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Dreisatz-Niederlage gegen den Bundesligisten aus Dresden

Erfolgreicher Smash von Korina Perkovac (in Rot) Bild Werner Schläpfer

Im Anschluss an die Teampräsentation absolvierte der VC Kanti das erste von insgesamt sechs weiteren Testspielen bis zum Saisonstart am 22. Oktober. Im Miniturnier in der BBC Arena ging es gegen den mehrfachen Deutschen Meister und Pokalsieger Dresdner SC. Gegen den deutschen Bundesligisten gelang den Schaffhauserinnen ein guter Start, sie machten zunächst die Punkte und mussten erst beim 9: 9 den Ausgleich hinnehmen. Die Trainer auf beiden Seiten nahmen diverse Wechsel vor und boten vielen Spielerinnen Einsatzzeit. Die Sachsen übernahmen in der zweiten Satzhälfte die Führung und legten mit 25: 23 vor.

Dresden einfach zu stark

Im zweiten Durchgang geriet Kanti direkt unter Druck: Nach dem 0: 6 und 5: 11 war der Satz gelaufen, die Munotstädterinnen vermochten keinen Boden mehr gutzumachen (13: 25). Der Start in den nächsten Durchgang gelang Kanti mit 6: 2 wieder besser, Dresden holte jedoch zum 6: 6 auf und lag bald mit 13: 10 in Führung und gewann mit 25: 20 auch den dritten Satz, mit dem das Testspiel beendet wurde.

Nun gegen Mulhouse

Morgen folgt für die Schaffhauserinnen der nächste Test: Das Team trifft um 14.30 Uhr in der BCC Arena auf ASPTT Mulhouse. Heute treten im Miniturnier Dresden und die Französinnen gegeneinander an . (R.Sta.)

Testspiel: VC Kanti - Dresdner SC 0: 3 (23: 25, 13: 25, 20: 25). - BBC Arena. - SR: Hefti/Sieber. – VC Kanti: Holaskova, Jatzko, Iosia, Lohmann, Perkovac, Gaskin, Libera Conotorno; eingewechselt: Kuch, Künzler, Hinteregger, Pazin.

Die Saison beginnt für den VC Kanti in drei Wochen mit dem Heimspiel gegen Düdingen, die heisse Phase der Meisterschaft folgt erst gegen Ende Winter mit den Play-off-Spielen.

VC Kanti Nächste Termine

Gespielt wird jeweils in der BBC-Arena:

Sonntag, 2. Oktober: Testspiel VC Kanti – ASPTT Mulhouse, 14.30 Uhr BBC-Arena

Samstag, 8. Oktober: 15.00 Uhr, VC Kanti – Genève Volley (Dreifachhalle Munot).

Sonntag, 9. Oktober: 12.00 Uhr, VC Kanti – Genève Volley.

Freitag, 14. Oktober: 19.00 Uhr, VC Kanti – VfB Suhl.

Samstag, 15. Oktober: 14.00 Uhr, VC Kanti – VfB Suhl.

Samstag, 22. Oktober: Beginn NLA: 15.30 Uhr: VC Kanti – Volley Düdingen.

 

«Unser Wasser wird schneller heiss»

Das Team für die Saison 2022/2023: Der VC Kanti startet mit vollem Optimismus und grossem Selbstbewusstsein in die neue Spielzeit. BILD REINHARD STANDKE

Reinhard Standke

Gestern Abend präsentierte der VC Kanti sein Team für die Saison 2022/2023 den Sponsoren, Partnern und Gönnern. Anschliessend folgte das erste Spiel eines dreitägigen Turniers in Schaffhausen.

Drei Wochen vor Beginn der NLA-Saison hatte der VC Kanti gestern den ersten grossen Auftritt in der Öffentlichkeit in Schaffhausen. Traditionell moderiert von Fussballkommentar Beat Signer stellt der Verein sein Fanionteam den Sponsoren, Partnern und Gönnern in der BBC-Arena vor. Im 14 Spielerinnen umfassenden Kader stehen sechs Neuzugänge.

Zu einem Wiedersehen kommt es dabei bei den US-Amerikanerinnen: Passeuse Norene Iosia und Diagonalspielerin Angel Gaskin spielten in Hawaii schon im gleichen Collegeteam und waren dabei auf Mittelblockerin Molly Lohman getroffen. Neu im Team sind ebenfalls Aussenangreiferin Julia Künzler (die Schwester von Nationalspielerin Laura Künzler/VC Wiesbaden), Mittelblockerin Jasmin Kuch und Elisa Suriano, die bereits in der Saison 2019/2020 in Schaffhausen spielte. In ihrer achten Saison beim VC Kanti amtiert Katerina Holaskova wiederum als Captain.

Neben Angreiferin Suriano (Wadenbeinbruch) klagen auch Libera Viviane Habegger (Innenbandreizung) und Aussenangreiferin Lina Hinteregger (Schulter) über Verletzungen. Hinteregger kam gestern immerhin als zweite Libera zum Einsatz.

Nachdem der VC Kanti die letzten beiden Saisons mit Erfolgen abschliessen konnte (2021 Cupsieger, 2022 Bronze in der Meisterschaft) stellte Beat Signer natürlich die Frage nach den Aussichten für kommende Saison. Der langjährige Kanti-Statistiker Mathias Lerch, stellte fest, dass sich bei den zu erwartenden Topteams anhand der Spielerinnenwechsel die Stärkeverhältnisse wenig geändert haben. Kanti-Coach Nicki Neubauer ­ergänzte: «Die anderen Teams kochen auch nur mit Wasser. Nur wissen sie nicht, dass unser Wasser schneller heiss wird.»

Nicki Neubauer steht in seiner 10: Saison beim VC-Kanti

In seiner 10. Saison beim VC Kanti, wovon die sechste als Cheftrainer, sind die Erwartungen an die neue Saison bei Nicki Neubauer (45) gross. Der 3. Platz in der vergangenen Spielzeit war in den letzten Jahren die beste Rangierung unter Neubauer.

Auf diese Saison hin mussten sechs Abgänge verzeichnet werden, wobei diese leistungsmässig ersetzt wurden. Das Kader umfasst derzeit acht Schweizer Spielerinnen und sechs Ausländerinnen. Neu hinzugestossen sind Norene Iosia, Angel Gaskin, Molly Lohmann (alle USA), Julia Künzler (NNV Aargau), Jasmin Kuch (Toggenburg) und die Rückkehrerin Elisa Suriano (Voléro Zürich).

Am Samstag, 22. Oktober 2022 startet der VC Kanti mit einem Heimspiel gegen Volley Düdingen, am folgenden Tag spielt das NeubauerTeam ebensfals zu Hause gegen den Schweizermeister NUC.

SRS: Nicki Neubauer, Sie stehen in Ihrer 10. Saison beim VC Kanti. Wie beurteilen die aktuelle Qualität Ihres Teams mit den sechs Abgängen/sechs Neuzuzügen?

Nicki Neubauer: «Ich denke, mit den drei Amerikanerinnen haben wir uns qualitativ gut verstärkt. Besonders erfreulich, dass drei hochtalentierte Schweizerinnen zum Kader gestossen sind.»

SRS: In jeder Saison steht man vor neuen Challenges, in deren Zusammenhang oft von Kontinuität gesprochen wird. Kontinuität ist aber nur mit einem eingespielten Team möglich. Sehen Sie das auch so?

«Absolut. Im Umfeld des VC Kanti sind wir sehr professionell aufgestellt. Da machen wir uns viele Gedanke darüber, wie das Kader zusammengestellt wird und was Sinn macht.»

SRS: Welche Transferwünsche konnten Sie sich erfüllen?

«Mit Norene Iosia haben wir meine Wunschspielerin auf der Zuspielposition. Sie kann den Unterschied ausmachen. Auch die Rückkehr von Elisa Suriano von Voléro wird uns viel Stabilität geben.»

SRS: Welche Ihrer Konkurrenten flössen Ihnen am meisten Respekt ein?

«Es gibt die drei „Verdächtigen“ neben uns: NUC, Düdingen und Aesch Pfeffingen. Die grosse Unbekannte ist Aufsteiger Voléro.»

SRS: Welches von diesen Teams hat sich am meisten verstärkt?

«Auf dem Papier ganz klar NUC. Sie haben sich mit drei Amerikanerinnen verstärkt - zwei Spielerinnen auf der Aussen- und eine auf der Diagonalposition.»

SRS: NUC hat genauso wie der VC Kanti drei Amerikanerinnen verpflichtet. Wie kommt das?

«Wir brauchen Spielerinnen, die in unser Profil passen. Aus diesem Grund sehen wir uns auf dem internationalen Markt um. Nicht zuletzt müssen die Akteurinnen auch menschlich zu uns passen. Ich gehe in die 25. Saison als Profitrainer und verfüge über ein weltweites Netzwerk. Ein Restrisiko jedoch ist immer vorhanden.»

SRS: Sie waren acht Jahre Assistenztrainer beim Deutschen Volleyballverband. Seit diesem Sommer sind Sie Hauptverantwortlicher der Damen-B-Nationalmannschaft. Worin liegt die Hauptherausforderung bei dieser Aufgabe?

«Hier ist es meine Obliegenheit, die Spielerinnen auf das höchste internationale Level vorzubereiten.»

SRS: Wie lassen sich Ihre beiden Engagements – VC Kanti und Deutscher Volleyballverband – unter einen Hut bringen?

«Mit der neuen Aufgabe beim Deutschen Volleyballverband habe ich deutlich mehr Zeit für den VC Kanti. In diesem Sommer konnten wir sechs Wochen mit allen Schweizerinnen trainieren. Die Vorbereitung konnte Mitte August starten.»

SRS: Wie lange läuft Ihr Vertrag bei VC Kanti?

«Offiziell bis 2024 – von mir aus sehr gerne noch länger.»

SRS: Und wie lautet Ihr Saisonziel?

«Saisonziel heuer ist wie Saisonziel jedes Jahr: Halbfinale plus ...»


​http://vckanti.vvf.li/media/files/srs_regional_sport_4_2022_neu_web.pdf​​​

VC Kanti an der Pro Alpen Trophy: drei Spiele, ein Sieg

Korina Perkovac (l.) im Netzduell mit einer Tirolerin. BILD WERNER SCHLÄPFER

Im Laufe seiner Vorbereitung reiste der VC Kanti am vergangenen Wochenende ins Tirol zur Pro Alpen Trophy Innsbruck. Aber leider hatte die Verletzungshexe bereits vor dem Turnier zugeschlagen. Letzte Woche hat sich die Rückkehrerin Elisa Suriano bei der Arbeit das Bein gebrochen, sie wird voraussichtlich erst zu Beginn des neuen Jahres wieder zur Verfügung stehen. Vor Turnierbeginn kam eine weitere Hiobsbotschaft, denn auch Libera Viviane Habegger muss rund vier Wochen pausieren, um ihr operiertes Knie zu schonen. Und zu guter Letzt musste nach dem ersten Spiel des Turniers die amerikanische Zuspielerin Norene Iosia wegen einer Muskelzerrung pausieren.

Am ersten Tag der Pro Alpen Trophy spielte der VC Kanti gegen ein Dukla ­Liberec, Dritter der tschechischen Liga in der abgelaufenen Saison, das eine Woche vor dem Saisonstart schon viel weiter war als die Schaffhauserinnen, welche sich mit 0: 3 geschlagen geben mussten. Das Team von Nicki Neubauer zeigte zu Beginn von Satz 1 und 2 ein gutes Spiel, konnte die Performance aber nicht ganz durchziehen. Die letztjährige Kantizuspielerin Viktoria Deisl bei Dukla kam gegen ihr ehemaliges Team nur zu einem Kurzeinsatz am Ende des dritten Satzes.

Im weiteren Verlauf bat am Samstagmorgen der Trainerstab zu einem intensiven Training, bevor es im zweiten Spiel des Turnieres gegen Pirane Brusno ging, den Drittplatzierten der abgelaufenen slowakischen Meisterschaft. Der VC Kanti mit Alessia Pazin am Pass für den Rest des Turnieres, da man die erste Zuspielerin schonte, um kein Risiko einzugehen, zeigte eine verbesserte Leistung gegenüber dem Vortag und liess dem Gegner keine Chance. Zu Beginn des letzten Spiels gegen den Lokalmatador Ti-Rowa-Moser-Volley zeigten die Nordostschweizerinnen, mit was in dieser Saison zu rechnen ist. Alessia Pazin setzte ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene. Ab dem dritten Satz liessen bei den Munotstädterinnen aber die Kräfte nach, und der Gegner konnte die Partie noch zum 3: 2-Sieg drehen.

In Anbetracht der Verletzungssorgen war das Turnier in der Tiroler Hauptstadt ein gutes Vorbereitungscamp, um zu sehen, wo der Hebel in den nächsten Wochen angesetzt werden muss. Erste Gelegenheit für die Kanti-Fans, das neue Team zu sehen, ist am Freitag, 30. September, um 20 Uhr gegen Dresden in der BBC Arena. (wsch)

Die Ergebnisse der Pro Alpen Trophy 2022: 1. Dukla Liberec. 2. Ti-Rowa-Moser-Volley. 3. VC Kanti. 4. VK Pirane Brusno .– Resultate. Freitag: VC Kanti - Liberec 0: 3 (19: 25, 18: 25, 13: 25). Ti-Rowa-Moser-Volley - Pirane Brusno 3: 0 (25: 17, 25: 11, 25: 10). – Samstag: VC Kanti - Pirane Brusno 3: 0 (25: 12, 25: 7, 25: 18). - Ti-Rowa-Moser-Volley - Dukla Liberec 1: 3 (25: 20, 19: 25, 15: 25, 16: 25). – Sonntag: Liberec - Brusno 3: 0 (25: 15, 25: 14, 25: 12). Ti-Rowa-Moser-Volley - VC Kanti 3: 2 (17: 25, 19: 25, 25: 18, 25: 15, 15: 9).

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