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Kanti startet mit einer 0:3-Niederlage
Nach der ersten Runde der Play-off-Viertelfinals liegt der VC Kanti im Rückstand. Aesch-Pfeffingen gelang in der BBC Arena ein klarer Sieg. Wollen die Schaffhauserinnen um die Plätze eins bis vier mitspielen, ist am nächsten Sonntag eine Reaktion erforderlich.

Am Block vorbei: Molly Lohman (3) wird geprüft von Madlaina Matter. BILD R. STANDKE
Reinhard Standke
Konnte der VC Kanti in der Vorwoche nach einem Zwei-Satz-Rückstand noch mit 3: 2 auswärts bei Aesch-Pfeffingen gewinnen, gelang dies beim Auftakt in die Play-off-Viertelfinals in der heimischen BBC Arena den Schaffhauserinnen jedoch nicht. Beim 0: 3 und total 67: 77 Punkten blieb das Team von Nicki Neubauer ohne Satzgewinn. Spannung und Vorteile für beide Seiten sollte gleich der erste Satz bieten. Nach dem 3: 1-Auftakt gerieten die Schaffhauserinnen (beim Service von Karla Klaric) mit 3: 6 in Rückstand, um dann wieder heranzukommen. Captain Holaskova gelang vom 6: 8 bis zum 10: 8 genau wie vom 17: 16 bis zum 21: 16 eine kleine Serviceserie. Den Schaffhauserinnen sollte es jedoch nicht gelingen, den Vorsprung über die Runden zu bringen. Bei einigen Wechseln (bei Aesch-Pfeffingen unter anderem die Zuspielerin) kamen die Gäste nicht nur wieder heran, sondern entschieden dem dritten Satzball für sich (27: 25).
Im zweiten Durchgang wirkte Aesch-Pfeffingen kompakter, brachte insgesamt mehr Druck ins Spiel. Kanti führte (nur) beim 4: 2 und 7: 5. Anschliessend konnte sich das Gastteam auf 16: 11 absetzen, die Schaffhauserinnen (zwischenzeitlich mit Suriano und Künzler) kämpften sich auf 17: 18 heran. Dann war jedoch der Lauf von Kanti vorbei, mit einer weiteren kleinen Serviceserie führte Passeuse Pierret ihr Team zum 23: 18, Aesch-Pfeffingen brachte den zweiten Satz mit 25: 19 heim.
Geringere Effizienz, mehr Fehler
Wie eine Woche zuvor lagen die Schaffhauserinnen mit zwei Sätzen im Rückstand, um den Start in die Viertelfinalserie nicht zu verpassen, war das Kanti-Team nun gefordert. Im dritten Satz lag mal das eine, dann das andere Team mit zwei bis drei Punkten vorne. Beim 19: 16 sah die Ausgangslage für das Heimteam gut aus, erneut gelang Aesch-Pfeffingen vor 25 bis 30 eigenen Fans eine kleine Aufschlagsserie (Zernovic), Kanti konnte den Rückstand leicht reduzieren, kam aber nicht mehr heran (23: 25). Die Gesamtstatistik weist für Aesch-Pfeffingen die etwas bessere Angriffsquote aus, für Kanti die bessere Annahme und mehr Blockpunkte (14: 9). Die Fehlerbilanz (11: 22 aus Sicht von Kanti) entspricht fast der Gesamtpunktedifferenz. Die meisten Punkte für Kanti erzielten Krasteva (12) und Holaskova (11), bei den Gästen war Tabea Eichler nicht zu bremsen (18).
«Wir haben nicht gut genug gespielt, machten nicht unser Spiel», fasste Nicki Neubauer die 76 Spielminuten zusammen. Sein Team sei nicht frei im Kopf gewesen, habe aus- und nachbessern müssen. Um sich die Chance auf die Teilnahme an den Play-off-Halbfinals zu wahren, ist von den Munotstädterinnen nun am kommenden Sonntag ein Sieg in Aesch gefordert. «Es braucht mehr Glaube, mehr Mut», so Kanti-Trainer Neubauer. Gelingt dies nicht, geht es für Kanti ab dem 11. März in den Spielen um die Ränge fünf bis acht weiter. Zum Spiel in Aesch bietet der Verein die Mitfahrgefahrgelegenheit im Teambus (Abfahrt 12.45 Uhr, Kosten 40 Franken).
Und schon wieder trifft der VC Kanti auf Aesch-Pfeffingen
Morgen startet der VC Kanti in die Playoff-Viertelfinals der NLA-Meisterschaft. Der Gegner im Heimspiel ist Aesch-Pfeffingen.

Jasmine Kuch(r.) mit gutem Service am letzten Samstag gegen Aesch-Pfeffingen. BILD WSCHL
Reinhard Standke
Nach den 18 Runden in der Qualifikation wird die Saison für den VC Kanti, je nach Erfolg in den Playoffs, noch sechs bis achteinhalb Wochen dauern. Los geht es morgen, knapp drei Stunden vor dem Handball-Derby (siehe oben) mit den Viertelfinals, in der BBC Arena ist ab 16.00 Uhr Aesch-Pfeffingen zu Gast. Für den Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, wird es ein enges Spiel zwischen «zwei Mannschaften auf Augenhöhe».
Die beiden Teams kennen sich inzwischen bestens, trafen sie doch seit Mitte Januar bereits zweimal aufeinander. Zuerst in den Cup-Viertelfinals, hier zogen die Schaffhauserinnen in Riehen mit 2: 3 den Kürzeren, vor einer Woche gelang Kanti ein 3: 2-Sieg auswärts in Aesch. Als Dritter der Qualifikation hat das Team von Nicki Neubauer in den ungeraden Partien der Best-of-3-Serie das Heimrecht.
Der Staff auf beiden Seiten – Aesch-Pfeffingen wird vom früheren Nationalcoach Timo Lippuner betreut – sei erfahren genug, um die Teams gut aufeinander einzustellen. «Es wird auf viele Details ankommen, aber auch auf die Balance, um sich nicht in den Details zu verlieren, sondern zu spielen.» Am letzten Samstag, Kanti holte einen 0: 2-Rückstand auf, habe sein Team am Anfang viel darüber nachgedacht, was in welcher Situation zu tun sei. Die Analyse vom vergangenen Samstag habe gezeigt, so Neubauer, «dass Aesch eine Mannschaft ist, die wenig anbietet, da sie wenig Fehler macht». Die Schaffhauserinnen wiesen zu Beginn des Spieles die deutlich höhere Fehlerquote auf. «Wir dürfen ihnen auch nicht viel anbieten, sobald wir das schaffen, haben wir, in der Breite, mehr Waffen», erklärt der Trainer der Schaffhauserinnen. Aesch profitiere extrem von den Aussenangreiferinnen, und die Diagonalspielerin Tabea Eichler habe es sehr gut gemacht. Diese Spielerinnen könne sein Team jedoch besser abwehren. Je länger das Spiel am letzten Samstag lief, desto mehr Zugriff habe sein Team gehabt, zuerst im Aufschlag, dann auch in Block und Abwehr.
«Wir haben Anfang Woche sehr viel analysiert, was wir in vielen Situationen kreieren und bauen müssen. Ich denke, in der Mitte haben wir ein grosses Plus, obwohl Molly Lehman nicht so gut spielte», urteilt Neubauer. «Ich denke, da können wir ihnen echt wehtun.»
Sein Team müsse gegen einen solchen Gegner auch die einfachen Chancen nutzen, sei es beim Einer-Block oder bei einem «Danke-Ball». «Diese leichten Punkte müssen wir einfach machen.» Er sehe bei Kanti noch viel Luft nach oben, nicht so beim Gegner, insbesondere nicht in der Offensive. «Bei uns lässt die Kill-Quote noch ein bisschen zu wünschen übrig», so der Kanti-Trainer.
Der VC Kanti sichert sich den dritten Rang
Was seit Wochen angestrebt war, gelang in der 18. und letzten Runde der NLA-Qualifikation: Der VC Kanti sicherte sich vor dem Start in die Play-off-Viertelfinals Platz drei mit einem 3:2 bei Aesch-Pfeffingen. Gegen den gleichen Gegner geht es ab dem kommenden Wochenende weiter.

Gute Stimmung: Die Kanti-Spielerinnen jubeln nach ihrem Erfolg gegen Aesch-Pfeffingen. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
Noch längst nicht Entscheidungen in Richtung Play-offs waren vor dem letzten Spieltag gefallen. Um rechnerisch nicht auf einen Punktverlust des Verfolgers Volley Lugano in der zeitgleich angepfiffenen Partie bei Volley Toggenburg angewiesen zu sein, benötigte der VC Kanti aus der Schlussrunde in Aesch den Gewinn von zwei Sätzen und damit einem Punkt.
Zunächst begann beim VC Kanti alles nach Plan. Korina Perkovac sorgte für Druck am Service und führte ihr Team vom 2: 3 zur 6: 3 Führung. Dann jedoch machte sich ein altes Leiden beim VC Kanti bemerkbar: die eigenen Fehler. In der Folge machten die Schaffhauserinnen einen Punkt, die Gegnerinnen jedoch bis zum 12: 7 deren neun, vier davon verursachte Kanti mit Angriffen ins Aus. Nach einem vorherigen Time-out und zwei Fehlern schickte Kanti-Coach Neubauer für Monika Krasteva dann Elisa Suriano auf das Feld. Nach dem 14: 8 verlief der weitere Satzverlauf ausgeglichener, mit 25: 17 setzte sich das Heimteam überraschend deutlich durch. Die Fehlerquote fiel mit 3: 9 klar zu Ungunsten der Munotstädterinnen aus. Kanti-Trainer Neubauer verwies jedoch darauf, dass die Quote bzgl. Angriff, Block und Aufschlag zwischen beiden Teams ausgeglichen war.
Auch im folgenden Durchgang blieb die Anzahl der Fehler beim VC Kanti hoch (3: 8). Krasteva stand zunächst für Suriano wieder auf dem Feld (bis 14: 22), Neubauer nahm weitere Wechsel vor: Zunächst Kuch für Lohman (die einen unglücklichen Tag einzog und nur wenig punktete), dann Passeuse Pazin sowie Corbach für Iosia und Jatzko. Doch auch diesen Satz gab Kanti mit 17: 25 ab. Neben den vielen Fehlern habe es im Kanti-Spiel auch an Tempo und Präzision gefehlt, auch im Zuspiel, so Nicki Neubauer.
Erfolgreiche Wechsel
Im dritten Satz ging dann die Fehlerquote bei Munotstädterinnen nach unten, Kanti sollte die Partie nach dem 0: 2-Rückstand noch drehen. Für Nicki Neubauer haben die Wechsel mit den beiden jungen Spielerinnen gut funktioniert: Während Jasmin Kuch (7 Punkte) bis zum Ende durchspielte, begann in den weiteren Sätzen jeweils Elisa Suriano (10 Punkte), Krasteva (9) wurde im Verlauf eingewechselt. Nach dem ersten Satzgewinn (25: 19) erspielten sich die Schaffhauserinnen auch im vierten Satz einen Vorteil zum 19: 14, liess jedoch das Heimteam ausgleichen. Doch just in diesem Augenblick hatte Lugano in Wattwil einen zweiten Satz abgegeben und konnte so Kanti nicht mehr verdrängen. In Aesch entschieden die Gäste nicht nur den vierten Durchgang (25: 22), sondern auch das Tiebreak für sich (15: 12). Bei Kanti sorgten Jatzko (18), Perkovac (14) und Holaskova (14) für die meisten Punkte. «Wir haben bei schwierigen Bällen nicht genügend Geduld gezeigt, es braucht mehr Präzision, weniger Chall beim ersten Ball», analysiert Neubauer, für den sein Team einige Optionen noch nicht genutzt hat.
Zum Abschluss der Qualifikation gelangt Düdingen ein 3: 1-Sieg beim Leader Neuenburg UC. Die Freiburgerinnen konnten punktemässig aufschliessen, die höhere Anzahl der Siege gab jedoch den Ausschlag für die Rangierung (15: 13 für NUC).
Für den VC Kanti geht nach den Spielen in der Qualifikation und im Cup-Viertelfinal (2: 3) die Reihe der Spiele gegen Aesch-Pfeffingen in den Play-off-Viertelfinals weiter. Dem VC Kanti fällt als besser klassiertem Team das Heimspiel im ersten und, falls erforderlich, dritten Spiel zu. Voraussichtlich an diesem Samstag werden die Baselbieterinnen in der BBC Arena zu Gast sein. Ein Wochenende später wird das Auswärtsspiel für den VC Kanti folgen.
Diffizile Ausgangslage vor der Schlussrunde
Mit dem Gewinnen von zwei Sätzen in Aesch kann der VC Kanti den dritten Rang nach der NLA-Qualifikation aus eigener Kraft sichern. Wer der Gegner in den Playoff-Viertelfinals ist und welche Vor- und Nachteile Rang drei oder Platz vier für die Halbfinals bedeuten würde, ist nur schwer absehbar.

Kateřina Holásková im Duell mit Ex. Kantigirl Karla Klarić . BILD W. Schläpfer
Reinhard Standke
Nach 17 Runden der NLA-Qualifikation sind noch viele Fragen zu den Paarungen in den Playoff-Viertelfinals offen. Bislang steht nur Genève Volley als Gegner für den Leader fest: dieser wird aber erst in der Direktpartie zwischen Neuenburg (das zuletzt in Aesch und Cheseaux verlor) und Düdingen ermittelt. Mit einem Sieg können sich die Freiburgerinnen die Poleposition sichern. Der drittplatzierte VC Kanti kann noch von Volley Lugano verdrängt werden, dem ein Sieg beim Schlusslicht Toggenburg zugetraut werden darf. Die Schaffhauserinnen dagegen benötigen bei Aesch-Pfeffingen, das sie Mitte Januar aus dem Cup geworfen hatte, den Gewinn von zwei Sätzen. Der Drittplatzierte nach der Vorrunde trifft in den Viertelfinals auf den Sechsten, der Vierte auf den Fünften.
Auf den Rängen fünf bis sieben sind die Teams nur durch vier Punkte getrennt: Cheseaux (5., 29 Punkte) muss zu Franches-Montagnes reisen, Sechster ist Aesch-Pfeffingen (27.), Volero Zürich (7., 25) tritt in Genf an.
Eine Neuerung erwartet die Teams in den Halbfinals: Die Paarungen stehen nicht fix fest, das bestplatzierte und schlechtestplatzierte Team (nach der Qualifikation) sowie die beiden weiteren Sieger treffen aufeinander. Die besser klassierten Mannschaften geniessen im ersten Spiel das Heimrecht. «Der Gegner ist nicht vorhersehbar, in keiner Konstellation», meint Kanti-Trainer Neubauer zur diffizilen Ausgangslage für die Viertelfinalpaarungen. «Wir taktieren nicht, sondern sehen, was rauskommt. Auch wenn wir Vierter werden, wäre dies kein Beinbruch», sagt der Kanti-Trainer.
Zunächst steht morgen jedoch der Abschluss der NLA-Qualifikation an. Der Aufschlag müsse, wie am letzten Freitag gegen Genève Volley, gut funktionieren, mit einer guten Präzision. Wichtig sei auch, dem ersten Angriff mit Block und Abwehr entgegenzuwirken. «Aesch spielt viel über die Aussenpositionen.» Neuzugang Karla Klaric habe gut in das Team gefunden, die aggressive Topskorerin Marina Zernovic müsse man mehr in den Griff bekommen, als dies Mitte Januar im verlorenen Cup-Viertelfinal (1: 3) der Fall war. Ein Hauptansatzpunkt müsse auch das eigene Spiel sein, dies müsse variabel und nicht zu berechenbar sein. «Ich glaube, dann sind wir gefährlich.»
Zur Partie in Aesch bietet der VC Kanti die Mitfahrt im Teambus an, Abfahrt ist um 14.00 Uhr an der BBC-Arena (40 CHF), Anmeldung an das Sekretariat. Das Spiel wird, wie die weiteren vier Partien, zeitgleich um 17.30 Uhr angepfiffen.



