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Knapper Auswärtssieg für VC Kanti 2

Jeanne Neuhaus (11, VC Kanti 2) greift an. BILD MARIANNE RÄSS

Der VC Kanti gewann im zweiten Saisonspiel in der 1. Liga bei VC Smash Winterthur mit 3:2. Die Schaffhauserinnen nahmen sofort das Zepter in die Hand und waren im ersten Satz (25:20) dem Gegner immer einen Schritt voraus. Die 100 Zuschauer in der Sporthalle Zinzikon bekamen am Ende jedoch einen ausgeglichenen Match zu sehen. Im zweiten Satz kam der VC Smash so richtig ins Spiel, Kanti schaffte zwar den Ausgleich, aber der zweite Satz gehörte dem Heimteam (25:23). Im dritten Satz führte der VC Kanti sehr schnell mit 7:1, Smash hatte den Start verschlafen, kam zwar immer näher heran, konnte aber nie ausgleichen. Passeuse Melanie Kunz punktete mit ihrer bekannten Finte, die Angreiferinnen Vivian Guyer, Jeanne Neuhaus, Nina Cavka trugen das Ihre dazu bei. Am Schluss konnte der VC Kanti noch zulegen und gewann mit 25:20. Es kam, wie es kommen musste. Smash startete fulminant im 4. Satz, Coach Claudio Kriech machte einige Wechsel, konnte aber mit keiner Variante das Blatt noch wenden. Kanti agierte in diesem Satz zu fehlerhaft. Smash glich aus zum 2:2 mit 25:17. Also musste der 5. Satz entscheiden. Die Stimmung in der Halle war sehr gut. Der 5. Satz war bis 13:13 ausgeglichen. Die Spannung war fast unerträglich. Kanti gewann diesen Entscheidungssatz hauchdünn mit 15:13. Der nächste Einsatz von VC Kanti 2 ist das Heimspiel gegen den STV St. Gallen am 2. November um 13.00 Uhr in der BBC. (mrä)

Frauen, 1. Liga, Gruppe D: VC Kanti Schaffhausen 2 - VC Smash Winterthur 3:2 (20:25, 25:23, 20:25, 25:17,15:17). – VC Kanti 2: Kunz (Pass), Cavka, Brugger, Guyer, Ceçen, Schaber, Saipi/Rupli (Liberas); eingewechselt: N. Pazin, Neuhaus, Nussbaumer.


Auch aus Genf nimmt der VC Kanti die drei Punkte mit

Die Schaffhauser Volleyballerinnen gewinnen mit 3:1 bei Genève Volley ihr fünftes Saisonspiel. Am Samstag kommt es zum Showdown gegen den Titelverteidiger Neuenburg UC.

Captain Katerina Holaskova (r.) sorgte für viele erfolgreiche Angriffe. BILD W. SCHLÄPFER

Reinhard Standke

Nach dem Arbeitssieg im Jura sollte es auch am Genfersee ein enges Spiel geben. Kantitrainer Neubauer hatte darauf hingewiesen, dass der achte Tabellenrang nicht den wirklichen Leistungsstand des Teams des Büsinger Trainers Andi Vollmer widerspiegele. Kanti begann in der Stammformation und mit schnellen Angriffen und lag bald mit 4:1 vorne. Dann kamen jedoch die Gastgeberinnen zum Punkt und zum Service. Mit aggressiven Aufschlägen setzte Sally Biermann Kanti unter Druck und brachte deren Abnahme in Nöte. Genf kam zum 5:4, dann wechselten sich die beiden Teams in der Führung ab (11:9 Kanti, 13:11 Genf).

Mit dem druckvolleren Spiel am Aufschlag (mit dem Ziel überwiegend auf Korina Perkovac und 4:1-Assen) und im Angriff griff Neubauer beim 14:18 zum zweiten Time-out, in der Folge setzte jedoch das Heimteam den Lauf fort und sicherte sich den Auftaktsatz (25:22). Bei Genf war der Skore breit verteilt auf sechs Spielerinnen, bei Kanti hatten drei Spielerinnen (insbesondere Lockwood) gepunktet.

Mit anderen Kräfteverhältnissen sollte der zweite Durchgang verlaufen. Zwar lag zunächst Kanti vorne (3:2). Nach einer unglücklichen Aktion schickte der Kantitrainer dann anstelle von Viviane Habegger (die einen «gebrauchten Tag erwischte», so Neubauer) als Libera Isabella Loffreda auf das Feld, die ihre Aufgabe bis zum Schluss gemäss dem Coach hervorragend machte. Das Heimteam ging (wieder mit Biermann am Service) zunächst mit 5:4 in Führung, dann riss Kanti das Momentum mit mehr Druck am Service an sich. Nach dem 13:11 gelang dies insbesondere Katerina Holaskova, deren Serie erst beim 18:12 zu Ende war. Die Schaffhauserinnen spielten und punkteten nun mehr über die Mitte (besonders Holaskova). Bei der 20:13 vollzog Neubauer den üblichen Doppelwechsel (A. Pazin und Lieb für Petrenko und Lockwood), sein Team glich mit 25:17 aus.

Nach der Pause von 10  Minuten kehrten die Genferinnen mit der Spielweise von Satz 1 zurück, der Spielstand blieb jedoch bis zum 13:13 ausgeglichen. Dann zogen die Gäste auf 16:13 davon und bauten den Vorsprung auf 22:16 aus. Zuvor hatte Genf-Coach Vollmer bei zwei Entscheidungen der Schiedsrichter lautstark reklamiert, er erhielt die Rote Karte und sein Team wurde mit einem Punkt für den Gegner bestraft. Die Munotstädterinnen, bei denen Captain Holaskova in dieser Phase den Skore dominierte, brachte den Vorsprung bis zum Satzende (25:21).

Mit harten Aufschlägen von Passeuse Petrenko startete Kanti fulminant in den vierten Durchgang (5:0), sollte jedoch nach einer 8:2-Führung das Heft wieder aus der Hand geben. Das Heimteam gab sich nicht geschlagen, mit harten Services der bisherigen Saison-Topskorerin Boonstra rückte Genève Volley heran (7:8), Kanti zog wieder davon (17:13), Genf kämpfte sich zurück (18:18), die Gäste konterten (21:18). Nach einigen wenig cleveren Angriffen und weniger Aktionen über die Mitte lag plötzlich das Heimteam vorne (24:23). Im Gegensatz zu diversen Spielen in der Vorsaison gelang es Kanti, das Ruder herumzureissen und den zweiten Matchball zu nutzen (Block Holaskova).

«Am Ende bin ich sehr zufrieden, vor allem mit der kämpferischen Leistung», bilanzierte Kanti-Coach Neubauer während der Rückfahrt. «Wir haben über weite Strecken sehr gut gespielt, Genf hat sehr gut verteidigt. Den zweiten und dritten Angriff, den es dadurch gab, haben wir vielfach nicht sauber zu Ende spielen», so Nicki Neubauer weiter. Die Schaffhauserinnen sind in der sechsten NLA-Runde vom Dienstag und Mittwoch spielfrei. Am Samstag folgt das Spitzenspiel gegen den Titelverteidiger und Tabellenzweiten Neuenburg UC.

5. Runde. Samstag. Genève Volley - VC Kanti 1:3 (25:22, 17:25, 21:25, 25:27). - Henry Dunant. - 170 ​Zuschauer. - SR: Nghuyen/Pedrazzini. - Spieldauer: 28, 23, 26, 30 = 107 ​Minuten. – Genève: Shields (Pass, 5), Boonstra (10), Biermann (11), Vrankovic (13), De Jesus (13), Clayton (14), Knutti (Libera); eingewechselt: Sager, Matul; nicht eingesetzt: Nowak, Koch. – VC Kanti: Petrenko (Pass,4), Ambrosius (5), Botkin (16), Holaskova (18), Lockwood (16), Perkovac (9), Habegger (Libera); eingewechselt: Loffreda (Libera), A. Pazin (1), Lieb; nicht eingesetzt: Capraro; ohne Cavka (1. Liga); rekonvaleszent: Popic.

Bilder         Statistik

Kanti will in Genf dennächsten Sieg holen

Als Spitzenreiter ist der VC Kanti nach vier NLA-Runden noch ohne Punktverlust. Dies soll auch morgen Abend beim Spiel in Genf so bleiben.

Der Kantiblock mit Lina Lieb (l.) und Lea Ambrosius in der Partie gegen Franches-Montagnes. BILD WERNER SCHLÄPFER

VOLLEYBALL. Nach einer im Vergleich zu den vergangenen 14 Tagen ruhigen Woche reist der VC Kanti heute an die Rhone. In der fünften Runde der NLA treten die Schaffhauser Volleyballerinnen um 17.30 Uhr bei Genève Volley mit dem Büsinger Trainer Andi Vollmer an. «Wir kennen sie ein bisschen aus der Vorbereitung», sagt Kantitrainer Neubauer. Sein Team konnte Mitte September an der Alpen Trophy in Innsbruck den heutigen Gegner mit 3:1 schlagen.

Genève Volley sei eine Mannschaft, die im Moment etwas unter Wert geschlagen ist, meint Nicki Naubauer. Das Team, das die vergangene Saison als Fünfter einen Rang vor den Munotstädterinnen abschliessen konnte, liegt nach einem Sieg (über Toggenburg) und zwei Niederlagen (gegen Glaronia und Aesch-Pfeffingen) auf dem achten Rang der 11 NLA-Mannschaften. «Von den Qualitäten her können sie sicher weiter vorne mitmischen», so Neubauer.

Dabei wurde das Team fast vollständig erneuert. 11 Abgängen stehen nur zwei Vertragsverlängerungen gegenüber. «Sie können auf jeden Fall gut spielen», erinnert Neubauer an das Spiel in der Saisonvorbereitung. Hervorzuheben ist die holländische Topskorerin Famke Boonstra. Die 190 cm grosse Aussenangreiferin hat von Dresden in die Westschweiz gewechselt. Aufpassen müsse man auch auf die amerikanische Zuspielerin Shannon Shields, die schnell spiele und mit vielen zweiten Bällen selber Punkte erziele.

Für den VC Kanti geht es in der Rhone-Stadt darum, den Druck mit dem Aufschlag konstant hoch zu halten. «Wir haben im Vorbereitungsspiel gesehen, dass sie dann nicht so viele Lösungen haben», nennt Neubauer einen der Ansatzpunkte. Sein Team sei nach den Ergebnissen der vergangenen Saison gewarnt: Von den vier Spielen hatte Kanti drei verloren, darunter beide Auswärtspartien. Nach der Begegnung vom Sonntag bei Franches-Montagnes, in der die Schaffhauserinnen zu einem 3:0-Arbeitssieg gekommen waren, müsse sein Team ein etwas stabileres Spiel zeigen. «Da waren wir müde, dies sollte diese Woche anders sein. Wir fahren dahin, wollen natürlich gewinnen und uns vorne festsetzen», so der Trainer der Tabellenführerinnen.

Enges Spiel erwartet

«Ich denke aber, es wird ein ähnlich enges Spiel werden wie mit Franches-Montagnes, dann müssen wir irgendwann zupacken und zuschlagen.» Bei einem Vorsprung von vier Punkten bei einem ausgetragenen Spiel mehr bleibt der VC Kanti aber so oder so an der Spitze der Rangliste. Es werde irgendwann eine Niederlage kommen, weiss Nicki Neubauer: «Solange wir gut spielen, können wir dies verhindern. Wir gehen in jedes Spiel rein und versuchen maximal zu spielen.»

Die letzte Woche der Rekonvaleszenz geht nun für die bislang verletzte Kanti-Mittelblockerin Astrid Popic zu Ende. Ab der nächsten Woche muss sich zeigen, wie das Knie der Kroatin der Trainingsbelastung standhält. (R.Sta.)

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Kanti verbleibt nach dem Arbeitssieg im Jura an der Tabellenspitze

Mit dem 3:0-Sieg bei Franches-Montagnes bleibt der VC Kanti wie Neuenburg UC und Aesch-Pfeffingen ungeschlagen, bleibt jedoch als einziges Team noch keinen Punktverlust.

Korina Perkovac schlägt den Ball am Block von Franches-Montagnes vorbei. BILD WERNER SCHLÄPFER

Reinhard Standke

Da die Schaffhauserinnen nach der vierten Runde ein Spiel mehr ausgetragen haben als die beiden Verfolger, beträgt der Vorsprung aktuell vier Punkte, Denn auch beim zweiten Auswärtsspiel nahm Kanti die drei Punkte mit an den Hochrhein. Nach den 77 Spielminuten in Saignelégier sprach Kantitrainer Neubauer von einem «Arbeitssieg»: «Wir haben heute sicher nicht unsere beste Leistung auf das Spiel gebracht», so Neubauer nach dem dritten Spiel innerhalb einer Woche sowie der Flugreise nach Kopenhagen und der dreistündigen Busfahrt in den Jura.

Zeitweilig schwergetan

Im ersten Durchgang schenkten sich die beiden Teams nichts, mal lag Kanti zwei Punkte vorne, mal die Gastgeberinnen. Neubauer sprach von «Unsauberkeiten», die sich durch das ganze Spiel zogen: «Nicht so richtig die Blockposition gefunden, schwer getan im Feld mit der Ballkontrolle, mit dem ersten Ball, mit der Annahme.» Der Gegner habe jedoch im Vergleich zu den bisherigen drei Saisonspielen viel geändert im Setup, wie die gesamte Rotation und die Schlagrichtung. «Sie haben bewusst gegen uns etwas ganz anderes gemacht», so Neubauer.

Sein Team konnte erst nach dem 19:20 auf 23:21 vorlegen, musste dann den Ausgleich hinnehmen. Nach dem Doppelwechsel A. Pazin/Lieb für Lockwood/Petrenko stellte jedoch Korina Perkovac mit zwei Punkten den Satzgewinn sicher. Leichter taten sich die Munotstädterinnen im zweiten Satz. Nach einer kleinen Serviceserie von Captain Holaskova lagen sie 12:6 und später 17:12 vorne, sollten dann jedoch fünf Punkte in Folge kassieren. Anschliessend nahmen die Gäste das Spiel wieder in die Hand und sicherten sich den zweiten Durchgang klar (25:18).

Vom 3:3 bis zum 17:20 lief Kanti im dritten Satz einem Rückstand hinterher. «Wir haben uns rausdrängen lassen aus unseren eigentlichen Spiel, deswegen war es knapper als es eigentlich ist. Wie haben heute nicht gut geskort», bilanzierte Coach Neubauer, der für Jordan Lockwood beim 5:7 Lina Lieb brachte. «Wir haben nicht früh genug das Finish geschafft. In der Moneytime konnten wir es mit viel Siegeswillen, viel Kampfgeist umdrehen.», so der Kantitrainer, der sich dennoch sehr zufrieden zeigte: «Vor einem Jahr hätte das Spiel mit fünf Sätzen geendet, vielleicht hätten wir es gar nicht gewonnen.»

So geht es weiter

Am kommenden Samstag führt die Reise nach Genf wo die Schaffhauserinnen auf das Team des Büsinger Trainers Andi Vollmer treffen. Gegen Volley Genève wird Kanti die Revanche für die beiden Niederlagen in den Spielen um Rang 5 der vergangenen Saison suchen. In der anschliessenden 6. NLA-Runde, die Ende Oktober unter der Woche ausgetragen wird, sind die Schaffhauserinnen das spielfreie Team unter den 11 Mannschaften.

Strenger wird es dann in den anschliessenden 14 Tagen: am Samstag, 2. November ist Titelverteidiger Neuenburg UC in der BBC Arena zu Gast. Nach dem Heimspiel in den 1/16-Finals im CEV Challenge Cup folgen drei Auswärtsspiele: Zwischen dem NLA-Spielen bei Aesch-Pfeffingen (Rankhof Basel, 9. November) und in Düdingen (16. November) findet am 13. November noch das Rückspiel im Eurocup statt. Ein hartes Programm steht den Kantigirls dann also bevor.

Nationalliga A. Frauen, 4. Runde: Volleyball Franches-Montagnes - VC Kanti 0:3 (23:25, 18:25, 23:25). - Maurice Lacroix Arena, Saignelégier. - 110 Zuschauer. - SR: Milos/Sanapo. - Spieldauer: 24, 24, 29 = 77 Minuten. – Franches-Montagnes: Bonardi, Galvao (Pass), Varé. Broekstra, Lindner, Membrez, K. Chappette (Libera); eingewechselt: Tschanz, Faivet, Giroud, Alessi; nicht eingesetzt: Z. Chappatte, Morandi. – VC Kanti: Perkovac, Botkin, Lockwood, Holaskova, Petrenko (Pass), Ambrosius, Habegger (Libera); eingewechselt: A. Pazin, Lieb; nicht eingesetzt: Capraro, Cavka, Loffreda (Libera); Rekonvaleszent: Popic. – Weitere Resultate: Sm’Aesch-Pfeffingen - Genève Volley 3:0 (25:20, 25:17, 30:28). Toggenburg - NLZ Academy Zürich 3:0 (25:14, 25:13, 25:23). Cheseaux - Glaronia Glarus 3:2 (22:25, 25:21, 25:21, 25:27, 16:14). – Rangliste: 1. Kanti Schaffhausen 4/12. 2. Neuchâtel UC 3/8. 2. Sm'Aesch-Pfeffingen 3/8. 4. Glaronia Glarus 4/7. 5. Franches-Montagnes 4/6. 6. Cheseaux 3/5. 7. Volley Lugano 3/3. 8. Genève Volley 3/3. 9. Toggenburg 4/3. 10. Düdingen 3/1. 11. NLZ Academy Zürich 4/1.

Bilder :      Statistik

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