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Der VC Kanti wird von Suhl gefordert
Die neue Mittelblockerin des VC Kanti, Molly Lohman, gegen Suhls Block. BILDER R. STANDKE
Mit zwei Spielen gegen VfB Suhl schloss der VC Kanti die Saisonvorbereitungsspiele ab. Trennten sich die beiden Teams am Freitag noch mit 2:2 unentschieden, gewann der Bundesligist knapp 20 Stunden später mit 3:1.

Die Kantispielerinnen hatten in den Tests gegen Suhl auch Grund zum Jubeln.
Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart am nächsten Samstag gegen Düdingen spielte Kanti überwiegend in der Stamm-Sechs der letzten Wochen: mit den US-Neuzugängen Norene Iosia (Pass), Molly Lohman (Mitte) und Angel Gaskin (Diagonal) sowie den bisherigen Akteurinnen Captain Katerina Holaskova (Mitte), Korina Perkovac und Romy Jatzko (beide Aussen). Erfreuliches gab es auf der Libera-Position zu sehen: Viviane Habegger hat rechtzeitig vor dem Saisonstart die Innenbandreizung überwunden und ist wieder spielbereit, sie wechselte sich gegen Suhl auf dem Spielfeld mit Lisa Contorno ab.
Junge Spielerinnen eingesetzt
In der zweiten Partie vom Samstag hatten die Schaffhauserinnen den ersten Satz mit 18: 25 abgegeben und gerieten im zweiten Durchgang nach dem zwischenzeitlichen 8: 8 in Rückstand (20: 25); Einsatzzeit erhielten hier als auch in der Folge auch die jungen Neuzugänge Julia Künzler (Aussen), Jasmin Kuch (Mitte) und Alessia Pazin (Pass). Die Hoffnungen auf einen Satzgewinn wurden im dritten Satz (23: 25 nach 23: 22 Führung) noch nicht erfüllt. In der Schlussphase des vierten Durchgangs sicherten sich die Munotstädterinnen diesen aber mit vier Punkten in Folge zum 25: 22.
«Heute haben wir uns schwerer getan, im Angriff und gegen ihren Block, als gestern», erklärte Kanti-Coach Nicki Neubauer die Satzverluste. «Im Endeffekt sind es drei bis vier Bälle.» In der Aufregung über den Punktverlust ginge schon auch mal der Fokus auf den nächsten Ball verloren. Bei den älteren Spielerinnen vermisste der Trainer etwas das «Feuer», die jungen hätte es dagegen gut gemacht. «Wir müssen nun auf den Wettkampfmodus umschalten.» Zu arbeiten gebe es noch in der Abstimmung, der Block-Abwehr und bei der Präzision.
Doppelrunde zum Saisonstart
Ab Samstag gilt es dann ernst: Im ersten NLA-Spiel ist Volley Düdingen ab 16.30 Uhr in der BBC-Arena zu Gast. Und am Sonntag um die gleiche Zeit kommt bereits Meister Neuenburg UC nach Schaffhausen. (R. Sta.)
Kanti gewinnt zweimal gegen Genf
Norene Iosia und Molly Lohman im Testspiel gegen Genf. BILD W. Sch.
In den zwei Testspielen vom Wochenende gegen Genève Volley mit Trainer Andi Vollmer gewann der VC Kanti insgesamt sieben Sätze: Am Samstag siegte das Team von Nicki Vollmer mit 3: 1, gestern mit 4: 0. Nachdem die Schaffhauserinnen den ersten Satz mit 25: 14 gewonnen hatten, konnten die Gäste anschliessend zeitweilig ausgleichen, gaben den Durchgang dennoch mit 18: 25 ab. Im dritten Satz lief Kanti bis zum 13: 14 einem Rückstand hinterher und holte den Satz noch mit 25: 19. Danach gab Coach Neubauer diversen jungen Spielerinnen Einsatzzeit, sein Team setzte sich mit 25: 12 durch. Beim Fazit zeigte sich der Trainer zufriedener als vor einer Woche: «Genève Volley war weniger der Gradmesser als vor einer Woche Dresden und Mulhouse. Gegen Genf machten wir weniger Fehler, im Angriff 8 statt 15. Die Abwehr agierte deutlich besser, im Block haben wir aber noch Luft.»
Bis zum Saisonbeginn am 22. Oktober folgen nun noch zwei Testspiele in der BBC Arena gegen den Bundesligisten VfB Suhl: Der Anpfiff ist am Freitag um 19.00 Uhr, am Samstag um 14.00 Uhr. «Gegen Suhl werden wir weiter zulegen müssen», sagt Nicki Neubauer. (R.Sta.)
Das Schweizer Volleyball Nationalteam der Frauen ist an der EM 2023 mit dabei!
Good News für das Volleyball-Nationalteam der Frauen: Weil der Europäische Volleyballverband Russland von der EM 2023 aufgrund der politischen Situation ausschliesst, rückt nun ein Team nach. Da das Schweizer Frauen Nationalteam die EM-Qualifikation in diesem Jahr als beste Gruppendritte abgeschlossen hat, ist dies das Team von Headcoach Lauren Bertolacci.
Philippe Saxer, CEO von Swiss Volley, zum Entscheid des CEV: «Aufgrund der aktuellen politischen Geschehnisse war dieser Entscheid zu erwarten. Für die Spielerinnen des russischen Teams ist der CEV-Entscheid schwierig, dennoch bin ich überzeugt, dass dies der richtige Weg ist. Für das Nationalteam rund um Lauren freut es mich sehr, dass die Schweizer Frauen an die EM fahren dürfen. Dass die Volleyball-Fans im Sommer 2023 gleich beide unsere Elite-Nationalteams unterstützen können, ist historisch und natürlich wunderbar für den Schweizer Volleyballsport.»
Die EM 2023 der Frauen findet vom 15. August bis 3. September in Belgien, Italien, Deutschland und Estland statt.
Der VC Kanti unterliegt auch im Testspiel gegen Mulhouse
Kanti-Diagonalspielerin Angel Gaskin ist beim Block gefordert. BILD REINHARD STANDKE
Reinhard Standke
Nach dem 0:3 am Freitag gegen den Bundesligisten Dresdner SC verlor der VC Kanti im Rahmen eines Vorbereitungsturniers mit dem gleichen Resultat auch gegen ASPTT Mulhouse Volley.
Testspiele im Doppelpack, dies ist das Programm beim VC Kanti an den drei Wochenenden vor dem Saisonstart am 22. Oktober. Nach dem Gradmessen gegen den Dresdener SC vom Freitag folgte gestern beim Vorbereitungsturnier in Schaffhausen die Partie gegen ASPTT Mulhouse Volley, das am Samstag den Bundesliga-Club mit 3: 1 geschlagen hatte.
en ersten Satz mussten die Schaffhauserinnen mit 22: 25 abgeben. In der Folge lag Kanti bald 3: 6 zurück, kam dann aber nach und nach heran und konnte zum 11: 11 ausgleichen. Das Team von Nicki konnte das druckvolle Spiel bis zum 21: 17 fortsetzen, geriet dann aber in der Annahme unter Druck. Nach dem 21: 20 ging es eng weiter, Kanti vergab einen Satzball beim 24: 23 und dann den Satz noch mit 24: 26.
Im dritten Durchgang lagen die Munotstädterinnen schnell 4: 10 hinten, kamen kaum zu Angriffen und machten nach dem 10: 18 Zwischenstand bis zum 10: 25 Satzverlust keine Punkte mehr.
«Am Freitag war ich mit den Ansätzen und der Energie echt zufrieden, heute jedoch nur in den Sätzen eins und zwei», begann Kanti-Coach Nicki Neubauer sein Fazit des Wochenendes. «Wir haben schon noch Baustellen. Der Service ist super, der Block noch nicht», so der Trainer weiter. «Wir haben es nicht geschafft, Ruhe reinzubringen. Es ist ein Lernprozess, wir verlieren zu viele leichte Bälle.»
Am kommenden Wochenende ist der NLA-Konkurrent Genève Volley mit Coach Andi Vollmer am Samstag und Sonntag in Schaffhausen zu Gast.



