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Der VC Kanti schlägt auch Toggenburg

Kraftvoll und erfolgreich: Aussenspielerin Romy Jatzko «erschmettert» einen Punkt für den VC Kanti. BILD W.Sch.

In Wattwil fährt der VC Kanti den zweiten Sieg in der noch jungen Saison ein und schlägt Volley Toggenburg, das aktuelle Schlusslicht der Tabelle, mit 3:1.

 Reinhard Standke, Wattwil

VOLLEYBALL. Zum grossen Jubiläumsspiel aus Anlass des 50-Jahr-Bestehens des KSV Wattwil reiste der VC Kanti am Samstag zum NLA-Match gegen Volley Toggenburg. Nach dem Apéro für die Gäste und Fans wurde in der kleinen, engen und nicht so hohen Rietsteinhalle alles bereit gemacht für das Spiel der 4. NLA-Runde, dass sich auch rund ein Dutzend Fans des VC Kanti nicht entgehen lassen wollten.

Nachdem Jasmin Kuch gegen Volero Zürich wegen einer Infektion pausieren musste und in der letzten Woche nur eingeschränkt trainierte, stand wiederum Kulia Künzler in der Startformation der Schaffhauserinnen. Und denen gelang ein guter Start in den ersten Satz, sie führten schnell mit 6: 2. Die Topskorerin der Liga, die US-Amerikanerin Margaret Nedoma, war immer brandgefährlich und sollte mit 25 über 42 Prozent der Toggenburger Punkte erzielen. So kam das Heimteam auf 8: 10 heran, nach dem 11: 15 wuchs die Führung des VC Kanti aber auf mindestens vier Punkte an. Zunächst waren bei den Munotstädterinnen einige (Service-)Abnahmen aufgrund der geringeren Hallenhöhe an die Decke gesprungen, später wussten die Spielerinnen dies besser zu kontrollieren. Mit 25: 16 ging der Auf­takt nach nur 20 Minuten deutlich an den VC Kanti.

Toggenburg dreht plötzlich auf

Im zweiten Durchgang wollten es dann die Toggenburgerinnen wissen. Mit starkem Service setzten sie die Schaffhauserinnen unter Druck, die in der Abnahme weniger sicher standen als zuvor und plötzlich mit 3: 8 zurücklagen, denn auch der Angriff funktionierte nicht mehr so wie zuvor. Mit weiterhin Druck beim Anspiel zog das Heimteam über 16: 9 auf 19: 10 davon, dann reagierte Kanti- Coach Neubauer und brachte Jasmin Kuch (gegen ihren Stammverein) für Molly Lohmann. Mit 16: 25 mussten die Schaffhauserinnen jedoch diesen Satz abschreiben.

Im dritten Durchgang stellte Nicki Neubauer um, Lohmann kam zurück, Kuch blieb anstelle von Julia Künzler im Einsatz. Das Spiel des VC Kanti stabilisierte sich, man lag zunächst zwei Punkte vorne, um dann nach einigen Fehlern den Ausgleich zu kassieren und Toggenburg neu zu lancieren. Das Heimteam kämpfte um jeden Ball, das 13: 16 konnte Kanti jedoch dank drei Punkten von Romy Jatzko in Folge wieder ausgleichen. Bis zum 22: 23 war der Ausgang der Partie offen, mit einer Netzberührung und zwei Punkten, wieder durch Jatzko, sicherte sich Kanti mit 25: 23 den ersten Tabellenpunkt. Danach war es der VC Kanti, der mit viel Druck nach vorne stürmte (8: 2), das Heimteam zwar noch auf drei Punkte herankommen liess, sich dann aber mit 19: 12 absetzen konnte. Die Schlussphase dominierten die Schaffhauserinnen, die sich nach wiederum 20 Minuten mit 25: 15 Satz und Match sicherten. Während bei Volley Toggenburg Margaret Nedoma dominierte, war der Skore bei Kanti mit Korina Perkovac (19), Romy Jatzko (17) und Captain Katerina Holaskova (16) breiter abgestützt.

«Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste», fasste Kanti-Trainer Neubauer die 90 Spielminuten zusammen. «Wir kontrollieren das Spiel, im zweiten nimmt dann Volley Toggenburg volles Risiko am Service und bei uns geht fast nichts» kommentiert Neuberger den zweiten Durchgang. Julia Künzler und Molly Lohmann hätten sich im Angriff schwergetan. Jasmin Kuch zu bringen, sei dann die richtige Entscheidung gewesen. «Wir müssen zulegen in der mentalen Stabilität, spielerisch können wir noch mehr.» Neubauer kritisierte einerseits die phasenweise zu geringe Aggressivität in Block, Abnahme und Angriff («wir lassen zu viel liegen»), lobte aber das Team für den ersten und vierten Satz.

Nach vier Spieltagen liegt der VC Kanti Schaffhausen in der Tabelle auf Rang 6. Am kommenden Sonntag folgt dann das nächste Heimspiel in der BBC Arena (17.30 Uhr) gegen das achtplatzierte Team aus Franches-Montagnes.

Der VC Kanti muss im Toggenburg die Punkte holen

Mittelblockerin Jasmin Kuch tritt heute gegen ihr ehemaliges Team an. BILD W.Sch.

 Nach den Heimspielen mit den Niederlagen gegen Düdingen und Neuenburg sowie dem Punktgewinn gegen Volero Zürich steht heute für den VC Kanti das erste Auswärtsspiel der Saison an. Im seit Jahren freundschaftlichen Ostschweizerderby treffen die Schaffhauserinnen auf den Tabellenletzten Volley Toggenburg.

Dessen Trägerclub, der Kantonsschul-Sportverein KSV Wattwil, feiert heute im Rahmen des Spiels zum 50-jährigen Bestehen einen grossen Jubiläumsanlass mit Apéro vor dem Spiel sowie Pastaplausch, DJ und Barbetrieb nachher. Ein klein wenig «verderben» möchte der VC Kanti das Fest dennoch, indem er den Match für sich entscheidet. «Wir möchten die gute Leistung gegen Volero Zürich bestätigen und die Punkte versilbern», betont Kanti-Coach Nicki Neubauer. «Sie haben eine gefährliche Diagonalspielerin, eine Linkshänderin», warnt der Trainer vor der US-Amerikanerin Margaret Nedoma, die mit 61 Punkte die Liste der besten Skorerinnen anführt. «Spielerisch und physisch ist Volley Toggenburg jedoch limitiert, wir müssen ihre Schwächen ausnutzen und unser Spiel durchziehen», so der Trainer weiter. Kanti müsse wie gegen Voléro gut im Aufschlag arbeiten und aufmerksam in Abwehr und Block sein. Neubauer verweist aber auch auf die kleine Halle mit viel Stimmung durch das Heimpublikum.

«Wir haben in dieser Woche gut trainiert und sind auf dem Weg, uns zu stabilisieren», bestätigt der Coach der Munotstäterinnen, bei denen die bisher verletzten Lina Hinteregger und Maëlle Corbach auf dem Weg zurück sind. «Sie können im Training wieder mithelfen im Angriff, so haben wir nicht mehr vier Liberas auf dem Feld», freut sich Nicki Neubauer vor der Partie in Wattwil. (R.Sta.)

VC Kanti gegen Volero mit erstem Saisonsieg

Geschafft: Die Kanti-Spielerinnen jubeln. Gegen Volero Zürich gelang der erste Sieg der Saison. BILD W.Sch.

Im dritten Spiel der Saison gelingt dem VC Kanti der Erfolg: Mit 3:0 schlagen die Schaffhauserinnen den Aufsteiger Volero Zürich klar und holen die ersten Punkte.

 Reinhard Standke

Vom Kader her hatte es VC Kanti Coach nach den Auftaktniederlagen gegen Düdingen und Neuenburg auch in der dritten Partie der Spielzeit 2022/2023 nicht leichter. Der Personalmangel bei den Angreiferinnen hatte sich vor dem Aufeinandertreffen mit Cupsieger Volero Zürich akzentuiert: Nach der rekonvaleszenten Elisa Suriano (Wadenbeinbruch), Angel Gaskin (Knieprobleme) fiel auch Jasmin Kuch, die die Amerikanerin am vergangenen Wochenende zum grossen Teil ersetzt hatte, krankheitsbedingt aus. «Wir sind personell am Anschlag», musste Kanti-Trainer Nicki Neubauer feststellen. Am Samstag stand gegen die Zürcherinnen von Beginn an die 19-jährige Julia Künzler auf dem Feld.

Kanti begann stark (5: 2), liess dann aber auch immer wieder den Gästen Raum zum Erfolg und machte diverse Fehler (8: 6). Diese konnten dadurch zunächst zum 7: 7, später zum 11: 11 ausgleichen. Dann agierten die Schaffhauserinnen wieder stark (17: 9, 23: 15), benötigen aber sechs Satzbälle bis zum 25: 21. Auch im zweiten Durchgang waren die Munotstädterinnen das bessere Team, liessen aber wieder Höhen und Tiefen folgen, in der Annahme und Angriff nicht richtig liefen und Volero zu Punkten kam. Nach 5: 1 kamen die Gäste bis auf einen Punkt heran, nach dem 16: 12 noch auf 20: 20. In der Schlussphase behielten die Schaffhauserinnen aber vor 408 Zuschauern die Nerven (25: 22).

Selbstvertrauen geholt

Deutlicher als zuvor dominierte der VC Kanti das Spiel im dritten Satz. Mit dem erfolgreicheren Angriff und Block zog das Heimteam auf 7: 3 und 17: 9 davon, Volero wechselte viel, kam aber nur 22: 16 heran. Kanti liess nichts anbrennen und sicherte sich mit dem zweiten Matchball um 25: 18 den ersten Sieg in der Saison. Während von den weiteren zuletzt angeschlagenen Spielerinnen Maëlle Corbach zum ersten Kurzeinsatz kam, wurde Lina Hinteregger nicht eingewechselt. Mit diversen Blocks und schnellen Angriffen avancierte im dritten Spiel der Saison Captain Katerina Holaskova zur erfolgreichsten Skorerin (18), gefolgt von Korina Perkovac (13), Romy Jatzko (12) und Julia Künzler (8). Bei Volero kam Valeriia Kharlova auf 12 Punkte.

Der Sieg gegen Aufsteiger Volero Zürich gebe Selbstvertrauen, freute sich Coach Nicki Neubauer. «Wir hatten gute Angriffswerte, haben im Service gut Druck gemacht und haben taktisch diszipliniert gespielt. Julia Künzler hatte ihre Aufgabe im Angriff sehr gut gelöst», so Neubauer. Spielerisch sei aber noch mehr möglich, er verwies auch auf die Zeiten mit vielen Fehlern (24: 16). «Diese Phasen müssen wir kleinhalten.»

Am kommenden Samstag geht es für den VC Kanti im ersten Auswärtsspiel zu Schlusslicht Volley Toggenburg, das noch ohne Punktgewinn dasteht, vorgestern aber Neuenburg einen Satz abknüpfen konnte. In Wattwil gilt es nun mit einem weiteren Erfolg nachzudoppeln.

Weiterhin Ungewissheit bezüglich Diagonalspielerin

Der VC Kanti empfängt heute (16.30 Uhr, BBC-Arena) im dritten Heimspiel der laufenden NLA-Saison Aufsteiger Volero Zürich. Keine Klarheit gibt es nach wie vor, was die Besetzung der Diagonalposition betrifft, denn wegen Knieproblemen fällt Angel Gaskin (USA) bis auf Weiteres aus.

Die Hiobsbotschaft, dass mit Angel Gaskin die Diagonalangreiferin des VC Kanti am Startwochenende sicher und wohl darüber hinaus nicht einsatzfähig sein würde, hatte die Clubverantwortlichen noch vor dem Saisonstart vor gut einer Woche erreicht. Diese Woche fanden nun weitere medizinische Untersuchungen und Abklärungen statt, eine definitive Diagnose liege ­jedoch noch nicht vor, sagte Kanti-Präsident Sandro Poles auf Anfrage. Bis ­Genaueres bekannt ist – das kann von einer kurzen Pause bis zum Saisonausfall alles sein –, wird Trainer Nicki Neubauer mit dem bestehenden Kader versuchen, das Mögliche herauszuholen. Erschwerend kam in dieser Trainingswoche hinzu, dass die Mittelblockerin Jasmin Kuch, die gegen Düdingen einen guten Einstand auf der Diagonalposition erlebte, krankheitshalber fehlte. Ob sie heute spielen kann, ist offen.

Am Sonntag im zweiten Heimspiel gegen Meister NUC – das dem Trainer trotz des 0: 3 vom kämpferischen Auftritt her besser gefiel als der fehlerhafte Startmartch gegen Düdingen – probierte Nicki Neubauer mit Romy Jatzko eine zweite Variante auf Diagonal aus. Anstelle der Deutschen kam dann im Aussenangriff die junge Julia Künzler zum Einsatz und Jasmin Kuch war die einzige Einwechselvariante. «Es ist gut, zu wissen, dass wir über zwei Varianten verfügen», betont Neubauer, «aber wenn wir auf Jasmin setzen, dann müssen wir in unserem Gesamtsystem mit Abwehr und Block etwas weniger verändern.»

Wie stark der heutige Gegner Volero Zürich ist, der nach Jahren der Absenz mit den gewohnt hohen Ambitionen in die oberste Spielklasse aufgestiegen ist, lässt sich nach den ersten Partien noch nicht abschliessend sagen: Im Supercup gegen Neuenburg UC (0: 3) war das Team von Svetlana Ilic chancenlos, dann kam es zum erwarteten 3: 0-Sieg über Toggenburg, bevor es am Sonntag in Kloten dem VBC Cheseaux mit 1: 3 (27: 25, 23: 25, 25: 22, 16: 25, 14: 16) knapp unterlag. (hcs.)

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