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Kanti will Düdingen erneut schlagen und die Achtelfinals erreichen

Nach dem 3:1-Heimsieg vor einer Woche streben die Schaffhauser Volleyballerinen heute Abend im Rückspiel der 1/16-Finals des CEV Challenge Cup einen weiteren Sieg an. Für das Weiterkommen genügt jedoch der Gewinn zweier Sätze.

Viviane Habegger wird in der Defensive  gefordert. BILDWerner Schläpfer

«Wir sind die bessere Mannschaft und sollten gewinnen.» Nicki Neubauer Cheftrainer VC Kanti

Reinhard Standke

Zwei Wochen lang alle drei bis vier Tage ein Spiel, so sieht aktuell der «Büroalltag» der Vereine aus, die auf europäischer Bühne engagiert sind. Zwischen dem NLA-Spiel gegen Aesch-Pfeffingen, das der VC Kanti am vergangenen Samstag in Basel mit 3:1 für sich entscheiden konnte, und dem nächsten Auswärtsspiel, die Reise führt die Munotstädterinnen am kommenden Samstag schon wieder nach Düdingen, geht es um die Qualifi-kation für die nächste Runde im CEV Challenge Cup. Nachdem der VC Kanti im Oktober erfolgreich die Däninnen von Holte IF aus dem Wettbewerb geworfen hatte, soll nun auch die Europacup-Kampagne des Vizemeisters der vergangenen Saison heute zu einem Ende gebracht werden.

Mit dem 3:1-Sieg in der Vorwoche sind die Schaffhauserinnen optimal in die 1/16-Finals gestartet, mit einem weiteren Erfolg soll heute das Ziel erreicht werden. Mit dem Gewinn von zwei Sätzen hat das Team von Trainer Nicki Neubauer das Weiterkommen jedoch bereits auf sicher. Sollte es allerdings zu einem 3:0- oder 3:1-Sieg der Gastgeberinnen kommen, würde der Entscheid über den Einzug in die Achtelfinals in einem «Golden Set» fallen (Zählweise wie in einem Tiebreak). In einem Golden Set war Kanti bislang zweimal gestanden: Ende Dezember 2007 war man in Schaffhausen in der 3. Runde des Challenge Cup mit 14:16 gegen Dinamo Bukarest ausgeschieden, 15 Jahre später ebenfalls zu Hause gegen die Serbinnen von ZOK Ub (16:18 nach 14:12). Doch zum Golden Set soll es heute aus Sicht des VC Kanti erst gar nicht kommen.

Tagesreise im Europacup

Statt einer zweieinhalbtätigen Reise steht für die Munotstädterinnen heute ein Tagestrip in das Senseland an. Nach der Abfahrt mit Kleinbussen um 09.30 Uhr folgt um 12.00 Uhr ein Training in der Leimackerhalle in Düdingen. Vom Heimteam wurden die Schaffhauserinnen im Tageshotel «Schloss Laupen» einquartiert und fahren nach Spielschluss wieder nach Hause. «Wir haben das Hinspiel noch einmal gut analysiert, wir werden ein paar Kleinigkeiten im Block- und Abwehrspiel anpassen», sagt Nicki Neubauer am Tag vor der zweiten Partie. Auch in der Offensive will der Kantitrainer noch paar Varianten bringen. «Sie haben viel auf unsere Mittelblocker aufgepasst.» Weiter geht es um den Angriff aus der Abwehr heraus. «Da können wir unser Spiel noch stabilisieren und für mehr Punkte sorgen.» Einmal mehr gehe es darum, am Aufschlag gut zu arbeiten.

CEV

VC Kanti auch in der 1. Liga weiter ungeschlagen.

Melanie Kunz und Alexandra Schaber (r.). BILD WSCHL

Der VC Kanti 2 konnte in Kloten nach einem insgesamt durchwachsenen Spiel gegen die punktlose Volleyball Academy, die von Teemu Oksanen (der zum Ende der Saison 2016/17 zum Cheftrainer beim NLA-Team des VC Kanti aufgerückt war) gecoacht wird, drei wichtige Punkte holen. Nach einer kurzen Einlaufzeit zu Beginn des Spiels setzten sich die Kantigirls gegen das eher schwache Zürcher Team ab und gewannen den ersten Satz deutlich mit 25:16. Im zweiten Satz zeigte sich das gleiche Bild: Die Führung der Schaffhauserinnen war deutlich, bis ein Wechsel aufseiten der Gäste beim Stand von 15:5 für Verwirrung sorgte. Nach langen Diskussionen konnte das Spiel fortgesetzt werden, aber der klare Vorsprung für die Schaffhauserinnen blieb bestehen. Trainer Claudio Kriech gab im letzten Satz allen Spielerinnen Einsatz, was sich nicht unbedingt förderlich auf den Spielfluss auswirkte. Beide Teams produzierten zahlreiche Fehler, was zu einem engen Punktestand führte. Letztlich setzte sich jedoch die individuelle Klasse der Kantispielerinnen durch, die das Spiel zu ihren Gunsten entschieden. Am Samstag ist das wie VC Kanti 2 noch ungeschlagene Team von Volley Rüschlikon in der BBC-Arena (Beginn 17 Uhr) zu Gast. (wschl)


Frauen 1. Liga, Gruppe D. Volleyball Academy - VC Kanti 2 0:3(16:25,20:25,22:25). Ruebisbachhalle, Kloten. - Kanti: Schaber, Nussbaumer, Kunz, Guyer, Çeçen, Neuhaus; Saipi (Libera); eingewechselt: Rubli, Schmied, Fuchs. – Weitere Resultate vom Wochenende: VBC Voléro Zürich - Pallavolo Kreuzlingen 3:0. VBC Kanti Baden - VC Smash Winterthur 0:3. STV St.Gallen Volleyball - BTV Aarau 3:0. Pallavolo Kreuzlingen - VC Smash Winterthur

Bilder


Kanti bleibt ungeschlagener Tabellenführer

Auch im siebten Saisonspiel ist der VC Kanti nicht zu bezwingen. Die Schaffhauser Volleyballerinnen gewinnen auch das zweite Spitzenspiel innerhalb von einer Woche und schlagen nach Neuenburg UC (3:2) nun Aesch-Pfeffingen mit 3:1.

Brigitta Petrenkó (r.) lancierte, wie hier, einige direkte Angriffe. BILD W. SCHLÄPFER

Reinhard Standke

VOLLEYBALL. Erneut sollte dem Tabellenführer VC Kanti eine enge Partie gegen einen Tabellenzweiten aus Aesch-Pfeffingen bevorstehen, in der auch viel Kampfgeist gefragt war. Das Spiel fand für einmal nicht in der Halle Löhrenacker, der Heimstätte von Aesch-Pfeffinge, statt, sondern wurde in der Basler Rankhofhalle ausgetragen. In dieser hatten sich allerdings nur 209  Zuschauern eingefunden, eine enttäuschende Kulisse für ein NLA-Topspiel. «Es war ein Spiel auf hohem Level, beide Seiten waren gut eingestellt von der taktischen Seite her», stellte Kanti-Trainer Neubauer im Anschluss an die 109  Spielminuten fest.

Die Kanti-Spielerinnen hatten sich vorgenommen, mit dem Aufschlag den Gegner unter Druck zu setzen, dies setzten Petrenkó, Botkin, Holásková und Perkovac von Beginn bis zum 12:8 gut um. «Wir sind gut in den ersten Satz gestartet, hatten dann aber Probleme, die Punkte zu machen, vor allem aus der Abwehr raus.» Jodie Larsen schlug bis zum 14:12 für das Heimteam auf, das sich auf 23:19 absetzen konnte. Kanti konnte zwar noch ausgleichen, gab aber den Durchgang nach drei Satzbällen ab (25:27).

Acht Satzbälle

Anschliessend vermochten die Munotstädterinnen ihr Spiel im Aufschlag und Angriff durchzuziehen und kamen zu einem klaren Satzerfolg (25:17). Die Partie war insgesamt gekennzeichnet von guten Phasen von beiden Seiten, gefolgt von fehlerhaften Phasen. Im dritten Durchgang konnte sich Kanti erst nach dem 16:16 absetzen, büsste den Vorsprung von 21:18 jedoch wieder ein (23:23). Anschliessend duellierten sich die beiden Mannschaften in nicht weniger als acht Satzbällen, beim letzten blockte Lea Ambrosius erfolgreich zum 32:30. Beim Stand 9:12 hatte Nicki Neubauer Lina Lieb für Botkin eingewechselt. Die Deutsche brachte neue Impulse und spielte bis zum Matchende. «Ab Mitte dritter Satz zwingen wir sie zu vielen Fehlern», verweist Neubauer auf die Spielstatik (21:37 Fehler insgesamt). Sein Team zog im vierten Satz zunächst wieder das druckvolle Spiel aus Satz 2 auf. Doch die Führung von 19:12 sollte keinen Bestand haben. Aesch-Pfeffingen kam mit starken Aufschlägen wieder heran (22:22). Doch Kanti behielt die Nerven, Jordan Lockwood, die mit 21  Punkten erfolgreichste Skorerin bei den Schaffhauserinnen war, nutze den zweiten Matchball zum 25:23. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg, der Fighting Spirit war hervorragend», so ein glücklicher Kanti-Trainer. Hinter Lockwood steuerte Korina Perkovac, die viel Abnahmearbeit hatte leisten müssen, 12  Punkte bei. Weniger angespielt wurde Mittelblockerin Katerina Holásková, die somit (wie Lea Ambrosius) auf 8  Punkte kam.

Nach dem Sieg auch im zweiten Spitzenspiel in acht Tagen liegen die Schaffhauserinnen in der Tabelle nun 5  Punkte vor dem Gegner vom Samstag. Auf den zweiten Platz mit zwei Punkten Rückstand setzte sich Neuenburg UC dank eines 3:0-Sieges über VBC Cheseaux.

Weiter geht es in dieser Woche bei den Schaffhauserinnen mit zwei Auswärtsspielen, und beide werden in Düdingen ausgetragen: Am Mittwoch kommt es zum Rückspiel der 1/16-Finals im CEV Challenge Cup, nach dem 3:1 im Hinspiel benötigt Kanti noch zwei Satzgewinne, um die Achtelfinals zu erreichen. Drei Tage später steht in der Leimackerhalle die Partie in der NLA-Qualifikation an. Düdingen gelang gestern im Duell der Kellerkinder in Kloten mit einem 3:0-Erfolg bei der Volleyball Academy der erste Saisonsieg.

NLA Frauen, 8. Runde: Aesch-Pfeffingen - VC Kanti Schaffhausen 1:3 (27:25, 17:25, 30:32, 23:25). - Rankhof. - 290 Zuschauer. - SR: Sanapo/Dzankovic. - Spieldauer: 25, 24, 35, 25 = 109 Minuten. – Aesch-Pfeffingen: Uiato (Pass), Larson (15), Matter (9), Cudworth (18), Eichler (22), Campos (6), Saladin (Libera); eingewechselt: Kneubühler, Haegele (1), Ammeter, Schenker; nicht eingesetzt: Wetzstein, Reinhard. – VC Kanti: Petrenko (Pass, 7), Perkovac (12), Botkin (8), Lockwood (21), Holaskova (8), Ambrosius (8), Habegger (Libera); eingewechselt: A. Pazin, Lieb (6). - Nicht eingesetzte Spielerinnen: Popic, Cavka, Loffreda. - Rekonvaleszente Spielerin: Capraro.

Weitere Spiele: Genève Volley - Volley Lugano 3:1 (27:25, 25:16, 21:25, 25:19). Toggenburg - Franches-Montagnes 1:3 (25:19, 19:25, 12:25, 20:25). NLZ Academy Zürich - Düdingen 0:3 (20:25, 20:25, 21:25). Neuchâtel UC - Cheseaux 3:0 (25:19, 25:13, 25:15).

Rangliste: 1. Kanti Schaffhausen 7/20 (21:6). 2. Neuchâtel UC 7/18 (20:7). 3. Sm’Aesch-Pfeffingen 7/15 (18:9). 4. Cheseaux 7/13 (16:12). 5. Volley Lugano 7/12 (16:11). 6. Glaronia Glarus 7/11 (14:15). 7. Franches-Montagnes 8/11 (16:17). 8. Genève Volley 7/9 (12:14). 9. Düdingen 7/5 (8:18). 10. Toggenburg 8/5 (9:20). 11. NLZ Academy Zürich 8/1 (3:24).


Bilder:          Infos:


Kanti steht vor dem nächsten Spitzenspiel

Zwischen den beiden Europacupspielen gegen Volley Düdingen geht es für den VC Kanti erneut um die Tabellenführung in der Meisterschaft. Zu einemweiteren Spitzenspiel kommt es heute in der Basler Rankhofhalle gegen Aesch-Pfeffingen.

Madlaina Matter mit dem Smash gegen Kateřina Holásková im Januar 2023 im Rankhof Basel. Bild Werner Schläpfer

Reinhard Standke

Jede Woche ein Spitzenspiel in der Nationalliga. Nachdem die Schaffhauser Volleyballerinnen vor einer Woche den Titelverteidiger Neuenburg UC mit 3:1 bezwungen hatten, reist der VC Kanti heute nach Basel zur Partie gegen Aesch-Pfeffingen. Und in neun Tagen empfängt dann NUC die Baselbieterinnen. Vom Spitzentrio sind nach sechs absolvierten Spielen einzig die Munotstädterinnen noch ungeschlagen. Aber auch das Team aus Aesch-Pfeffingen gehört zu den Jägern, die Kanti nur zu gerne die erste Niederlage beibringen möchten

«An einem guten Tag schätze ich sie, ehrlich gesagt, etwas gefährlicher ein als NUC», benennt Kantitrainer Nicki Neubauer die Leistungsstärke der Mannschaften, die seinem Team in der Tabelle folgen. Zumindest in der Startformation verfügten die Baselbieterinnen über eine grössere mannschaftliche Geschlossenheit, so Neubauer. Hervor hebt der Chefcoach der Schaffhauserinnen insbesondere die Passeuse Mita Uiato. «Sie verteilt sehr gut, sehr spielintelligent und unberechenbar.» Die Amerikanerin hatte sich im Heimspiel gegen Kanti vor ziemlich genau einem Jahr einen Riss der Achillessehne zugezogen und war bis zum Ende der Saison 2023/24 ausgefallen. «Aesch-Pfeffingen ist eine sehr kompakte Mannschaft, die gut verteidigt, gut aufschlägt», hebt Neubauer hervor. «Es ist von der Tagesform abhängig, wenn alle einen guten Tag erwischen, ist es eine Top-Mannschaft, mit uns und Neuenburg zusammen.» Es werde darauf ankommen, dass Kanti gut aufschlägt. Dieses war den Schaffhauserinnen jedoch im Europacupspiel vom Mittwoch gegen Düdingen nicht in allen Phasen gelungen. Wie man mit einem starken Service die Baselbieterinnen unter Druck setzen kann, hatte sich am Mittwoch in deren CEV Challenge-Cup-Spiel gegen Sokol (Niederösterreich) gezeigt. Beim Stand von 23:11 war die ehemalige Kantispielerin Lina Hinteregger an den Service gekommen. Die Österreicherin kam gut zehn Mal zum Aufschlag, der Satz endete 25:22.

Heute geht es für Neubauer aber auch um «Frische, heiss zu sein auf die Partie, vielleicht ist es ein kleiner Vorteil, dass wir nicht in ihrer normalen Heimhalle antreten. Wenn wir an unsere Leistung herankommen aus dem NUC-Spiel oder aus dem vierten Satz gegen Düdingen, dann sind wir voll dabei», meint der Kanticoach. «Aber ähnlich wie gegen Neuenburg wird es eine enge Partie mit Ausgang offen. Wir müssen unsere Sachen gut und richtig machen», sagt Neubauer weiter. «Unsere grosse Stärke in den letzten Spielen war es ja, dass wir taktisch, technisch oder personell kleine Anpassungen machen konnten.»

Zum ersten Kurzeinsatz war die beim Meisterschaftsbeginn am Knie verletzte Kanti-Mittelblockerin Astrid Popic am Mittwoch gekommen. Vor dem Matchball war die Kroatin eingewechselt worden, so führte sie den letzten Aufschlag durch, in dessen Folge Katerina Holaskova mit einem Blockpunkt den Sieg sichergestellt hatte.


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