Zum Hauptinhalt springen
VC Kanti Impressionen

Topscorer

Volleyball macht Schule

News

Blick auf die Liga und die Konkurrenz

Mit dem im Februar vom Zentralvorstand von Swiss Volley beschlossenen Modus «10+1» gehen die Clubs der Nationalliga A in die Saison 2024/2025.

Reinhard Standke

Die für die kommende Saison geltende Modus-Regelung gesteht einem Nationalen Leistungszentrum (NLZ) einen Platz in der NLA zu, diesen erhielt die Volleyball Academy Zürich, die bereits in der vergangenen Saison in der höchsten Schweizer Liga vertreten war. Wieder in der NLA dabei ist ein Jahr nach dem Abstieg Franches-Montagnes. Während das NLZ-Team in der NLA verbleibt, muss das 9. respektive 10.-platzierte Team der Vorrunde nach den Play-outs gegebenenfalls in die Relegation.

Wie beim VC Kanti kam es auch bei den weiteren Teams zu diversen Ab- und Zugängen. Wie dies die Spielstärke der einzelnen Clubs beeinflusst, ist schwierig einzuschätzen. Die Schaffhauserinnen trafen in den Vorbereitungsspielen nur auf Genève Volley mit ihrem Büsinger Trainer Andi Vollmer. Nicht mehr dabei ist die bisherige Topscorerin Jodie Larsen, die zu Aesch-Pfeffingen gewechselt hat. «Ich glaube, Genf ist besser besetzt als letztes Jahr, die Mannschaft hat mehr Waffen, bessere Aussenangreiferinnen, eine bessere Diagonalspielerin», sagt Kantitrainer Neubauer. In Innsbruck habe das Team gegen Kanti nicht so gut gespielt, lag aber in der Saison 2023/2024 als Fünfter einen Rang vor den Schaffhauserinnen. «Ich denke, dass Neuenburg wieder vorne dabei sind wird, auch wenn sie in der Breite des Teams etwas verloren haben», so die Einschätzung von Neubauer. Der Serienmeister und Cupsieger muss auf die beiden Punktelieferantinnen Tessa Grubbs und Maddie Haynes verzichten, die in eine der beiden US-amerikanischen Pro-Ligen gewechselt sind. Während die zweite Passeuse Sarah Trösch zurückgetreten ist, spielt Jasmin Gross neu in Mulhouse. Fast «rundum erneuert» präsentiert sich Volley Lugano. Bei zehn Ab- und Neuzugängen blieben nur drei Spielerinnen.

«Es ist bei fast allen Gegner klar zu sehen, dass es eine gute Starting-Six gibt», stellt Nicki Neubauer fest. «Bei allen, bis vielleicht auf uns, ist zu sehen, dass von der Bank sehr wenig kommt.»


Chemie beim VC Kanti stimmt, das Ziel ist vor Augen

Optimistisch präsentierte sich der VC Kanti bei der Teamvorstellung in der BBC Arena. Das letzte Vorbereitungsspiel gegen VC Wiesbaden endete mit einem 3:1-Sieg der Schaffhauserinnen.

Sieg im Testspiel gegen Wiesbaden: Der VC Kanti mit der neuen Passeuse Brigitta Petrenko (R.), neuen Mittelblockerin Lea Ambrosius und Diagonal Angreiferin Jordan Lockwood . BILD Werner Schläpfer

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Zwei enttäuschende Spielzeiten hat der VC Kanti hinter sich, in denen das Fanionteam hinter den eigenen Erwartungen blieb und in der NLA nur den fünften respektive sechsten Rang belegte. Frühzeitig hatte der Verein die Situation analysiert und eine Neuausrichtung eingeleitet, in der unter anderem etwas vermehrt auf ausländische Spielerinnen Wert gelegt wird. So stehen im 13-köpfigen Kader neben nun drei Eigengewächsen insgesamt sechs neue Spielerinnen aus dem Ausland.

Eine Woche vor dem Saisonbeginn bei Volley Glaronia sendeten alle Akteure anlässlich der Teampräsentation positive Signale, dies nach den gewonnenen Vorbereitungsturnieren in Linz und Innsbruck. Die Bildung eines reiferen Teams scheint bislang gelungen. Der Teamgeist sei besser als in ihren bisherigen Clubs, äusserte z.B. die amerikanische Diagonalspielerin Jordan Lockwood. Von einer «super Truppe» mit «Persönlichkeiten» sprach die langjährige Aussenangreiferin Korina Perkovac, von einer guten «Chemie» die neue US-Aussenangreiferin Brooke Botkin.

Zielsetzung lautet Finale

Man spüre das grosse Miteinander, meinte Kanti-Cheftrainer Nicki Neubauer, der die Mannschaft für die Saison 2024/25 als «ausgeglichen» und «kompetitiv» einstuft, in der mehr Konkurrenz zwischen den Spielerinnen herrsche. Auf den Punkt kam Neubauer bei der Frage des Moderators der Teamvorstellung, Beat Signer, nach dem Saisonziel. Neubauer sprach vom Erreichen des Finales: «Wir wollen Neuenburg den Pott streitig machen.»

Im Anschluss setzte sich im letzten von insgesamt sieben Testspielen der VC Kanti mit 3:1 gegen VC Wiesbaden durch. In den ersten beiden Sätzen dominierte die neue Stammformation der Schaffhauserinnen (jeweils 25:20). Nach Wechseln bei den Gästen gab auch Coach Neubauer den weiteren Spielerinnen Einsatzzeit. Kanti gab nach Fehlern den dritten Satz knapp ab (24:26) und setzte sich dann nach deutlicher Führung (17:12) mit 25:22 durch.

Testspiel. VC Kanti Schaffhausen - VC Wiesbaden 3:1 (25:20, 25:20, 24:26, 25:22). - BBC Arena. - ca. 150 Zuschauer. – VC Kanti: Petrenko (Pass), Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Abrosius, Habegger (Libera); eingewechselt: Cavka, A. Pazin, Lieb, Loffreda, Capraro; rekonvaleszent: Popic.


Der VC Kanti gewinnt die Alpentrophy

Drei Spiele, drei Siege, so lautet die Bilanz des Turniersiegers VC Kanti Schaffhausen bei der Alpentrophy in Innsbruck. Am kommenden Freitag ist die Teampräsentation und ein weiteres Vorbereitungsspiel gegen den VC Wiesbaden in der BBC-Arena.

Auch in Innsbruck hatten die Spielerinnen des VC Kanti wieder viel Grund zum Jubeln.

Werner Schläpfer (Text und Bild)

Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft beim VC Kanti Schaffhausen auf Hochtouren. Nach dem Turniersieg in Linz reisten die Schaffhauser Volleyballerinnen nach Innsbruck zur Alpentrophy 2024. Mit drei Erfolgen bestätigten die Kantigirls die guten Leistungen.

Am Freitagabend, nach der Anreise über dem schneebedeckten Arlbergpass, bekundete das Kanti-Team beim Austrian Volleyball League Trippelsieger der letzten Saison, TI-Volley Innsbruck, einige Probleme und standen bei 1:2 mit dem Rücken zur Wand. Nur langsam kam das Team von Trainer Nicki Neubauer in Fahrt, drehte das Spiel und ging mit einem 3:2 als Sieger vom Platz. Neubauer testete am nächsten Tag mit einer anderen Aufstellung gegen das junge deutsche Team aus Vilsbiburg. Es dauerte einen Satz, bis die Schaffhauserinnen ihren Rhythmus fanden. Nochmals hielten die Roten Raben dagegen, die beiden letzten Sätze gehörten wie schon im ersten Spiel des Turniers aber den Schweizerinnen.

Gespannt beobachtete Kanti-Teammanager Heinz Looser zusammen mit Ehefrau Daniela und den fünf Kanti-Superfans im letzten Spiel am Sonntagmorgen das Abschneiden ihres Teams gegen den Ligakonkurrenten Genève Volley. Gegen das Team des langjährigen Kantitrainers Andi Vollmer gab es einen hart umkämpften ersten Satz. Erst in der Overtime setzte sich das Team der Kanti-Superfans mit 26:24 durch. Im weiteren Verlauf steigerte sich die Munotstädterinnen, Genf kam gerade mal auf 14 Punkte. Aber wie es so ist, wenn es zu gut läuft, kommt manchmal im darauffolgenden Satz ein Hänger. Zu guter Letzt fanden die Kanti-Spielerinnen auf die Erfolgsspur zurück und siegten deutlich mit 3:1.

Breit aufgestelltes Kanti-Kader

Fazit nach sechs Vorbereitungsspielen: Das Kader-Team der Saison 2024/25 ist breit aufgestellt. Der Kantistab hat viel mehr Aufstellungsoptionen als noch in der vergangenen Saison. Alle Spielerinnen erhielten Einsatzzeit und zeigten gute Leistungen. Trotz des schon gut funktionierenden Teams braucht es noch viel Arbeit, warnt Kantitrainer Nicki Neubauer vor allzu großer Euphorie. Einziger Wermutstropfen zurzeit ist die Verletzung der kroatischen Mittelblockerin Astrid Popic.

Teampräsentation mit Testspiel

Anlässlich der Teampräsentation am kommenden Freitag, dem 20. September, spielt der VC Kanti um 20.00 Uhr in der BBC Arena in Schaffhausen gegen den VC Wiesbaden ein weiteres Vorbereitungsspiel. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gibt es Gratiseintritt.


Der VC Kanti gewinnt das Vorbereitungsturnier in Linz

Von Freitag bis Sonntag fand in der SMS Linz-Kleinmünchen der 1. Erima Volleyball Cup statt. Der VC Kanti Schaffhausen präsentierte sich bereits in guter Verfassung und feierte mit zwei Erfolgen den Turniersieg.

Jubel bei den Kanti-Spielerinnen über den Turniersieg in Linz. BILD W. SCHLÄPFER

Werner Schläpfer, Linz

Mit gemischten Gefühlen reisten die Kanti-Volleyballerinnen am letzten Donnerstag nach Linz zum 1. Erima Volleyball Cup. Wie würde das Team nach nur einer Woche gemeinsamen Trainings im ersten Wettkampf abschneiden?

Bereits im ersten Spiel zeigten die Schaffhauserinnen gegen das tschechische Team Pole Brno, was in der kommenden Saison möglich ist. Annahme und Angriffe funktionierten schon ausgezeichnet, der Gegner hatte keine Chance im ersten Satz. Klar in Führung liegend, konnte Kanti-Trainer Nicki Neubauer einige Aufstellungsvarianten testen, am klaren Verdikt änderte sich auch weiterhin nichts. Nur gerade am Anfang des dritten Satzes hatte Kanti einen kleinen Hänger, aber nach dem Time-out bei 2:7 gelang bereits bei 8:8 der Ausgleich. Anschliessend, immer in Führung liegend, gingen der Satz und das Spiel an das Team der Munotstädterinnen.

Im Spiel am Samstag gegen den Organisator Oberbank Steelvolleys Linz-Steg probierte der Staff von Kanti weitere Aufstellungsoptionen. Im ersten Satz entwickelte sich ein spannendes Spiel, das mit dem besseren Ende für die Schaffhauserinnen ausging. Anschliessend minimierten die Gäste die Fehler und brachten den Satz problemlos nach Hause. Weitere Auswechslungen hemmten etwas den Spielfluss von Neubauers Team, aber am Schluss gelang ein 3:0-Sieg.

Im letzten Spiel gegen das topmotivierte ungarische Team MÁV Előre SC am Sonntagmorgen fehlte dem Kanti-Team etwas die Luft. Es zeigte eindrücklich auf, dass trotz guter Leistung in den vorhergehenden Partien noch einiges zu tun ist in den nächsten drei Wochen bis zum Saisonbeginn.

Der Turniersieg gibt zwar Moral für die kommenden Aufgaben, aber die Ergebnisse dürfen nicht überbewertet werden, da in der Vorbereitung alle Teams noch an den Aufstellungen experimentieren und allen Spielerinnen Einsatzmöglichkeiten gewähren. Am Wochenende spielt Kanti in Innsbruck.


zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL