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Weiteres Aufschlag-Annahme-Duell
Im Hinspiel gegen Volley Düdingen konnte sich Mitte November der VC Kanti auswärts mit 3:1 durchsetzen. Morgen kommt es in der BBC Arena zum Rückspiel der aktuellen Tabellennachbarn.

Lindsay Flory stellt beim VC Kanti die Weichen im Angriff. BILD WERNER SCHLÄPFER
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Eine enge Kiste ist vier Spieltage vor Ende der Qualifikation der Tabellenstand in der Nationalliga A. Hinter den beiden Führenden Neuenburg UC und Aesch-Pfeffingen geht es hoch her, die Abstände sind sehr gering. Lugano, der VC Kanti Schaffhausen, Volley Düdingen und VBC Cheseaux liegen auf den Rängen drei bis sechs nur ganze vier Punkte auseinander.
In der 15. Runde hat am Sonntag Lugano mit dem Spiel bei Neuenburg wohl die vermeintlich schwerste, Cheseaux mit der Partie bei der Volleyball Academy die leichteste Aufgabe, während die Schaffhauserinnen und Düdingen im Direktduell aufeinandertreffen.
Das Spiel in der heimischen BBC Arena beginnt bereits zur ungewöhnlich frühen Anspielzeit von 15.30 Uhr.
Gute Erinnerungen an das Hinspiel
«Vor uns liegen noch vier schwere Spiele», beschreibt Kanti-Trainer Nicki Neubauer das Restprogramm bis Ende Februar. Der besondere Schwerpunkt liege dabei auf den beiden Heimspielen morgen und am 24. Februar gegen Genf.
Beim aktuellen Gegner Düdingen hatte es derweil zum Jahreswechsel eine Kaderveränderung gegeben. Die Aussenangreiferin Thana Fayad wechselte zu Dynamo Bukarest und wurde durch die Amerikanerin Caroline Meuth ersetzt. «Ansonsten ist es ein Team, welches wir gut kennen», erklärt Neubauer. Im Hinspiel habe man einen Satz relativ deutlich verloren, dafür dann aber auch drei Sätze relativ deutlich gewonnen. «Dies war eine gute Leistung, der Spielstil von Düdingen liegt uns eher. Jedoch wird es ein weiteres Spiel, in dem es um Aufschlag-Annahme gehen wird», betont Neubauer – und führt weiter aus: «Am Freitag vor 10 Tagen haben wir gegen Aesch etwas den Kürzeren gezogen, am vergangenen Sonntag war es dann ein guter Auftritt vom Level her in Neuenburg. Wenn wir wieder so auftreten, sind wir voll dabei, dann haben wir sehr gute Chancen, Düdingen auch zu schlagen.» Und ganz wichtig: Düdingen sei auch das Team, welches Kanti noch im Kampf um Platz drei am gefährlichsten werden könnte, betont der Schaffhauser Cheftrainer.
Lugano scheint dagegen die Mannschaft zu sein mit dem schwersten Restprogramm, denn neben Neuenburg müssen die Tessinerinnen auch noch gegen Aesch und Düdingen ran. «Mit einem Heimsieg haben wir gute Chancen auf Platz drei», blickt Neubauer optimistisch auf den Endspurt, welcher nach den Pokalviertelfinals (ohne Kanti) Anfang Februar mit einem Spiel bei Glaronia in die entscheidende Phase geht.
Die konstantere Mannschaft gewann.
Nina Cavka bei der Annahme
Nach vier Wochen Pause über die Feiertage empfing in der 1. Liga der VC Kanti Schaffhausen 2 die Gäste des VBC Voléro Zürich. Die Kantispielerinnen führten im ersten Satz in Kürze mit 5:1. Sie gaben die Führung nicht mehr ab und gewannen diesen mit 25:17. Im zweiten Satz waren die Voléro-Spielerinnen so richtig im Spielmodus angekommen und legten erst so richtig los, den zweiten Satz gewannen sie klar mit 25:19. Fest entschlossen starteten die Kantispielerinnen den Turbo im dritten Satz: Noelia Pazin spielte zeitweise fehlerfrei, auch Jeanne Neuhaus und Nina Cavka liessen nichts anbrennen. Sie gewannen diesen Satz mit 25:22. Sehr spannend verlief dann der vierte Satz. Die ehemalige NLA- Kantispielerin Laura Sirucek (2012 – 2015), inzwischen bei Voléro aktiv, kam immer besser ins Spiel, agierte in dieser Phase fast fehlerfrei und machte viele wichtige Punkte. Dazu pfiffen die Schiedsrichter in diesem Satz etwas einseitig, in diesem Fall zu Ungunsten des VC Kanti. Der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen – bis zum 8:8 ging es gleichauf, danach gewann der VBC Voléro Zürich mit 15:11 und somit die Begegnung mit 3:2. Im nächsten Heimspiel empfängt der weiterhin viertplatzierte VC Kanti 2 am Sonntag um 12 Uhr in der BBC-Arena Leader Volley Toggenburg. (mrä)
Frauen 1. Liga, Gruppe D. VC Kanti 2 – VBC Voléro Zürich 2:3 (25:17, 19:25, 25:22, 23:25, 11:15). - VC Kanti 2: Kunz (Pass), Brugger, N. Pazin, Neuhaus, Broder, Cavka, Loffreda (Libera); keine Wechsel. – Weitere Resultate vom Wochenende: BTV Aarau - Volley Toggenburg 3:2. TSV Jona Volleyball - Volley Aadorf 1:3. Volley Rüschlikon - Pallavolo Kreuzlingen 3:2. STV St.Gallen Volleyball - VBC Andwil-Arnegg 3:0.
Kanti fordert NUC, verliert aber 2:3
Nach zwei enttäuschenden Spielen in der NLA zeigte der VC Kanti im Cup-Achtelfinal in Neuenburg eine Reaktion und forderte den Titelverteidiger bis in den Tiebreak. In diesem brachte er eine 11:7-Führung nicht durch.

Topscorerin Katerina Holaskova stellt den Neuenburg-Block immer wieder auf die Probe. BILD W. Schläpfer
Reinhard Standke, Neuenburg
Schwerer hätte das Los für den VC Kanti in den Achtelfinals des Volley Cup nicht sein können: Gegen Titelverteidiger Neuenburg UC hatten die Schaffhauserinnen allerdings Anfang November das bisher beste Spiel in der Meisterschaft gezeigt. Nach den beiden verlorenen Spielen vom Jahresanfang (2:3 bei der Volleyball Academy und 0:3 daheim gegen Aesch-Pfeffingen) gelang den Munotstädterinnen endlich wieder ein starker Auftritt. Kanti legte zu Beginn mit einer Serviceserie von Suriano gleich zum 5:0 vor. Der Druck im Aufschlag war wieder da, das Team war präsent, zeigte Willen und kämpfte.
Der Meisterschaftsfavorit hielt dagegen, servierte vielfach hart und sollte die Schaffhauser Abnahme immer in Nöte bringen. Dazu kamen Topskorerin Tessa Grubbs, Tia Scambrey sowie Madelaine Haynes immer wieder zu Punkten. Kanti lag im ersten Satz zwischenzeitlich mit 16:10 in Führung, liess das Heimteam aber auf 20:21 herankommen, sicherte sich dennoch den Satz mit Captain Holaskova am Aufschlag.
Im zweiten Satz riss der Faden, Kanti konnte den Service von Jasmine Gross nicht gut genug kontrollieren, geriet mit 7:10 in Rückstand. Mit Serviceserien (Suriano, Holaskova) kämpften sich die Gäste auf 14:15 heran, gaben den Satz jedoch ab (22:25). Wieder stärker, schlug Kanti im dritten Satz auf, führte mit 16:12, geriet 20:21 in Rückstand, sicherte sich dennoch den Satz mit 25:23. Im vierten Durchgang sollte sich das Momentum mit Servicestärke, Annahmekontrolle und Angriff nach dem 10:10 zugunsten von Neuenburg wenden (25:17). «Die Effizienz im Angriff ging flöten, wir nehmen viel im Block, haben nicht immer schlau genug gespielt», so Kanti-Trainer Neubauer.
Jacqui Armer bracht im Tiebreak ihr Team vom 4:6 zum 9:6. Kanti sollte jedoch eine 11:7-Führung nicht über die Runden bringen, die Aufschläge von der eingewechselten Passeuse Sarah Trösch und Cambray wurden nicht gut genug abgenommen, NUC holte sich mit 15:12 Satz und Match. Nicht mit dem Ergebnis, aber mit der Leistung zeigte sich Kanti-Trainer Neubauer zufrieden. «Es muss nun allen klar sein, wie wir auftreten müssen, diese Leistung brauchen wir am nächsten Sonntag. Dann kommt es zum Spiel daheim gegen Düdingen (15.30 Uhr, BBC-Arena).
NLA: Kanti nun Vierter
Nach dem 3:0-Sieg in der Meisterschaft vom Samstag über Cheseaux hat Lugano den VC Kanti nun vom dritten Rang verdrängt. Die Teams auf den Rängen drei bis sechs (Düdingen/4., Cheseaux/5.) liegen vier Runden vor Abschluss der Qualifikation innerhalb von nur vier Punkten. Für Düdingen ist die Partie in Neuenburg (21. Januar) aber noch ausstehend.
Cup, Frauen, Achtelfinals: Neuenburg UC - VC Kanti 3:2 (20:25, 25:22, 23:25, 25:17, 15:12). - Riveraine. - 710 Zuschauer. - SR: Sanapo/Mordasini. - Spieldauer: 22, 22, 24, 21, 16 = 105 Minuten. – Neuenburg UC: Pierret (Pass), Haynes, Gross, Branca, Scambray, Grubbs, Delley (Libera); eingewechselt: Petitat, S. Trösch (Pass), De Micheli. – VC Kanti: Flory (Pass), Suriano, Holaskova, Dapic, Perkovac, Armer, Habegger (Libera); eingewechselt: Corbach A. Pazin, Kuch; nicht eingesetzt: Loffreda, Künzler, Hinteregger. – Weitere Resultate: Kanti Baden (NLB) - Aesch-Pfeffingen 1:3. Lugano - Glaronia 3:0. Servette Star-Onex (NLB) - Cheseaux 1:3. Aadorf (NLB) - Düdingen 0:3. Franches-Montagnes (NLB) - Toggenburg 3:1. Epalinges (1L) - Volleyball Academy 1:3. Aarberg (1L) - Genève 0:3. - Auslosung Viertelfinals am Montag, 15. Januar.
Niederlage auch gegen Aesch-Pfeffingen
Der VC Kanti kann auch das zweite Spiel des Jahres nicht gewinnen. Beim 0:3 gegen Aesch-Pfeffingen geben die Schaffhauserinnen den ersten Satz klar ab, die beiden weiteren knapp.

Hanna Helvig (17) setzte den Kanti-Block mit Barbara Dapic (10), Katerina Holaskova (11) und Elisa Suriano (18) unter Druck. BILD REINHARD STANDKE
Reinhard Standke
VOLLEYBALL. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen startet der VC Kanti ins 2024. Nach dem 2:3 bei der Volleyball Academy gelang auch gegen den Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen kein Erfolg. Im ersten Satz hielten sich die Munotstädterinnen bis zum 13:12 gut im Spiel, anschliessend jedoch nicht mehr viel: oder genau nur noch ein Punkt, während der Gegner davor und danach in zwei Serviceserien 13 Mal punktete zum 25:14. Die Baselbieterinnen servierten stärker und zeigten sich im Angriff effizienter. Im zweiten Durchgang konnten sich mehrfach abwechselnd mal die Gäste, dann das Heimteam um zwei bis drei Punkte absetzen. Nach dem 6:8 wurde die leicht angeschlagene Mittelblockerin Jacqui Armer bis zum Satzende durch Jasmin Kuch ersetzt. Beim 22:24 konnte Kanti zwar zwei Satzbälle abwehren, nicht aber den dritten zum 24:26.
Nach der 10-Minuten-Pause sollten die Munotstädterinnen nach dem 2:1-Stand immer einem Rückstand hinterherlaufen. Aesch agierte agressiver, cleverer, Kanti fehlten die Ideen und Möglichkeiten im Angriff. Beim 13:15 schien ein schier endloser Ballwechsel mit dem abschliessenden Punkt für die Gäste eine Vorentscheidung zu bringen. Nach dem 14:20 kam Kanti auf 23:24 heran, kassierte aber den zweiten Matchball. «Wir hatten in der Annahme Probleme und lange keinen Druck mit dem Aufschlag», stellte Kanti-Trainer Neubauer nach den 69 Spielminuten fest. «Auf Position vier machten wir keine Punkte.» Korina Perkovac zog einen schlechten Tag ein und wurde im Lauf von Satz drei durch Lina Hinteregger ersetzt. Unter dem Strich «haben wir den Service-Annahme-Battle verloren», so Neubauer.
Gestern verblieb Kanti auf Rang drei, könnte aber von den heute aufeinandertreffenden Lugano oder Cheseaux verdrängt werden und ist in den nächsten Wochen gefordert, um den Rang in den ersten vier zu verteidigen. Morgen geht es für die Schaffhauserinnen um den Einzug in den Cup-Achtelfinal. Die Schaffhauserinnen müssen in einem der beiden reinen NLA-Duelle beim Titelverteidiger Neuenburg UC antreten.
NLA Frauen, 14. Runde: Kanti Schaffhausen - Aesch-Pfeffingen 0:3 (14:25, 24:26, 23:25). - BBC Arena. - 368 Zuschauer. - SR: Hefti/Sigrist. - Spieldauer: 18, 26, 25 = 69 Minuten. – VC Kanti: Flory (Pass), Suriano, Holaskova, Dapic, Perkovac, Armer, Habegger (Libera); eingewechselt: Corbach A. Pazin, Kuch, Künzler, Hinteregger; nicht eingesetzt: Loffreda. – Aesch-Pfeffingen: Ammeter (Pass); Hellvig, Matter, Oude Luttikhuis, Zernovic, McKenzie, Saladin (Libera); eingewechselt: Engel (Libera); nicht eingesetzt: Capraro, Hägele, Kneubühl, Eichler, Brcic (Pass); ohne Uiato (Pass, verletzt).
Weitere Resultate: Genève Volley - Academy Zürich 3:0 (25:14, 25:20, 25:16). Düdingen - Toggenburg 3:0 (25:8, 25:19, 25:20). – Heute: 15.00 Volley Lugano - Cheseaux . – Rangliste: 1. Neuchâtel UC 12/31. 2. Sm’Aesch-Pfeffingen 14/30. 3. Kanti Schaffhausen 14/25. 4. Volley Lugano 13/24. 5. Düdingen 13/24. 6. Cheseaux 13/23. 7. Genève Volley 14/17. 8. Glaronia Glarus 13/15. 9. Toggenburg 14/9. 10. Academy Zürich 14/3.



