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Mit Wut im Bauch in Cheseaux punkten
Kräftig strecken wollen sich die Kanti-Spielerinnen um Julia Künzler (Nummer 14), um in Cheseaux zu gewinnen. BILD R. STANDKE
Im letzten Heimspiel vergab der VC Kanti gegen Franches-Montagnes zum eigenen Ärger zwei Punkte. Am Sonntag stehen die Schaffhauserinnen nun unter Zugzwang und müssen beim VBC Cheseaux verpasste Punkte möglichst wieder aufholen.
Reinhard Standke
Keine leichte Aufgabe steht für den VC Kanti Schaffhausen am Sonntag in der Romandie an. Der Gegner, VBC Cheseaux, steht in der Tabelle mit einem Punkt mehr auf dem vierten Rang und pflegt ein ähnli-ches Spiel wie Franches-Montagnes, das den Schaffhauserinnen mit dem 3: 2-Sieg zwei Punkte abknöpfte. Nach dem Sieg bei Aesch-Pfeffingen unterlag Cheseaux jedoch gegen Düdingen und in Lugano. «Wir müssen alles raushauen, wenn wir nach vorne kommen wollen», fordert Nicki Neubauer, dessen Team als sechstklassiertes die zweite Hälfte der Tabelle anführt.
Kompakter auftreten
Mit der US-Amerikanerin Erika Pritchard hat das Team aus dem Raum Lausanne eine Aussenangreiferin im Kader, die ähnlich gefährlich ist wie Margaret Nedome (Volley Toggenburg) und ihr in der aktuellen Skorerliste nur um einen Punkt nachsteht. Kanti-Coach Neubauer weist auch auf die serbische Diagonalspielerin Jelena Novakovic hin, die es zu kontrollieren gilt. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass nicht eine andere Spielerin (wie Inès Granvorka) ins Spiel kommen und punkten kann (so wie Coralie Varé in der Partie gegen Franches-Montagnes).
Der VC Kanti müsse kompakt auftreten und besser abwehren, fordert Neubauer vor der Partie, welche in der Sporthalle des Collège du Marais-du-Billet stattfindet. «Cheseaux agiert kämpferisch und gibt nie auf.» Eine der Ursachen für die 2: 3-Niederlage gegen Franches-Montagnes war die hohe Fehlerquote. «24 Angriffsfehler in fünf Sätzen ist deutlich zu hoch», so der Kanti-Trainer. «Wir müssen ein besseres Risikomanagement eingehen und wissen, wann mehr und wann weniger Risiko zu nehmen ist.»
Gaskin-Nachfolgerin gefunden

Bezüglich eines Ersatzes für Diagonalspielerin Angel Gaskin, deren Vertrag aufgelöst wurde, ist der VC Kanti in Bulgarien fündig geworden. Mit Stand gestern war der internationale Transfer aber noch nicht abgeschlossen, der Verein wird nach Erhalt der Spielberechtigung entsprechend informieren. Trainer Neubauer hofft, dass die Spielerin bereits am Sonntag eingesetzt werden kann.
Mitfahrgelegenheit im Teambus: Abfahrt Sonntag, 20. November, 12.30 Uhr, BBC-Arena, Preis 40 Franken.
Der VC Kanti holt nur einen Punkt
Olivia Finckel (r.) sorgte auch gegen den VC Kanti, hier mit Katerina Holaskova (l.) und Korina Perkova, für die meisten Punkte für ihr Team. BILD REINHARD STANDKE
Statt wie erhofft einen Drei-Punkte-Sieg gegen Franches-Montagnes einzufahren, ziehen die Schaffhauserinnen daheim eine 2:3-Niederlage ein.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Anstatt die Chance zu nutzen, in der Tabelle der NLA auf den vierten Rang vorzurücken, verharrt der VC Kanti nach der fünften NLA-Runde im Mittelfeld auf Rang sechs. Im vierten Heimspiel der Saison setzte es eine 2: 3-Heimniederlage gegen den Achten des Rankings, Franches-Montagnes, ab. Einer der Gründe: die doppelt so hohe Fehlerquote.
Begonnen hatte der VC Kanti fast in der Startformation des Auswärtsspiels in Wattwil, diesmal stand jedoch Jasmin Kuch für Julia Künzler auf dem Feld. Die Schaffhauserinnen begannen wie erhofft: Der Zwischenstand von 8: 4 war ganz im Sinne der meisten der 368 Zuschauer. Dann jedoch kamen die Gäste heran und brachten die Schaffhauserinnen nach dem 10: 10 in Bedrängnis. Ab dem 13: 12 machte die Polin Barbara Zakościelna Druck, ihr gelang eine Serie bis zum 22: 13. Kanti stand in der Abwehr nicht gut, zeigte Schwächen in der Feldabwehr und im Angriff. Nach nur 20 Minuten war der Durchgang schon gelaufen (17: 25).
Hatte Coach Nicki Neubauer zum Ende Künzler für Kuch gebracht, schickte er im zweiten Satz Maëlle Corbach aufs Feld. Doch erfolgreicher lief das Spiel für den VC Kanti nicht, Neubauer griff beim 1: 5 und 5: 12 zum Tiebreak, sein Team vermochte jedoch nicht heranzukommen und hatte nach dem 16: 25 den ersten der drei angestrebten Tabellenpunkte abgegeben. Im Anschluss an die 10-Minuten-Pause setzte der Kanti-Trainer Julia Künzler für Corbach ein. Der Spielverlauf war zunächst ausgeglichener, doch dann zog das Team aus dem Jura wieder am 18: 11 davon. Die Munotstädterinnen erzielten zwar viele Punkte im Block und Angriff (18 bis zum Satzende), mussten sich aber nicht weniger als 16 Fehler notieren lassen. Ab dem 10: 17 hatte Neubauer das Eigengewächs Alessia Pazin für Norene Iosia auf die Zuspielposition gestellt. Kanti lag auch beim 14: 21-Stand immer noch 7 Punkte zurück, sollte aber nicht aufgeben, erkämpfte sich über 21: 23 zum ersten von insgesamt fünf Satzbällen. Das Team wehrte beim 27: 28 einen Matchball ab und sicherte sich den Satzgewinn mit 30: 28.
Im vierten Durchgang (weiter mit Pazin) konnten die Schaffhauserinnen den Rückstand auf zwei bis drei Punkte begrenzen, blieben ab dem 14: 14 dran und behielten in der Schlussphase die Nerven (25: 21). Im Tiebreak liess die Feldabwehr bei Kanti weiter zu viel zu, Franches-Montagnes legte auf 14: 7 vor, die Munotstädterinnen trotzten immerhin noch fünf Matchbälle ab (15: 11). Während bei den Gästen Topskorerin Olivia Finckel dem Ranking weitere 20 Punkte hinzufügte, sorgten bei Kanti Perkovac und Jatzko (je 18) sowie Holaskova (16) für die meisten Punkte.
«Wir haben nicht die richtige Einstellung zum Spiel gefunden», kritisierte Kanti-Coach Neubauer sein Team. Er bemängelte auch die Arbeit in Feldabwehr und Block sowie die zu hohe Fehlerquote (44: 22). «Wir verlieren die Geduld, nehmen zu hohe Risiken im Angriff.» Es habe die Ruhe wie auch das «Lesen» des Spiels gefehlt. So sei es zu einem anderen Spiel gekommen als vorgegeben. «Wir müssen zufrieden sein mit einem Punkt», so Nicki Neubauer.
Am kommenden Sonntag wird die Aufgabe für den VC Kanti nicht einfacher, reisen sie doch zum überraschend starken und auf Rang vier klassierten VBC Cheseaux (Mitfahrgelegenheit im Teambus, Abfahrt um 12.30 Uhr).
Nun will der VC Kanti die Punkte 7 bis 9 holen
Die Kanti-Topskorerin Korina Perkova (links) will auch gegen Franches-Montagne punkten. BILD W. Sch.
Im Mittelfeldduell tritt der VC Kanti (6.) am Sonntag auf Franches-Montagnes (8.).
Reinhard Standke
Nach den Siegen gegen Volero Zürich und bei Volley Toggenburg will der VC Kanti den nächsten Punkte-Erfolg einfahren. Es ist eine lange Woche zwischen dem Auswärtsspiel vom vergangenen Samstag und der Partie von morgen, in der Trainer Neubauer seinen Spielerinnen am Sonntag und Dienstag frei gegeben hatte. Im Team sind alle so weit fit, auch die zuletzt nach einer Infektion eingeschränkte Jasmin Kuch konnte wieder voll trainieren. Einzig weiterhin rekonvaleszent ist Elisa Suriano.
Mit Franches-Montagnes treffen die Schaffhauserinnen morgen (17.30 Uhr, BBC-Arena) auf ein Team, das ein bisschen stärker einzuschätzen ist als Volley Toggenburg, so der Kanti-Coach. «Zu Hause treten sie sehr kämpferisch auf», die Spielerinnen aus dem Jura gewannen gegen die Wattwilerinnen mit 3: 1. «Mit Olivia Finckel haben sie eine Linkshänderin auf der Diagonalposition, mit der Polin Barbara Zakościelna eine starke Aussenangreiferin, während die brasilianische Mittelblockerin Gabriella Rocha Da Silva weiterhin verletzt sei», benennt Nicki Neubauer drei der Schlüsselspielerinnen. «Franches-Montagnes ist eine sehr kämpferische Mannschaft, die es gut in der Feldabwehr macht.» Zu Hause brauche es einen guten Auftritt sowie zum Ende der Partie bei Volley Toggenburg, meint der Kanti-Trainer. «Wir müssen aggressiv aufschlagen, dann ergibt es viele gute Situationen für uns. Auf uns kommen jetzt wichtige Wochen zu.» Wenn Kanti drei Punkte einfahren kann, können die Schaffhauserinnen eine Lücke zu den Plätzen 7 und 8, die nicht zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt sind, aufreissen.
Nach der Vertragsauflösung mit der Diagonalspielerin Angel Gaskin ist die Suche nach einer möglichen Nachfolge in vollem Gange. «In den letzten Tagen hat sich eine Tür aufgetan», so Trainer Nicki Neubauer, obwohl der Transfermarkt wenige Wochen nach Saisonbeginn leer gefegt ist. «Es soll sportlich passen und auch menschlich», meint der Coach. «Ich bin guter Dinge, dass es demnächst etwas zu verkünden gibt, obwohl nach einer möglichen Einigung auch noch diverse organisatorische Punkt zu erledigen seien. Morgen muss jedoch das Team des VC Kanti gegen Franches-Montagnes in der aktuellen Besetzung eine konzentrierte Leistung abrufen.
Vertragsauflösung mit Angel Gaskin aus gesundheitlichen Gründen
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der VC Kanti Schaffhausen im gegenseitigen Einverständnis und unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation den auf diese Saison hin neu abgeschlossenen Vertrag mit Angel Gaskin per 31. Oktober 2022 aufheben mussten.
In der Vorbereitungsphase konnte die US-Amerikanerin ohne Einschränkungen mittrainieren und an den Vorbereitungsspielen teilnehmen. So war auch ein guter Fortschritt in Ihren Leistungen ersichtlich. Relativ bald machte sich jedoch eine Ihr bekannte, schmerzhafte, Verletzung am rechten Knie bemerkbar, woraufhin verschiedene Untersuchungen, sowie physiotherapeutische Behandlungen durch das Kanti Medicalteam durchgeführt wurden. Aufgrund der anhaltenden starken Schmerzen im Knie und der unklaren Prognose bezüglich der Heilungschancen während der begonnenen Saison haben sich die Funktionäre des VC Kanti Schaffhausen mit Angel Gaskin zusammen entschlossen den Vertrag aufzuheben. Angel hat so Zeit die Verletzung bestmöglich in Ihrer Heimat auszukurieren und sich dann auf den Aufbau des Knies zu fokussieren. Der VC Kanti Schaffhausen bedankt sich ganz herzlich für Ihren bisherigen Einsatz im Team und wünscht Ihr für die Zukunft alles Gute. Und wie heisst es so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben!
Hinter den Kulissen laufen die Gespräche bezüglich einem Ersatz auf der Diagonalposition bereits seit einigen Tagen auf Hochtouren. Ob das Team um Headcoach Nicki Neubauer jedoch effektiv ergänzt wird / werden kann ist aktuell noch unklar. Zum jetzigen Zeitpunkt der bereits begonnenen nationalen und internationalen Saisons ist die Suche nach einer passenden Spielerin extrem schwierig. Die Kanti-Funktionäre lassen aber sicher nichts unversucht um dem Team eine entsprechende Verstärkung an die Seite zu stellen.



