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Volleyball macht Schule

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Künzler zum VC Kanti Schaffhausen

Es freut uns sehr, die Neuverpflichtung eines jungen Nachwuchstalents für die Saison 2022/2023 bekannt zu geben. Die 18-jährige Julia Künzler unterschreibt beim VC Kanti ihren ersten Profivertrag und wechselt per 1. August 2022 vom NNV BTV Aarau Volleyball zu den Kantigirls nach Schaffhausen.

Die Angreiferin machte ihre ersten Volleyballerfahrungen bei Volley Neuenhof, spielte später beim VBC Kanti Baden, beim BTV Aarau Volleyball und war Mitglied der Talent School Aargau. Seit August 2020 trainiert das Nachwuchstalent im NNV BTV Aarau Volleyball unter der Leitung von Timo Lippuner. Künzler schliesst diesen Sommer das Sportgymnasium in Aarau ab und wird an der ETH in Zürich mit dem Studium beginnen.

„Mit Julia Künzler ist es uns gelungen ein weiteres vielversprechendes Talent auf der Aussenposition an den VC Kanti zu binden. Julia besitzt, trotz ihres jungen Alters, schon gute technische Fähigkeiten und ein gutes Spielverständnis. Ich denke, dass Julia mittelfristig ihren Weg in der NLA machen wird und freue mich darauf Sie zukünftig in unserem Team zu haben.“ erläutert Kanti Headcoach Nicki Neubauer.

Für Harald Gloor, Sportkoordinator des Nationalen Nachwuchsvereins NNV BTV Aarau Volleyball, ist die Vertragsunterzeichnung ein weiterer Erfolg: «Julia ist eine Athletin mit einer hervorragenden Einstellung im Training und Spiel. Das Mindset ist aussergewöhnlich. Wir sind stolz, dass sie ihren ersten Profivertrag unterzeichnen konnte. VC Kanti Schaffhausen ist ein Top NLA Club und wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit sehr. Julia wird erste Erfahrungen in der höchsten Liga der Schweiz sammeln und sich gegen etablierte Spielerinnen durchsetzen müssen. Das wird sie wieder einen Schritt weiterbringen.»

Herzlich willkommen beim VC Kanti Schaffhausen. Viel Glück beim greatest Team in the Town.

Nach der Saison ist vor der Saison

Melanie Kunz, Rebekka Merkofer, Vivian Guyer, Isidora Ubavić.

Victoria Deisl,  Karis Watson, Wiebke Silge, Eva Svobodová.

Vielen herzlichen Dank für euer Engagement beim VC Kanti und alles Gute für die Zukunft.

Mit dem anstehenden Saisonende legt der VC Kanti die Grundlagen für die neue Saison. Nach ausführlichen Gesprächen und Analysen stehen wieder einige Veränderungen im NLATeam an. Mit Vivian Guyer, Melanie Kunz, Eva Svobodová, Victoria Deisl, Isidora Ubavić, Karis Watson, Wiebke Silge und Rebekka Merkofer verlassen gleich 8 Kantigirls die erste Mannschaft. Ausserdem verabschiedet sich Natalia Cukseeva als Assistenztrainerin.

Sechs Jahre lang war Vivian Guyer beim VC Kanti aktiv. Als 18-jährige hat die Passeuse den Wechsel von Volley Toggenburg nach Schaffhausen gewagt und lebte, neben ihrem Berufsalltag als Bauleiterin, voll und ganz für den Volleyballsport. Vivian hat sich entschieden den VC Kanti nun zu verlassen und sich auf ein neues Volleyballabenteuer einzulassen. Für Ihr Engagement, Ihren Einsatz und Ihre Treue über all die Jahre hinweg möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Melanie Kunz ist in der letzten Saison aushilfsmässig von 2. Ligateam zum NLA-Team des VC Kanti gestossen und hat, dank Ihrem damaligen Einsatz, die Möglichkeit erhalten das NLA-Team auch in der Saison 2021/22 zu unterstützen. In der neuen Saison wird sie wieder für die zweite Mannschaft des VC Kanti auf  dem Feld stehen und soll dort nun mit den gesammelten NLA-Erfahrungen eine wichtige Leader-Rolle für die jungen Nachwuchsspielerinnen übernehmen.

Nicht verlängert werden die auslaufenden Verträge mit Eva Svobodová (1. Saison), Victoria Deisl (1. Saison), Isidora Ubavić (1. Saison), Karis Watson (2. Saison), Wiebke Silge (2. Saison) und Rebekka Merkofer (1. Saison). Der VC Kanti bedankt sich bei diesen Spielerinnen für Ihr grosses Engagement während der  vergangenen Saison(s) und wünscht Ihnen für die Zukunft weiterhin gute Gesundheit und viel Erfolg.

Auch im Staff gibt es Veränderungen. Natalia Cukseeva hat sich entschieden ihre Rolle als Assistenztrainerin per Ende Saison aufzugeben und Ihren sportlichen Fokus voll und ganz auf die Ausbildung der Kanti-Juniorinnen zu legen. Auch bei Ihr möchten wir uns für den Einsatz in der letzten Saison bedanken und freuen uns sehr, dass sie dem Verein als Nachwuchstrainerin erhalten bleibt.

Kanti erkämpft sich Bronze

Nach einem packenden Spiel und einem Tiebreak-Krimi im dritten Playoff-Spiel gegen Volley Düdingen kann der VC Kanti den dritten Rang in der NLA-Schweizermeisterschaft feiern. 

Die Spielerinnen und der Staff des VC Kanti feiern ausgelassen den Gewinn der Bronzemedaille. BILD wsch

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Dramatik pur! Zweimal ging Düdingen im dritten und entscheidenden Spiel um Rang drei der NLA-Meisterschaft in Führung, zweimal konnte der VC Kanti aus­gleichen und damit den Tiebreak erzwingen. Hier lagen zunächst die Schaffhauserinnen vorne (6:3), dann Düdingen 10:8 und 11:9. Die Schlussphase in diesem Krimi sollte jedoch Kanti gehören, dass zunächst vier Punkte in Folge erzielte und den ersten Matchball nutzen konnte. Mit 15:11 standen die Munotstädterinnen als Gewinnerinnen der Bronzemedaille fest, zuletzt hatte dies Kanti 2003 erreicht. In der Zwischenzeit hatte das Team jedoch 2004, 2008, 2009, 2012 und 2020 Silber geholt.

 

Kanti begann das Spiel vor 516 Zuschauern, darunter war das Team des FC Schaffhausen, mit Romy Jatzko anstelle von Eva Svobodova sowie Rebekka Merkofer als Libero, bei Düdingen fehlte weiterhin der verletzte Captain, die frühere langjährige Kanti-Spielerin Elena Steinemann. Die Schaffhauserinnen starteten gut in das Spiel, lagen 9:6 vorne und baute den Vorsprung beim Service von Victoria Deisl auf 14:8 aus. Auch beim 18:12 war Kanti noch auf gutem Weg, doch dann kamen das Team von Nicki Neubauer nicht mit dem Service von Wieland zurecht, die bis zum Ausgleich aufschlug. In der Schlussphase hatten die Gäste die besseren Nerven (25:23).

 

Hin und her ging der Spielstand im zweiten Durchgang. Kanti lag ab 10:6 mit vier Punkten vorne, nach einem umstrittenen Ball geriet das Heimteam jedoch in Rücklage (13:15). Nicki Neubauer brachte Svobodova für Ubavic, die Munotstädterinnen fingen sich wieder und glichen aus (25:21). Eine schlussendlich klare Angelegenheit sollte der dritte Satz werden, Kanti unterliefen mehr Service- und Spielfehler, Düdingen lag beim 9:5 zum ersten Mal mit vier Punkten vorne, Kanti konnte zwar verschiedentlich noch auf zwei Punkte reduzieren, musste den Durchgang mit 18:25 abgeben. Doch die Munotstädterinnen sollten nicht aufgeben, gingen im vierten Satz mit 6:4 in Führung, mussten diese jedoch zwischenzeitlich (7:8) noch einmal abgeben. Dann fanden die Schaffhauserinnen in den Spielfluss zurück und erkämpften sich das Tiebreak. «Es hat all unsere Kraft abverlangt, alle Emotionen», so die strahlende Passeuse Victoria Deisl. «Wir haben alles rausgehauen, mehr ging nicht», fasste Trainer Nicki Neubauer zusammen.

VIDEO

Interviews mit Nicki Neubauer und Victoria Deisl

Volleyball, NLA. Playoff-Final, Spiele um Rang 3 (best of 3). 3. Runde: VC Kanti – Volley Düdingen 3:2 (23:25, 25:21, 18:25, 25:20, 15:11), Endstand 2:1. - BBC Arena. – 516 Zuschauer. – SR: Sikanjic/Grellier. – Spieldauer: 26, 24, 22, 26, 16 = 114 Minuten. - VC Kanti: Deisl (Pass), Jatzko, Holaskova, Ubavic, Perkovac, Watson, Contorno (Libera); eingewechselt: Corbach, Silge, Guyer (Pass), Merkofer, Svobodova, Hinteregger; nicht eingesetzt: Kunz; rekonvaleszent: Habegger. - Volley Düdingen: Uiato (Pass), Cunningham, Dascalu, Eiholzer, Mohler, Wieland, Portmann (Libera); eingewechselt: Zurlinden, Deprati (Libera), Caluori, Sprumont; nicht eingesetzt: Rohrer; ohne Steinemann (verletzt).

Enger Kampf um die Bronzemedaille

Die Best-of-3-Serie um den dritten Platz in der Frauen-NLA geht heute Abend (20 Uhr, BBC-Arena) in die dritte Runde. Wenn es für den VC Kanti das erste Mal seit 2003 Bronze geben soll, dann muss er sich gegen Düdingen steigern.

 

An der Fan-Unter­stützung für den VC Kanti hat es im Auswärtsspiel in der Leimacker-Sporthalle nicht gefehlt. Um die Medaille zu holen, wird sie heute im Heimspiel noch ­wichtiger sein. BILD WERNER SCHLÄPFER

 

VOLLEYBALL. Nach dem 3:1-Heimsieg am Samstag vor einer Woche durften die Schaffhauserinnen darauf hoffen, im Auswärtsspiel am letzten Samstag in Düdingen mit dem 2:0 schon alles klarzumachen. Aber es sollte nicht sein. Nach dem gewonnenen ersten Satz steigerten sich die Freiburgerinnen vor 460 Zuschauer derart, dass sie dem VC Kanti in den Sätzen zwei bis vier mit 25:18, 25:19 und 25:18 klar das Nachsehen gaben. «Der erste Satz war wirklich gut, aber danach haben wir uns die Butter fast wie selbst vom Brot genommen», meinte der mitgereiste Kantipräsident Sandro Poles etwas ernüchtert. Ohne dass der gegnerische Trainer Dario Bettello personelle Änderungen vorgenommen hätte – im Gegensatz zum ersten Match war indes die Topskorerin Nicole Eiholzer wieder im Team –, brachte die geänderte Servicetaktik die Schaffhauser Abnahme stark unter Druck. Dadurch wurde auch das Passspiel immer schwieriger, sodass am Ende statistisch gesehen in der Angriffs­effizienz der grösste Unterschied zwischen den beiden Teams lag: Düdingen verwandelte 59 von 131 Angriffsbällen in Punkte (= 45 Prozent), beim VC Kanti waren es nur 43 von 122 (= 35 Prozent). Bei den direkten Servicepunkten lautete die Statistik 7:3 für Düdingen, einzig bei den Blocks hatten die Schaffhauserinnen mit 9:13 ein leichtes Plus.

 

Um die nach den Abgängen von Topzuspielerin Irina Kemmsies und Diagonalangreiferin Taylor Fricano neu formierte und stark verjüngte Kanti-Equipe doch noch zur ersten Bronzemedaille seit 2003 – damals mit Trainer Chuanlun Liu gegen Riehen – zu führen, braucht es heute Abend eine Topleistung. «Mit dem Heimvorteil in der vom Training her bekannten Halle, der wegfallenden langen Anreise und dem Glauben an sich selbst ist vieles möglich», glaubt Sandro Poles an die Fähigkeiten des Teams. «Vor allem im Kopf müssen wir bereit sein – und es beginnt ja wieder bei 0:0.» Natürlich würde den Schaffhauserinnen eine breite und lautstarke Fanunterstützung bei dieser schwierigen Ausgangslage sehr helfen.

 

Abgänge nach der Saison stehen fest

Dass die Pendenzen im Personalbereich inzwischen weitgehend bereinigt sind und beim heutigen Saisonschlussmatch acht Verabschiedungen bevorstehen, ist sicher gut: Mit Vivian Guyer, Melanie Kunz, Victoria Deisl, Eva Svobodová, Isidora Ubavić, Karis Watson, Wiebke Silge und Rebekka Merkofer verlassen acht Spielerinnen die NLA-Equipe des VC Kanti. Zudem verabschiedet sich Natalia Cukseeva als Assistenztrainerin, sie wird aber weiter im Kanti-Nachwuchs tätig sein. Weiterhin im Kader stehen, vorbehältlich kurzfristiger Änderungen, Korina Perkovac, Romy Jatzko, Maelle Corbach, Captain Katerina Holaskova wie auch die beiden Liberas Viviane Habegger und Lisa Contorno. «Wir hatten diese Saison ein sehr junges Team, die Routine hat uns in schwierigen Spielsituationen wie in Düdingen oder im Europacup etwas gefehlt», zieht Präsident Poles Bilanz. «Die Angst, zu verlieren, kam zu schnell. Aber das wussten wir ja.» Bei der Zusammensetzung des Kaders 2022/23, die im Hintergrund auf Volltouren läuft, spiele der Faktor Erfahrung eine grössere Rolle. (hcs.)

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