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NACHTRAGSSPIEL DES VC KANTI

Val-de-Travers dürfte kein Gradmesser sein

Das ursprünglich am 9. Januar wegen Covidfällen beim VC Kanti verschobene Heimspiel gegen Val-de-Travers findet heute Abend (19 Uhr, BBC-Arena) statt. An der Ausgangslage hat sich insofern etwas geändert, als die Gäste aus dem Neuenburger Jura nach einer 1:3-Niederlage gegen Genf und gleichzeitigem 3:1-Sieg von Lugano über Franches-Montagnes hinter Lugano auf den 9. Platz und damit in die Abstiegsrunde abgerutscht sind. Der VC Kanti steht trotz eines oder zwei weniger ausgetragenen Spielen weiterhin auf Platz 3. Und diesen will er im Hinblick aufs Playoff unbedingt verteidigen. Die vor den Schaffhauserinnen (13 Spiele/28 Punkte) liegenden Spitzenteams von Neuenburg UC (1., 14/41) und Aesch-Pfeffingen (2., 15/38) sind praktisch nicht mehr einzuholen. Von hinten droht aber noch Gefahr von Cheseaux (5., 14/25) und Düdingen (6., 14/24). «Das heute gegen Val-de-Travers ist eine Pflichtaufgabe für uns, da müssen drei Punkte her», erklärt Trainer Nicki Neubauer die Ausgangslage vor dem Match gegen den Vorletzten. Dies trotz nicht ganz ­optimaler Spielvorbereitung, denn für die erst aus der Isolation gekommenen Katerina Holaskova und ­Vivian Guyer gab es letztlich nur zwei Balltrainings im neuen Jahr, neben Workouts und Krafttrainings zu Hause. «Katy ist erfahren und braucht wenig, und Vivi ist gut drauf. Die Dritte im Bunde, Libera Lisa Contorno, ist noch nicht ganz so weit.»

Bereits am Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena) folgt dann das Spitzenspiel gegen Leader Neuenburg UC, «in dem wir nur Aussenseiter sein werden, denn NUC ist momentan sehr solid und spielt gut». (hcs.)

Nach Sieg gegen Lugano in den Viertelfinals

Im Cup erreicht Titelverteidiger VC Kanti die Runde der letzten acht. Unter dem Strich gab es gestern einen letztendlich klaren 3:0-Sieg in den Achtelfinals über Volley ­Lugano.

 Gute Annahme von Isabella Loffreda

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Nach der Weihnachtspause und zwei coronabedingten Spielausfällen stand der VC Kanti nach vierwöchigem Unterbruch gestern wieder auf dem Spielfeld. Im Cup standen die Achtel­finals an: Die Schaffhauserinnen trafen auf Volley Lugano, das am Vorabend einen 3:1-Sieg bei Franches-Montagnes feiern konnte. Damit liegt das Team aus dem Tessin, das sich mit gleich drei neuen Spielerinnen verstärkt hatte, aktuell wieder in den Top 8, was die Teilnahme an den Play-offs bedeuten würde. Der VC Kanti musste nach wei­teren positiven Coronatests auf drei Spielerinnen verzichten, das Aufgebot wurde mit zwei Spielerinnen aus der zweiten Liga ergänzt: Sowohl Sophie Broder als auch Isabella Loffreda sollten im Laufe der Partie eine kurze Einsatzzeit erhalten.

Die Partie zwischen den Schaffhauser- und Tessinerinnen sollte spielstandtechnisch länger auf Augenhöhe verlaufen. In der Anfangsphase lag das Gastteam schon mal mit ein paar zwei Punkten vorne, Kanti vermochte aber jeweils rasch auszugleichen. Noch passte in den Aktionen nicht wieder ­alles ­zusammen, dazu gesellte sich der eine oder andere (Service-)Fehler. Die Luganesi schienen sowohl den Schwung mit den drei neuen Spielerinnen als auch durch das Erfolgserlebnis des Vorabends zu nutzen. Nach dem 13:13 konnte sich die Schaffhauserinnen nach und nach absetzen und mit 25:20 den ersten Satz für sich entscheiden.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste lange dran, dies nicht zuletzt aufgrund der hohen Fehlerquote bei den Munotstädterinnen. Nach dem 18:18 zog Kanti (mit Wiebke Silge am Service) ­davon und sicherte sich mit 25:22 den 2:0-Satzvorsprung. In den dritten Satz starteten die Schaffhauserinnen mit 5:1, die Angriffskombinationen liefen besser, es gab weniger Fehler, Volley Lugano schien angesichts der bis dahin am ­Wochenende schon gespielten sechs Sätze müde zu werden. Mit 25:14 sollte es einen raschen Satzerfolg für Kanti ­geben. Die meisten Punkte steuerten gestern die Saison-Topskorerin Korina Perkovac (14), Isidora Ubavic (13) und Wiebke Silge (11) bei. Beim Rückblick auf die 63 Spielminuten zeigte sich Kanti-Trainer Nicki Neubauer mit den beiden Sätzen und der Leistung am Block nicht zufrieden. Insgesamt habe aber ganz funktioniert, was man im Training der letzten Wochen erarbeitet habe.

Neben dem VC Kanti erreichten auch die NLA-Vertreter VBC Cheseaux, Volley Düdingen, Franches-Montagnes, Aesch-Pfeffingen und Neuenburg UC sowie die NLB Team VBC Glaronia und Volero Zürich (das sich gegen Volley Toggenburg/NLA durchsetzte, siehe rechts) die Runde der letzten acht, die am 30. Januar gespielt werden muss.

Nachdem die einmonatige Spiel­pause mit einem Erfolgserlebnis beendet wurde, geht es für den VC Kanti Schlag auf Schlag weiter. Am Mittwoch wird das ursprünglich für den 8. Januar ­angesetzte Heimspiel gegen Val-de-Travers nachgeholt, Spielbeginn ist bereits um 19.00 Uhr. Hier kommt es für Coach Neubauer darauf an, das Team weiter gut für die folgenden Partien gegen Neuenburg, Aesch-Pfeffingen und Cheseaux aufzubauen. NLA-Leader NUC (der am Samstag im Spitzenspiel den Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen mit 3:1 besiegte) ist am kommenden Sonntag zur gewohnten Anspielzeit (16.30 Uhr) in der BBC-Arena zu Gast. Aesch-Pfeffingen folgt am Freitag in zehn Tagen. Das vorgestern abgesagte Spiel gegen VBC Cheseaux ist noch nicht neu terminiert.

VC Kanti muss weiteres Spiel verschieben, Cup findet aber statt

Drei Coronafälle im NLA-Team beschäftigen den VC Kanti auch noch eine Woche nach dem ausgefallenen Heimmatch gegen Val-de-Travers.

Wegen Coronafällen spielt der VC Kanti am Samstag nicht in Cheseaux, aber im Cup tritt er am Sonntag an. BILD WERNER SCHLÄPFER

Nach der Spielverschiebung vom letzten Wochenende (Heimspiel gegen Val-de-Travers) muss der VC Kanti leider auch das Auswärtsspiel gegen den VBC Cheseaux von morgen Samstag aufgrund der positiven Co­ronafälle verschieben. Das war keine ­einfache Entscheidung für den Schaffhauser Klub, denn bereits am 5. Februar finden die letzten Spiele der NLA-Qua­lifikationsrunde statt, sodass bis dahin alle verschobenen Spiele zwingend gespielt sein müssen.

Mit diesen beiden ausgefallenen Spielen wird der Spielplan des VC Kanti bis Ende Januar somit noch dichter gedrängt sein. Es warten also strenge, spielintensive Wochen auf die Kanti-Spielerinnen.

Aus diesem Grund hat sich der VC Kanti – trotz des verschobenen Ligaspiels in Cheseaux – denn auch schweren Herzens dazu entschlossen, das Achtelfinal-Heimspiel im Schweizer Cup vom nächsten Sonntag (16.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Volley Lugano durchzuführen, jedoch mit einem dezimierten Kader. «Dieses Cupspiel müsste bis spätestens am 24. Januar ebenfalls nachgespielt werden, was für uns terminlich schlicht nicht realistisch und machbar wäre», so Kanti-Trainer Nicki Neubauer. Welche Spielerinnen gegen Lugano einsetzbar sind, wird sich zeigen müssen. Als Notfalllösung werden Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team nachnominiert. «Drei Spielerinnen des engeren Stamms fallen sicherlich aus», sagt Nicki Neubauer, «sie hatten zwar keine schlimmen Symptome, sondern nur Kopfweh, Schnupfen oder eine leichte Erkältung. Aber einsatzfähig werden sie am Sonntag nicht sein.»

Trotzdem hätten sie dank dem Zuzug von zwei Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team jeweils mit 12 bis 13 Spielerinnen trainieren können. «Es zahlt sich nun aus, dass wir ein so breites Kader haben», betont Neubauer, der zudem auf die nun lange Wettkampfpause von gut einem Monat hinweist, was natürlich ein Nachteil sein könnte. «Am Dienstag haben wir wieder mit dem Training angefangen – und sind auch regelmässig getestet worden. Das ist wichtig.»

«Uns ist klar, dass dieser Entscheid nicht von allen Personen nachvollzogen werden kann und sicher auch bei einigen für Kopfschütteln sorgen kann», schreibt der VC Kanti in seiner gestrigen Medienmitteilung. Kampflos möchte der VC Kanti als aktueller Cupsieger dies ­jedoch nicht hinnehmen.

Am Mittwoch gegen Val-de-Travers

Last but not least konnte erfreulicherweise das verschobene Spiel von letzter Woche gegen Val-de-Travers jetzt neu auf den nächsten Mittwoch, 19. Januar, um 19.00 Uhr in der BBC-Arena angesetzt werden. (pd./hcs.)

Kurzfristige Absage nach positiven Tests beim VC Kanti

KEIN KANTI-HEIMSPIEL  HEUTE

Nach der Weihnachtspause wollte der VC Kanti heute mit dem Heimspiel gegen Val-de-Travers in die letzte Phase der Qualifikationsrunde starten. Wie der VC Kanti am späten Freitagabend bekannt gab, musste diese NLA-Partie auf Wunsch des Schaffhauser Klubs verschoben werden. Dies aufgrund von positiven Coronaselbsttests innerhalb des Kanti-Teams und zudem weiteren Spielerinnen, welche ebenfalls Symptome zeigten oder sich unwohl fühlen – deren Schnelltests gestern aber (noch) negativ waren. «Das Risiko, dass noch weitere Kanti-Spielerinnen in den nächsten Tagen positiv sein könnten ist uns zu gross und wir möchten auf keinen Fall riskieren, dass wir unsere Gegnerinnen, Offizielle, ZuschauerInnen, HelferInnen diesem Risiko aussetzen», erklärte Kanti-Präsident Sandro Poles.

Die offizielle Testung der zwei Spielerinnen mit positiven Selbsttest habe umgehend in deren Heimatkantonen stattgefunden. Alle anderen Akteurinnen und Staffmitglieder seien anstelle des gestrigen Trainings zum Testen aufgeboten worden. Deren Ergebnisse seien aber noch nicht bekannt. «Ich habe auch keine Ahnung, wo die Ansteckungen passiert sein könnten», sagte Präsident Poles. «Wir warten jetzt noch das Wochenende ab, um zu ­sehen, wie es dann bei uns weitergeht.»

Sehr froh war Sandro Poles darüber, dass der Gegner Val-de-Travers ihnen so schnell und unkompliziert entgegengekommen sei. Aufgrund dieser umgehenden Zustimmung war die kurzfristige Absage erst möglich. «Wir danken Val-de-Travers für das Verständnis sowie für die Genesungswünsche an unsere erkrankten Spielerinnen», streicht Poles hervor.

Das Spielprogramm für den Januar ist für den VC Kanti auch ohne die Verschiebung umfangreich: Am nächsten Samstag geht es, wenn es die Situation zulässt, mit dem Auswärtsspiel in Cheseaux (4.) weiter, gefolgt am Sonntag vom Cup-1/8-Final gegen Lugano. Leader NUC (heim 23. 1.), Aesch (heim 28. 1.), ein allfäl­liges Cup-Viertelfinale (30. 1.), Franches-Montagnes (auswärts 5. 2.) und das verschobene Heimspiel gegen Val-de-Travers heissen die Spiele vor dem Play-off-Start am 12. 2. (hcs.)

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