Bekanntwerden des Forfaitsieges gegen Aesch-Pfeffingen am Freitagmittag und dem Sieg von Düdingen gegen Lugano vom Abend mussten die letzten Spiele der Qualifikation vom Samstag Klarheit über die Vergabe der Ränge 3 und 4 bringen. Forderte Düdingen in Aesch das Team von Andi Vollmer heraus, musste der VC Kanti erneut im Jura antreten. Über 15 Fans der Schaffhauserinnen und dazu Kanti-Präsident Sandro Poles waren in der neuen Maurice-Lacroix-Halle in Saignelégier präsent, um ihr Team lautstark zu unterstützen.

 

Und die Schaffhauser Anhänger sollten für ihr Kommen belohnt werden: Das Kanti-Team sollte anders als zuletzt auftreten, der Wille, diesmal den Sieg zu holen, war von Beginn an spürbar. Mit einer Serviceserie von Captain Holaskova zogen die Munotstädterinnen gleich auf 6:3, mit weiteren kleinen ­Serien stand es bald einmal 19:9, und mit 25:15 war ein klares Zeichen gesetzt. Im zweiten Satz sollte Franches-Montagnes mehr Widerstand leisten. Kanti zog zwar auf 17:14 davon, das Heimteam war bei 21:21 aber wieder dran. In der Schlussphase behielten dann die Schaffhauserinnen Nerven: Mit Korina Perkovac am Service und nach zwei Blockpunkten und drei Angriffsfehlern beim Gegner stand es 25:21 und Kanti hatte den ersten der beiden benötigten Tabellenpunkte auf sicher.

Nach der 10-Minuten-Pause forderte Franches-Montagnes mit einer geänderten Startaufstellung heraus, zog vom 3:4 auf 6:4 davon und sollte die Führung bis zum 25:21 nicht mehr hergeben. Kanti reagierte im vierten Satz, der ausgeg­lichen begann. Nach dem 8:8 gelangen Svobodova und Ubavic je zwei Punkte, die Munotstädterinnen konnten lange einen Vorsprung verwalten, dies bis zum 23:23. Wiederum verlor das Kanti-Team die Nerven nicht und sicherte sich mit Blockpunkten von Watson und Svobodova Spiel, Satz und Sieg.

Selbstvertrauen getankt

Lag das Fehlermomentum diesmal mehr aufseiten Franches-Montagnes, zeigte sich der VC Kanti (noch) etwas besser im Block als vor einer Woche, liess weniger Service-Winner und Angriffspunkte zu. So erzielten die stärksten Angreiferinnen des Heimteams (Montano, Aarechea, Monnin) in den vier Sätzen nur 38 Punkte anstatt 59 in den fünf Durchgängen des Cupspiels. Bei Kanti verteilte es sich auf Perkovac (15), Watson (14), Svobodova und Ubavic (je 13) und Holaskova (10), im Cup war Ubavic mit 22 Punkten vorausgelegen.

Mit diesem vor allem für die Moral wichtigen Sieg hat das Kanti-Team gezeigt, dass es den Gegner in den Play-off-Viertelfinals schlagen kann. «Der Wille war sehr gross am Ende zu ge­winnen», stelle Kanti-Trainer Nicki Neubauer fest. «Wir wollten immer gegen Franches-Montagnes spielen, weil ich glaube, dass wir sie am besten kontrollieren können. Wir haben lange darauf hingearbeitet», so Neubauer weiter. Die Coronafälle im Team von Anfang ­Januar hätten den Trainings- und Spielrhythmus gebrochen, man sei noch nicht ganz wieder da und müsse es sich noch erarbeiten.

Livespiel geplant

In der auf den Best-of-3-Modus verkürzten Serie ist für die erste Partie vom Samstag (16.30 Uhr, BBC-Arena), dass erste Heimspiel nach drei Wochen, eine SRF-Liveübertragung geplant. Dafür soll ein Volleyballboden in der BBC-Arena verlegt werden. Das zweite Spiel, das ­bereits die Entscheidung über den Halbfinaleinzug bringen könnte, findet am Mittwoch, 16. Februar in Saignelégier statt. Stünde es in der Serie dann aber 1:1, wird der Halbfinalist am Samstag, 19. Februar in Schaffhausen ermittelt. Für das allfällig nächste TV-Spiel soll der Volleyballboden in der BBC-Arena verbleiben.

VC Kanti profitiert von einem Forfaitsieg gegen Aesch

In der Qualifikationsrunde, die heute (17.30 Uhr in Saignelégier) für den VC Kanti im Jura bei Franches-Montagnes zu Ende geht, hat der VC Kanti im Kampf um Platz 3 drei Punkte vom verschobenen Heimspiel gegen Aesch-Pfeffingen sozu­sagen «geschenkt» bekommen.

Am Freitag vor einer Woche hätte das Heimspiel des VC Kanti gegen Aesch-Pfeffingen wie ursprünglich geplant in der BBC-Arena stattfinden sollen. Indes am Donnerstagabend kam die Meldung aus Aesch, dass Spielerinnen positiv auf Corona getestet worden seien und die Partie nicht stattfinden könne. Ein zumutbares Verschiebedatum zu finden war angesichts all der sonst noch nachzuholenden Spiele fast ein Ding der ­Unmöglichkeit, denn die Baselbieterinnen mussten ja auch noch den Cup-Viertelfinal vom vergangenen Sonntag bei Düdingen nachholen. Erst am Dienstag wieder aus der Isolation heraus, mussten sie bereits am Mittwoch dieser Woche ins Freiburgische reisen – und unterlagen prompt mit 2:3 und sind aus dem Cup ausgeschieden.

Da der VC Kanti vorgestern auch noch das Nachholspiel in Cheseaux auszutragen hatte (und klar 1:3 verlor), die Qualifikationsrunde gemäss Reglement aber fix am 5. Februar beendet sein muss, kam als Termin nur noch der gestrige Freitag infrage. Für beide Teams war das unzumutbar, und sie hatten sich längst darauf geeinigt das Spiel abzusagen – was dem VC Kanti einen 3:0-Forfaitsieg eintragen würde. Angesichts der umstrittenen Punktesituation um die Plätze 3, 4 und 5, welche für die Einteilung der Play-off-Viertelfinals natürlich entscheidend ist, hinterliesse ein Forfaitsieg für Kanti allgemein und vor allem bei den direkten Konkurrenten Düdingen und Chesaux einen schalen Nachgeschmack.

Meisterschaftsausschuss tagte
Der Meisterschaftsausschuss von Swiss Volley nahm sich daher der Angelegenheit an. Auf Basis der Stellungnahmen der beiden Teams, des Volleyballreglements und der Weisungen hat er nun entschieden, dass der VC Kanti die Partie 3:0 forfait gewinnt. «Dieses Vorgehen entspricht den bestehenden Weisungen und wurde auch in anderen Fällen während der Qualifikationsphase so umgesetzt», schrieb Swiss Volley in der Medienmitteilung. Der Verband konnte fast nicht anders entscheiden, denn schon vor einem Jahr war es nach Coronafällen bei Aesch so, dass deren Play-off-Halbfinalserie beim Stande von 1:0 abgebrochen und für Düdingen gewertet wurde. Das löste damals im Baselbiet geharnischte Reaktionen aus. Aber das Vorgehen entsprach genau der (coronabedingten) Vereinbarung, der alle NL-Vereine zugestimmt hatten.

VC Kanti muss zwei Punkte holen
Was heisst nun dieser Forfaitsieg für den VC Kanti im heissen Kampf um den begehrten dritten Platz? Die Tabelle hinter Leader Neuenburg sieht vor der heutigen Schlussrunde so aus:2. Aesch-Pfeffingen 17 Spiele/41 Punkte (44:13 Sätze)3. VC Kanti Schaffhausen 17/34 (39:22 Sätze, 12 Siege)4. VBC Cheseaux 17/31 (35:26 Sätze, 10 Siege)5. Volley Düdingen 16/10 (36:23, 10 Siege); ­ausstehend Nachtragsspiel von gestern vs. Lugano (S. 28)6. Franches-Montagnes VFM 17/24 (28:35, 7 Siege)7. Genève Volley 17/21 (26:35, 8 Siege)18. Runde (alle heute 17.30 Uhr): Aesch-Pfeffingen - ­Düdingen, VFM - VC Kanti, NUC - Cheseaux, Val-de-Travers - Toggenburg, Genève Volley - Toggenburg.

Um den dritten Platz zu verteidigen, brauchen die Schaffhauserinnen heute in Saignelégier wohl einen Sieg im Tiebreak, falls Düdingen sich in Aesch (und auch im gestrigen Nachtragsspiel vs. Lugano) durchsetzt. Sicher ist, dass Cheseaux den VC Kanti selbst mit einem Sieg in Neuenburg nicht mehr überholen kann, denn das zweite Kriterium nach der Anzahl an Punkten ist die Anzahl Siege, und da kann Cheseaux nicht mehr auf zwölf kommen. ­Düdingen hingegen schon, und deshalb wird das heute ein überaus spannendes Fernduell zwischen Kanti und Düdingen werden. Angesichts der Cup-Niederlage vor einer Woche im Jura, ist ein Kanti-Erfolg aber keineswegs ­sicher. «Wir haben da wie auch in Cheseaux einfach zu viel zugelassen», analysierte Trainer Nicki Neubauer und ist zuversichtlich für heute, dass sein Team anders auftreten werde. Sowieso nach dem Geschenk am grünen Tisch.

Fürs Play-off hiesse Platz 3 ein Viertelfinale (das ab dem 12.2. nur noch im Best-of-3-Modus gespielt wird) gegen Franches-Montagnes oder Genf, und Platz 4 eine Auseinandersetzung gegen das stark einzustufende Cheseaux. Man darf gespannt sein. (hcs.)

Kanti verliert auch das Spiel in Cheseaux

Um die Plätze drei bis fünf nach der Qualifikation bahnt sich zwischen dem VC Kanti, Cheseaux und Düdingen ein ­enger Kampf an. Die drei Teams liegen nur einen Punkt getrennt von einander, Cheseaux hat aber ein Spiel mehr ausgetragen.

Ein Duell am Netz zwischen der Topscorerin von Cheseaux, Madeline Haynes (l.), und Kanti-Passeuse Victoria Deisl. BILD WERNER SCHLÄPFER

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Gestern Abend zog der VC Kanti mit dem 1:3 in Cheseaux die dritte Niederlage in Folge ein. Zwei Tage vor dem regulärem Ende der Qualifikation ist damit der Vorsprung auf Düdingen, das sich heute Abend mit einem Sieg im Nachtragsspiel gegen Lugano vor die Schaffhauserinnen setzen könnte, und Cheseaux dahingeschmolzen. Das Team aus der Romandie dürfte morgen bei Leader Neuenburg zwar kaum punkten, Düdingen tritt bei Aesch-Pfeffingen an (das sie am Mittwoch daheim aus dem Cup geworfen hatten), und der VC Kanti reist wie schon am letzten Sonntag zum Auswärtsspiel bei Franches-Montagnes. Die Entscheidung der Meisterschaftskommission, ob das bei den Munotstädterinnen noch ausstehende Spiel gegen Aesch-Pfeffingen mit einem Forfaitsieg gewertet oder doch noch ausgetragen wird, war auch gestern Abend nicht bekannt.

In der Partie in Cheseaux lag der VC Kanti zunächst zurück, 5:10 und 12:16. Dann vermochten die Gäste zum 16:16 auszugleichen und übernahmen mit 18:17 zum ersten Mal die Führung. In der Schlussphase, ab dem 22:21 mit Jatzko für Svobodova spielend, behielten die Schaffhauserinnen die Nerven und die Führung.

In den drei weiteren Sätzen sollte es dem Team von Nicki Neubauer jedoch nicht gelingen den Rückstand dauerhaft auszugleichen und in Führung zu gehen. Die Gastgeberinnen agierten konstanter, kompakter und schafften es immer wieder den Ball zurückzuspielen. Passeuse Oriane Haemmerli gelang es besser, ihre Angreiferinnen in Szene zu setzen, als dies Victoria Deisl oder Vivian Guyer gelingen sollte.

Cheseaux schaffte es immer wieder, die Lücke im Block, das Loch in der Verteidigung zu finden oder den Block ­anzuspielen. So gelangen den besten drei Scorerinnen aufseiten Cheseaux’s, Haynes (26), Fitzmorris (21) und Wolowicz (16), mehr Punkte als bei Kanti Perkovac (15), Ubavic (11) und Jatzko (10.) Mit 19:25, 17:25 und 21:25 gingen die Sätze mehr oder weniger deutlich ver­loren.

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