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VC Kanti kann in Saignelégier heute die Serie beenden

Die Erinnerung an den vorletzten Auftritt des favorisierten VC Kanti im Jura bei Franches-Montagnes ist nicht gut. Denn der Titelverteidiger musste sich im Cup-Viertelfinal in Saignelégier 3:2 schlagen lassen. Das war bitter. Aber auch die Jurassierinnen sind bereits nicht mehr im Schweizer Cup dabei. Am letzten Sonntag verloren sie den Halbfinal beim (Noch-)NLB-Club Volero Zürich deutlich mit 0:3.

 Das ist indes alles Geschichte. Die Zeichen mit zwei folgenden Siegen über VFM sind gesetzt, und die Gegenwart bringt heute das zweite und allenfalls entscheidende zweite Spiel in der verkürzten Best-of-3-Serie zwischen Franches-Montagnes und den Schaffhauserinnen. Ob die Karten in Saignelégier neu gemischt werden und die Jurassierinnen ein drittes Spiel – am Samstag in Schaffhausen – erzwingen können, ist offen. Erfahrungsgemäss kann sich die Equipe von Trainer Leonardo Portaleoni bei ihrer letzten Chance, kurz vor dem Ausscheiden, in der laufenden Saison nochmals steigern. Kämpferisch sowieso.

 Kann der VC Kanti wie beim Spiel am vergangenen Samstag in der BBC-Arena die NLA-Topskorerin Ivonne Montaño erneut so kontrollieren, dass sie nur acht Punkte erzielt, dann kann das klappen. Die Kolumbianerin hatte aber schon Partien mit gegen 30 Punkten, und letztes Mal war ihre Landsfrau Diana ­Arrachea mit 16 Punkten die beste Punktesammlerin. Auch auf sie gilt es gut zu achten. Ansonsten müsste das ausgeglichenere Kollektiv den Ausschlag zugunsten des Teams von Nicki Neubauer geben. (hcs.)


Der VC Kanti legt in der Best-of-3-Serie vor

Mit einem letztlich deutlichen 3:0-Sieg gegen Franches-­Montagnes startete der VC Kanti in die Play-off-Viertelfinals. Am Mittwoch könnten die Schaffhauserinnen in der ­zweiten der drei Runden nun ­bereits den Einzug in Runde der letzten vier sicherstellen.

Ein Dreierblock des VC Kanti: Isidora Ubavic, Karis Watson und Korina Perkovac (v. l.).

Reinhard Standke (Text und Bild)VOLLEYBALL NLA. Zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen trafen am Samstag der VC Kanti und Franches-Montagnes aufeinander. Nach dem Ausscheiden im Cup (2:3) und dem Sieg zum Abschluss der Qualifikation (3:1) trafen die Schaffhauserinnen nun im Heimspiel auf das Team aus dem Jura. Optisch schön war diesmal die BBC-Arena ausgestattet, anlässlich der SRF-Web-Übertragung hatte der Verband einen Volleyballboden legen lassen. Würde der VC Kanti auf diesem, mit der Startaufstellung der letzten Wochen beginnend, an die Leistung vom vergangenen Samstag anknüpfen können?

Vom Spielstand her lange auf Augenhöhe sollte der erste Satz verlaufen. Die Gäste erspielten sich immer wieder die Führung (6:4, 10:8, 19:18), insbesondere Aussenangreiferin Diana Arrechea sorgte mit ihren Punkten dafür, während die Topscorerin der Saison Ivonne Montaño deutlich seltener zum Zuge kam als z.B. im Cupspiel vor zwei Wochen. Aber auch der VC Kanti konnte zwischenzeitlich die Führung übernehmen (14:11, 17:15), hier sorgten Katerina Holaskova und Karis Watson für die meisten der Punkte. In der Moneytime hatte dann der VC Kanti die Nase vorne: allein Korina Perkovac gelangen nach dem Stand von 21:20 drei Punkte.

Auch im zweiten Durchgang sollten die Munotstädterinnen zeitweilig in Rückstand geraten. Nach einer 4:2-Führung setzte sich das Gastteam mit 9:11 ab. Dann dominierte wieder Kanti, mit Holaskova und Ubavic am Service zog das Team von Coach Neubauer auf 16:12 davon, Franches-Montagnes sollte nicht mehr herankommen, mit zwei Perkovac-Punkten schlossen die Schaffhauserinnen den Satz mit 25:19 ab.

Mit Druck am Service und vielen schnellen Angriffen kam es danach zu einer klaren 16:6-Führung; die Gäste konnten zwischenzeitlich auf 15:20 verkürzen. Dann dominierte Kanti wie-der, die verschiedentlich eingewechselte Romy Jatzko blockte beim ersten Matchball zum 25:16. Während beim Heimteam mit Perkovac (14 Punkte), Ubavic (11), Holaskova (10), Watson (9) und Svobodova (8) das Skoring breit verteilt war, kamen bei Franches-Montagnes nur Arrechea (16) sowie Staffelbach und Montaño (je 8) nennenswert zu Punkten. «Wir wussten, dass wir im Service zulegen mussten», so Nicki Neubauer, der sich mit der guten Effizienz und Verteilung im Angriff zufrieden zeigte. «Wir können aber noch besser abwehren.»

In der Best-of-3-Serie hat der VC Kanti nun zwei Matchpunkte. Den ersten könnten die Schaffhauserinnen am Mittwoch im Auswärtsspiel nutzen. «Es gilt, ruhig zu bleiben. Wenn wir sie aussen und diagonal ins Spiel kommen lassen, dann sind sie gefährlich» so Kantitrainer Neubauer. Sollte Franches-Montagnes ausgleichen können, käme es zum entscheidenden Showdown am Samstag in der BBC Arena (dann wiederum mit SRF-Übertragung). Auch in den weiteren Partien der Viertelfinals setzten sich die nach der Qualifikation besser klassierten Teams durch. Einzig Düdingen gab beim 3:2 gegen Cheseaux Sätze ab. In den Halbfinals würde der VC Kanti wohl auf Aesch-Pfeffingen mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer treffen.

NLA, Frauen, Playoff-Viertelfinals (Best of 3), 1. Runde: VC Kanti - Franches-Montagnes 3:0 (25:22, 25:19, 25:16), Stand 1:0. - BBC Arena. - 326 Zuschauer. - SR: Enkerli/Rüegg. - Spieldauer: 24, 23, 22 = 67 Minuten. - VC Kanti: Deisl (Pass, 3), Svobodova (8), Holaskova (10), Ubavic (11), Perkovac (14), Watson (9), Merkofer (Libera); eingewechselt: Jatzko (3), Silge (1), Guyer; nicht eingesetzt: Kunz, Contorno, Hinteregger. - Franches-Montagnes: Marin (Pass, 1), Monnin (4), Staffelbach (8), Montaño (8), Arrechea (16), Rothenbühler (1), Chappatte (Libera); Nicolet, Varé, Gomes, Gerber.

Bilder Werner Schläpfer   Statistik

Der Gegner ist und bleibt Franches- Montagnes


Schon an den letzten beiden Wochenenden hatte sich der VC Kanti jeweils mit Volley Franches-Montagnes zu beschäftigen. Nach dem unglücklichen Cup-Out – 2:3-Niederlage im Jura – konnte sich das Team von Nicki vor einer Woche, ebenfalls in Saignelégier, dann im NLA-Spiel mit einem 3:1-Sieg rehabilitieren. Damit sicherte sich der VC Kanti doch den 3. Platz gegenüber Verfolger Düdingen. Das bringt nun den Vorteil ein, im Playoff-Viertelfinal gegen das sechstklassierte Franches-Montagnes statt gegen Cheseaux (5.) anzutreten. Da die Viertelfinalserien coronabedingt von Best of 5 auf Best of 3 gekürzt wurden, um bei auftretenden Covid-19-Fällen genügend Zeit für allfällige Spielverschiebungen zu haben, hat sich die Chance für die auf Platz 5 bis 8 klassierten Teams wohl leicht erhöht, eine Überraschung zu schaffen.

«Ich hätte lieber im Modus Best of 5 gespielt», gibt Kantitrainer Nicki Neubauer offen zu. Die Gefahr besteht so nach einem unerwarteten Resultat im nächsten Match unter grössten Druck zu kommen. «Ich erwarte ausgeglichene Partien zwischen uns und Franches», weiss Neubauer, dass in dieser Serie vieles möglich ist. «Wir bereiten uns im Mentalbereich entsprechend vor.» Das Ziel für den VC Kanti ist ganz klar: den Halbfinal erreichen. (hcs.)

Mitfahrgelegenheit zum Spiel nach Saignelégier: Der VC Kanti bietet interessierten Fans eine Mitfahrgelegenheit zum Playoff-Viertelfinal-Auswärtsspiel gegen Volley Franches-Montagnes an (Spielbeginn 20 Uhr). Abfahrt am nächsten Mittwoch, 16. 2. um 15 Uhr ab BBC-Arena (Fahrpreis 40 Franken plus Eintritt vor Ort). Während der Busfahrt gelten die aktuellen Covid-Bestimmungen. Anmeldung an: VC-Kanti-Sekretariat, Telefon 052 625 55 07 oder administration@kantivolleyball.ch.

In den Viertelfinals gegen Franches-Montagnes

Dem VC Kanti ist die Revanche für das Ausscheiden im Cup gelungen: Die Schaffhauserinnen gewannen vorgestern mit 3:1 gegen ­Franches-Montagnes und treffen nun in den Play-off-Viertelfinals ebenfalls ab Samstag auf das Team aus dem Jura.

 

Kanti-Trainer Nicki Neubauer beobachtet Korina Perkovac bei einer Service-­Abnahme, links Rebekka Merkofer. BILD WERNER SCHLÄPFER

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Wechselhafte neun Tage für den VC Kanti: Nach der Absage des Spiels gegen Aesch-Pfeffingen folgten das Ausscheiden aus dem Cup am Sonntag vor einer Woche im Jura und die Niederlage in Cheseaux am Donnerstag. Nach dem Bekanntwerden des Forfaitsieges gegen Aesch-Pfeffingen am Freitagmittag und dem Sieg von Düdingen gegen Lugano vom Abend mussten die letzten Spiele der Qualifikation vom Samstag Klarheit über die Vergabe der Ränge 3 und 4 bringen. Forderte Düdingen in Aesch das Team von Andi Vollmer heraus, musste der VC Kanti erneut im Jura antreten. Über 15 Fans der Schaffhauserinnen und dazu Kanti-Präsident Sandro Poles waren in der neuen Maurice-Lacroix-Halle in Saignelégier präsent, um ihr Team lautstark zu unterstützen.

 

Und die Schaffhauser Anhänger sollten für ihr Kommen belohnt werden: Das Kanti-Team sollte anders als zuletzt auftreten, der Wille, diesmal den Sieg zu holen, war von Beginn an spürbar. Mit einer Serviceserie von Captain Holaskova zogen die Munotstädterinnen gleich auf 6:3, mit weiteren kleinen ­Serien stand es bald einmal 19:9, und mit 25:15 war ein klares Zeichen gesetzt. Im zweiten Satz sollte Franches-Montagnes mehr Widerstand leisten. Kanti zog zwar auf 17:14 davon, das Heimteam war bei 21:21 aber wieder dran. In der Schlussphase behielten dann die Schaffhauserinnen Nerven: Mit Korina Perkovac am Service und nach zwei Blockpunkten und drei Angriffsfehlern beim Gegner stand es 25:21 und Kanti hatte den ersten der beiden benötigten Tabellenpunkte auf sicher.

Nach der 10-Minuten-Pause forderte Franches-Montagnes mit einer geänderten Startaufstellung heraus, zog vom 3:4 auf 6:4 davon und sollte die Führung bis zum 25:21 nicht mehr hergeben. Kanti reagierte im vierten Satz, der ausgeg­lichen begann. Nach dem 8:8 gelangen Svobodova und Ubavic je zwei Punkte, die Munotstädterinnen konnten lange einen Vorsprung verwalten, dies bis zum 23:23. Wiederum verlor das Kanti-Team die Nerven nicht und sicherte sich mit Blockpunkten von Watson und Svobodova Spiel, Satz und Sieg.

Selbstvertrauen getankt

Lag das Fehlermomentum diesmal mehr aufseiten Franches-Montagnes, zeigte sich der VC Kanti (noch) etwas besser im Block als vor einer Woche, liess weniger Service-Winner und Angriffspunkte zu. So erzielten die stärksten Angreiferinnen des Heimteams (Montano, Aarechea, Monnin) in den vier Sätzen nur 38 Punkte anstatt 59 in den fünf Durchgängen des Cupspiels. Bei Kanti verteilte es sich auf Perkovac (15), Watson (14), Svobodova und Ubavic (je 13) und Holaskova (10), im Cup war Ubavic mit 22 Punkten vorausgelegen.

Mit diesem vor allem für die Moral wichtigen Sieg hat das Kanti-Team gezeigt, dass es den Gegner in den Play-off-Viertelfinals schlagen kann. «Der Wille war sehr gross am Ende zu ge­winnen», stelle Kanti-Trainer Nicki Neubauer fest. «Wir wollten immer gegen Franches-Montagnes spielen, weil ich glaube, dass wir sie am besten kontrollieren können. Wir haben lange darauf hingearbeitet», so Neubauer weiter. Die Coronafälle im Team von Anfang ­Januar hätten den Trainings- und Spielrhythmus gebrochen, man sei noch nicht ganz wieder da und müsse es sich noch erarbeiten.

Livespiel geplant

In der auf den Best-of-3-Modus verkürzten Serie ist für die erste Partie vom Samstag (16.30 Uhr, BBC-Arena), dass erste Heimspiel nach drei Wochen, eine SRF-Liveübertragung geplant. Dafür soll ein Volleyballboden in der BBC-Arena verlegt werden. Das zweite Spiel, das ­bereits die Entscheidung über den Halbfinaleinzug bringen könnte, findet am Mittwoch, 16. Februar in Saignelégier statt. Stünde es in der Serie dann aber 1:1, wird der Halbfinalist am Samstag, 19. Februar in Schaffhausen ermittelt. Für das allfällig nächste TV-Spiel soll der Volleyballboden in der BBC-Arena verbleiben.

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