Zum Hauptinhalt springen
VC Kanti Impressionen

Topscorer

Volleyball macht Schule

News

VC Kanti festigt den dritten Zwischenrang

Im letzten Spiel der Hinrunde der NLA-Qualifikation siegt der VC Kanti gegen Franches- Montagnes mit 3:0 und startet als Tabellendritter in die am nächsten Wochenende beginnende Rückrunde.

Isidora Ubavic (9) feiert mit dem VC Kanti einen klaren Heimsieg. BILD REINHARD STANDKE

Reinhard Standke

Der Dritte gegen den Siebten der Tabelle, so lautete die Affiche in der BBC-Arena an einem kalten Novembersamstag. Kanti-Trainer Nicki Neubauer setzte in der Startformation auf Romy Jatzko und Wiebke Silge anstelle von Svobodova und Watson, die beide nicht zum Einsatz kamen. Überhaupt sollte in den nur 62 Spielminuten keine der Kantispielerinnen zu einer der Nummerntafeln greifen, die einen Wechsel anzeigen.

Mit 6:2 starteten die Schaffhauserinnen in die Partie, liessen dann das Gastteam ins Spiel kommen und bis zum 11:10 herankommen, um danach deutlich zu dominieren. Kanti liess nun nur noch drei Punkte zu, Korina Perkovac schloss den ersten Satz mit fünf Services in Folge ab. Insbesondere liessen die Munotstädterinnen der Topskorerin der Liga, Ivonne Montano, wenig Möglichkeiten, die Kolumbianerin sollte nur gerade zu 12 Punkten kommen.

Nach dem schnellen Satzgewinn startete Kanti erneut mit 6:2 in den nächsten Durchgang, anschliessend drückte das Team aus dem Jura auf den Spielstand. Kanti unterliefen etwas mehr (Service-)Fehler, fand aber nach dem 16:13 zur (Angriffs-)Überlegenheit zurück. In den dritten Satz startete das Heimteam diesmal mit 5:2, liess aber die Aggressivität vermissen, spielte zu passiv in Verteidigung und Angriff und liess so Franches-Montagnes zum Zug kommen, sodass sie sich auf 20:17 absetzten. Der Schlusspunkt im Match sollte jedoch Romy Jatzko gehören, die mit einer Serviceserie ihr Team zum 25:20 führte.

Bei Kanti sorgten Ubavic (17), Perkovac (13) und Captain Holaskova (12) für die meisten Punkte, die Statistik wies für die Schaffhauserinnen die besseren Werte u. a. im Block (12:4 Punkte) aus. «Das ist ein wichtiger Sieg», sagte Kanti-Coach Neubauer, dessen Team nach den Niederlagen im Europacup in Ostrava sowie in Neuenburg und Aesch wieder Selbstvertrauen tanken konnte. Mit den Sätzen eins und zwei zeigte sich der Trainer zufrieden sowie auch mit der Art und Weise, wie das Team die Taktik umsetzte und die schlechten Phasen hintenraus wieder gut gemacht hat.

Weiter geht es gegen Lugano

In der nun abgeschlossenen Hinrunde unterlag der VC Kanti nur gegen die beiden vor ihm platzierten Teams aus Neuenburg und Aesch-Pfeffingen und lässt als Dritter Cheseaux (+3 Punkte) sowie Düdingen und Genf (jeweils +5) hinter sich.

«Wir haben gesehen, dass wir mitspielen können und möchten auf Rang drei bleiben, müssen aber an der Konstanz arbeiten», so Nicki Neubauer. «Wenn wir mit Vertrauen und Power spielen, dann sind wir gut.» Die Rückrunde beginnt für die Schaffhauserinnen am kommenden Sonntag, wenn Volley Lugano in der BBC-Arena (16.30 Uhr) zu Gast ist.

Bilder Werner Schläpfer   Statistik

Wieder auf die Siegesstrasse zurückfinden

 

Die junge Kanti-Libera Lisa Contorno kommt immer wieder zu Teileinsätzen, so auch in Aesch. BILD WERNER SCHLÄPFER

 

VOLLEYBALL. Die letzten drei (Auswärts-)Spiele hat der VC Kanti alle verloren: Es begann mit dem Ausscheiden aus dem Europacup (0:3 in Ostrava) und ging mit den zwei mit 0:3 verlorenen NLA-Spitzenspielen in Neuenburg und Aesch weiter. Schon im letzten Heimspiel von Ende Oktober gegen das erstarkte Cheseaux hatten die Schaffhauserinnen beim 3:2-Sieg Mühe bekundet, konnten aber die Partie nach 1:2-Rückstand noch wenden. Mit Volley Franches-Montagnes kommt heute (16.30 Uhr, BBC-Arena) zum Vorrundenabschluss eine ähnliche Equipe nach Schaffhausen wie Cheseaux. Denn wie die Waadtländerinnen mit Madeline Renée Haynes verfügt auch VFM mit der ­Kolumbianerin Ivonne Montano (26) über eine herausragende Skorerin. Beim 3:1 gegen Toggenburg ­gelangen der Diagonalangreiferin sage und schreibe 36 Punkte. Mit der Zuspielerin Maria Alejandra Marin und Diana Arrechea stehen zwei weitere Kolumbianerinnen im VFM-Kader, dazu neben elf Schweizerinnen die Estin Laura Parts. Montano (179 Punkte) und Haynes (175) führen denn auch die NLA-Topskorerliste deutlich vor der NUC-Überfliegerin Tia Scambray (135) an. Die aktuelle Kanti-Topskorerin Korina Perkovac kommt bisher aus 104 Punkte.

 

Es ist auf jeden Fall ein interessantes Treffen gegen die Jurassierinnen zu erwarten, die alles versuchen werden, um in der Tabelle von Platz 7 wegzukommen. Hoffentlich findet Kanti-Trainer Nicki Neubauer die richtige Taktik, um das kolumbianische Trio zu stoppen. (hcs. )

Spitzenspiel mit total 50 Fehlern –VC Kanti verliert in Aesch mit 0:3

Der VC Kanti (3.) hatte gestern im Verfolgerduell hinter Leader Neuenburg UC beim Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen anzutreten. Nach einem guten und spannenden ersten Satz (28:30) bauten die Schaffhauserinnen in den Sätzen 2 und 3 (20:25 und 15:25) immer mehr ab. 

DIe Kanti-Angreiferin Romy Jatzko gegen den Aescher Block. BILD WERNER SCHLÄPFER

Hans Christoph Steinemann, Aesch BL

VOLLEYBALL. Dass die beiden Spiele ge-gen die Ersten der Tabelle innert einer Woche die Nagelprobe für den VC Kanti bedeuten würden, war von Anfang an klar. Das Fazit nach diesen beiden Duellen gegen die Spitzenteams ist ernüchternd ausgefallen, zweimal resultierte eine klare 0:3-Niederlage, nun gilt es am nächsten Samstag zum Abschluss der Vorrunde im Heimspiel gegen das starke Franches-Montagnes den 3. Platz zu sichern. Mit einer Leistung wie gestern Abend im Baselbiet dürfte das aber schwierig werden, das war gestern allen im Schaffhauser Umfeld klar. «In den Sätzen 1 und 2 konnten wir noch mithalten, im dritten Satz ist uns das gar nicht mehr gelungen», zog Kanti-Trainer Nicki Neubauer ein realistisches Fazit des insgesamt enttäuschenden Auftritts in Aesch. Ärgern musste er sich insbesondere über die extrem hohe Fehlerquote in diesem «Spitzenspiel», das keines war. Total zählten die Statistiker 50 Fehler auf beiden Seiten, das Verhältnis lautete mit 21:29 aber klar zuungunsten der Schaffhauserinnen. Mit 14:10 führte der VC Kanti auch in der Statistik der Servicefehler – eine gute Partie war das leider nicht.

Dabei hatte es für die Schaffhauserinnen nicht einmal schlecht begonnen, sie kamen nach einem 8:13-Rückstand wieder heran und konnten auch nach einem 21:23 noch zum 23:23 ausgleichen. Dank einem guten Service von Wiebke Silge konnte die für Eva Svobodova eingewechselte Romy Jatzko mit dem 24:23 gar den ersten Satzball herausholen. Aber danach landete Silges Service im Aus – 24:24. In der Folge hatten zwar die Aescherinnen Satzball um Satzball, aber auch lange nicht die Nerven, um den Sack zuzumachen. Erst beim 30:28 verwertete Zuspielerin Méline Pierret nach 30 Minuten einen Gratisball am Block. Der VC Kanti hatte es verpasst, sich in dieses Spiel reinzukämpfen. Schade, denn weitere Chancen sollten sich im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr bieten. Schnell nach einer Serviceserie zurückliegend, fanden sie bis zum 8:8 und 10:10 wieder zurück und holten später auch nochmals zum 18:17 auf. Doch nachhaltig war das nicht, zu oft brachten sich die Schaffhauserinnen mit eigenen Fehlern wieder aus dem Tritt. In dieser Phase hätte es die ordnende Hand einer Teamleaderin gebraucht, da auch Andreas Vollmers Aesch an diesem Abend nicht über alle Zweifel erhaben schien. Dennoch machten sie unter der Führung der Topskorerin Madison Duello (total 20 Punkte) den Satz nach nunmehr 21 Minuten mit 25:20 fertig. Nichts mehr wollte den Schaffhauserinnen im dritten Abschnitt gelingen, über 10:4, 16:8 und 20:9 zog Aesch in knapp 20 Minuten auf 25:15 davon. Es war ein sehr schnelles Ende.

 Bilder Werner Schläpfer       Statistik

VIDEO

Interview mit Kanti-Trainer Nicki Neubauer

VC Kanti in Aesch vor Bewährungsprobe

Nach den zwei 0:3-Niederlagen im Europacup in Tschechien und am Sonntag in der NLA bei Leader Neuenburg UC steht dem VC Kanti heute Abend in Aesch BL (20 Uhr) wieder eine schwierige Aufgabe bevor. Das vom Büsinger Andreas Vollmer trainierte Aesch-Pfeffingen ist neben NUC der meistgenannte Titelfavorit. Bisher taten sich die Baselbieterinnen indes recht schwer in der Liga, verloren erst gegen Leader Neuenburg mit 1:3 und hatten zuletzt im Jura Mühe gegen Franches-Montagnes (26:24, 13:25, 25:21, 12:25, 17:19). Für den VC Kanti heisst das, dass er mit Chancen ins Baselbiet reist – wenn die Leistung stimmt. (hcs.)

zpqCMeb@6oxMpfGUyU_BL