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VC Kanti verliert das Spiel in Düdingen und muss auf den Mittwoch hoffen
Nach der 1:3-Niederlage in Düdingen im zweiten Spiel ist das Rennen und um die Bronzemedaille weiterhin hoffen

Für einmal bekommt die französische Angreiferin Alexandra Dascalu einen Blockball des VC Kanti ins Gesicht. Dennoch behielt Düdingen mit 3:1 die Oberhand. BILD WSCHL.
Werner Schläpfer, Düdingen
VOLLEYBALL NLA. Der VC Kanti und die Leimackerhalle in Düdingen waren schon in der Vergangenheit keine Erfolgsgeschichte und am Samstag kam ein weiteres negatives Kapitel dazu. Düdingen gewann als das klar bessere Team das Heimspiel mit 3:1 und gleicht die Serie um Platz 3 aus.
Im Vorfeld der Begegnung im Kampf um Platz drei gegen Düdingen war man im Kantilager nach dem Auftaktsieg vor Wochenfrist verhalten optimistisch gewesen, nach einer beinahe zehnjährigen Durststrecke endlich wieder einmal eine Meisterschaftsmedaille nach Schaffhausen zu bringen. Nach den engen Satzverhältnissen im ersten Aufeinandertreffen in Schaffhausen wurde auch ein spannendes Spiel zweier ebenbürtiger Gegner in Düdingen erwartet. Entsprechend intensiv starteten die Teams in die Partie. Beide starteten gut, entsprechend eng war der Spielstand mit leichtem Vorteil für Kanti beim Skore von 8:5. Im weiteren Verlauf kamen die Einheimischen besser ins Spiel und führten bei Satzmitte 14:10. Mit einigen guten Angriffsaktionen brachte Topskorerin Korina Perkovac ihr Team zurück. Am Ende war es den Gästen vergönnt, im ausgeglichenen ersten Satz die beiden letzten Punkte zu machen.
Trainer Dario Bettello änderte im zweiten Satz die Taktik, und seine Spielerinnen punkteten jetzt vermehrt mit Block-outs und verstärkten den Druck am Service. Die Schaffhauserinnen hielten zu Beginn dagegen, aber unter dem Druck der Power-Cats summierten sich die Fehler: da eine ungenaue Abnahme, dort ein Angriffsfehler. So musste Nicki Neubauer beim Stand von 13:8 bereits sein zweites Time-out nehmen. Der VC Kanti konnte jetzt wieder mithalten, den eingehandelten Rückstand jedoch nicht mehr wettmachen.
Etwa 30 Kanti-Supporter, unter ihnen Präsident Sandro Poles, unterstützten ihr Team nach der Pause lautstark, aber sie mussten zur Kenntnis nehmen, das es im Sensebezirk nichts zu holen gab. In Satz 3 und 4 spielte Düdingen aus einem Guss und liess die Gäste nicht mehr ins Spiel kommen. So kommt es am Mittwoch, 13. April, um 20 Uhr zur finalen Entscheidung um Platz 3 in der BBC-Arena.
Juniorinnen (U18/U19)
Das Nationalteam der Juniorinnen U19 qualifiziert sich direkt für die Europameisterschaft!Historisches für den Schweizer Volleyball: Erstmals seit sechzehn Jahren qualifizieren sich die Juniorinnen wieder für eine EM-Endrunde.

Das Team um Headcoach Frieder Strohm und Assistenztrainerin Aïda Shouk kann im ersten Spiel gegen Montenegro einen 2:1-Satzrückstand noch zu einem 3:2-Sieg drehen - das beweist mentale Stärke. Topmotiviert und mit dem Ziel vor Augen, Historisches zu schaffen, gelingt den Juniorinnen dann gegen Gastgeber Bosnien & Herzegowina ein sensationeller Coup: Ein umkämpftes, aber letztendlich klares 3:0 für die Schweiz! Als Gruppenerster qualifiziert sich die Equipe damit direkt für die EM-Endrunde."Wir sind unglaublich stolz und glücklich. Es ist wahnsinnig, was diese Spielerinnen geleistet haben - sie haben es sich mehr als verdient. Ausserdem bin ich sehr dankbar für die Arbeit des Staff. Alles ist perfekt aufgegangen und war so organisiert, dass wir uns ganz auf diese zwei Matches fokussieren konnten. Das Ganze zeigt auf, dass die Organisation und die Strukturen der Nationalen Nachwuchsvereine und des Nachwuchs im Allgemeinen funktionieren. Sie führen dazu, dass solche Resultate möglich sind. Nun muss man klar sagen, dass wir jetzt investieren müssen, damit wir in Zukunft auch auf Elite-Nati-Niveau mit diesen Spielerinnen Erfolge feiern können. Die Nationalteams der Juniorinnen und Junioren haben einen ungemeinen Wert auf dem sportlichen Weg dieser Athletinnen und Athleten", meint der stolze Headcoach Frieder Strohm.
Resultate:
Montenegro - Schweiz: 2:3 (23:25, 25:23, 25:19, 15:25, 9:15)Schweiz - Bosnien & Herzegowina: 3:0 (28:26, 25:23, 25:21)
Europameisterschaft
Die EM der Juniorinnen findet vom 27. August bis 4. September in Skopje (Nordmazedonien) statt.
Hoffnung auf Bronze und neue Automarke
Vor dem zweiten Spiel um Platz 3 in der Best-of-3-Serie am Samstag (17.30 Uhr) auswärts gegen Düdingen hat der VC Kanti diese Woche noch bekannt gegeben, dass die Spielerinnen neu mit Autos der Marke Peugeot unterwegs sein werden.

Das Kanti-Team mit Trainer Nicki Neubauer, Manager Heinz Looser und den Betreibern der Gräfler-Garage, Marco und Fabio Ninghetto, sowie Vorgänger Stefan Gasser. BILD RSTA

Marco und Fabio Ninghetto, Leistungssportchef Heinz Looser und Stefan Gasser (v. l.) bei der Präsentation. .Bild WSch
Mitten in der heissen Phase der Playoff-Finalspiele um Rang drei in der NLA-Meisterschaft gegen Düdingen waren das Fanionteam und die Marketinggruppe des VC Kanti kürzlich zu einem Apéro beim langjährigen Fahrzeugsponsor Gräfler-Garage Gasser, gleich gegenüber der Schweizersbildhalle, wo jeweils auch die Europacup-Apéros stattfinden, eingeladen. Nach monatelanger Wartezeit sind die neuen Autos der Marke Peugeot nun endlich bereit zur Übergabe an Spielerinnen und Staff. Die neuen Inhaber der Gräfler-Garage, Marco und Fabio Ninghetto, freuen sich darüber, die vom Vorgänger Stefan Gasser begonnene Partnerschaft mit dem VC Kanti fortzusetzen. Am 4. Dezember 2003 hatte Stefan Gasser das erste Fahrzeug an die damalige Spielerin Mélanie Pauli übergeben.
Nach diesem Event galt die ganze Konzentration der Kanti-Equipe der Vorbereitung auf das zweite Spiel in der Best-of-3-Serie um Platz 3 gegen das unberechenbare Düdingen. Es gilt den 3:1-Heimsieg vom letzten Samstag zu bestätigen, erfahrungsgemäss dürfte das auswärts etwas schwerer sein als in der Heimhalle, was sich meistens im Servicespiel auswirkt. Das Augenmerk gilt es insbesondere auf die französische Diagonalspielerin Alexandra Dascalu zu richten, die einen enorm wuchtigen Aufschlag hat und mit 19 Punkten die Topskorerin Düdingens war. Es wird sich zeigen, ob die zuletzt fehlenden Elena Steinemann und Nicole Eyholzer wieder ins Team zurückkehren. Sie waren auch in dieser Saison wichtige Teamstützen der Freiburgerinnen. Bei einem Heimsieg kommt es am nächsten Mittwoch in der BBC-Arena zu einer dritten Partie um Bronze. (rsta./hcs.)
VC Kanti ist der Bronzemedaille einen Schritt näher
3:1-Sieg gegen Düdingen
Massive Gegenwehr: Der VC Kanti stellt der 3er-Block mit Isidora Ubavic (9), Katerina Holaskova und Eva Svobodova gegen Alexandra Dascalu. Bild: Reinhard Standke
In den Play-off-Spielen um die Bronzemedaille in der Schweizer Meisterschaft setzte sich im ersten Spiel der «Best-of-3»-Serie der VC Kanti mit 3:1 gegen Volley Düdingen durch.
von Reinhard Standke
Nach dreiwöchiger Spielpause stand am Samstag für den VC Kanti in der NLA-Schweizer Meisterschaft das nächste Spiel an. In der Best-of-3-Finalserie gegen Volley Düdingen geht es immerhin um die Bronzemedaille. Während die Schaffhauserinnen in den Halbfinals gegen Aesch-Pfeffingen drei Mal unterlagen, war die Paarung der Freiburgerinnen gegen Neuenburg UC beim Stand von 1:2 wegen Coronafällen bei NUC Mitte März abgebrochen worden.
In der ersten Runde zwischen Kanti und Düdingen konnte Trainer Neubauer auf den vollständigen Kader zurückgreifen, während sein Gegenüber Dario Botello auf zwei Aussenangreiferinnen, die verletzte Elena Steinemann sowie Nicole Eiholzer (Familienevent) verzichten musste.
Dennoch begannen die Freiburgerinnen fulminant. Während bei Kanti das (Angriffs-)Spiel nicht recht in Fahrt kam, gingen die Gäste mit 7:2 in Führung. Diese sollte auch nach dem ersten Time-Out von Nicki Neubauer Bestand haben (15:9). Mit Captain Katerina Holaskova am Service, die drei Punkte selber erzielte, konnte Kanti auf 14:15 verkürzen und später, mit Wieble Silge für Karis Watson, sogar zum 20:20 ausgleichen. In der Schlussphase behielt jedoch Düdingen die Nerven (25:22).
Den Schaffhauserinnen gelang aber sogleich die Retourkutsche. Mit Wille, Agressivität und Druck zogen sie über 7:3 auf 12:4 davon. Beim 18:12 schien der Faden zu reissen, mit Romy Jatzko, die in den ersten drei Sätzen in der Schlussphase sowie im vierten Durchgang für Eva Svobodova kam, behielt Kanti den Flow jedoch aufrecht (25:16).
Konsequenter spielen
Lange ausgeglichen bzw. sogar mit Vorteilen für Düdingen verliefen die nächsten beiden Durchgänge. Im dritten Satz konnte Kanti einen 18:21-Rückstand noch aufholen und in ein 25:22 ummünzen. Danach kamen die Gäste vom 9:6 auf 9:9 heran, anschliessend erspielten sich die Munotstädterinnen ein bis zwei Punkte Vorsprung und vermochten ihr Spiel zum 25:22 durchzuziehen. Für die meisten Schaffhauser Punkte hatte Isidora Ubavic (17) gefolgt von Karis Watson (14), Katerina Holaskova (13) und Korina Perkovac (11) gesorgt.
«Wir lassen zu viel liegen» sprach Kanti-Trainer Neubauer die Fehler im Service und Angriff an, die Fehlerquote betrug 33:26. «Wir müssen noch konsequenter spielen, die Satzergebnisse waren zu knapp.»
Weiter geht es in der Serie dann am kommenden Samstag. Ab 17.30 Uhr könnten sich die Schaffhauserinnen mit einem weiteren Sieg SM-Bronze sichern. Gleicht Düdingen aus, fällt die Entscheidung am Mittwoch, 13. April, in der BBC Arena.
NLA. Play-off-Final, Spiele um Rang 3 (Best of 3). 1. Runde : VC Kanti - Volley Düdingen 3:1 (22:25, 25:16, 25:23, 25:22), Stand 1:0. - BBC Arena. - 432 Zuschauer. – SR: Schürmann/Sikanjic. – Spieldauer: 24, 21, 25, 27 = 97 Minuten. – VC Kanti: Deisl (Pass, 4), Svobodova (5), Holaskova (13), Ubavic (17), Perkovac (11), Watson (14), Contorno (Libera); eingewechselt: Silge, Jatzko (7), Guyer (Pass), Corbach; nicht eingesetzt: Kunz, Merkofer; rekonvaleszent: Habegger. – Volley Düdingen: Uiato (Pass, 2), Cunningham (5), Dascalu (19), Caluori (11), Mohler (8), Wieland (7), Portmann (Libera); eingewechselt: Zurlinden (1), Deprati (Libera), Rohrer, Sprumont; ohne Steinemann (verletzt), Eiholzer (Familienevent).



