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ZOK Ub ohne zwei Stammspielerinnen
Monika Krasteva (r.) will auch heute wieder gegen ZOK UB punkten. Anet Barbara Alfonso Benitez (17) konnte die Reise in die Schweiz nicht antreten. BILD ALEKSANDAR DJOROVIC
Der VC Kanti tritt heute Abend daheim im Rückspiel der Sechzehntelfinals des CEV Challenge Cup gegen ZOK Ub an. Bei den Serbinnen sind zwei wichtige Akteurinnen nicht dabei.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Vor Wochenfrist hatte der VC Kanti das Hinspiel bei ZOK Ub glatt mit 0: 3 verloren. Heute Abend wird nach dem Rückspiel in Schaffhausen (20.00 Uhr, BBC Arena) dann feststehen, welches der beiden Teams in die Achtelfinals des CEV Challenge Cup einzieht. Die Schaffhauserinnen müssten sich dafür mit einem 3: 0- oder 3: 1-Sieg in den Golden Set kämpfen und auch diesen hernach für sich entscheiden, dem Team aus Serbien dage- gen genügt der Gewinn von zwei Sätzen. Der Gegner in den Achtelfinals, die Spiele werden in der zweiten und dritten Januarwoche ausgetragen, wird ebenfalls heute zwischen Jedinstvo Stara Pazova (SRB) und Rigas Volejbola Skola (LAT) ermittelt, Spielbeginn ist um 19.00 Uhr.
Kein Einreisevisum
Die heutigen Gäste des VC Kanti müssen im Gegensatz zum Hinspiel beim Auftritt in der Munotstadt auf zwei Leistungsträgerin verzichten. Während Mittelblockerin Aleksandra Gligoric offenbar bei einem Autounfall am Samstag einen Nasenbruch erlitt, erhielt die Topskorerin bei den Serbinnen, die Kubanerin Anet Barbara Alfonso Benitez, kein Visum für die Einreise in die Schweiz.
Über die Odyssee von Verein und Spielerin bei der Beantragung des Visums bei der Schweizer Botschaft in Belgrad berichtete in grossen Lettern das Onlineportal «Republika». Mit der Übermittlung eines Einladungsschreibens habe der VC Kanti in dieser Angelegenheit das getan, was in seinen Möglichkeiten stehe, wie Vereinspräsident Sandro Poles mitteilt.
Gegner könnte gefährlicher sein
Ob das Fehlen der Mittelblockerin sowie der Stamm-Diagonalspielerin für den VC Kanti einen Vorteil biete, darüber ist sich Coach Nicki Neubauer gar nicht mal sicher. Denn über die Qualitäten der Spielerinnen, die nun zum Einsatz kommen werden, habe er keine Informationen, da Ub meistens mit der Startformation durchspiele. «Es wird ein bisschen schwierig, das Spiel vorzubereiten», so der Trainer. Kanti sei gut beraten, auf sich selber zu schauen als auf die Gegenseite. «Es wird ihnen wehtun, es sind sicher zwei Spielerinnen, die sehr wichtig sind im System, offensiv wie defensiv», meint Neubauer. «Wir müssen uns auf uns konzentrieren, ein gutes Spiel machen und versuchen, eine gute Stimmung in die Halle zu transportieren.» Dann ergäben sich auch Chancen, aus denen sein Team etwas machen könne. Im Gegensatz zu den Gästen sind beim VC Kanti alle Spielerinnen an Bord bis auf die Langzeitverletzten Jasmin Kuch und Elisa Surinao, die gestern zum ersten Mal wieder leicht trainieren konnten.
Vor Spielbeginn hat der VC Kanti zum traditionellen Europacup-VIP-Apéro geladen, zu dem sich knapp 150 Gäste aus Kreisen der Sponsoren und Gönner sowie aus Politik und Volleyballverband angemeldet haben.
Der VC erkämpft in Neuenburg nur einen Satz und keine Punkte
Norene Iosia und ihr Team kamen in Neuenburg nicht zum Erfolg. BILD W. SCHLÄPFER
Unter dem Strich lag für den VC Kanti beim Leader trotz mehrfacher Führung nur ein Satzgewinn drin. Nach der 1:3-Niederlage fielen die Schaffhauserinnen hinter das punktgleiche Cheseaux auf Rang fünf zurück.
Reinhard Standke
Auch der VC Kanti vermochte es nicht, dem Titelverteidiger und aktuellen Leader die erste Saisonniederlage beizubringen. In der 11. der 18 Runden der Qualifikation standen die Schaffhauserinnen wieder mit Top-skorerin Korina Perkovac auf dem Feld, die die Reise zum Europacupspiel nicht mitgemacht hatte. Neuenburg musste auf die verletzte Samira Sulser verzichten. Die 91 Spielminuten entwickelten sich vor 420 Zuschauern zu einem Auf und Ab für der den VC Kanti, der sich zwar mutig Möglichkeiten erarbeitet, um sie dann aber mit nicht ausreichender Konstanz wieder zu vergeben. Die Munotstädterinnen machten zwar die ersten beiden Punkte, zeigten sich aber anschliessend nicht bereit, nicht konsequent genug und kassierten sechs Zähler in Folge. Dann pendelte sich der Rückstand auf 3 bis 6 Punkt ein, nach dem 9: 15 servierte Monika Krasteva ihr Team auf 14: 15 heran. Dann zog wieder das Heimteam davon (22: 18), Kanti kam bis 22: 23 heran, gab den ersten Satz aber ab (22: 25).
Im zweiten Durchgang sollten sich die Schaffhauserinnen den Vorteil erarbeiten. Nach dem Abtasten servierten die Gäste stärker, kämpften in der Feldabwehr, machten die Angriffspunkte, kamen vom 5: 8, über 10: 8 zur 15: 11 Führung. Doch Neuenburg kam zurück, erfolgreich in Angriff und Block, Kanti zeigte Schwächen in Annahme und Abwehr. Das Heimteam musste jedoch die 21: 19-Führung noch hergeben: Mit Blocks von Lohmann und Angriff von Jatzko hiess es Satzball für die Schaffhauserinnen (24: 21), die jedoch erst den dritten verwandelten. Furios startete Kanti in den dritten Satz (5: 1, 10: 8), musste jedoch immer wieder den Ausgleich zulassen. Nach dem 11: 10 sollte es jedoch mit der Führung der Gäste vorbei sein, Neuenburg zog mit Druck am Service auf 15: 11, später auf 19: 12 und 25: 18. Auf und ab ging auch der Spielstand im vierten Durchgang: Kaum lag Neuenburg mit 10: 5 und 11: 7 vorne, kam Kanti (mit Iosia am Aufschlag) zum 13: 12 zurück. Anschliessend lagen die Vorteile wieder beim Heimteam, das sich mit wieder 25: 18 Satz und Sieg sicherte. Beim VC Kanti avanciert diesmal Romy Jatzko in den vier Sätzen mit 20 Punkten zur besten Skorerin, dahinter lagen Krasteva, Holaskova, Lohmann und Perkovac mit 8 bis 10 Punkten deutlich zurück. Bei Leader Neuenburg dominierten Tessa Grubbs (30) und Madeline Haynes (20). In der Tabelle wechselte Kanti (neu 5.) und das punktgleiche Cheseaux, das ein Spiel mehr ausgetragen hat, die Plätze.
«Wir haben mutig gespielt, aber mit zu wenig Kontrolle», knüpfte Kanti- Coach Neubauer an die Zielsetzung vor der Partie an. «Am Ende haben wir gesehen, was uns noch fehlt gegen diese Teams. «Wir können zwar gegen Neuenburg und Düdingen mitspielen, sind aber nicht so konstant», so der Trainer. «Wir haben NUC gezwungen, sehr viel über ihre Diagonalspielerin zu spielen und haben die Aussenspielerinnen und Mittelblockerinnen sehr gut kontrolliert. Wir verlieren aber, weil wir unsere Chancen nicht konsequent genug nutzen», so Nicki Neubauer weiter. «Wir sind nicht konsequent genug im Feldspiel, der Ballkontrolle, der Abwehr, machen uns das Leben selbst schwer, um wieder ranzukommen und den Gegner wieder wegziehen zu lassen.»
Weiter geht es für den VC Kanti am Mittwoch (20 Uhr, BBC Arena) im Rückspiel des CEV Challenge Cup, in dem es das 0: 3 aus dem Hinspiel wettzumachen gilt. Das vom vergangenen Freitag verlegte Spiel in Düdingen wird zum Jahresauftakt am 4. Januar nachgeholt.
Kanti will Leader Neuenburg herausfordern
Molly Lohman gegen Samira Sulser . BILD WSCH
Zwischen den Spielen im Euroacup, in denen es sowohl für den VC Kanti als auch für NLA-Leader Neuenburg eine 0: 3-Niederlage absetzte, treffen die beiden Teams zum Auftakt der Rückrunde in der Qualifikation aufeinander. Im Hinspiel gegen NUC Ende Oktober hatten die Schaffhauserinnen ohne die vorgesehene Diagonalspielerin Angela Gaskin antreten müssen, vergaben einen Satzball und mussten sich am Ende eine 0: 3-Niederlage anschreiben lassen. Morgen kann Kanti in Neuenburg mit der inzwischen verpflichteten Monika Kresteva antreten, im Gegensatz zu Mittwoch ist auch Topskorerin Korina Perkovac wieder dabei.
«Wer nichts wagt, der nicht gewinnt», so heisst es. Und Kanti hat sich etwas vorgenommen für das Spiel beim Leader. «Wir haben nichts zu verlieren, es wären Extra-Punkte für uns», strebt Coach Nicki Neubauer einen Sieg am Neuenburger See an. Bisher steht das Heimteam ohne Niederlage da, Düdingen, Lugano und Genf konnten NUC jedoch einen Punkt abnehmen. «Wir probieren, die erste Mannschaft zu sein, die sie schlagen können. Wir werden viel Mut im Aufschlag, viel mit im Angriff brauchen.» Die Spielerinnen müssten im Block und in der Abwehr bereit sein, dagegenzuhalten und einige Bälle herauszuholen. Neuenburg sei ein Team, das mit viel Risiko spiele, insbesondere im Aufschlag. Dies könne sowohl zu Fehlern als auch zu Winnern am Stück führen. Diese Phase müsse Kanti kurz halten und wegstecken können. «Dann ist es eine offene Partie», so Nicki Neubauer. Nach den gestrigen Spielen hat Cheseaux punktemässig zu Kanti, dessen Partie in Düdingen auf den 4. Januar verschoben wurde, aufgeschlossen. (R.Sta.)
Kanti unterliegt bei ZOK Ub mit 0:3
Das Kantiteam verlässt das Feld im serbischen Ub als Verlierer. BILD CEV
Im Hinspiel der Sechzehntelfinals im CEV Challenge Cup kämpfte der VC Kanti in Serbien achtbar, bezog aber mit 0:3 eine glatte Niederlage. Das Rückspiel in Schaffhausen findet am nächsten Mittwoch statt.
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Ohne seine stärkste Angreiferin musste der VC Kanti beim Hinspiel in den Sechzehntel-Finals des CEV Challenge Cup bei ZOK Ub auskommen. Da Aussenangreiferin Korina Perkovic im Rahmen des Pharmaziestudiums heute eine mehrteilige Prüfung absolviert, verzichtete der Verein darauf, die Saison-Topskorerin auf die Reise nach Serbien mitzunehmen. An ihrer Stelle wählte Coach Neubauer die Spielvariante mit Julia Künzler als Diagonalspielerin, die ihre Aufgabe für den Trainer sehr gut löste. Nach dem ersten Abtasten lautete der Spielstand 6: 6, danach zogen die Schaffhauserinnen mit Romy Jatzko am Service auf 12: 6 davon. «Wir haben im ersten Satz sehr gut aufgeschlagen und mutig gespielt», erklärte Kantitrainer Nicki Neubauer. «Dann haben wir jedoch Mut und Ideen verloren.» So kam das Heimteam nach und nach heran und hatte beim 15: 15 egalisiert. Danach konnte sich ZOK Ub absetzen, das sich mit 25: 20 den ersten Satz sicherte.
Ausgeglichen verlief die Startphase im zweiten Durchgang. Nach dem 7: 6 handelten sich die Munotstädterinnen jedoch eine Serviceserie von Bojana Celic ein, die erst bei 6: 13 durchbrochen werden konnte. ZOK Ub zog anschliessend auf 16: 7 davon, Kanti gab nach nur 20 Minuten den Satz mit 15: 25 ab. Im dritten Satz vermochte das Team von Nicki Neubauer immer wieder den Rückstand auf zwei Punkte zu reduzieren (zuletzt beim 17: 19), dann gelang ZOK Ub aber mit Sladjana Eric eine Serviceserie zum 25: 17. Damit war nach nur 67 Spielminuten die Niederlage des VC Kanti besiegelt. Für die Punkte sorgten bei den Gästen mit Romy Jatzko (12) sowie Julia Künzler und Monika Krasteva (beide je 8) die Diagonal- und Aussenspielerinnen. «Wir haben uns recht gut verkauft, besser, als die Satzergebnisse ausweisen», stellte Nicki Neubauer fest. «Wir wollten im Angriff mutig und frech sein.» Bei Angriffen mit Kraft sei Kanti indes unterlegen. «Die Spielerinnen von Ub nehmen mehr Risiko beim Aufschlag und machen damit mehr direkte Punkte», so Neubauer weiter. Wenn die Annahme funktionierte, habe sein Team gut mitgespielt.
Für das Rückspiel hat sich ZOK Ub gestern die beste Ausgangslage geschaffen. Würde dem VC Kanti am nächsten Mittwoch jedoch ein 3: 0- oder 3: 1-Sieg



